Nach stundenlangen Treffen endeten die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ergebnislos.
Aktuell ist noch unklar, ob als Folge die Kampfhandlungen bald wieder aufgenommen werden.
Der Iran kontrolliert die Strasse von Hormus weiterhin. Dadurch steigt der Druck auf die Weltwirtschaft und die USA weiter an.
Das Problem geht weit über Erdöl und Erdgas hinaus. Es umfasst auch Helium, Düngemittel und weitere, kaum ersetzbare Inputfaktoren.
Somit stehen von den Kriegsparteien einzig die USA unter Druck, den Status Quo zu verändern. Was sind die Optionen dafür?
Für eine Antwort sollte man zurückschauen, welche Ereignisse zum Waffenstillstand vom Oster-Dienstag geführt haben. Für viele Medienschaffende und Beobachter kam diese Ankündigung überraschend.
Dies insbesondere nach den Signalen durch Donald Trump am Vortag, wo er eine mögliche weitere Eskalation androhte.
Für unabhängige Beobachter war bereits seit Wochen offensichtlich, dass die Allianz auf dem Weg war, den Luftkrieg zu verlieren.
Die gesamte Militärführung der Allianz basierte auf der Hoffnung und der Erwartung, dass der Iran rasch politisch zusammenbrechen würde.
Diese Erwartung wurde vor allem durch Berichte der israelischen Nachrichtendienste geschürt. Die amerikanischen Nachrichtendienste waren deutlich weniger optimistisch.
Bereits wenige Tage nach dem Angriff von Ende Februar war offensichtlich, dass ein Machtwechsel illusorisch war. Die innere Opposition existierte entweder nicht oder war angesichts der Angriffe auf den Iran nicht bereit oder stark genug zu handeln.
Damit fehlte auf der strategischen Ebene ein realistischer Pfad zu einem raschen Sieg.
Im anschliessenden militärischen Konflikt zeigte sich, dass die Allianz nicht in der Lage war, die Fliegerabwehr des Irans entscheidend zu schwächen.
Die Energiemengen blieben gering, die Attacken beschränkten sich auf stand-off Angriffe in Kombination mit Lenkwaffen- und vereinzelten Drohnenangriffen.
Um einen Vergleich anzustellen: Die Allianz konnte in der Woche vor dem Waffenstillstand nur etwa die gleichen Energiemengen mobilisieren wie Russland im Luftkrieg gegen die Ukraine in einer typischen Woche in 2026.
Der Iran ist rund dreimal grösser als die Ukraine und hat eine vierfache Bevölkerungszahl. Es liegt auf der Hand, dass derart limitierte Angriffe keine Entscheidung herbeiführen können.
Gleichzeitig verloren die USA schrittweise ihre operativen Basen am Golf, und auch die zentralen Logistik-Drehscheiben in Saudi-Arabien litten unter regelmässigen Angriffen.
Die Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation führte am 19. März zum Rücktritt von Joe Kent, dem Leiter einer der zentralen US-Nachrichtendienste (NCTC). In seinen anschliessenden Medienauftritten übte Kent vehemente Kritik an der Entscheidungsfindung.
Er krtisierte insbesondere, dass die Berichte der US-Nachrichtendienste – im Unterschied zu den israelischen Berichte – ignoriert wurden.
Der Rücktritt von Kent erfolgte zu einem Zeitpunkt, als in der Trump-Regierung ein Sinneswandel einsetzte. Gemäss Quellen der Financial Times versuchte die Trump-Regierung, aufgrund der militärischen und politischen Gesamtlage spätestens ab dem 21. März über verschiedene Kanäle einen raschen Waffenstillstand zu erreichen.
Dies, obwohl zu diesem Zeitpunkt klar war, dass ein solcher Waffenstillstand strategisch für die Allianz eine Niederlage darstellen würde.
Bei den Verhandlungen war eines der zahlreichen Hindernisse der Junior-Partner der Allianz, Israel. Israel ist militärisch und ökonomisch von den USA abhängig. Trotzdem verfolgt es eine eigene Politik und eigene Ziele, die unabhängig von jenen der USA sind.
Israel setzte nach dem Waffenstillstand, entgegen den Erwartungen der Parteien, seine Angriffe gegen den Libanon fort.
Innenpolitisch bildete sich in den USA eine wachsende Opposition gegen jede weitere finanzielle und militärische Unterstützung Israels und gegen eine Fortsetzung des Kriegsgebildes. Diese Opposition ist intensiver bei den Demokraten, sie umfasst aber auch prominente und einflussreiche Republikaner.
Der Umschwung ist die Folge einer zunehmenden Skepsis in der US-Bevölkerung. Heute sind alle Altersklassen mit Ausnahme der über 65-jährigen unisono gegen eine weitere Unterstützung Israels durch die USA.
Der Krieg bleibt in der Gesamtbevölkerung äusserst unpopulär.
Die USA haben nur drei Möglichkeiten.
Die erste Option ist es, den Krieg fortzusetzen und zusammen mit Israel die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen.
