Schweizer Verleger suchen ihre Gegner überall, vergessen aber den Balken im eigenen Auge.
Sie wollen seit Jahrzehnten nicht mehr kommunizieren, obwohl ihre Medien davon leben, anderen eine schlechte Informationspraxis vorzuwerfen.
Kaum eine Branche kommuniziert in der Öffentlichkeit so schlecht, wie die Schweizer Zeitungsverleger.
Sie, die alten Helden der Schweizer Demokratie, sind seit Jahren nahezu verstummt, wenn es um das eigene Geschäft geht.
Verleger jammern wie die Bauern, deren Zahl nun weiter zugunsten der vom Steuerzahler finanzierten „Millionen-Bauern“ reduziert werden soll.
Verleger jammern, dass eine übermächtige SRG ihnen die Butter vom Brot nimmt, obwohl die meisten von ihnen nicht bewiesen haben, dass sie den mässigen bis miserablen Programmen unseres Staatsfunks etwas Besseres entgegensetzen können.
Sogar die grosse „Neue Zürcher Zeitung“, die das Kleid der „Alten Tante“ abgeworfen hat, liegt in Sachen Meinungsmacht gemäss Publicom mit 2% von hundert möglichen Punkten nur auf Platz 5 der wichtigsten Schweizer Medien.
Führend bleibt die staatlich vom Steuerzahler geförderte SRG, gefolgt von der TX Group (Tamedia) mit regionalen Ausläufern in der ganzen Schweiz.
Woran liegt es, dass fast alle Medien das Volk als Leserschaft verlieren?
Von den Verlegern zuerst genannt werden amerikanische IT-Kolosse, wie Google, die ihnen das Wasser des treuen Lesers abgraben.
Das reicht aber nicht aus, den Niedergang der Printmedien zu begründen.
Über ein Drittel aller Menschen, die im Land leben, haben zur deutschen Sprache keine oder nur eine sehr eingeschränkte Beziehung.
Sie können an allen grossen Kiosken und via Internet ihre eigenen Medien beziehen, seien sie Angehörige aus Ex-Jugoslawien, Portugal, dem Irak oder Syrien, von Äthiopiern und Afghanen nicht zu reden.
Vergessen wird gerne, dass Zehntausende von Führungskräften, Professoren, Wissenschaftlern aus aller Welt unsere Banken, Versicherungen und anderen Konzerne führen.
Sie haben kaum Interesse und die Fähigkeit, auch den „Tagi“ oder den „Blick“ zu lesen.
Die NZZ, und das ist gut so, ist sehr beliebt bei Zuwanderern aus Deutschland, Österreich, bei Holländern und anderen deutschsprachigen Minderheiten.
Sie tragen dazu bei, die Bedeutung dieser kulturellen Institution der Schweiz zu erhalten.
Schweizer Leser und Abonnenten sind also eine Minderheit, die immer kleiner wird, weil ältere Menschen, die gerne lesen, immer rascher wegsterben.
Die nachwachsende, jüngere Generation lebt im digitalen Zeitalter. Sie ist für „Old media“ kaum noch erreichbar.
Die „Sozialen Medien“, in ihrer Wirkung absolut asozial, zerstören unsere gewohnte Kultur, wie sie seit 150 Jahren gewachsen ist, ganz so wie US-Präsident Donald Trump „in einer Nacht die Kultur des Irans, des alten Persiens“ vernichten wollte.
Am Ende sind wir „Deplorables“, wie Hillary Clinton die Verlierer nannte, und wie die Milliardäre des Silicon Valley die „Maus-Menschen“ der Zukunft bezeichnen, die den Fortschritt mangels Intelligenz nicht mehr verstehen und daher von Computern abgelöst werden müssen.
In dieser Stunde bedrohlichen Niedergangs hat Marc Walder, der CEO des Ringier Verlags, allen Verleger-„Kollegen“ in der „NZZ am Sonntag“ (wo sonst?) den Spiegel hingehalten:
„Nur drei Medien überleben.“
Er nannte die NZZ, den „Blick“ und „20 Minuten“.
Als Marc Walder sein Todesurteil über die Konkurrenz verhängte, war kein anderer Schweizer Verleger seit dem 5. April in der Lage, ihm zu erwidern.
Weder ein Wanner noch ein Supino, nicht Roger Köppel noch Eric Gujer haben die Verteidigung ihrer Branche zum Thema gemacht.
