Die vier Kandidaten der Sozialdemokraten und die drei der Grünen dürfen dem Wahlsonntag im März gelassen entgegen blicken.
Unabhängig davon, ob sie als Bisherige oder Neue antreten.
Etwas Wahlkampf muss trotzdem noch sein. Aber die Ausgangslage für einen abermaligen Linksrutsch in der Exekutive ist noch nie so gut gewesen.
Der Gipfelsturm in Richtung alle neun Sitze in der Exekutive könnte bereits dieses Mal gelingen.
Der Grund: Eine raffinierte Politik vom langjährigen Power-Duo aus der abtretenden Stadtpräsidentin Mauch und dem grünen Finanzvorstand Leupi.
Zusammen mit ihren Kollegen Brander, Rykart, Odermatt und Golta und deren Vorgängern haben sie seit den Nuller-Jahren eine Klientel-Politik der Extraklasse umgesetzt.
Umverteilung, zunehmende Gratis-Angebote und immer mehr Verbote, Langsamverkehr, Dauer-Konflikte mit dem Kanton.
Die Mehrheit im 125-köpfigen Gemeinderates und in hoher Kadenz auch das Stimmvolk leisten Support.
Die bürgerlichen Parteien politisieren nach der Erstarkung der Grünliberalen seit mehreren Legislaturen als zunehmend zahnlose Opposition.
Meistens laut, je nach Exponenten mit einer Portion Empörung.
Auf dem Boden der politischen Realität ändert sich dabei aber wenig. Es lässt sich für alle gut in Zürich leben, arbeiten und studieren.
Nur noch der grüne Statthalter, der fünfköpfige Bezirksrat und die Gerichte können den Exzessen punktuell Paroli bieten, wenn sie mit Stimm- und Aufsichtsbeschwerden respektive Anzeigen aktiviert werden werden.
Meistens schauen aber nur Verzögerungen heraus.
Neben ihren bisherigen Stadtratsmitgliedern schicken Rot-Grün drei national beziehungsweise kantonal profilierte Persönlichkeiten ins Rennen, allen voran Balthasar Glättli, seit 2011 Nationalrat und zwischen 2020 und 2024 Präsident der Grünen Schweiz.
Der „Umweltaktivist der ersten Stunde“, wie er sich selbst bezeichnet, bringt als Mediensprecher von „Züri autofrei!“ die besten Voraussetzungen mit, einen dritten Sitz für die sonst kriselnden Grünen zu erorbern.
Céline Widmer, Nationalrätin seit 2019 und Mitglied der Wirtschaftskommission und der Staatspolitischen Kommission, leistete bereits als Kantonsrätin fundierte und kompromissorientierte Arbeit.
Bis 2024 wirkte die Mutter und Langstrassenquartier-Bewohnerin für zehn Jahre im Stab von Stadtpräsidentin Mauch und kennt die Verwaltung bestens von Innen.
Auch Tobias Langenegger aus dem Kreis 5 profilierte sich als Präsident der kantonsrätlichen Finanzkommission während der Corona-Pandemie. Er dürfte in einigen Jahren die Übernahme des Finanzdossiers im Auge haben.
Die Freisinnigen und die Grünliberalen setzen mit ihren neuen Kandidaten auf Secondos respektive Secondas: Përparim Avdili, Marita Verbali und Serap Kahriman.
Für die FDP ist dies angesichts der Zerreissprobe im EU-Dossier eine Hochrisiko-Strategie, die sogar zum Verlust beider Stadtratsmandate führen könnte.
Bei den Wahlen vor vier Jahren schafften es der nun abtretende Filippo Leutenegger und Martin Baumer mit den Plätzen 8 und 9 gerade noch in die Stadtregierung.
Beide profitierten vom Bisherigen-Bonus, obwohl es für Baumer zur regelrechten Zitterpartie wurde.
Auch jetzt steht er als Chef des Öffentlichen Verkehrs und der Energie unter Dauerbeschuss im Parlament und darüber hinaus.
Die damalige dritte Kandidatin, Anwältin und erfahrene Kantonsrätin Sonja Rueff-Frenkel musste abgeschlagen mit Platz 12 Vorlieb nehmen, sogar hinter Walter Angst von der Alternativen Liste (AL) und dem grünen Jungspund Dominik Waser.
Bei den Majorz-Wahlen sind die freisinnigen Kandidaten grundsätzlich auf die Unterstützung durch die SVP-Wählerschaft angewiesen, um nur schon den Hauch einer Chance zu haben.
Das ist nicht Wunschdenken, sondern die Brutalität des Wahlsystems.
Auch mit dem hochaktuellen Themenbereich „Wohnen“ wird das FDP-Trio bei Mitte-Links-Wählern nicht wirklich punkten können.
