Der Leser „TC“ schreibt auf einen meiner BlingBling-Beiträge: „Lächeln Sie. Es wirkt!“
Ich erlaube mir, diesen Rat aufzunehmen. Es gibt mir auch die Gelegenheit, mich für die stets so vielen positiven und konstruktiven Kommentare zu bedanken.
Zurück zum Lächeln. Nun denn, mit der „Serie BlingBling“ spreche ich einen ganz speziellen Typ Mann (und Frau) an, das ist mir klar – und es ist genau so gewollt.
Denn meines Erachtens steckt in uns allen etwas BlingBling, bei den einen mehr, bei den anderen weniger.
In summa haben wir aber eine anhaltende Strömung, die weg geht von den glücklichen Familien oder erfüllten Beziehungen.
Jeder, der von einer langjährigen, glücklichen Beziehung oder gar Familie spricht, kann sich glücklich schätzen; er gehört zu einer immer kleiner werdenden Gruppe von Menschen.
Dass BlingBling (alleine) daran schuld ist, dass die soziale Entwicklung ein derartiges Desaster ist, glaube ich eigentlich nicht, aber es ist doch ein wesentliches Merkmal unserer Zeit.
Zudem glaube ich, dass es sehr viel mit Evolutionsbiologie zu tun hat, weswegen ich der Thematik so viel Platz einräume. Und die Betrachtungen und Überlegungen halt eben spannend finde.
Und ja, ich kenne natürlich auch BlingBlings in meinem privaten Umfeld, und einige meiner Freunde entsprechen den „Opfern“ dieses „Kultes“, allen voran mein oft zitierter Freund „Marco“.
Zurück zum Lächeln: Ich gehe mit „TC“ völlig einig, ein Lächeln verändert die Welt.
In der Welt, von der ich manchmal berichte, der Welt der „schönen Menschen“, die Welt der Gockel, der Welt der Eitelkeiten, der Welt der BlingBlings ist ein Lächeln leider nicht sehr viel wert.
Stellen Sie sich den kleinen, untersetzten Mann mit schütterem Haar in der Ecke der Bar vor. Der kann lächeln, bis ihm die Zähne rausfallen, er wird vom weiblichen Geschlecht nicht mal wahrgenommen – er existiert gar nicht.
Der Leader kann sich alles erlauben, der Loser nichts: Wenn Bling Bling lächelt, dann schlagen die Damen-Herzen wie wild, wenn BlingBling nicht lächelt, dann ist er ganz einfach super cool und umso interessanter und begehrenswerter.
Lächelt der Loser, ist das ein Zeichen der Schwäche, lächelt er nicht, ist er sowieso völlig uncool.
Es ist eigentlich wie mit allem. „The winner takes it all“ ist nicht umsonst einer der vielzitierten Sprüche. Hat man die kritische Grenze (wo und wodurch diese auch immer gezogen wird) einmal überschritten, kann schon fast gar nichts mehr schief gehen.
Kämpft man unter der Grasnarbe, gelingt nichts.
Und ja, viele Kommentare sagen es richtig: Die Einstellung dabei ist ausschlaggebend. Eine Aussage, die ich nicht müde werde zu machen.
Dabei besteht aber eine grosse Schwierigkeit. Die positive Einstellung darf nie Mittel zum Zweck sein.
Ein aufgesetztes Lächeln bringt nicht sehr viel. Es muss zu einer inneren Haltung, einer tiefen Überzeugung werden. Nur so lassen sich die Wellentäler des Lebens meistern.
Dann ist es auch völlig egal, ob man bei der Damenwelt punkten kann oder ob man die Abende alleine in der Bar (oder wo auch immer) verbringt.
Ich habe vor Jahren einmal ein gutes Buch zu diesem Thema gelesen. Der deutsche Philosoph Eugen Herrigel hat das lesenswerte Werk „Zen in der Kunst des Bogenschiessens“ Mitte des letzten Jahrhunderts geschrieben.
Die für mich wichtigste Erkenntnis beschreibt den Prozess vom Üben mit dem Bogen. Am Ende des jahrelangen Lernens des richtigen Bogenschiessens steht die Übung, mit dem Pfeil die Mitte zu treffen.
Notabene, ohne dabei willentlich treffen zu wollen. Denn das Ziel (die Scheibe) liegt im Dunkel, nur eine Kerze markiert die Richtung. Das Wichtigste an dieser Übung ist das Loslassen.
Ungewollt wollen sozusagen, treffen, ohne treffen zu wollen und durch dieses Nicht-Ziel eben genau den Treffer zu landen, punktgenau. Ein Paradoxon, das nur funktioniert, weil es eben eines ist.
Und so schliessen wir den Kreis: Die Welt von BlingBling hat nichts mit Loslassen zu tun. Vielmehr geht es in dieser Welt um Haben und Sein. Um Status, um materielle Erfolge, um Aussehen, um Alpha-Tier-Gehabe, um eine grenzenlose Pfauenschau.
Loslassen geht anders. Zum Glück habe ich in meinem Leben viel davon erleben müssen und vor allem auch dürfen. Es sind so schmerzhafte wie auch befreiende Prozesse, man weiss nie, ob man daran zerbrechen oder sehr dankbar dafür sein soll.
„Ich liebe diejenigen, die in Schwierigkeiten lächeln können“ (Leonardo da Vinci)
Sehr geehrter Herr Presto viele Dank für ihre Recherchen und die Wörter BlingBling 🙂 Ich mag wie sie schreiben (ehrlich und direkt) ich habe lange in asien (ein Kontonent, liebe 20min :-)) dort zeigt man nicht immer seine Gefühel (das habe ich füru gelerbnt (40 Jahre) bitte weiter so Hans Gerhard
Pattaya Kunde?
