Bär&Karrer hat der UBS bei ihrer Operation CS-Übernahme entscheidend geholfen. Ihr Aushängeschild Rolf Watter gilt in der Szene als Guru.
Mehr denn je.
Jetzt erschüttert eine Abgangswelle historischen Ausmasses die Bär&Karrer-Kanzlei. Grund soll ein hoher Kollege von Oberpartner Watter sein.
Er heisst Christoph Neeracher und gehört seit Jahren zu den Spitzenkräften. Unter seinem Kommando halten es offenbar viele nicht mehr aus.
Sie springen ab. Massenhaft.

Allein in den zurückliegenden anderthalb Jahren haben gegen 15 bekannte oder weniger bekannte Leute aus Neerachers Merger&Acquisitions-Mannschaft (M&A) das Weite gesucht.
„Ein Grossteil der Abgänge konnte bislang nicht ersetzt werden, das Team besteht faktisch noch aus wenigen Associates“, sagt eine Quelle.
Besonders besorgniserregend sei, dass junge Nachwuchstalente unter Neeracher kein Interesse an einer Fixanstellung bei Bär&Karrer (BK) zeigten.

„Das Arbeitsklima wird von verschiedenen Seiten als toxisch beschrieben“, so die Auskunftsperson.
Ein anderer Gesprächspartner spricht von 80 wöchentlichen Arbeitsstunden, die für die Mitarbeiter unter Neeracher keine Seltenheit seien.
Einige hätten es nicht mehr ausgehalten unter seiner Führung. Es ist von gesundheitlichen Belastungsproblemen die Rede.
Bewunderer nennen den M&A-Chef der Kanzlei „King of BK“. Kritiker monieren Jahreseinkünfte in Millionenhöhe und rassige Autos in der Tiefgarage, während die Leute für ihn alles geben müssten.
Ein Sprecher von Bär&Karrer mit Sitz im alten Hürlimann-Areal in Zürich-Süd hält dagegen.
„Gerne kann ich Ihnen bestätigen, dass sich bei uns in der Kanzlei die Abgänge und Neueintritte im üblichen Rahmen bewegen“, meinte Seniorpartner Eric Stupp.
„Auch die Anzahl Juristen im M&A Team fluktuiert in den üblichen Grössenordnungen mit den entsprechenden Neuzugängen.“
Die Gefälligkeitsgutachten von Bär sind berüchtigt…
Spezialisten die nichts taugen werden entsorgt!
ist bei den Freimaurern in Zürich auch so …
Man flüchtet vor der Verantwortung welche bestimmte Gutachten nun an den Tag bringen. Hat nix mit schlechtem Klima zu tun. Toxisch sind in der Praxis die Dinge die man in der Vergangenheit gemacht hat. Altlasten ohne grün darüber.
Die Ratten verlassen ein sinkendes Schiff als erste.
…. eben Ratten ….
„Gerne kann ich Ihnen bestätigen, dass sich bei uns in der Kanzlei die Abgänge und Neueintritte im üblichen Rahmen bewegen“, meinte Seniorpartner Eric Stupp.
„Auch die Anzahl Juristen im M&A Team fluktuiert in den üblichen Grössenordnungen mit den entsprechenden Neuzugängen.“
Hat jemals jemand, egal welche Position, egal welche Branche und Firma die öffentlich weit bekannt ist ( wenn auch nur in gewissen Kreisen) die Aussage getätigt das es in irgendeinem Bereich NICHT gut läuft ???
Immer alles bestens ! Ein Tag später, … alles im A*sch !!!
„im üblichen Rahmen“ (Rechtsbranche) = „im nicht normalen und nachhaltigen Umfang“ (andere Branchen)
Fluktuationen sind oft hoch bei solchen Kanzleien – Mitarbeiter werden nicht Partner, Partner neiden sich den Erfolg, Partner haben keine Klienten mehr etc. Neeracher ist sehr fähig (kann ich beurteilen), und so bestimmt, wie man es halt von einem M&A Anwalt erwartet. Vielleicht auch intern ziemlich bestimmt und ungeduldig, aber das würde ich mit dem Schmerzensgeld der Mitarbeiter (ab chf 150K pro Jahr für Anwaltsanfänger) wohl aushalten…
Der Aussage mit dem „Schmerzensgeld“ wage ich zu widersprechen. Nicht alle wollen ewig ihre Seele verkaufen.