Es besteht nämlich ein tiefes Misstrauen gegenüber den marktwirtschaftlichen Ansätzen und weniger Regulierung.
Das Ticket der Grünliberalen dürfte hingegen vom gegenwärtigen Trend profitieren können. Neben der wohl unbestrittenen Wiederwahl von Gesundheits-Chef Andreas Hauri könnte der Präsidentin der gemeinderätlichen Finanzkommission den Sprung in den Stadtrat auf Anhieb gelingen.
Für die SVP als kantonal und national wählerstärkste Partei ist die Stadt Zürich seit über zwei Jahrzehnten ein verlorenes Pflaster.
Ueli Bamert, der als Kantonsrat, Energie-Lobbyist und Co-Präsident der städtischen Partei mit besten Qualifikationen ausgestattet ist, wird wohl abgeschlagen in der Rangliste für Stadtrat rangieren.
Dennoch ist seine Kandidatur auch für das Stadtpräsidium ein taktisch kluger Schachzug der Volkspartei. Bei den städtischen Parlamentswahlen geht es nämlich darum, nach acht Jahren wieder die Nummer eins unter den Bürgerlichen zu sein.
Sprich die Freisinnigen zu verdrängen.
Das EU-Dossier, die Migration und der Asylbereich dürften für eine grosse Mobilisierung sorgen und an den Gewinner-Trend aus anderen Kantonen anknüpfen.
Das geglückte Rebranding der CVP nach der Fusion mit der BDP zur „Mitte“ dürfte bei den Gemeinderatswahlen seine positiven Spuren hinterlassen.
Ihre Stadtratskandidatin, Karin Weyermann, wird ohne offiziellem Schulterschluss nach Rechts oder Links einen sehr schweren Stand haben.
Das Wahlfiasko vor acht Jahren, als die Partei gleichzeitig aus Stadtrat und Gemeinderat flog, war auch national unter Parteipräsident Pfister schlussendlich der Trigger, das Ruder herumzureissen und ein neues Profil zu erarbeiten.
Ein Ausscheiden aus dem Gemeinderat könnte diesmal der städtischen EVP blühen. Die drei Sitze sind angesichts der bestehenden Wahlhürden höchst gefährdet.
Auf der anderen Seite ist die AL erneut in Lauerstellung. Nicht nur im Parlament.
Ihre Stadtratskandidatin, Tanja Maag, steht für „eine Stadt, die wir uns leisten können“, ein.
„Affordability“ auf Stadt- Zürcher Art.
Obwohl ausserhalb des Polit-Establishments unbekannt, ist eine erneute Wahlüberraschung durchaus möglich. Wer kannte schon damals Richard Wolff?
Da stellt sich die Frage: Was könnte den Gipfelsturm mit acht oder gar neun links-grünen Sitzen in der Exekutive der schweizerischen Wirtschaftsmetropole mit Top-Ranking im weltweiten Städtevergleich stoppen?
Es sind dies die Finanzen, und die Sicherheit. Auch wenn während der kommenden Legislatur dass AAA-Ranking wegen steigender Verschuldung entzogen werden sollte, sprudeln nach wie vor die Steuern von Spitzenverdienern, einiger Dutzend Grossunternehmen und aus Grundstücksgewinnen.
Wegzüge von Privaten und Unternehmen, die beim hohen Steuerfuss und der zunehmenden Regulierung und Verbotskultur nachvollziehbar wären, könnten wehtun.
Nur: Es passiert gerade das Gegenteil, wie der Standortentscheid gekoppelt mit einer Millioneninvestition von ABB zeigt.
Bei der Sicherheit ist die Situation delikater, explosiver und unberechenbarer. Hier aber kalkulieren die Stadtverantwortlichen einen „Back-stop“ ein, ähnlich wie die Banken beim Bund.
In Extremsituationen ist auf die Kantonspolizei Verlass. Und diese steht ausgerechnet unter der politischen Führung eines ehemaligen Genossen, dem zwischenzeitlich parteilosen und mit Abstand bestgewählten Regierungsrat Mario Fehr.




Bei Perparim Avdili frage ich mich schon lange ob er seinen Balkan Akzent nur spielt oder ob es eine bewusste Masche ist. So wie damals der Moderator Rudi Carell welcher seinen Holländischen Akzent nur gespielt hat und wie ein Deutscher sprechen konnte..
Sie haben es erkannt: Avdili kann auch wie ein Mensch sprechen. Aber bitte nicht weitersagen.
Einen holländischen Akzent kann man klar raushören, weil ihne nur Leute aus den Niederlanden haben … aber was genau meinen Sie mit Balkan Akzent ? Hier sollte man es genauer nehmen und sagen Shipi- oder Albanische Akzent.