Anstatt Bücher über Pfeilschiessen oder von abgehobenen Philosophen zu lesen, vielleicht mal ein bisschen Lebensschule von Charles Bukowski. Der gute alte Hank war ja nicht gerade bling-bling, hatte aber trotzdem immer Frauen um sich.
“And there I was, 225 pounds, perpetually lost and confused, short legs, ape-like upper body, all chest, no neck, head too large, blurred eyes, hair uncombed, 6 feet of geek, waiting for her.” – Charles Bukowski
…so heisst mein lieblingsbuch von ihm.
Mit Ausstrahlung und Charisma wirkt man. BlingBling ist billig und muss irgendwann weggelegt werden. Ausstrahlung und Charisma bleiben auch dann.
… nicht mit lächeln, sondern indem ich mir immer selbst sage: „Nur ruhig Blut. In 500 Jahren macht das sowieso alles kein Unterschied mehr“.
Manchmal hab‘ ich sogar den Verdacht, dass das gar keine 500 Jahre mehr dauert, bis das alles kein Unterschied mehr macht. 🤔
Für das Überleben (Schutz und Nahrungsmittel) ist der Menschen auf die Unterstützung einer Gruppe angewiesen, insbesondere Frauen währen der Schwangerschaft und währen die Kinder noch klein sind; völlig auf sich alleine gestellt ist nur der gesund, erwachsenen Mann überlebensfähig.
Je Wertvoller eine Mensch für die Gruppe ist, um so mehr Unterstützung erhält dieser Mensch von der Gruppe, Statussymbole erfüllen den Zweck zu symbolisieren, wie Wertvoll der Mensch für die jeweilige Gruppe ist.
Zitat: „Statussymbole erfüllen den Zweck zu symbolisieren, wie Wertvoll der Mensch für die jeweilige Gruppe ist.“
Und wer nicht naiv ist lässt sich von solchen Mitmenschen nicht (ver-)blenden!
Habe beim Lesen den roten Faden verloren. Worum geht es?
Ich habe selten so einen wirren Text gelesen. Was will der Autor überhaupt mitteilen?
Lächeln um des Lächelns Willen, also aufgesetzt? Nein, danke. Mit Ausstrahlung und Charisma wirkt man. BlingBling ist billig und muss irgendwann weggelegt werden. Ausstrahlung und Charisma bleiben auch dann.
Herr Presta, mit jedem Ihrer Aufsätze verstehe ich besser warum sie so allein sind.
Lächle und die Welt lächelt zurück
„Gottfried Stutz selig“
Such Dir bitte eine Männergruppe. Das würde helfen. Dann würden auch Deine Beiträge weniger weinerlich und etwas spannender. Zu vorhersehbar zur Zeit. Sehr eindimensional und damit langweilig.
seine therapiestunde auf IP.
muss das sein.
Ich meiner Jugend war ich nicht Bling-Bling, hat kaum Geld und kaum Erfolg bei den Mädchen – insbesondere bei den hübscheren. Mit ü40 geschieden, keine Altlasten, keinem dicken Bauch, etwas Haare auf dem Kopf und beruflich einigermassen erfolgreich musste ich zu meiner Überraschung feststellen, dass ich in der Zwischenzeit 80% der Konkurrenz hinter mir gelassen hatte. Mit spannenden Geschichten ausmeinen Erlebnissen eine Frau zum Lachen bringen und sich nicht wichtiger nehmen als man ist, hat in der Regel beim ersten Date im Bett geendet. Nach 100 habe ich aufgehört zu zählen. Heute bin ich se
Ok, da kämpft jemand gegen das Abgleiten aus einem unbewältigbaren Umfeld, worauf die Antwort paradoxerweise tatsächlich das Loslassen ist. Hier wird das aber nichts, Hilfsangebote hin oder her. Denn diese sind auf die Beibehaltung von Einbindungen ausgerichtet. Was gelegentlich als fallender Turm symbolisiert wird, ist im Groben der Sturz vielleicht einer wackligen Konstante, die eine Situation oder ein Selbstbild bereinigend in sich zusammenfallen lässt. Laufen, fahren oder fliegen Sie weg, Herr P., und werden Sie frei. Dann erledigen sich auch die Partnersuche, Sachzwänge und Selbstzweifel.
Rueckfrage: stammen diesen individuellen Erkenntnisse aus Erfahrungen mit AsiatInnen? Dies wuerde vieles erklaeren.
Nicht alle Frauen wollen einen Mann der gefuehlt Jede haben kann.
Bin auch eher klein, dick und untersetzt. Helikopterlandeplatz auf dem Kopf. Werde auch immer übersehen. Angbl. hilft es, wenn man(n) seine Schlüssel mit Ferrari-Schlüsselanhänger auf den Tresen legt. Besorg mir mal einen (den Schlüsselanhanger nicht den Ferrari).
Geschätzter Markus Presta
Zu aller erst, wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen ein freudiges Neujahresfest.
Was den Inhalt des Artikels anbelangt, da kann ich Ihnen nur beipflichten, was Sie schreiben.
Dass es dann die Hälfte der Kommentare mit Häme „überschütten“, das erstaunt mich überhaupt nicht (mehr). Warum wohl?
Ich habe eine ganz präzise Antwort darauf, notabene die folgende:
Wer das Sein mit dem Haben verwechselt, der gelangt nie und nimmer ins Innere seines Seins………
Wer „Haben oder Sein“ von Erich Fromm gelesen hat, der versteht, was ich damit meine.
Ciao,
Ars Vivendi
Vielleicht sollte Presta die Jagdgründe wechseln.