@Anwaltskonkurrentin: Nun, grossen Druck aushalten heisst noch nicht „die Seele verkaufen“, scheint mir dann doch etwas pathetisch, ich habe meine „Seele“ auch bei M&A bisher jedenfalls nie verkauft. Mein Punkt war: Wenn ein junger Anwalt zu einer M&A-Truppe geht und sich über das hohe Gehalt freut: 150k kommen nicht ohne Sonderleistung. Ein Anwalt in einer Kanzlei mit traditioneller Ausrichtung verdient so um die CHF 110k/120k. Die 30k würde ich – ja, scherzhaft – als Schmerzensgeld verstehen. Jedenfalls auch hier: „Augen auf bei der Berufswahl“.
Anwaltsanfänger haben ein anspruchsvolles Studium, schlecht bezahlte Praktika, nicht bezahlte Prüfungsvorbereitungen und die anspruchsvolle Anwaltsprüfung bestanden. CHF 150’000 brutto ist in der Region Zürich kein wirklich guter Lohn, wenn man berücksichtigt, dass man dafür 365 Tage im Jahr verfügbar sein muss und häufig erst nach Mitternacht zu Hause ist.
@Hans Ziegler: Wer tut sich das heutzutage noch an? Bei dieser erwarteten Verfügbarkeit müsste der Lohn wohl eher gegen CHF 250’000 brutto per annum gehen, um einigermassen fair zu sein. Die Partner verdienen ja Millionen, auch dank ihrer preisgünstigen Associates…
@Anwaltskonkurrent: wie es der Titel schon sagt, habe auch ich einen ähnlichen Werdegang. Für mich hat das ganze leider nicht gestimmt. Aber im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer.
Neeri ist komplett überfordert. Niemand will mit ihm arbeiten. Der brand leidet. Kein Wunder.
Bär&K ein sehr mieser Laden. Mein Dossier wurde sehr schlecht bearbeitet und ohne Qualität. Die Partner schmücken sich mit Titel und Ruhm und lassen dabei die kleinen intern arbeiten. Die guten Anwälte sind dort schon weg
Das war sicher ein Rechtsschutzmandat und keine Millionen-Transaktion mit Ihrem „Dossier“ 🙂
Das Problem liegt in System. Wieso soll ich als junger Anwalt, Mitarbeiter für einen Partner arbeiten? Das ist moderne Sklaverei. Jede Anwaltskanzlei soll diese Partnermodelle abschaffen. Ich als Kunde arbeite mit einem Partner der sowieso alles intern an junge Mitarbeiter weitergibt. Die Partner kassieren enorme Honorare für nix. Zum Glück ist es bald vorbei mit diesem Scam, Chatgpt lässt grüssen.
Nun, jemand, der „Banker_ZH” im Benutzernamen trägt, sollte „Scam” äusserst vorsichtig nutzen. Ob die „Haltbarkeit” von Bankern in Zeiten von ChatGPT länger ist als jene von Juristen, wird die Zeit zeigen.
Neeracher ist ein Prolet – Stil kann man sich leider nicht kaufen…
Mit Chatgpt kann man sowieso die hälfte der Schweizeranwälte entlassen und das ist gut so. Alle überbezahalt für null Mehrwert für die Gesellschaft. Sitzen in teuren Büros und sind Arrogant. Wieso ein Anwalt arrogant sein muss habe ich bis heute nicht verstanden.
Richtig.
Vor 12 Monaten war Chatgpt für diesen Bereich schrott. Heute kommen schon zu 50% brauchbare Ergebnisse heraus. In zwei Jahren wird es für geübte Anwender den Anwalt ersetzt.
Damit kann ein Unternehmer schon mal 95% abdecken. Für die letzten 5% wird es immer Anwälte brauchen. Diese arroganten Typen werden aber bald bescheidener.
LH, Ihnen kann man es auch nicht recht machen. Permanent schiessen Sie gegen die woke, dümmliche Finanz- und Versicherungsindustrie, wenn aber irgendwo recht und richtig gearbeitet wird (bei Investment-Banken und Anwälten), dann passt es Ihnen auch nicht. Jeder Anwalt und jede Anwältin, welche bei Bär & Karrer unterschreibt, weiss, was ihn/sie erwartet. Und ja, die „junge Generation“ hat Mühe mit Work, weil sie mehr Life und Balance gewöhnt ist. Dieses Problem kennen alle in der Beratungsbranche. Die extrem kompetenten Anwälte bei Bär & Karrer sind selber getriebene des Systems…
Wenn unter Christoph Neeracher viele M&A-Leute gehen, kann das auch schlicht heissen: Der Markt kauft seine Leute weg, weil sie unter ihm deal-fit werden wie sonst nirgends.
