Lange sah es danach aus, als ob die Verantwortlichen des Pleite-Spitals im Zürcher Oberland ihre Köpfe aus der Schlinge ziehen könnten.
Dabei ist der Skandal in Wetzikon gigantisch: 170 Millionen ist das Spital seit 2024 den Obligationären schuldig, die Baufirma Steiner hats weggeputzt.
Noch ist wenig gelöst: Es braucht weiter viel Geld von den Besitzergemeinden, die Bürger müssen tief in die Tasche greifen, die Nervosität nimmt zu.
Und jetzt das: Gestern hats den „Langzeit-Dorfkönig“ von Gossau und abgehalfterten König des Spitals Wetzikon erwischt.
Jörg Kündig. Der Freisinnige wurde als Gemeindepräsident abgewählt, ihm bleibt nur das Amt eines normalen Gemeinderates.
Der neue Chef in Gossau heisst Daniel Wäfler von der SVP. Der Agrotechniker und Bauführer sitzt seit rund zehn Jahren für die Volkspartei im Kantonsrat.
Ob Kündig überhaupt Gemeinderat bleibt, ist offen. Mit 32 Jahren als Mitglied der Exekutive und einem Alter von über 60 Jahren ist er dem Amtszwang nicht unterstellt.
Dramatisch für Kündig ist, dass er die Position des „informellen 8. Regierungsrates“ des Wirtschaftskantons abgeben muss: Das Präsidium des Verbandes der Zürcher Gemeindepräsidien.
Dieses hat er seit 2015 inne und gilt als eines der prestigeträchtigsten Zürcher Mandate, noch weit vor den 12 Statthalterinnen und Statthaltern.
Für die Nachfolge werden erste Namen gehandelt: Alles Personen, die in der zu Ende gehenden Legislatur dem Leitenden Ausschuss und somit dem Machtzentrum angehören:
Markus Ernst (FDP) aus Küsnacht, der sich gegen seinen parteilosen Widersacher Hans-Peter Amrein locker durchsetzte.
Das Präsidium im Gemeindeverband nach 20 Jahren an die Goldküste zurückzuholen, wäre ein starkes Zeichen für die vielen Geber-Gemeinden im kantonalen Finanzausgleich.
Mark Eberli (EVP) aus Bülach muss für eine Wiederwahl als Stadtpräsident in einen zweiten Wahlgang.
Hintergründe sind die jüngste „Sauna-Gate“-Affäre und langjährige Probleme bei der Polizei und der Stadtverwaltung.
Der FDP-Kantonsrätin Monika Keller aus Greifensee gelang erneut eine souveräne, konkurrenzlose Wiederwahl als Gemeindepräsidentin.
Sie wäre die erste Frau an der Spitze in der über 115-jährigen Geschichte des Verbandes.
Ebenfalls im Kantonsrat sitzt Stefan Schmid aus Niederglatt. Der SVP-Mann präsidierte in der letzten Legislatur die wichtige kantonsrätliche Kommission für Staat und Gemeinden.
Auch bei den sieben Regierungsräten stehen Veränderungen an. Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) hat im Januar ihren Rücktritt auf Ende per 2027 angekündigt.
Von drei weiteren Regierungsmitgliedern werden Neuigkeiten in den nächsten Tagen und Wochen erwartet:
Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP, 1955), Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP, 1958) und Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte, 1958).
Sie gehören der Ü65-Fraktion an und sind nächstes Jahr mindestens 12 Jahre im Amt.
In SP, FDP und SVP macht die Next Generation mächtig Druck für eine personelle Erneuerung. Es könnte zu einem Gerangel bei den drei Parteien kommen.
Wie man siegt, zeigte Rot-Grün in der Stadt Zürich: Mit richtigen und erfahrenen Köpfen holt man Mehrheiten in der Exekutive – und bau diese sogar aus.
Konkurs-Kündig ist endlich Geschichte.
Wieso braucht Wetzikon überhaupt einen Spital? Wer ist auf diese irrwitzige Idee gekommen?
Die Einwohner im Oberland möchten halt ihr Spital vor der Haustüre, Bauchschmerzen und ein Wespenstich müssen subito im Notfall behandelt werden. Das es sie ein Vermögen kosten wird, checkt leider niemand.
Halleluja.
Will die „ZH-Landschaft“ eine vernünftige, valable Politik aus dem Kaspar-Escher-Haus erleben – und nicht eine links-grün-rote Verhinderer-Politik – werden nun „bürgerlich“ denkende Politiker/innen aufzubauen sein.
Eines der besten Beispiele ist Markus Ernst, zugleich Brigadier und gut Vernetzt in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.