Avdili versucht schon seit längerem ohne grossen Erfolg eine irdische Sprache zu erlernen.
Gratulation an die FDP. Die FDP ist eine offene Partei. Sie wird albanisch. Besser als mit der SVP die bünzlige Schweiz zu vertreten.
Ich finde, wie sollten mehr Leute importieren aus dem Land mit der höchsten Inzestrate in Europa.
Ist bisher fantastisch gelaufen.
Nicht so schnell. Noch sind wie nicht bei Nuancen wie „Shipi- oder Albanischer Akzent“. Zuerst gilt es die Frage zu beanworten, ob es eine menschliche Sprache ist.
Sind und bleiben Kult.
Hier die drei Kandidaten 🙂
Seit dem legendären Foto des Versicherungsvertreters mit Weisse Weste an der Züribergfasnacht.
Avdili hat sich mit seinem Jugo Rap und Auftritt im albanischen Fernsehen für Stimmenfang bereits sich und die FDP selber disqualifiziert und gezeigt wofür er eigentlich steht. Das braucht die grösste und wirtschaftlich stärkste Stadt ja wohl auch nicht wirklich.
Avdili ist völlig unwählbar. Die FDP sollte sich schämen!
Nennen wir es beim Namen. Avdili als Stapi könnte gegen die weiterhin bestehende links-grüne Wand im Stadtrat nichts ausrichten würde höchstens ebenso in diesen Linksdrall fallen und seine Balkan Wählerklientel sozial beglücken.
Hier geht bei allen nur um das Ergattern eine finanziell lukrativen Pöstli.
Könnte auch ein geschickter Schachzug sein. Dadurch bekommt er viele Stimmen aus Albanien. Allerdings hat er dann auch Verpflichtungen in diese Richtung.
Die FDP ist völlig unwählbar.
Avdili ist hier nur der Senf auf der Crèmeschnitte.
Die FDP ist absolut unzähmbare geworden. Pfui, schämt euch für solche Kandidaten. Pfui FDP
Früher gab es eine CVP, heute nennt man sie die Mitte. Auch von einer FDP hat man bis vor kurzem noch gehört, dann kam ein heimatloser Milliarden-Erbe und EU-Anbeter der diesen Links-Haufen zur Michel-Partei geführt hat. Verrückt!
Richtet euch schon mal auf nochmals etwas weniger Parkplätze, nochmals etwas mehr Tempo 30 und eine schöne Portion mehr Radare ein.
Gülëgülë Avdili, Marita Verbalić , Satrap Kuhriman kommen alle aus der extremen Südostschweiz und haben von Zürich keine Ahnung.
Sind Bürgerliche an der Macht und setzen den Willen ihrer Wähler um, wird der „Volkswille umgesetzt.“
Sind Linke an der Macht und setzen den Willen ihrer Wähler ums, nennt man dass „eine Klientel-Politik der Extraklasse!“.
Durchsichtiger Unsinn.
„Es lässt sich für alle gut in Zürich leben, arbeiten und studieren.“
Ja sowas geht natürlich gar nicht. So eine Regierung gehört zwangsweise abgesetzt und durch Magistraten ersetzt die für die Elite schauen und das Fussvolk leiden lassen.
der Bodensatz aus links/grün wird sich auch diesmal wieder durchsetzen.
Leider wird sich auch diesmal der Bodensatz aus links/grün durchsetzen.
Ein Problem von Wahlen ist, das der Bürger eine Stimme hat.
Aber egal: Es handelt sich um Zürich, das kann man gut umfahren.
Da haben Sie absolut recht. Zürich kann man umfahren. Wir wollen Sie hier auch gar nicht haben.
Und Leute wie Sie sollten Zürich nie verlassen dürfen.
Go woke – go broke.
Danke für ein erneutes Anschauungsbeispiel.
Das Problem ist, dass die SVP einen Gegenkandidatur stellt. Ungenügende Taktik.
Auch ist die FDP viel zu passiv unterwegs. Bei den SID und TAZ Vorsteherinnen gebe es genügend Themen, welche direkt angesprochen werden müssen. Die FDP macht es nicht. Selbstschuld.
„Es lässt sich für alle gut in Zürich leben …“
Ja völlig „broke“ diese Stadt. Darum wollen ja auch alle da leben 🙂
Meinen sie wirklich, die SVP müsste Herrn Avdili wählen weil er in der FDP ist?
Das kommt gut. Mein Mann hat sich breits einen Sechzehnzylinder Dodge Caravan mit 13 l Hubraum bestellt, mit dem er dann Tag und Nacht durch Zürich cruisen will.
Das Problem ist, dass die SVP einen Gegenkandidatur stellt. Ungenügende Taktik.
