Gemäss dem neuen, sicherheitspolitischen Bericht der USA will Donald Trump die Welt in drei Machtsphären aufteilen.
Über diese würden die drei Grossmächte USA, Russische Föderation und Volksrepublik China gemeinsam herrschen.
Dabei übersieht Trump, dass China über ein strategisches Denken verfügt, das mindestens 2500 Jahre aufweist. Bekannt ist das Werk der 13 Prinzipien der Kriegskunst des strategischen Altmeister Sun Tzu, die dieser vermutlich um 500 v.Chr. verfasst haben soll.
Eine von Tzus Grundthesen lautet (1): „Die ganze Kriegskunst basiert auf List und Tücke“. Aus dieser These entwickelt er verschiedene Ratschläge für einen Fürsten (2):
„Im Kriege ist es von grösster Wichtigkeit, die strategischen Pläne des Feindes zu durchkreuzen.“
„Die nächstbeste Strategie ist das Zerbrechen der Bündnisse des Feindes.“
„Die danach beste Strategie ist es, die Streitkräfte des Feindes anzugreifen.“
„Die schlechteste Lösung ist es, befestigte Städte anzugreifen. Das sollte nur dann geschehen, wenn es dazu wirklich keinerlei Alternativen gibt (…).“
Die Analyse der gegenwärtigen geopolitischen Lage aufgrund der Thesen und Ratschlägen von Sun Tzu lässt erkennen, dass China von dieser Lage sehr profitiert.
Durch den Krieg gegen die Ukraine wird Russland wirtschaftlich immer mehr geschwächt. Die Abhängigkeit von China wird täglich grösser: wegen Güter-Lieferungen und Finanzhilfen.
Was die USA betrifft, so ist, solange dieser Krieg andauert, Trumps Spielraum gering. Der US-Präsident hofft auf ein Kriegsende und die Aufnahme von Geschäften mit Russland.
Für die chinesischen Machthaber ist das Andauern dieser Lage ideal. Ohne Krieg droht die Gefahr, dass die Abhängigkeit von Russland endet.
Solange der Waffenban andauert, ist auch die Aufmerksamkeit USA durch diesen Krieg gebunden. Ein wahrer Bonus für China, können doch die Amerikaner in Südostasien heute nicht einfach nach ihrem Gusto schalten und walten.
Fazit: Ein Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine drängt sich aus chinesischer Sicht nicht auf.
Donald Trump, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj dienen der Strategie von China als nützliche Idioten.
1 Sun Tzu (1998), Über die Kriegs-Kunst, Übersetzt und kommentiert von Klaus Leibnitz, Karlsruhe, Info-Verlagsgesellschaft, S. 14.
2 Leibnitz, K., S. 25-29.
[b]Ohne Probleme wäre das Leben eintönig und langweilig.[/b]
[i]Loomit Pattaya (2026)[/i]. Über die Lebens-Kunst, Übersetzt aus dem Thailändischen von Horst Thalwizer, Pattaya, Infobroschüre für Neuankömmliche, S 69.
Genau das hat der Aussenminister Chinas 🇨🇳 in Brüssel zu seiner EU-Kollegin gesagt: „Wir werden nicht zulassen dass Russland diesen Krieg verliert, weil sich sonst die Amerikaner mit uns beschäftigen werden. Z.B. bei Taiwan.“
Also was Stahel anderen in die Schuhe schiebt, ist er selbst. Er propagiert hier für die Fortsetzung des Krieges, weil er den Chinesen unterstellt, dass aus chinesischer Sicht das Ende des Krieges sich nicht aufdrängt. Seine Analyse ist trotzdem kreuzfalsch. Stahel glaubt wirklich an Trump. Welche Geschäfte die USA mit den Russen abschliessen könnten ist unbekannt. Russland hat nichts ausser Rohstoffe wie Öl, und das besitzen die USA genug. Stahel hält den Leser für blöd oder merkt er das selbst nicht? Was ist übrigens aus dem Grönland Märchen geworden, welches Putin erfunden hat?