In einer Woche ist Graubünden an der Reihe. Als Gastkanton des Zürcher Sechseläutens dürfen die Bündner sich am grossen Böögg-Fest von ihrer besten Seite präsentieren.
Vor zwei Jahren war diese Ehre den Appenzellern zuteil geworden – jenen von Ausserrhoden, kurz AR. Deren Motto damals: „Ausserrhodentlich“.
Ausserordentlich präsentiert sich jetzt auch ein Nachspiel. Ein Bürger von Speicher AR hat Aufsichtsbeschwerde beim Kanton gegen seine Gemeinde eingereicht:
Unzulässige „Verwendung öffentlicher Mittel im Zusammenhang mit der Einladung der Zunft Höngg“.
Es geht um 10’000 Franken und 56 Zünfter von Höngg, die Anfang 2025, ein knappes Jahr nach dem grossen Auftritt auf dem Opernhausplatz, dem malerischen Ort einen Gegenbesuch abstatten durften.
Zulasten der Gemeindekasse gabs ein schönes Essen für die honorigen Gäste. Es handelte sich um ein Dankeschön für des Gemeindepräsidenten.
Der hatte nämlich im Frühling 2024 die Ehre, neben Walter Zweifel, dem Zunftmeister von Höngg, das Sechseläuten zu geniessen.
„Gerne frage ich Dich jetzt offiziell an, ob Du als Ehrengast der Zunft Höngg den Kanton Appenzell AR bei uns am Sechseläuten 2024 vertreten möchtest“, schrieb Zweifel dem Speicher-Präsidenten schon im Herbst 2022.
„Deine Zusage würde mich freuen.“ Zweifel ist ein grosser Gastro-Unternehmer von Höngg. Er stammt aus der Zweifel-Chips-Familie und betreibt einen eindrücklichen Weinhandel.
Im Fussball-Stadion-Streit gab er zu reden wegen einer Spende für die Gegner des Projekts, die sich am „Schattenwurf“ der Hochhäuser als Teil des Vorhabens stören.
Damit geriet Zweifel ins Visier von Fussball-Fans, die sich übers 20-jährige Trauerspiel rund um den Hardturm-Tempel aufregen.
Der klagende Speicher Bürger fand das alles too much. Er sah ein ungebührliches Befriedigen eigener Freuden des Gemeindepräsidenten zulasten des Bürgers und Steuerzahlers.
Der Kanton folgte ihm nicht. Die 10’000 Franken lägen im „Kompetenzbereich“ der Gemeinde-Exekutive verfügte er letzten November.
Es sei „bei politisch engagierten Persönlichkeiten (…) nicht ungewöhnlich, dass diese auch über die Kantonsgrenzen hinaus ein erweitertes Netzwerk unterhalten und einen entsprechenden Austausch pflegen“ würden.
Heisst der zünftige Zürcher wirklich Albert und nicht Walter? Siehe zunfthoengg.ch/vorsteherschaft
…sieht so aus, und der Einsprecher heisst Urs Zweifel?
Das passt doch zum Weinhändler Albert Zweifel. Ihn stört beim neuen
Stadion nicht der Schattenwurf, sondern der Ausblick aus seiner Villa
in Höngg. Deshalb will er das neue Stadion zusammen mit seinem Freund
Felix Müller von der NZZ verhindern.
Im Militär habe ich bei der Funkausbildung mal gelernt: „Denken, drücken, schlucken, sprechen“. Gleiches sollte sinngemäss für viele Inside-PP-Leserbrief-Schreiber gelten, bevor sie in die Tasten hauen: Walter Zweifel, Zunftmeister der Zunft Höngg wohnt zwar in Höngg, nicht aber in einer Villa mit Sicht auf die Hardturm-Brache. Dies ist ein Verwandter von ihm….
Haben wir wirklich keine andere Probleme!!!!
Na ja, wo ist das Problem? Wenn es in der Ausgabenkompetenz liegt gibts nichts zu meckern. Solche Einsprecher sollten eine Rechnung für den Aufwand erhalten.
Sehe ich auch so. Die Ausgabenkompetenz der Gemeinde ist in der Gemeindeordnung (o.ä.) festgelegt, welche demokratisch legitimiert ist. Müsste die Gemeinde über jeden Pipifax-Betrag abstimmen lassen (Gemeindeversammlung oder gar Urne), wäre sie faktisch handlungsunfähig, und es würden unverhältnismässige Mehrkosten entstehen.
Da hat wohl wieder mal jemand Mühe mit demokratischen Vorgängen, und ja, die verursachten Aufwände müssten zu Lasten des Einsprechers gehen. Für solchen Blödsinn wie diese Einsprache muss ja wohl nicht der Steuerzahler aufkommen.
Im Zweifel für den Angeklagten. Eine warme Mahlzeit ist noch kein Verbrechen.
Ist doch ein alter Zopf!
Das mit dem Stadion ist wirklich ein nerviges Trauerspiel. Fussball im Letzigrund zu schauen macht einfach keinen Spass!
Wer schaut dann noch Fussball in Zürich ? FCZ und GC brauchen kein Stadion mehr !
Aber die Nati! Bzw. beide Natis.
Wie sollen wir uns nun vor sowas schützen?
Es ist sowieso überraschend, dass es so etwas wie Zünfte im Linken Zürich überhaupt noch gibt.
Die veranstalten halt einen grossen Cüpli Anlass, da sind die Linken immer dabei. Meist sogar an vorderster Front.
Jurassic Park!
Bald ist Sechseläuten! Ich freue mich schon mega!
SVP-Filz.
Fazit: Jeder ist sich selbst am Nächsten, insbesondere wenn man dazu Steuergelder verpassen darf.
Eher verprassen oder?