Evie Kostakis hatte 2022 von Dieter Enkelmann den Top-Finanzjob bei der Julius Bär übernommen. Heute um halb vier Uhr war Schluss.
Da gab die Zürcher Privatbank Kostakis’ Abschied bekannt. Die Bär-Aktie schoss um über einen Franken hoch.
Das Feuerwerk war von kurzer Dauer, wenige Minuten später pendelte sich der Kurs wieder auf dem vorherigen Level ein.
Für „ihr unermüdliches Engagement“ danke er Kostakis, so Bär-CEO Stefan Bollinger im Communique der Bank.

Kostakis bleibt 9 weitere Monate auf der Bär-Payroll. Sie erhält damit Lohn und Bonus für das ganze Jahr. Grund: Sie helfe mit bei der Stabsübergabe.
Die gestrige harsche Kritik der Aktionäre an den Giga-Entschädigungen perlt an den Bär-Kapitänen spurlos ab.
Couldn’t care less.
Bollinger kriegte letztes Jahr 24 Millionen, den Grossteil als Golden Hello, sein Präsident Noel Quinn nahm sich knapp 2 Millionen.
Bär, die neue Melkmaschine an der Zürcher Bahnhofstrasse für Bonus-Banker.
Davon profitieren alle Hohen. Nik Dreckmann übergibt das Operations-Steuer nächsten Montag. Geht er dann? Nicht doch, erst im Sommer. So lange kassiert Dreckmann weiter sein Salär.
Same-same bei Evie Kostakis. Statt einer kurzen Schonfrist wie bei den Normalos unten im Maschinenraum gibts für sie dreiviertel Jahre.
Nach dem Golden Hello für den Chef jetzt ein Golden Good-bye für die Finanzfrau.
Wofür? Kostakis Leistung hat die Bank und ihre Aktionäre eine knappe Milliarde gekostet.

600 Millionen setzte die Bär wegen Kostakis und Co. mit René Benko in den Sand, weitere 300 Millionen mit zwei anderen Immobilien-Tycoons.
Die griechisch-schweizerische Finanzfrau war zentral im Fall Benko. Die Benko-Verantwortlichen rapportierten an sie.
Alle Fäden liefen bei Kostakis zusammen. Sie präsidierte das Kredit-Komitee in der Bär-Geschäftsleitung, konnte die Kredit-Vergaben lenken.
Insider wunderten sich, wie Kostakis den Benko-Skandal unbeschadet „überleben“ konnte. Offenbar wollte Chef Bollinger noch einen Puffer behalten.
Offen blieb im ganzen Komplex mit dem Innsbrucker nämlich eine 60 Millionen Euro-Klage des Benko-Liquidators gegen die Bank.
Die Bär stellte sich quer und riskierte einen Prozess. Erst kürzlich änderten die Schweizer ihre Strategie: Jetzt liessen sie mehrere Gerichtstermine in Wien platzen.
„Die Bär-Bank will sich vielleicht doch noch mit dem Liquidator einigen“, vermutet eine Quelle. „Wir äussern uns nicht zu laufenden rechtlichen Verfahren“, heisst es dazu von der Bär-Medienstelle.
Ein letztes Bluten in der Causa Benko wäre für CEO Bollinger mit abgesägter Kostis einfacher. Schuld wäre nicht er.
Damit bleibt nur noch einer vom Benko-Gestrüpp: Luigi Vignola.
Der grosse Markets-Boss hat in seinem Reich solche Immo-Kredite in Strukturen gegossen, um sie den Kunden anzupreisen.
Im Freundeskreis und gegenüber Kunden zeigt sich Vignola erstaunt darüber, dass ihn Bollinger weiter am Drücker belässt. Wie lange, muss sich weisen.
M&A kann kommen. Goldmann & Sachs wartet ungeduldig auf die Übernahme. Die Aktie wird nochmals fallen und die Bär Familie dreht sich im Grab – aber nicht wegen der gescheiterten MBaer.
Mach’s gut Evie. Vllt folgen dir noch ein paar Kollegen die es mehr verdient haben JB zu verlassen
Hm, warum wird das heute während des Handels bekanntgegeben und akzeptiert, dass es solche Kurssprünge gibt? Wurde wohl Ende März gekündigt, 9 Monate Kündigungsfrist bis Dez. Hätte man auch bequem am frühen Morgen melden können. Oder gab es ein Leck…? Oder wurde erst heute gekündigt? Fragen über Fragen.
Das habe ich mich auch gefragt?!
Art. 11 Richtlinie Ad-hoc Publizität der SIX: Ad hoc Mitteilung erfolgt wenn immer möglich ausserhalb der Handelszeit (plus, minus 90 Min), das ist die Regel. Während der Handelszeit nur falls „unumgänglich“ in „besonderen“ Fällen (Art. 12 Abs. 2). Meine Vermutung: Heute Mittag haben sie die Austrittsvereinbarung unterzeichnet…
Aber auch dann?
Dem Fussvolk wurden die Kündigungsfristen 2025 auf 3 Monate gekürzt, um sie schneller entlassen zu können und das Konsultativverfahren zu umgehen, welches einen „teuren“ Sozislplan bei halten würde, und Evi bekommt goldenen Abgang 9 Monate und hat ua das Benko Schlamassel mitverursacht.
Typisch JB, die Unwissenden behielt man.
Welcome to Swiss Banking.
Was macht die Aktie wenn Bolli geht? Richtung 100!
Kommt drauf an, wer auf ihn folgt.
„Shareholder value“ is nothing more than a mirage the moment management (shareholders) allows long-term corporate values to be sacrificed in favor of the short-term interests of top management (stakeholders) 🙈🙉🙊
Und jetzt noch Vignola, der hat so viele Sachen verpennt.
Sicher nicht das ist ein Topshot.
Wo ist der Masterplan? So wird kein Vertrauen geschaffen. Das ist ein miserabler Leistungsausweis.
Jetzt geht’s los:
1) Evie weg
2) Luigi räumt beim Witz & Tax Planning auf
3) Luigi nimmt den goldenen Fallschirm
Und das MC von WTP kostet 2,5 Kisten pro Jahr, der Häuptling garniert dazu 800’000 für 4 Tage Home Office. Da könnte man sparen!
“Grund:sie helfe mit bei der Stabsübergabe.”
Was für ein PR-Quatsch!
Je früher der Schreibtisch geräumt ist, umso besser für Bär.
Unglaublich, wie bei Bär mit diesen Flaschen an der Spitze Kohle unnötig rausgeworfen wird; dem CEO ein Wucherzapfen und dieser Verlustgritte als „Schmerzensgeld“ für ihren längst überfälligen Rauswurf ☹️😓!
Hab ich irgendwas verpasst:
Je höher der Abschreiber, desto grösser der goldene Fallschirm?
Vernunft, Anstand, Verantwortung im Banking?
Frage: Wer bezahlt am Ende die Zeche?
Den Letzten beissen die Hunde.
Groll über Groll. Horrible.
Also nochmals rund 3 Mio. Bravo.