Im Schatten der grossen Schlachten zu Erbschafts-Wucher-Steuer und Miliz-Einsatz für alle Helvetier gehts heute im Wirtschaftskanton Zürich um Entscheidendes.
Rettet das Zürcher Oberland sein Spital in Wetzikon? Die zwölf Gemeinden, denen die Gesundheits-Organisation GZO Wetzikon gehört, müssen einem Rettungspaket zustimmen.
Die Abstimmung ist auch ein Votum über die höchste Gesundheitspolitikerin von Zürich. Natalie Rickli. Sie muss das Spitalproblem in den Griff kriegen.
Das ist der SVP-Magistratin bis heute nicht gelungen. Im Gegenteil, durch einen Brief an die GZO-Gemeinden befeuerte sie einen Streit unter diesen.
Der Kanton würde bestimmt keine Garantie fürs GZO leisten, so der Inhalt, der beim Tages-Anzeiger landete.
Rickli musste klar sein, dass ihr Schreiben an die Öffentlichkeit gelangen würde. Sie hatte den Brief vermutlich genau deswegen verfasst und abgeschickt.
Warum also dieser Vorstoss, der nichts wirklich Neues beinhaltete?
Rickli hatte die ganze Finanzierungskrise von Wetzikon ja selber vor langer Zeit ausgelöst, indem sie das GZO von ihrer Liste jener Gesundheitszentren strich, die Tax-Gelder erhielten.
Dies als Beleg ihres Versprechens, im Millionen-Zürich aufzuräumen mit dem Überangebot an Spitälern – womis sie selbst den Fight um Staatsgelder und Spital-Streichliste lancierte.
Ein Blick auf die Häuser, die aus Ricklis Schatulle weiterhin Geld erhalten sollen, wirft Fragen auf. Insbesondere Uster.
Das dortige Spital liegt Rickli offenbar besonders am Herzen. Jedenfalls hat die Gesundheitsdirektion (GD) der Zürcher Magistratin Uster stets volle Unterstützung geleistet.
Die Spital-Fürsten im Hauptort der Greifensee-Region verstanden es, mit einer Kampagne Druck auf Rickli aufzusetzen. Federführend für die PR-Arbeit ist die Frau von Ricklis eigenem Kommunikationschef in der (GD).
Das tue nichts zur Sache, befand dieser auf Anfrage.
Wie auch immer: Uster hat seine Subventionen auf sicher. Ebenso das Spital in Affoltern am Albis, das sich verkleinern musste, nachdem es nur noch befristet subventioniert wurde.
Jetzt scheint Affoltern bei Rickli wieder beliebt zu sein.
Eine andere Klinik, der Rickli an den Kragen wollte, ist die Adus. Eine kleines, feines Privatspital im Züricher Unterland. Rickli zog diesem den Stecker: Weg von meiner Liste.
Die Adus liess sich das nicht gefallen, zog Ricklis GD vor den Richter – und erhielt Recht.
„Das Bundesverwaltungsgericht kritisiere methodische Mängel in Hinblick auf die Fallzahlen sowie fehlende Transparenz bei den Kriterien“, gab der Tages-Anzeiger den Entscheid der Unparteiischen in St. Gallen wieder.
„Insgesamt entspreche der Beschluss des Regierungsrats den bundesrechtlichen Anforderungen an das Spitalplanungsverfahren und das Erstellen einer Spitalliste nicht.“
Eine Pleite der Extraklasse. Nicht einmal die Schliessung eines Mini-Privatspitals gelang Rickli und ihren Gesundheits-Spitzenbeamten.
Wie wollen diese dann bei den grossen Leistungserbringern, bei denen die Kosten durch die Decke gehen, durchgreifen?
Rickli scheint den Ernst der Lage begriffen zu haben. Wohl deshalb versucht sie auf Nebenschauplätzen zu punkten. Sie verbot vorschnelle Geschlechtsumwandlungen von Minderjährigen, und sie legte sich quer bei der Aufnahme verletzter Gaza-Kinder.
Die News gefielen ihrer Partei und deren Wählern. Das wahre Problem, die Spitalkrise, verschwand dadurch nicht. „Natalie Rickli schafft es einfach nicht, das Gesundheitswesen vernünftig zu reformieren“, befindet ein Insider.
Rickli hat das selbe Nivea wie Loomit in Pattaya!
Und dieser unsägliche Stammkunde
“Palfner” beim R A V..😂
Rickli hat Wetzikon vorgeführt und überall sonst beide Augen zugedrückt. Jetzt tut sie überrascht, dass die Spitalkrise explodiert als wäre das Chaos nicht die direkte Folge ihres eigenen Tunnelblicks.
Wetzikon bestrafen, die restlichen Probleme ignorieren und dann die Spitalkrise als Naturereignis verkaufen. So geht Politik, wenn Verantwortlichkeit nur als Dekoration dient.
Selektives Durchgreifen erzeugt selektives Chaos. Die Spitalkrise beweist: Ricklis Politik trifft gern hart nur leider die Falschen.
Panama Papers fragt:
Liegt wirklich Unfähigkeit vor?
Oder steckt mehr dahinter?
Bei dir, definitiv Unfähigkeit!