Im Zuge seiner Umweltverantwortung hat der Zoo Zürich vor einer Woche im Restaurant die Kalbsbratwurst neu rezeptieren lassen, indem ein Drittel des Fleisches mit Erbsenpüree ersetzt wird.
Nun wird auch die Fütterung der Raubtiere umgestellt.
Für die Löwen, Tiger, Schneeleoparden und die Brillenbären wird erstmals ein Erbsentag durchgeführt. Mit diesem Erbsentag will der Zoo Zürich mithelfen, den Klimawandel abzufedern.
Er findet fortan jeden Mittwoch statt. „Mit dieser Massnahme hilft der Zoo jährlich 300’000 Tonnen CO2 einzusparen“, rechnet Zoodirektor Severin Dressen stolz vor.
Diese teilvegetarische Ernährung der Carnivoren (Fleischfresser) ist weltweit eine Premiere. Der internationale Zoodirektoren-Verband blickt interessiert nach Zürich.
Damit die Raubtiere ihre natürlichen Instinkte dennoch ausüben können, wird das Erbsenpüree in Fleischmocken-ähnliche Form gebracht und mit Lebensmittelfarbe so hergerichtet, dass das tierliche Auge keinen Unterschied merkt.
In der Futterküche des Zoos wurde ein Künstler angestellt, der das Erbsenpüree modelliert und fleischig bemalt.
Für fliessende Blutstropfen wird entzuckerte Himbeerkonfitüre verwendet. Für die Krokodile gelangen einmal monatlich fischförmig gestaltete und bemalte Erbsenklumpen zum Einsatz.
Heute Mittwoch wird die neue Fütterung erstmals vor ausgewähltem Publikum durchgeführt.
Zoodirektor Dressen füttert um 15 Uhr persönlich die Löwen. Interessenten melden sich um 14.30 Uhr an der Zookasse, wo sie der Zoodirektor abholt.

Der ist gut, Chapeau!
Schade enthält es keine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. Meines Erachtens ist das nämlich für Katzetiere äusserst ungesund. Bei anderen Tieren kann ich es nicht einschätzen.
Haha, der Artikel ist gut, vieln Dank. Ich stehe schon mal an der Kasse an, damit mich der Zoodirektor auch abholt.