CS will zweite Partners Group werden

Im Assetmanagement soll eine eigene Firma entstehen, die fusionieren kann und mit Private Equity den Wert vervielfacht.

Im Verwaltungsrat der CS ging es diese Woche nicht nur um den nächsten Präsidenten. Sondern auch um Pläne, das Assetmanagement der Bank zu befeuern.

Der Bereich ist heute nicht einmal eine Sparte. Er gehört zur Division International Wealth Management (IWM): gefangen im Korsett.

Nun wollen die Chefs im Zürcher Sihlcity sich loslösen. Sie schlagen dem VR und der Konzernleitung vor, das Assetmanagement aus dem IWM herauszulösen und eine eigene AG daraus zu zimmern.

Diese würde so Aktien erhalten, um mit anderen Playern zu fusionieren. Mit solchen Schulterschlüssen soll das CS Assetmanagement in neue Dimensionen vorstossen.

Vorbild ist die Partners Group. Das Finanzunternehmen in Zug hat es in wenigen Jahren geschafft, an der Börse einen Wert wie die CS – eine Universalbank – zu erreichen.

Seit kurzem ist die Partners Group-Aktie Teil des SMI, der die grössten Titel der Schweizer Unternehmen vereinigt.

Zuger Rakete als neues Vorbild (Swissquote)

Es ist nicht die absolute Grösse, welche die Partners Group wertvoll macht, sondern der Gewinn. Dahinter steckt das Modell vom langfristigen Investieren.

Die Kunden müssen ihr Geld für mehrere Jahre fix hergeben.

Private Equity lautet das Schlagwort. Damit hat die Partners Group ein „Multiple“ von 30 erreicht. Also einen Börsenwert in der Höhe von 30 Mal den Jahresgewinn.

Bei der CS liegt diese Kennziffer bei 6 – einem Fünftel der Partners Group. Das soll sich nun ändern, zumindest im Assetmanagement.

Man wolle eine zweite Partners Group werden, ist aus dem Innern des CS Assetmanagements zu hören.

2020 sei dafür das perfekt Startjahr, heisst es. Die Gewinne schiessen im Assetmanagement laut diesen Stimmen durch die Decke, man würde beim Personal ausbauen.

Weiter aus eigener Kraft wachsen, zusätzlich mit Zusammenschlüssen in neue Sphären vorstossen – so das Credo der Verantwortlichen im Assetmanagement.

Was gut klingt, hätte für die CS Folgen. Bei einem Zusammenschluss mit einem Dritten würde das Mutterhaus Aktien ihrer Assetmanagement-Tochter hergeben müssen.

Diesen Plan verfolgte die Bank bereits einmal: mit der CS Schweiz. Die Führung wollte rund 25 Prozent der „Perle“ an die Börse bringen.

Nachdem anderweitig genug Kapital beschafft wurde, verzichtete die CS darauf. Nun kommen solche Pläne erneut auf den Tisch – diesmal im Assetmanagement, wo sich die CS im Quervergleich mit der UBS vorne wähnt.

Kommentare

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  1. Wenn man alle 2.5 Jahre die eigene Strategie vergisst, kann man im PE Geschäft kaum erfolgreich sein. Zudem mangelt es in der GL und im Board der CS schlicht an Know-how. Eigentlich ist es ja ganz einfach für die CS Leute: einfach die UBS kopieren.

  2. Die niedrige Bewertung von CS und UBS spiegeln das schwache Geschäftsmodell, das inkompetente Management und die ALtlasten in der Bilanz wieder.
    Der Markt ist hier durchaus effizient.
    Frage: Warum soll dieses inkompetente Management ausgerechnet in einer anderen Branche erfolgreich sein können?

  3. Als Aktionär beider Shops vermute ich: Der CS würde es vermuetlich nicht einmal gross an Wissen und „Scale“ mangeln, jedoch müsste sie die ganze Belegschaft auswechseln: Bei Partners Group arbeiten Unternehmertypen, nicht Angestellte, die duckmäuserisch unterwegs sind und hoffen, sich in die Pension retten zu können…dies zumindest dem Eindruck nach.

  4. CS eigenes Private Equity Fund !
    Wird in alle VV Mandate gesteckt; Plazierung- und Verwaltungkosten werden voraussichtlich geheim bleiben.
    Gesamtperformance für Kunden wird davon enorm profitieren !
    2022 Target für Kundenberater ?

