Letzte Woche war Showtime Sergio Ermotti. An einer von der Elite des Landes besuchten Tagung des Tages-Anzeigers hielt der UBS-CEO eine Rede, die weitherum gelobt wurde.
Mit Substanz, mutig, aufrüttelnd.
Parallel dazu hagelte es Headlines der Sexy-Sorte. Ermotti würde im Frühling 2027 das operative Steuer seinem Nachfolger übergeben, Favorit sei der Intimus des Tessiners, Aleksandar Ivanovic.
Das Drehbuch stammt aus der Feder Ermottis. Es passt nicht allen in den Kram.

Allen voran seinem „Chef“ nicht“. Colm Kelleher, Präsident der UBS seit 2022, also noch keine vier Jahre. Geht es nach Ermotti, würde er Kelleher nach einem Cooling-off spätestens 2028 als Kapitän des letzten helvetischen Finanz-Tankers ablösen.
Kelleher soll daran keinen Gefallen finden, sagt eine Quelle. „Ermotti ist beim Chairman nicht unumstritten“, so der Insider.
„Er und der übrige VR wissen, was sie am CEO haben – und was nicht.“
Als grosses Plus für sich kann Ermotti die fahrplanmässige Integration der ganzen CS ins Feld führen – falls tatsächlich alles so geschmeidig über die Bühne geht, wie die UBS dies nach aussen darstellt.
Weniger happy ist der VR mit dem „Krieg“ gegen Bern, den der CEO vom Zaun gerissen hat. Der UBS-Steuermann hat mit seiner unverblümten Kritik an Finanzministerin Karin Keller-Sutter viel politisches Geschirr zerschlagen.
Auch das von Ermotti aufgebaute interne Kandidatenfeld für dessen Nachfolge soll im VR keine Begeisterungsstürme auslösen. Die NZZ meinte letzte Woche, keiner der vier Genannten überzeuge restlos.
Der Kurs der UBS-Aktie hat zwar Fahrt aufgenommen, doch die wichtigsten Konkurrenten machen ihre Investoren um Welten glücklicher.

Die Anleger zweifeln weiterhin, ob die UBS mit den Besten des globalen Finanzgeschäfts auf Dauer mithalten kann.
Ein kleiner Kreis mit Präsident Kelleher und zwei oder drei weiteren Verwaltungsräten prüfe derzeit ein Alternativ-Szenario, was die zukünftige Spitze der Bank angehe, meint die Auskunftsperson.
Kelleher könnte schneller als vermutet zurücktreten – nämlich bereits in den nächsten Wochen oder Monaten. Damit würde der kleine VR-Zirkel Ermottis Vorhaben, nächster UBS-Chairman zu werden, einen Strich durch die Rechnung machen.
Denn Ermotti hätte seine wichtigste Aufgabe, die CS komplett in der UBS zum Laufen zu bringen, noch nicht ganz erledigt. Ein Sprung in den VR mit späterer Kür zum Präsidenten ist frühestens für 2027 denkbar.

Knackpunkt des Geheimvorhabens von Kelleher&Co. sei die Wahl eines Nachfolgers für den Iren. Dieser müsste wohl von aussen kommen – im aktuellen VR selbst würde sich niemand aufdrängen.
Es müsste ein Schwergewicht sein, sonst würde das vorzeitige Ausscheiden von Kelleher nicht goutiert. Dieser soll sich nach einer Luftveränderung sehnen, meint der Insider.
Ein Name, der immer wieder fällt, wenn es um die Besetzung von Toppositionen bei der UBS geht, ist jener von Andrea Orcel. Der Italiener war CEO der UBS-Investmentbank und forderte von Ermotti in dessen erster Ära den Konzern-CEO-Job.
Ermotti legte sich quer, worauf Orcel absprang. Heute treibt er als Chef der italienischen Unicredit die deutsche Commerzbank in die Enge.