Der Präsident des Verbandes, Andrea Masüger von der Bündner Somedia, ist ein liebenswerter Intellektueller, aber alles andere als ein Kämpfer. Die anderen Mitglieder des Präsidiums nenne ich nicht, denn sie sind auf dem Internet abrufbar.
Keiner von ihnen hat die Kraft, für seine Branche einzustehen, obwohl es ihre wichtigste Aufgabe wäre.
Walder, CEO von Ringier, dort 10 Prozent-Aktionär, ist für einen „Blick“ verantwortlich, dessen Auflage abgründig tief ist.
Wer sich daran erinnert, wie dies zu Zeiten von Chefredaktor Peter Uebersax war, als die Auflage sechsmal höher war, dem kommen die Tränen.
Er lieferte mehr als das „Seite 3“-Girl, nämlich zusammen mit Frank A. Meyer, der heute im Berliner Exil lebt, eine politische Berichterstattung, einseitig, aber von Klasse.
Hauptschuldiger ist die hundertköpfige Familie Ringier, welche die traurige Personalpolitik der Verlagsleitung weniger interessierte als der Eingang regelmässiger Dividenden zur Erhaltung ihres Lebensstandards.
Weil der Verwaltungsrat bockte, nicht ohne Grund, muss Erbe Robin Lingg das Unternehmen verlassen. Seine Leistung war ohne „Fortune“.
Alle Versuche, einen weiteren Erben als Nachfolger des Kunstsammlers Michael Ringier als Präsidenten des Verwaltungsrates einzusetzen, dürften damit gescheitert sein.
Die Zukunft von Ringier als selbständiges Unternehmen ist mehr denn je infrage gestellt.
Die demokratischen Schweizer, von denen ohnehin meist nur die Hälfte zur Urne geht, werden in der Walder-Lesart in absehbarer Zukunft von der SRG und der NZZ umfassend informiert werden.
Demnach müssten auch „Blick“ und CH-Media infrage gestellt werden.
Das ist traurig für Hunderte guter Journalisten, die heute in vielen Redaktionen der Schweiz zu finden sind. Sie sind Einzelkämpfer für eine stimmige Berichterstattung. Aus ihren Kommentaren lernt das Schweizer Volk, was wichtig und wie zu beurteilen ist.
Diese relativ kleine Gruppe meist sehr gut gebildeter Menschen wird zum Opfer seiner Verleger, die ihre Spalten mit bis zu 95 Prozent (Tamedia) mit Texten der Künstlichen Intelligenz (KI) füllen wollen.
Und dies immer noch guten Journalismus nennen.
Die Schweizer Elite wird ausser der NZZ ausländische Medien beziehen müssen, um ihren gehobenen Ansprüchen gerecht zu werden.
Das ist nicht unwichtig, denn wenn das Volk „blind“ in die Zukunft geht, „blind“ abstimmt und „blind“ wählt, hat die qualitativ hochstehende Schweiz der Zukunft im Wettbewerb der Nationen keine Chance.
Wer im Land die Wächterrolle übernimmt, welche die Verleger vor 50 Jahren noch beanspruchten, ist auch klar. Online-Medien, wie bei uns „Inside Paradeplatz“ und „Infosperber“, rücken heute schon in eine Marktlücke vor, die immer grösser wird.
Die Zeit der bezahl Papierzeitungen ist schon lange abgelaufen. Im Netz gibt es alles unkompliziert, kostenlos, sofort und aktuell.
Nur Die Zeit, die kaufe ich noch ab und zu. Die finde ich super.
Die Zeitungen in der Schweiz sind viel zu teuer. Da kommt 20 Minuten gerade recht. Es braucht noch sowas wie 20 M
Wir haben noch Watson. Und das ist sogar ganz unabhängig.
Leider ist im Journalismus vieles bedeutungslos geworden.
leider ist es so, weil saubere unabhängige Arbeit nur noch selten existiert.
Yep. Linker Einheitsbrei.
Ich liebe aber immer noch und am Meisten die Reportagen von Christoph Gertsch über Schweizer Spitzensportlerinnen und -sportler im TagiMagi.
„Aus ihren Kommentaren lernt das Schweizer Volk, was wichtig und wie zu beurteilen ist.“
Geht es noch werter KJS? Wir können hier in der Schweiz selber denken, ohne Anleitung. Am wenigsten von Zeitungen die Kommentare der Leser nicht aufschalten. Sollen sie alle zugrunde gehen, nicht einen von diesen Verlagen würde ich vermissen.
Es braucht nur IP. Der Rest kann gehen!