Bei Markus Ernst ist einfach etwas gar viel Blenderei dabei. Da gibt es andere – auch aus der FDP – im LA, welche mehr Substanz mitbringen.
Militär ist kein Leistungsausweis.
Jörg Kündig, Desaster-Zampano des Krankenhauses Wetzikon, als Gemeindepräsident von Gossau ZH entthront.
Eine plakative Aussage und da frage ich mich insbesondere wenn ich das gestrige Wahlergebnis von Maur ZH kenne:
Alex Gantner als ehemaliger FDP-Kantonsrat und Bezirksrat Uster kläglich als Gemeinderats-Kandidat von Maur ZH gescheitert.
war er wieder auf der Rimoldi Liste?
Würde ich in der Privatwirtschaft derart verbrannte Erde hinterlassen, wäre ich schon längst abgesetzt oder rausgeflogen. Wenn ich 170 Mio neu refinanzieren muss, weiss ich das schon Jahre zuvor und hätte mich darum kümmern müssen, umso mehr, wenn die operativen Zahlen des Spitals gleich auch nicht stimmen.
Kündig hat natürlich gemeint das politische Netzwerk reiche um das locker zu regeln. Na ja an Arroganz hat es ihm nie gefehlt aber irgendwann wird die bestraft.
32 Jahre in der Exekutive. Schön, wenn der Jörg noch etwas anderes macht in seinem Leben.
Viel zu lange können sich Polit Urgesteine hier bei uns im Kreise gegenseitig halten und sich dabei selbst jahrelang drehen &!entwickeln. Weshalb eigentlich? Die zT schon fast fatalen „Domino Gesamt Hypotheken“ des langen Wirkens, bezahlen per Def. die Nachfolger. Bsp Ein uralt Lehrplan21 aus dem Jahre 2010 soll die Bildung der Zukunft sichern! dafür super PR traechtige Prachtsbauten mit Stardesign als KiSpi (auch massiv defizitaer) und halbe Vogel Volieren. Fazit: wir haben UEBERALL (incl VS) selbige Vetternwirtschaft etabliert u. gepflegt. Mit direct Démocratie, voll an der Sache vorbei.
Gegen Kündig und den restlichen VR sollte eine verantwortlichkeits Klage gemacht werden. Die Gemeindepräsidenten der 12 Aktionärsgemeinden kann man gleich miteinbeziehen. Nun drücken sie auf die Tränendrüse und wollen einen Schuldenschnitt von 70% erringen. Im Hintergrund lässt die GZO AG ihre Anwälte von der Kette, welche die Gläubiger weichklopfen. Danach geht es im gleichen Stil weiter,bis das Spital wieder an die Wand gefahren wird. Tut mir leid für die kompetenten Mitarbeiter des GZOs, aber ihr findet sicher einen Job in Uster oder Männedorf.
Mit dem Leistungsausweis müsste man sich eigentlich ins Exil verabschieden, wenn einigermassen Charakter noch vorhanden wäre.
Grüezi Hr Alex Gantner (Finanzinvestor; bis 2023 FDP-Kantonsrat; heute parteilos). Was sind Neuigkeits- und materieller Gehalt Ihres Beitrags ?
Aber bitte nicht Markus Ernst als Nachfolger als Präsident GPV. Dafür ist er dann intellektuell doch etwas leichtgewichtig. Monika Keller ist klar die fähigste und integerste Person im Leitenden Ausschuss und es ist zu hoffen, dass sie zu diesem zusätzlichen Amt „Ja“ sagt.
Dass Kündig nach dem GZO-Skandal überhaupt noch angetreten ist, ist wirklich sehr erstaunlich.
Unbelehrbar bis zum Schluss.
Ich schlage Arianne Moser von Bonstetten vor.
Das ist jetzt ironisch gemeint, hoffe ich mal
Grüezi Hr Alex Gantner (Finanzinvestor; bis 2023 FDP-Kantonsrat; heute parteilos). Warum schreiben Sie so Nullberichte hier ? Suchen Sie eine Stelle als Nichtsjournalist ?
Das neue Sanierungskonzept ist schlichtweg eine Frechheit.
I) Beim Vorschlag den Kanton einzubeziehen, und quasi ein Pfandrecht abzugeben gegen einen Kredit ist nicht im Interesse der Gläubiger. Die Immobilien gehören zum heutigen Zeitpunkt allen Gläubigen und dürfen ohne Zustimmung aller Gläubiger nicht verwendet werden. Die Sachwalter hätten eine solche Anfrage blockieren müssen.
II) Der Antrag an der Kanton ist unnötig, denn wir Anleihensgläubiger hatten ja bereits solche Kredite mit einer möglichen Verlängerung der Anleihe mit Pfandsicherheiten vorgeschlagen.