  5. When will we ever learn? Did UBS not have their PE Division on exclusive Bahnhof Str only to be liquitdated in 2001/2? Then there was Swiss Life who also miserably failed?
    I am a PE peraon and I can tell you PE is not for Bankers. The Gys the CS want to copy namely the Partners Group, have put their heart and soul in the business and built it from scratch. They were not employees of the compnay but owners who had their skin in the money. CS can hire the best professionals to run their PE Division, but since their will not be ownership by individuals who put are ready to put their life and careers on the line, the project will not work. Call me in ten years and you will see I was right. The field is littered with blood, and we still do not learn. Fortunately, human being is shoert on memory and thats why these things are repeated each decade.

  6. Hier scheint wieder einmal der Wunsch Vater des Gedankens zu sein. Im Gegensatz zur CS verfügt die Partners Group über hohe Kompetenz, schlanke Strukturen und ein leistungsorientiertes Entlöhnungsmodell. Die tiefe Bewertung wiederspiegelt völlig korrekt den Zustand der Bank.

  7. Toll wie die CS-Geschäftsleitung ihre Mitarbeiter drängt, ihren Kunden das Online-Banking schmackhaft zu machen ! ! So werden die Mitarbeiter gezwungen, sich ihre Gräber selbst zu schaufeln, denn so werden sie dann bald nicht mehr gebraucht !

  8. Liebe CS,

    es reicht nicht und nutzt auch nichts, wenn man mit dieser Legacy einem Trend aufsitzen will. Ein bisschen neues Geschäftsmodell und gut ist … ? Nein, das flunzt nicht!

    Das braucht echten Cultural Change, Interesse am Kunden (oftmals durch Kundenberater und nicht Produkteverkäufer und Portfolio-Faker), … diese Liste ist fast endlos.

    Also, zuerst mal den Stall ausmisten und echte Macher mit dem richtigen Mind-Set rein. Beweisen, dass man es ernst nimmt (nennt sich auch gewinnen von Vertrauen) und dann, vielleicht, kann es funktionieren. Allerdings werden sich bis dann die Märkte verändert haben und die CS ist ein weiteres mal zu spät.

    Irgendwie will aus diesem halb-lahmen Muli einfach keine Vollblutstute werden…

  9. Grundsätzlich interesant. In Realität schwierig.

    Umsetzung:

    Man will aber wäre zu wenig dynamisch. Meines erachtens is CS die Bank mit den kompliziertesten Abläufen. Für ein solche Projekt braucht es Persönlichkeiten die Charakter haben und keine Teflon Führung.Charakter die anecken sind bei Banken nicht gefragt.Bei Partners Group hat das freie Denken zum Erfolg geführt.

    Logik:

    Es gibt nur eine Logik für die CS. Produkte verkaufen. Privat Equity investments binden den Kunden für lange Jahre an die Bank. Versuchen Sie mal die Bank zu wechseln und diese Investments zu transferieren. Bei CS fast unmöglich.

  10. Partners Group ist eine der erfolgreichsten Unternehmungen in der Schweiz. Wir können sehr stolz sein auf dieses Unternehmen.

    CS ist eine Zumutung und eine Schande für die Schweiz. Schlechter als CS kann man es gar nicht machen. Man muss sich fremdschämen für dieses Unternehmen.

    • Gratuliere P. Storchenegger
      Sie haben es kurz und prägnant ausgedrückt. Der CS Aktienkurs zeigt sein wahres Gesicht. Auch wenn mir jemand die Aktie schenken würde, würde ich es ablehnen. Die Strapazen würde meine Lebenserwartung erheblich senken. Selbst mit Rauchen, Saufen und zwischendurch k… würde man länger leben.

  11. Da gibt der frühere Bankenprofessor Hans Geiger ein Interview über Covid und sagt, dass LH wenig von Corona versteht und er noch weniger nämlich nichts. Warum wird dann so ein absurdes Interview von IP veröffentlicht, was für ein Mehrwert schafft es für die Pandemie Bekämpfung? Haltet Euch an die Regeln und nehmt Covid ernst, dieses Interview ist absurd und wenig durchdacht. Zum Glück gibt es Professoren in Zürich, die ihre Aussagen sorgfältiger machen.