Und «80 Stunden»? In M&A ist das nicht toxisch, sondern Champions League: Signing, Closing, Wochenende – wer das nicht will, ist dort schlicht falsch. Neeracher ist vermutlich einfach konsequent und ehrlich in den Erwartungen.
Kurz: Vielleicht ist das keine Abgangswelle, sondern eine Exportstatistik.
Gruss vom Atoll
Es gibt Wirtschaftskanzleien, in denen man das gleiche Handwerk unter besseren Arbeitsbedingungen erlernen kann. Es gibt nicht nur BK. Im Übrigen stören sich viele weniger an den langen Arbeitstagen als an den Kanzleipartnern. Wenn es Alternativen gibt, muss man sich nicht alles antun.
Ergänzen möchte ich, dass der Wechsel innerhalb einer so grossen Kanzlei wie BK für viele bereits eine erhebliche Verbesserung bedeuten kann, auch wenn sie im gleichen Tätigkeitsgebiet arbeiten – allerdings für einen anderen Partner.
Wer weiss. Beim Abgang einer Lawine kann die Ursache beim Schnee oder Berg liegen.
M&A ist nichts für zarte Gemüter. Ich war auch im Team NEE und habe mich (aus meiner Sicht) kaputt gekrüppelt. Wahrscheinlich bin ich einfach ein zu grosses Weichei für M&A. Das hat meines Erachtens aber nicht zwingend etwas mit Christoph Neeracher, sondern wohl v.a. mit der Materie zu tun. Ja, Neeracher ist ein harter Chef. Ich habe jedoch sehr viel von ihm gelernt (lernen müssen). Wenn etwas war, war er immer für mich da. Würde ich wieder in seinem Team arbeiten wollen? Nein. Bereue ich es, durch diese Schule gegangen zu sein. Nein!
Das Modell der grossen Kanzleien funktioniert maximal noch drei bis fünf Jahre. Danach wird es eng. Denn worin differenzieren sich grosse Kanzleien eigentlich? Meines Erachtens primär im Faktor Manpower, also in der Fähigkeit, eine sehr grosse Caseload zu bewältigen. LLMs werden jedoch bald so weit sein, dass sie – bei entsprechender Datengrundlage – die Arbeit von fünf Anwälten durch eine einzelne Person ermöglichen. Das wird den grossen Kanzleien ihren zentralen Wettbewerbsvorteil nehmen.
die beiden Fotos mit den Konterfeis wirken jetzt ja nicht gerade vertrauenserweckend…
Ich dachte, 3-10 Tagebärte sind mittlerweile auch in Zürich nicht mehr in
Das sind keine normalen Abgänge, sondern das Resultat eines toxischen Systems. Leistung zählt wenig, Anpassung alles. Beförderungen wirken willkürlich, Kritik unerwünscht. Das Klima ist so kontrollierend, dass selbst Äusserlichkeiten zur Demütigung genutzt werden. Assistentinnen gelten als austauschbar. HR fungiert nicht als Schutzinstanz, sondern setzt offenbar nur um, was die Führung „Neeracher“ vorgibt. Die Abgänge sind die logische Folge. Wer keine richtigen Socken trägt wird geschmissen 🙂 Alle anderen Partner sind Marionetten vom Neeracher
Neeracher war doch massgeblich bei den failed Investments von Waterlandd in der Schweiz beteiligt?
Ja, war er, PE-Insider. Gehe jedoch nicht davon aus, dass die Investments wegen den Verträgen scheiterten. 😉
Wer würde das nicht?
kontrollsüchtig, machthungrig und respektlos gegenüber Grenzen.
Wer Mitarbeitende ständig überwach, zeigt kein Führungsverhalten, sondern Machtmissbrauch.
Menschen werden durch sein Verhalten psychisch zermürbt, gezielt unter Druck gesetzt und gegeneinander ausgespielt.
Besonders feige ist, dass er dieses Verhalten nicht bei allen gleich zeigt – sondern selektiv, dort wo er glaubt, Macht ausüben zu können.
Das ist kein Versehen, kein Missverständnis und kein „strenger Führungsstil“ –das ist systematische Kontrolle, Einschüchterung und Mobbing.
Wer so führt, zerstört alles
Ich mag den Dr. Dieter Dubs!
1A der Typ! Selten so viel Kompetenz auf zwei Beinen gesehen.
Das stimmt. Und er hat einen guten Humor.