Die militärische Gesamtlage dürfte sich für die Allianz schnell weiter verschärfen, da die grundlegenden militärischen Probleme ungelöst scheinen.
Die zweite Option ist, die Friedenverhandlungen erneut aufzunehmen und dabei die Bedingungen des Irans weitgehend anzuerkennen.
Friedensverhandlungen brechen oft mehrfach zusammen, bis sich die Kriegsparteien einigen, dies gehört bei Verhandlungen dazu.
Ein sinnvoller erster Schritt wäre ein Waffenstillstand im Libanon und ein Rückzug der israelischen Armee (Israel Defense Forces, IDF); dies bedingt Druck der USA auf ihren Allianzpartner.
Eine dritte Option wäre, den Waffenstillstand formell oder informell zu verlängern und ein neues Gleichgewicht zu schaffen.
Der Iran könnte unilateral ein Mautsystem an der Strasse von Hormus einrichten. Die USA könnten dies sogar mit einem Teilabzug von Streitkräften aus der Golfregion begleiten.
Vor allem die dritte Option könnte eine gesichtswahrende Lösung für die USA darstellen. Schiffe gegen Geld passieren zu lassen, ist historisch nicht einzigartig: Der Koreakrieg (1950-1953) wurde auf diese Weise beendet.
Es würde aber bedeuten, dass der Iran eine solche Variante mitträgt, und der Mullahstaat müsste seine Angriffe auf den Libanon einstellen.
Die daraus folgende Unsicherheit wäre für die kleineren Golfstaaten (VAE, Katar, Bahrain) eine starke Belastungsprobe. Unklar wäre auch, ob ein solches Mautsystem wirklich eine stabile Lösung bedeuten könnte.
Nord- und Südkorea waren in den Jahren nach 1953 vollständig abhängig von ihren Verbündeten, die alle ein Ende der Kämpfe wünschten.
Iran und auch Israel und die Golfstaaten sind Akteure mit eigenen Zielen und Möglichkeiten. Dies erschwert Lösungen oder auch nur schon informelle Abkommen.
Vor allem an Bahrain mit seinen innenpolitischen und wirtschaftlichen Problemen könnte sich rasch ein neuer Konflikt entzünden.
Es gibt somit keine realistische, langfristige Alternative zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts. Der erste Schritt beginnt mit Israel, das seine Angriffe auf den Libanon einstellen muss.
Hier kann Europa eine wichtige Rolle spielen, indem es politischen und wirtschaftlichen Druck auf Israel ausübt.
Auch für die Schweiz wäre es an der Zeit, einstweilen die gesamte formelle und informelle, militärische oder rüstungspolitische Zusammenarbeit mit Israel zu sistieren.
Sehe ich auch so. Gerade die Erbil-Drohnen-Zusammenarbeit sollten wir per sofort und öffentlich einstellen.
Geliefert wurde nichts, die haben nur Geld genommen.
Die Erbil-Drohnen sind ein reiner Scam. Abschreiben. Sofort.
Kauft nicht bei …..!!
Nein, müssen wir nicht. Wir müssen aufhören vor den Mullahs und extremen Muslimen zu kuschen!
Iran finanziert weltweit Terrorismus (Hamas, Hizbollah, Houthis) und betreibt ein Atomprogramm. Gleichzeitig hungert die Bevölkerung.
Europa hat schon viel zu lange vor dem politischen Islam gekuscht. Starmer in UK spricht offen Muslime an, weil Labour sonst keine Chance hat. Er nimmt den Verlust westlicher Werte in Kauf. Das gilt auch für Sanchez in Spanien.
Aufhören und den politischen Islam in die Schranken weisen!
chapeau IP, top beitrag. die schweiz muss definitiv druck auf israel ausüben.
Diese Bartträger da unten verstehen nur noch eine Sprache, nämlich den Po verhauen bekommen. Genau das macht Israel nun um sich ein für alle mal von den Raketen der Hisbollah zu schützen. Nicht einmal die Blauhelme konnten diese Raketen verhindern. Israel schützt sich, das ist alles. Sie können es, Blauhelme nicht. Die Aktion mit den Pagern welche nah am Sack der Terroristen explodierten macht Israel so schnell keiner nach. Israel macht schon lange Frieden, die Terroristen nicht.
Ja klar, israel ist unschuldig. Es sind nur die anderen. Auch der jahrzente lange siedlingsbau auf fremdem land ist doch kein problem. Dein kommmentar ist klomplettes geschwurbel und leerlauf zugleich..
Israel finanziert alqaida und IS. Wann wurde jemals Israel angegriffen von den sogenannten Terroristen. Israel ist ein absoluter Terrorstaat mit religiösen Fanatikern (Zionisten)
Ausgezeichnete Analyse. Vielen Dank !🎯
Excellent analysis. Thank you very much !🎯
Ich habe die Schnauze voll von Netanjahu und seinen permanenten Kriegen.
Es ist jetzt wirklich genug.
Ich verlange nicht nur ein sofortiges Ende der Zusammenarbeit. Es braucht griffige internationale Sanktionen gegen Israel. Bis die IOC-Haftbefehle vollzogen sind.
