Mailand strahlt. Cortina glänzt. Die Eröffnung der Winterspiele 2026 war ein Fest aus Stil, Kultur und italienischer Grandezza.
Armani-Mode auf dem Eis, Hollywood-Grössen flanieren durch den Zielraum, Milliardäre parken ihre Jets, und der internationale Jetset zelebriert das Leben.
Die Welt schaut hin.
Italien inszeniert das Spektakel als globales Ereignis, während die Schweiz – die ewige Kandidatin – danebensteht und den Rechenschieber zückt.

Es ist eine Provinz-Posse der Sonderklasse. Der Bündner Geiz.
Während die Nachbarn im Süden Weltformat beweisen, übt sich der Kanton Graubünden im Jammern.
Das Thema: Die Kosten für das Verkehrs- und Sicherheitskonzept zu Olympia der Nachbarn.
Graubünden dient in diesen Tagen als Korridor, als wichtige Transit-Schleuse für nationale und internationale Besucher Richtung Bormio und Livigno.
Doch statt die Gunst der Stunde für das Standortmarketing zu nutzen, verfällt man in den Churer Amtsstuben in Knauserei. Es geht nicht einmal um das grosse Ganze.
Während unsere Athleten auf dem Podest bereits drei Mal Gold abräumen, spielt die Bündner Regierung lieber das Lied vom armen Bergbauern und zankt sich selbst jetzt um die letzten Franken für das Sicherheits- und Verkehrskonzept.
Zeitgleich träumt die offizielle Schweiz von Switzerland 2038. Wir wollen die Spiele wieder zu uns holen. Wir wollen Gastgeber sein, Visionäre, Weltbürger.
Doch wie soll die Welt einen Gastgeber ernst nehmen, der schon bei den Restkosten für die Party des Nachbarn Schnappatmung bekommt? Wer die grosse Bühne will, muss den Eintritt bezahlen können.
Italien feiert die grösste Sportbühne der Welt. Graubünden verhandelt um jeden Rappen für Absperrgitter und Verkehrskadetten.
Der Kontrast zwischen Mailänder Chic und Bündner Knauserei könnte grösser nicht sein. Wenn das der Vorgeschmack auf die Schweizer Ambitionen für 2038 ist, dann gute Nacht.
Niemand interessiert sich in meinem Umfeld für Olympia. Die Zeiten von Olympia sind nun wirklich vorbei.
Die Spiele heissen Milano/Cortina und nicht Milano/Cortina/St. Moritz. Sie finden ausschliesslich in Italien statt.
Weshalb sich die Schweiz bzw. der Kanton Graubünden an den Kosten beteiligen soll ist mir schleierhaft. Wirkliche Gründe wurden im Artikel nicht erwähnt. So nebenbei, bei den sehr hohen Eintrittspreisen werden ja wohl noch ein paar Euro zur Bezahlung dieser Kosten vorhanden sein.
Heute 10 Artikel auf IP, einer schlimmer als der andere. Aber Lukas braucht die Kohle – kauft endlich mal sein Buch!
Im Fall von Crans-Montana läufts umgekehrt.
Da lob ich mir die Bündner.