  12. Die Lust von Geldgebern, unterbewertete Firmen und/oder erfolgsversprechende Lösungsansätze zu kaufen bzw. zu investieren, ist in etwa so alt, wie bezahlte Liebesdienste erwerben zu können!

    Auf eine CS hat jetzt wirklich keiner in diesem Segment gewartet….

    Am Schluss wird es dann so enden, dass sich die CS zu einem wahnwitzig überteuerten Preis an einem solchen Laden beteiligt- ist es ja nicht ihr Geld!

    Solche Dinge enden immer auf genau dieselbe Art und Weise, nämlich in einer Pleite- und dass, auf Kosten der Aktionäre……

  13. Private Equity für PB Kunden ist nichts als institutionalisierter Diebstahl. Dort sollte die FINMA (Leerlauf Organisation) mal reinschauen.

  14. Kann mich gut erinnern, als ZKB-Scholl als CEO angetreten ist, dass er in einem Vortrag meinte: Mit mir wollen wir die Nr 1 in der Schweizer Vermögensverwaltung werden.

    Allerdings, war das träumerei und das einzige was davon stimmt ist, dass er ein Verwalter ist und mehr nicht.

    Dass die CS, die auch erst gerade 2 Mrd CHF abgeschrieben hat, niemand hat geklöhnt, nun auch erfolreich sein möchte, ist verständlich.

    Mit Gottstein schafft die CS doch alles. Er ist ein Superstar und jetzt kann er zeigen, was er wirklich kann….

  15. Die Einsicht kommt reichlich spät.

    Nur die CS kann gar nicht Partners Group 2.0!

    Im Gegensatz zur CS handelt es sich bei Partners Group um keine fragwürdige Organisation!

  16. Ein lächerlicher Vergleich, Partners Group sind gestandene Unternehmer die aus dem Nichts etwas Grosses aus dem Boden gestampft haben. Mit eigenem Geld und eigenem know-how. Wüsste nicht, wie die Mänägerli von der CS gleiches schaffen sollten.

  17. Glaube nicht, dass die CS über dieses Know-How verfügt.

    Für die Beurteilung dieser Titel und die Anlage genügt die Diviersivikation mit einer Excel-Tabelle NICHT.

    Anonsten bin ich ein Partners Group Fan.

    Es ist wichtig, dass vermehrt Kapital weg von den kotierten Aktienmärken zu den übrigen Schweizer Unternehmen fliesst.

  18. Private Equity kurz zusammengefasst:

    Eher serbelnde Unternehmen billigst einkaufen, noch vorhandene Substanzwerte davon “filettieren“, selber einsacken, überflüssiges Personal rausschmeissen, den verbliebenen Rest später wieder unter möglichst grossem Medienspektakel als angebliche “Perlen“ für die Dümmlinge an den Börsen zum Höchstpreis wieder verrösten.
    Aus dem ehemaligen Wertpapier wurden zwei Wörter gemacht, Wert und Papier.
    Die Werte wurden eingesackt und die eher wertlosen Papiere als “Perlen“ zum Höchstpreis über die Börse abgestossen.

    Das ist “Ban-King“

    • Genau so geht’s! Doch Dumme finden sich ja zuhauf. Ich würde der Partners Group nicht einen Franken geben. Wenn ich schon investiere, reklamiere ich den Gewinn für mich.

    • Obacht. Partners Group ist keine filetierende Heuschrecke.

      Es gibt dort eine seriöse Private Equity-Kultur. Investieren beispielsweise in grosse Windparks in Australien. Haben auch die VAT Vakuumventile AG in 9469 Haag SG gross herausgebracht.

    • Ein preiswürdiges Statement von Torpedo. Viele lusche Akteure in diesem Segment. Nicht zuletzt ein ehemaliger Promi-Botschafter (ja DER).

    • @Torpedo

      Nein, nein ich wurde nicht wirklich aufgeschreckt. Als Kleinaktionär fand ich es allerdings sinnvoll, ihre pauschalisierende Ansicht, mit meiner zu ergänzen. Nehme mal an, dass sehr breite Kreise und Aktionäre von Partners Group ihre ziemlich vorgefasste Meinung korrigieren wollten. Danke all denen.