Darf sich Stahel jetzt Clausewitz nennen? Wirrer Stuss. Keine Analyse, Hass auf Israel.
Clausewitz oder stahelwitz das ist doch egal, jedenfalls ist es ein trauriger Witz
Herr Baud, sie verschweigen, dass die Hisbolla in den Krieg gegen Israel eingetreten ist und diesen immer weiter u.a. mit ihren Raketenangriffen aufrecht hält. Der Iran droht wegen israels Gegenangriffen(!) Hormuz weiter zu torpedieren. Der dafür installierte Proxy agiert getreu seines Unterstützers, Ausrüsters, Finanzierers.
Ihnen rufe ich nur ungern das Grundübel in Erinnering: Die iranisch-islamistische Revolution endet erst mit der Abschlachtung aller Juden!
Sie üben sich hier lediglich in klassischer Opfer-Täterumkehr…
ein Verschreiber,
gemeint ist nicht der Mullahstaat, sonern der südliche Nachbarstaat
Alle gegen Israel. Darum für Gaza demonstrieren. Aber Iran ganz vergessen.
Die Palästinenser dürfen alles, sie sind ja die Guten und moralisch im Recht. Da war doch ein Angriff auf Israel der sehr schrecklich war. Und Israel verteidigt sich jetzt.
Auch im Libanon. Angriffe auf Israel. Israel darf sich aber nicht wehren, gell?
Einverstanden soweit: die Hizbollah und die übrigen Splittergruppen sind nicht der Libanon.
Das berechtigt Israel aber dennoch nicht zu diesem ewigen Bombardement von Beirut und dem Südlibanon.
Warum sitzt eigentlich bei den Friedensverhandlungen Israel nicht mit am Tisch mit den USA und Israel?
Bzw. mit den USA und dem Iran, Verschreiber.
Die US-Bodenoffensive wird ein Frage von einigen Tagen oder wenigen Wochen sein.
Gerade wird auch noch Melania Trump in den Epstein Files gross gedroht.
Ich bin für Krieg. Und ich bin dafür, dass die ganzen Terroristen ein für allemal eliminiert werden.
Im Iran, Gaza und Libanon.
Bei den Turbanträgern im Iran besteht sogar eine Gefahr für die Weltsicherheit (Atombombe).
Die Schweiz sollte neutral bleiben.
Genau. Aber da wir nicht mit dem Iran zusammen arbeiten, sollten wir dies auch bei Israel unterlassen.
Es kann nicht sein, dass wir die mutmasslichen Völkermörder in Israel (gemäss dem Internationalen Strafgerichtshof) unterstützen mit Waffenzusammenarbeit.
I Love Krieg im Iran. Gerne weiter machen. Und an die Gutmenschen. Die Bevölkerung vom Iran hat keine Hoffnung mehr. Das Land ist Politisch und Wirtschaftlich am Ende. Das Volk kann nur Sterben. Es hat gegen die Regierung keine Chance. Darum: Krieg I LOVE !
Israel versucht seit der Gründung die Welt moralisch zu erpressen, indem es das Angedenken der Opfer des 2. Weltkriegs für ihre Zwecke missbraucht, um von den eigenen Verbrechen abzulenken.
Hier kurz zum mitschreiben:
Es gab im 2. Weltkrieg über 60 Millionen Tote. Davon waren die allermeisten Bürger der Sowjetunion und Chinas.
Juden machten ein verschwindend geringer Anteil der Opfer aus (unter 10%). Wird in den Schulen ganz anders gelehrt, ist aber Fakt.
Es ist an der Zeit, Israel endlich wie ein ganz normales Land zu behandeln. Und die ständigen Kriege nicht mehr zu dulden.
Meine Vorfahren (Nidwalden) wurden übrigens auch mal vor langer Zeit Opfer eines schrecklichen Massakers (Schreckenstage von Nidwalden, Franzoseneinfall).
Kann ich etwa das Recht daraus ableiten, meine Nachbarn zu terrorisieren? Die Franzosen ständig um Geld anzubetteln?
Natürlich nicht. Wäre ja auch absurd.
Wie dieser Schreiberling „HD Clausewitz“ habt Ihr alle nicht den Mut Eure Meinung in Eurem eigenen Namen zu schreiben!
Israel Bashing…., was für ein billiger Mut ist es anonym solche Kommentare über Israel zu schreiben.
Wandert doch aus nach Iran und getraut Euch dort Kommentare gehen das Mullah Terror-Regime zu schreiben.
Feiglinge!
Wirres Geschreibsel.
Der Mullah-Staat lanciert keine Angriffe auf Libanon.
Die Strasse von Hormuz unterliegt dem Seerechtsübereinkommen der UNO. Diese Strasse kann der Iran nicht einfach verminen und dann eine Maut-Stelle einrichten.
Bei insgesamt 16’000 Flügen wurde eine F15 abgeschossen. Ohne entscheidende Schwächung der Fliegerabwehr Irans sähe das ganz anders aus.
Israel soll Angriffe auf Libanon einstellen. Nix begriffen oder Probleme mit Israel?