Die Zeitungen wird es wegradieren wie es die TV Sender durch Netflix und co wegradiert hat.
Die News sind jetzt schon im Netz gebündelt verfügbar, je nach Intressegebiet.
In 10 Jahren gibt es nur noch wenige. IP gehört definitiv dazu.
Dass die Verleger die Aussage von Marc nicht erwidern, war zu erwarten: Schweizer können Konflikt einfach nicht. Und für Kampf sind sie viel zu verwöhnt und komfortorientiert.
Die Verleger lassen es ja zu, dass ihre Journalisten an der Leserschaft vorbeischreiben, d.h., sie nicht ernst nehmen, sondern ihre Haltung ungefragt verbreiten sowie ihren Bauchnabel wichtig finden. Mind. 70% sind links bis ganz links und mind. 90% absolute SVP-Hasser. Ringier paktierte mit Berset und betreibt pure Regierungspropaganda. Über die SRG sollten sie sowieso nicht jammern, denn sie bekämpften die Halbierungsinitiative. Vierte Gewalt? Zum Lachen. Kritisch sind noch kleinere Medien wie Weltwoche, IP, Nebelspalter und teilweise Infosperber.
Blick und Tagi kann weg. Beim Blick kann ich grad so gut auf eine Frauenzeitschrift wechseln und beim Tagi bin ich in einer Blase eingebunden, die mir nicht liegt. Zudem wird gegendert, dass es weh tut.
Stöhlker pfuscht wieder einmal:
http://www.persoenlich.com/medien/walder-prognose-stosst-auf-heftigen-widerspruch
Die Zeit in Deutschland ist immer noch fast gleich dick wie vor 20 Jahren und hat das gleiche Format.
Das hat damit zutun, dass eure Promis fetter geworden sind und deshalb mehr Platz brauchen
Die beiden allerdümmsten in meiner Schulklasse, wurden Journalistinnen.
Und das sind heute die, die mit ihrer unsäglich zur Schau getragenen blö….heit versucht haben, intellektuell hochstehende Artikel zu schreiben.
A la:
Die wichtigsten 10 Fragen und Antworten zum Thema X
– Die schönsten Dekorationen zu Ostern
– Was Sie jetzt wissen müssen
– Das sind die Modetrends in diesem Monat
– Diese Frau ist die allerbeste in XY
– Das sind unsere Bio-Schminktipps
usw usf.
Es gibt aber Journalisten und Journalisten.
Es kommt ja auch ein bisschen drauf an, bei welchem Blatt man dann landet. Und das ist dann wohl eine Intelligenzfrage…
Hoffentlich bleibt uns das günstige SRF wenigstens noch lange erhalten. 🤷♂️🤭😂
Seit der Skiweltcup fertig ist nie mehr angeschaltet…
Ich schäme mich für Marc Walder, weil er aus dem selben Ort kommt wie ich.
Er ist eine Schande für Thal SG.
Ein willfähriger Systemp…………
Wenn alles bankrott ist, dann stelle ich mit meiner Frau zusammen dann eine neue gedruckte Zeitung auf wo gemotzt werden kann wie die Sau. 🤭😂
Gute Idee. Die Ex-Frau von Marc Walder wollte doch auch mal ein Blättli rausgeben, hiess glaube ich „Das Interview“. Gibts das eigentlich noch?
Und womit zündet man dann den Schwedenofen an wenn alles bankrott ist ? 🤷♂️🤭😂
Print wird verschwinden, nur noch online Informationen.
Man wird sagen welche OnlineMedien schlecht sind und welche die Guten.
Am Schluss wird alles verboten außer den Guten.
Ich würde eher sagen, die Guten verschwinden, da sie zu kritisch sind und die Schlechten bleiben.
„Über ein Drittel aller Menschen, die im Land leben, haben zur deutschen Sprache keine oder nur eine sehr eingeschränkte Beziehung.“
Wer kommt mir dabei sofort in den Sinn? Ihr Kollege Herr Hässig.
Wollen Sie nicht Herrn Hässig einige Nachhilfestunden in Sachen deutsche Sprache erteilen?
Hässig heute:
Fight, Who knows, Finanzcity, Law and Order, Velo-Strip
Eine Bitte.
Erweitern Sie bei Herrn Hässig das unterentwickelte deutsche Vokabular.
auch in den kommenden Jahren haben wir rund um uns herum und international einen “Over-Kill” an Infos. In welcher Darbietungsform auch immer.