Orcel entfachte bei der Unicredit grosse Dynamik; würde der Investmentbanker nächster UBS-Chairman, käme das bei vielen Investoren wohl gut an. Ein UBS-Sprecher reagierte nicht auf Fragen.
Wird Zeit für eine Frau an der Spitze dieses Männerclubs. Ich bin bereit!
Carmen Haag: Um Gottes Willen, Nein, machen Sie das ja nicht. Bei der CS waren von 15 VRs 8 Frauen und jetzt gibt es die CS nicht mehr. Bitte!!!
Ermotti sollte so langsam mal Ruhe geben. In all den Jahren habe ich ihn als arroganten, selbstherrlichen Manschen kennengelernt. Seine Leistungen wurden zwar von der Presse hochgespielt, waren aber in Tat und Wahrheit marginal (jedenfalls in keinem Verhältnis zu den Geldern die er kassierte). Er sollte mal anderen Fatzkes die Möglichkeit geben dasselbe zu tun.
Leistet ein CEO für 14 Mio. wirklich mehr als es 70 durchschnittlich bezahlte Bankangestellte schaffen? Ich habe da meine grössten Zweifel.
Brauchen wir wirklich all die ausländischen CEO / VRP? Haben wir nur Warmduscher in der Schweiz. Viel ist leider nicht rum. Zuviele Ja-Sager und Schafe.
Offenbar haben die Helvetier ein Warmduscher-Problem im operativen Geschäft und auch in der Besetzung von fähigen Verwaltungsräten.
Es fehlt der Hunger.
Ermotti ist nur ein halber Ausländer. Das Tessin gehört seit kurzem zur Schweiz!
Sie müssten sich auf das Business konzentrieren. So wird das sicher nichts mit der UBS.
Die Schweizer Fussballnationalmnnchaft besteht mehrheitlich aus Balkanesen. Warum nicht auch so einen an die Spitze der grössten Schweizer Bank? Wäre ein Symbol für die Schweizer Leistungsbereitschaft.
Der KV Lehrling Khan ist aus Pakistan!
Die sind leistungsbewusst.
Beim Fusball rennen 22 Männer einem Ball hinterher…. 100’000 Mitarbeiter brauchen etwas mehr.
Ermotti ist sowohl als CEO als auch als VRP nicht geeignet. Er wird dieses Jahr 65, schickt ihn in Rente. Niemand wird ihn vermissen.
Ein Experte von aussen, das einzig Richtige!
Sein „grosses Plus“ (die Integration) ist eher ein Trauerspiel. Er hat ebensoviel beigetragen wie der kürzlich entlassene Dargan, nämlich gar nichts.
Das ist endlich mal Klartext!!
Kenne HNWI-Kunden denen Ermotti Kompensationszahlungen machen musste um sie zu beruhigen weil die Migration von CS zu UBS wochen-/monatelang dauerte.
Sergio wird im KELLER eingeMOTTET.
Ja warum nicht jemand aus dem Balkan? Der weiss zumindest wie man Krummes gerade biegt. Und bringt den Schweizern Schwung und Internationale. Wobei – die Hälfte der Schweizer Jugend kommt ja eh schon daher. Also auf geht’s!
Boris war schon…
Unfähiger Tessiner
Er war auch als Händler in japanischen Wandelobligationen in den 80er Jahren bekannt völlig falsche Preise zu stellen und das Telefon ohne Grund aufzuhängen. Ueberlegenheitskomplex!
Ermotti hat bei der Swiss Re nachhaltig bewiesen, dass er VRP nicht kann. Zweifel sind absolut berechtigt.
@old gun. Ermotti hat die Swiss Re wieder in die Spur gebracht.
Er hat dafür gesorgt, dass der woke Typ Christian
Mumenthaler ersetzt wurde.
Wenn die UBS möglichst schnell pleite gehen soll, dann ist es unabdingbar, dass möglichst viele Angelsaxhsen in hohen Führungspositionen sind.
Sonst wird das nichts.