Das Problem mit Neeracher besteht bei Bär & Karrer seit über zehn Jahren. Es ist ein offenes Geheimnis in der Szene. Die Anwaltskanzlei hat in den letzten mehr als zehn Jahren unzählige junge Anwälte verbrannt. Wer nicht schnell wieder kündigt oder sich im Einvernehmen trennt, geht still und leise nach dem LLM. Kommerziell scheint das aber zu funktionieren. Wer sich bei Bär & Karrer bewirbt, sollte darauf bestehen, nicht für Neeracher oder in der Nähe von Neeracher arbeiten zu müssen. Die Anwaltschaft verliert durch Neeracher viele fähige Leute an die Verwaltung und an Versicherungen.
Ich wage mal zu behaupten, eher schon seit fast zwanzig.
Sorry aber 80h/w ist noch das mindeste in diesem Bereich, wie soll das anders gehen? Das ist in jeder Wirtschaftskanzlei so „toxisches Arbeitsklima“ hin oder her.
Das stimmt nicht ganz. Die meisten haben ein anderes System, als das man nur einem Partner zudienen muss und komplett von diesem abhängig ist.
Dann sollte man aber am Wochende wenigstens einen Tag frei haben und Urlaub sollte Urlaub sein und man nicht mit dem Laptop unter dem Arm zur Skihütte fahren müssen – irgendwann ist es auch gut mit Engagement, um Mitternacht heimkommen und um 6 Uhr Aufstehen ist an 6 Tagen schon Engagement genug
@Anwaltskonkurrentin: Ich war mehrere Jahre in einer solchen Kanzlei. Beginn 0730, 60-90 Min Mittag, nach Hause um 1830, allerdings immer sehr konzentriert. Ja, das sind lange Tage. Aber: Sehr interessante Arbeit und Top-Juristen, von denen ich sehr viel lernen konnte. Vielleicht 10x pro Jahr Abendarbeit, wenn eine Transaktion eskalierte, war mir aber egal. Sa gelegentlich pro bono Arbeit oder eine Publikation. Ferien sieben bis acht Wochen, wurden ohne weiteres gewährt, da meine „Billings“ stimmten. Wie gesagt, wusste ich alles vorher. Muss nicht für jede und jeden stimmen, ist mir klar.
80 Stunden schuften für den Ferrari des Chefs? Das ist keine Karriere, das ist moderne Sklaverei im Gold-Look. Während oben die Millionen-Boni kassiert werden, verbrennt unten der Nachwuchs im Akkord. Wer heute noch seine Seele in dieser Burnout-Mühle verkauft, hat den Schuss nicht gehört. Die Massenflucht ist die einzig richtige Antwort auf diesen toxischen Hochmut.
Christoph Neeracher gehört seit Jahren nicht mehr zu den Spitzenkräften. Seine Zeit ist vorbei und der Markt weiss das auch. Die Nachfolge ist gescheitert, die Jungpartner unfähig und überfordert, und jeder/jede Anwalt/Anwältin, der/die noch einigermassen bei Sinnen ist, hat dieser Kanzlei schon längst den Rücken zugekehrt. Nur Exzesse und (***-)Skandale, kein Inhalt. Die Konkurrenz kann nur noch lachen über Bär & Karrer.
Welche Konkurrenz? Hombi? Sicher nicht L&S, SW, WW oder NKF. Nee mag ein unerträglicher Prolet sein, aber das Business läuft.
Ein schwacher Trost ist zumindest, dass einige Akteure mittlerweile sehr gross herausgekommen sind. Ich habe einmal gehört, einer sei jetzt Direktor des Bundesamt für Justiz. Und noch jemanden durfte man in Corona Zeiten oft im Fernsehen sehen. Um nur einige Beispiele zu nennen.
Und Akteure ist das falsche Wort hier. Eher ehemalige Mitarbeiter.
80 Stunden? Das habe ich ja schon Mittwoch Mittag auf der Uhr…kein Wunder hat niemand Interesse da zu arbeiten
Soetwas nennt man dann glaube ich ein PR-Disaster.
Auf der anderen Seite des Stockwerks arbeitet es sich viel angenehmer. NEE schreit halt gerne seine Leute an. Ist Geschmacksache, aber es gibt genügend, die sich das antun wollen. Anekdoten von Praktikanten: a) nach einem Jahr das erste Mal Zeit nicht am Bürotisch zu essen, b) lieber am Sonntag arbeiten, denn wenn man am Samstag ins Büro geht, geht man am Sonntag nochmals.
Das stimnmt, auf der anderen Seite des Stockwerks sind die beiden guten Partner.