Auch ist die FDP viel zu passiv unterwegs. Bei den SID und TAZ Vorsteherinnen gebe es genügend Themen, welche direkt angesprochen werden müssen. Die FDP macht es nicht. Selbstschuld.
Meinen sie wirklich, die SVP müsste Herrn Avdili wählen weil er in der FDP ist?
Avdili ist zweifellos ein guter Politiker. Genau solche Leute braucht es im Kosovo um das Land wieder aufzubauen.
Ja das sehe ich genau so, die Qualitäten dieser Einwanderer fehlen in den alten Ländern. Man nennt das Brain Drain.
Genau.
Ich finde alle Invasoren dermassen toll, dass ich der Meinung bin, sie sollten ihren ebenso tollen Herkunftsländern nicht mehr länger vorenthalten werden.
Ist die Schweiz mit ihrer Politik der Massenimmigration aus den Dreckslöchern der Welt einfach nur egoistisch?
😹😹😹
Das sehen die Albaner aber anders. Es hat noch sehr viele in Albanien, die wollen bei der nächsten Gelegenheit auch in die Schweiz kommen weil es hier netter ist. Die Hilfe von Herrn Avdili wäre dabei sicher gefragt.
Das beste wäre, eine gut 100 m hohe Mauer ohne Tore rund um Zürich zu bauen.
Bin am überlegen die politisch am meisten links stehenden Kandidaten zu wählen um den Niedergang zu beschleunigen. Absolute Mehrheit für AL und Rot/Grün. Die Trendwende wird so schneller erfolgen.
Wir sollten alle ultralinks wählen, die vier Jahre werden wir überleben.
Ich würde der FDP empfehlen wählt den Bamert von der SVP.
Warum.
Ja die Stadt versinkt im Geld.
Und der Rubel rollt weiter…
Kalkutta an der Limmat: „Përparim Avdili, Marita Verbali und Serap Kahriman.“
Wenn es euch alten, weissen Männern in Zürich nicht mehr gefällt, dann geht doch einfach in den Sünneli Kanton Thurgau!
Eine tote Stadt wird nie wieder lebendig.
Die FDP soll sich h zurückziehen. Sind alles Linke FDP – Kandidaten. Die Partei soll bürgerliche bringen oder nicht teilnehmen. Sonst sind sie nur nützliche Idioten der Linksparteien. BESSER die Allgemeinheit kann sagen, daß Chaos wurde zu 100% von den Linksparteien verursacht
Die Palette von Kandidaten und Kandidatinnen die Gantner in seinem Artikel präsentiert ist zum heulen. Praktisch alles Leute die im besten Fall Gymnasium Level beherrschen auch wenn sie sich z.t. mit wohlklingenden Titel aus Wampum Unis wie Bern und Zürich beschmucken. Soviel zum “Wirtschaftsstandort Zürich” ABB Standortsentscheid hin oder her, eine Blume macht noch kein Frühling, Zürich als Wirtschaftsmotor ist ein “dying horse”. Bald steht zumindest einen Teilrückzug der UBS vor der Türe. Zürich : “enjoy the ride” in der Bedeutungslosigkeit…
Die FDP ist eben eine offene Partei. Ob in der Stadt Zürich oder auf Ebene Schweiz. Auch dort ist man mit der neuen Präsidentin Vincent Staufacher auf gutem Weg.
das ist wohl ironisch gemeint, oder??
Ich wähle Ueli Bamert von der SVP, um Schlimmeres zu verhindern. Tun Sie es mir gleich. Wir werden es sonst später bitter bereuen!
Man kann die absehbare Pleite von Mitte/rechts auch anders sehen: offenbar schaffen es die bürgerlichen Parteien nicht, urbane bürgerliche Politik zu machen, welche die Bedürfnisse der Stadtbevölkerung ernst nimmt und plausible Lösungswege aufzeigt.
Der Katzenjammer nach den Wahlen ist vorprogrammiert
Wäre nicht Sanija Ameti eine gute Kandidatin für die SVP? Sie sucht jetzt ja wieder politischen Anschluss.
Mehr Mouchen könnte die SVP tatsächlich gut brauchen.
Die FDP ist mit ihrem Slalomkurs echt selberschuld. Viel Laerm um nichts auch auf nationaler Ebene va durch den Jungen aus Zuerich.
Nach vielen vielen Jahren werde auch ich nicht mehr FDP waehlen. Warum sollte ich auch?
Nein, der Peak liegt schon 5 bis 6 Jahre zurück. Wir sind schon in voller Fahrt nach unten!
Was New York City mit dem Bürgermeister schaffte, müsste Zürich als Weltstadt doch auch gelingen.
Nicht einmal der Kanton schafft Nägel mit Köpfen. Er bleibt am Gängelband der Stadt und zahlt dafür noch Zentrumsabgaben.