In defense of CEO Ermotti
Ein zukunftsfähiges echtes Schweizer Bankwesen verträgt keinen Irtum.
Es ist ein Irtum, Irtum mit einem ‚r‘ zu schreiben.
Oder ist Irtum eine Anspielung auf Kelleher?
Muss heute wieder zum Urologen!
Die wollen mich von der offenen in die geschlossene verlegen!
Wer kann helfen ?
Habe heute wieder Therapie Doppelstunde bis später!
Reine Steuergeld Verschwendung!
Lade heute all meine Ghostwriter in die Suppenküche von Pfarrer Sieber ein , danach freies und kostenloses Einkaufen in den Caritas Läden auf meine Kosten!
Ratschlag von Dagobert Duck
Warum gelegentlich nicht zurücktreten und das Leben geniessen?!
Wer wird der CEO der Firma die die Schweiz und den Franken zugrunde richtet?
Spannende Frage.
Aber für das auskommen ist die Wahl egal.
Lieber Ermotti als VRP Nachfolger als wieder einer aus dem grossen Kanton! Erinnert Ihr Euch an den kl. Weber?
Orcel entfachte bei der Unicredit grosse Dynamik; würde der Investmentbanker nächster UBS-Chairman, käme das bei vielen Investoren wohl gut an. Genau, ausser bei Sergio, aber wäre eine kleine Welt deprimiert, also.😁
Tja lieber Sergio, man sieht sich im Leben immer zweimal. Saluti Orcel.🤣
Orcel brächte Dynamik & gleich eine Dreierfusion 😉
Langsam wird sie langweilig, die ewige Nachfolger-Telenovela der UBS. Ist doch eigentlich egal, wer da an der Spitze mitmischelt, wirklich kompetent ist sowieso niemand. Wenn mal Wasser in den Bug eindringt, sind bekanntlich die Ratten die ersten, welche das Schiff verlassen.
Orcel wird sicher nicht UBS VR-Präsident! Ermotti war zu Merrill Lynch’s Zeiten sein Chef. Ermotti würde nie im Leben einen Orcel als Präsident akzeptieren. Ermotti ist das A & O in der UBS. Weder Kelleher oder ein anderer kann ihm je das Wasser reichen. Oder warum denkt ihr wohl, hat Bern ihn zurückgeholt? Bitte besser recherchieren
Orcel wäre in Sachen Arroganz und Nichtkönnen ein würdiger Nachfolger von Ermotti.
Der Name Ermotti steht zunehmend für ungebührliche Arroganz. Das Restrisiko für Banken, die wegen ihrer Führung scheitern, liegt beim Schweizer Volk. Folglich steht letzterem, vertreten durch die zuständigen Institutionen, auch die Kontrolle zu. Die im Raum stehende Drohung eines Wegzugs kommt einer unsäglichen Erpressung gleich. Aus der Sicht von Herrn Ermotti sollte gar die Durchführung von Volksinitiativen erschwert werden. Das Interview im Tages Anzeiger erinnert unangenehm an den Stil des US-Präsidenten. Dem Bundesrat und den eidgenössischen Räten wünscht man, dass sie standfest bleiben!
Ermotti hat mit PR-Agenturen versucht, den Bundesrat zu erpressen mit Drohungen. Ich verstehe den VRP sehr wohl, dass er mit dem Handeln von Ermotti nicht zufrieden ist.
Ermotti muss weg aber ganz weg von der UBS.
Alex kann das! Er ist hier aufgewachsen, hat in Grossbanken alle Stufen durchlaufen, kennt beide Ställe, und als früherer Goalie passt er wie ein Handschuh für diese Rolle (Buffon, Neuer, Casillas… sind/waren die Captains, nicht die Powerdribbler).
Alles okay – Fertigkeiten gehen vor – besser jedoch ohne alemannischen Dialekt. Davon haben wir schon in Bern zuviele – der Schaden durch Grossdeutschländer wird jeden Tag schlimmer.