      Im Gegensatz zum ramponierten Ruf unserer Grossbanken ist der Private Equity Spezialist aus Baar ZG nie eine Schlagzeile wert. Weshalb, ist wohl jedem klar in dieser Materie. Kurzum: Seriöse Arbeit ist immer lohnenswert.

    • @Torpedo,@Appenzeller Kläffer

      Für einmal hat sich der üblicherweise engagiert schreibende Torpedo verhauen. Danke dem Kläffer für die Entgegnung. Muss seinem Schreiben nichts weiteres beifügen.

  19. Ja, super, ich möchte auch Partners Group werden. Ich träume auch von Perlen, von 30 x Jahresgewinn, davon ohne Krawatte und mit Hund auf dem Schoss etwas Homeoffice machen. Dream weiter Gottstein, you dreamer you!

    • @Appenzeller Kläffer

      Oha, wurden Sie aufgeschreckt?

      Da scheinen bei Partners Group die Telefone regelrecht heiss gelaufen zu sein, wenn man innert kürzester Zeit soviel zustimmende Händchen organisieren konnte, um den eigenen Kommentar auf Platz 1 in der blauen Liste zu hieven. Gratulation, dass man so was nötig hat, hätten wir nicht gedacht.

      Gruss Torpedo

  20. CSAM hat die Glaubwürdigkeit verloren.
    Neue Management ist nötig !

    Bürokraten (Degen & Rima) raus.
    CSAM braucht frisches Blut.

  21. Das Modell des langfristigen Investierens ist ja nicht so neu und auch Partners Group in diesem Sinne ein „late-comer“. Dass unsere Grossbanken diese Entwicklung verschlafen haben, hängt mit Flexibilität und Innovationskraft zusammen, kurz Unternehmertum. In Anbetracht, dass sich die Welt, Pandemie hin oder her, weiter drehen wird und Asien, Afrika und Südamerika noch viel Luft nach oben haben, ist der Ansatz der CS zu begrüssen und wird hoffentlich umgesetzt. Europa sollte sich seiner Überregulierung entledigen, dann wäre wirkliches Wachstum auch wieder möglich.

  22. Verzweifelte Versuche ,den Stein am Hals welcher die CS in die Tiefe zieht loszuwerden.
    Das haette vor Jahren gemacht werden müssen. Der CS fehlt es im Asset Management mit wenigen Ausnahmen an Kompetenz . Wer will Denen schon Geld langfristig anvertrauen?

  23. Wer befolgt schon den Rat von den Fehr RMs? Alles Teppichverkäufer und keine Berater. Bei CS sind die wenigen PE Tranchen, welche sie im Angebot hat, sowieso immer schnell vergriffen. CS und PE, da lachen ja die Hühner…CS ist eine Legebatterie aber kein PE House…

    • @ Torpedo-Nachahmer

      Suchen Sie sich bitte einen anderen Namen wie Torpedo als Kommentator.
      Ihr Kommentar stammt nicht vom Orginal Torpedo.
      Die Namen von anderen Kommentatoren zu kopieren ist billigste, unterste Schublade.

      Gruss Torpedo Orginal

  24. Super! Dann ist das Schicksal der CS besiegelt. Diese Jungs hat man nie im Griff. Sie füllen ihre Taschen, ziehen weiter und der CS bleibt der Schaden.
    Man erinnere sich an die Milliarden-Verluste von Nick Leeson-Barings Bank; Kweku Adoboli-UBS etc.
    Oh-muss mich korrigieren, Nick Leeson schaffte es, die Barings Bank in den Bankrott zu „traden“.

    • Was hat das mit Private Equity zu tun? Einfach wieder mal rundumschlagen, wenn einem sonst nichts einfällt. Obwohl ich auch nicht überzeugt bin, wenn die CS diese Sparte verselbstständigen will; da werden doch dann einfach einmal zwei Hierarchien „bonusberechtigt“; ob sie nun rentabel sind oder nicht.

  25. Obwohl die AM Cowboys schon ein wenig dazu passen, kann ich es verstehen, wer will schon freiwillig im IWM Saftladen bleiben.

  26. endlich mal ein guter ansatz.
    hat aber lange gedauert.
    das zeigt, dass die guten ideen
    von unten kommen.
    oben sind sie vorallem
    mit sich selber und ihrem image
    beschäftigt.