Doch schon bald wird die jüngere Generation wieder auf 2-3 seriöse, bewährte Medien setzen.
Welche dannzumal noch existieren – who knows? Kaum der Blick oder 20min, dann eher ip, srf3 und “unsere” NZZ.
Ich sehe es so:
Die rot-grünen Qualitäts-Lügen-Medien sind die Propaganda-Tröten der Rot-Grünen.
Also sind die rot-grünen Qualitäts-Lügen-Medien auch nur für eine Minderheit interessant.
Die Mehrheit lässt sich von den rot-grünen Propaganda-Tröten nicht manipulieren, und verlässt sie.
Ich lese lieber die Bildzeitung aus DE in der CH.
Auch die DailyMail ist besser als ihr Ruf.
Corona hat doch schön aufgezeigt wie wichtig diese Zeitungen sind. Schade um das Papier.
hätte spätestens nach den Corona – Emails mit Berset zurücktreten sollen. Er hatte ja mit seiner Berichterstattung den gesamten Bundesrat zu strengen Massnhmen gedrängt, als dieser offenbar orientierungslos war. Dafür wurde Berset als absoluter Star dargestellt – als Gegenleistung. Als alles aufflog dachte ich jetzt fliegen 2 in hohem Bogen. Nicht viel geschah, Berset wurde sogar noch ein Europäisches ämtchen zugeteilt. Walder konnte bleiben. Als graues Mäuschen bleibt meine einzige Möglichkeit,Ringier-Titel zu boykottieren, solange Walder noch mitmischt.
Und Berset hatte dazu noch eine heisse Liebesaffäre.
Die Verleger und Redaktionen werden an ihrem politischen Gefälligkeits-Journalismus ersticken. Kritiklose Hofberichterstattung und jeder feuchte Furz aus dem SR und NR schafft es auf die Titelseite. Idealerweise der So-Ausgabe. Wenig durchdachte Hüftschüsse der Politkaste zu relevanten Vorfällen oder brisanten Themen werden noch mit Farbenfoti verziert … wie soll dieses nahe am Gspürschmi-SonnTalk-Gemauschel je wieder die 4te und etwas zoffende Infokraft werden?
MR war schon immer mit seiner Rolle überfordert. Lieber tagelang Galerien anschauen. Mit MW Tennisspielen. Aber warum dieses „Team“ so viel zusammen ist und kaum zu trennen…darüber gibt es viele Geschichten. Normal sicherlich nicht. Covid-19 betreffend dem Schriftwechsel mit Berset gab dem Blick den Rest. Die Glaubwürdigkeit ist weg. Die Zeitung kann man ruhig einstellen. Die Rentner haben keine Zeit mehr um diese zu Lesen. KITA-Dienste sind angesagt….!
Die Zeitungsverleger jammern. Aber wir sind im Jahr 2026, nicht um 1960. Damals behauptete man noch, die Zeitungen seien „der Bannwald der Demokratie“. – Was müssen wir heute tun, um das freiheitliche Staatswesen zu retten?
Diese Verleger machen einem halt einfach.. verlegen.
Das tiefe Niveau von den
Schweizer Medien interessiert der
größte Trottel nicht mehr.Die
am Morgen noch Zeitung lesen
sind seit 30 Jahren schon
Sozialbezüger.die lesen dann
auch 2 Stunden den Blick oder
Tagi.Die Tagesschau mit Trump
und Amerika jeden Tag macht die
voll Verblödung komplett.
Bern nur noch eine Lachnummer ist
haben Sie wenigstens gemerkt im
Deutschenbach !!
Geht es Ihnen nicht gut?
Möchten Sie reden?
Laut NZZ bin ich ein Verschwörungstheoretiker.
Laut Blick nehme ich das Volk in Geiselhaft.
Laut SRF bin ich Rechtsextrem.
Laut WOZ habe ich Angst vor einem Piksli, nur ein Piks.
Laut 20Min habe ich ohne Zertifikat keine Menschenrechte.
Laut mir, habt ihr alle, mich nicht verdient.
Ich stehe immernoch da, während ihr jetzt untergeht.
… Schreibt der „Berater für Öffentlichkeitsbildung“ für gratis hier, also ein PR Lobbyist paar excellence. Und damit einer der Totengräber der Qualitätsmedien.
Die Bild Zeitung ist mit News nicht um Stunden um Tage
voraus gegen Schweizer Medien.
NTV das gleiche gegen SRG,
wenn Ihr das noch nicht
gemerkt habt.