20 Minuten. Mehr brauchte es nicht.
Am 17. April, zwischen 12:24 und 12:25 GMT, wurden am Ölmarkt 7’990 Brent-Futures-Kontrakte verkauft.
Das entspricht einem Nominalvolumen von rund 760 Millionen Dollar. Die Positionierung war eindeutig: fallende Ölpreise.
Um 12:45 GMT folgte die Nachricht aus Teheran. Aussenminister Abbas Araghchi erklärte auf X, die Strasse von Hormus sei während der Waffenruhe wieder vollständig für den zivilen Schiffsverkehr geöffnet.
Die Marktreaktion erfolgte unmittelbar. Brent und WTI gaben deutlich nach und verloren im Verlauf der Bewegung 10 bis 13 Prozent.
Die zuvor eingepreiste Risikoprämie im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg wurde rasch abgebaut.
Zwischen der grossen Short-Position und der offiziellen Meldung lagen 20 Minuten.

Auffällig ist, dass es sich nicht um einen isolierten Fall handelt. Innerhalb weniger Wochen zeigen sich mindestens drei vergleichbare Episoden:
Am 17. April: 760 Millionen Dollar Short-Position kurz vor der Iran-Meldung. Am 7. April: rund 950 Millionen Dollar Short vor einer offiziellen Mitteilung zu einer Waffenruhe im Nahostkonflikt.
Am 23. März: 500 bis 580 Millionen Dollar Short kurz vor einer politischen Stellungnahme im Umfeld von Donald Trump zu Iran-Gesprächen.
In allen Fällen zeigt sich ein ähnlicher Ablauf: Grosse Positionierung, kurz darauf ein Tweet von Trump und anschliessend eine deutliche Bewegung im Ölpreis.
Die US-Aufsichtsbehörde CFTC hat laut Medienberichten Untersuchungen zu einzelnen Transaktionen aufgenommen.
Im Zentrum steht die Frage, ob nicht-öffentliche Informationen aus politischen oder diplomatischen Kanälen in Handelsentscheidungen eingeflossen sind.
Mehrere US-Vertreter fordern eine umfassende Überprüfung der Handelsaktivitäten.
Im Fokus steht dabei weniger die Grösse der Positionen, sondern das auffällig enge Timing zwischen den Trades und den jeweils folgenden Trump-Meldungen.
Der Ölmarkt reagiert bekanntlich extrem nervös auf alles rund um die Strasse von Hormus. Als zentrale Route für einen grossen Teil des weltweiten Rohöls reichen schon Gerüchte oder Erwartungen aus, um die Preise spürbar zu bewegen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie diese Muster zu lesen sind.
Ob es sich um besonders treffsichere Marktanalyse, reinen Zufall oder doch um einen Informationsvorsprung handelt, bleibt offen.
Öl bleibt ein hochvolatiler Markt, der stark von Trump-Tweets beeinflusst wird. Gleichzeitig zeigt sich, dass schon kleine, zeitliche Vorteile in diesem Umfeld erhebliche Auswirkungen auf Handelsresultate haben können.
Für Echtzeitdaten bei Bloomberg zahlt man bekanntlich 8’000 Dollar pro Monat. Wer zuerst informiert ist, kann entsprechend schneller reagieren und seine Positionierung anpassen.
You can still beat the market if you have the right cards.
@Vadim
Hör auf dich zu wiederholen!
Wir wissen längst, dass alle Märkte manipuliert sind.
Kannst ja wie bei einer Zeitung umblättern oder im Cash.ch reingucken, denn bei denen läuft alles bestens wie im Formel 1.
It’s all locked in.
„Ob es sich um besonders treffsichere Marktanalyse, reinen Zufall oder doch um einen Informationsvorsprung handelt, bleibt offen.“
Selbstverständlich nicht, der Fall ist sonnenklar, besonders treffsichere Marktanalyse … give me a break.
Es gibt manchmal „Zufälle“ welche niemals Zufall sein können. So auch hier.
… nett geschrieben … aber ein „Zufall“ – bzw. mehrere „Zufälle“ hintereinander – können mit Sicherheit ausgeschlossen werden …
… was gibt es für den POTUS einfacheres, als jeweils seinem Clan einen kleinen, aber natürlich gut versteckten, Wink zu geben?
… es ist logischerweise kein Zufall, dass der Trump Clan seit dessen Amtseinführung um über eine Milliarde reicher wurde (und mit Intelligenz kann es auch nicht zusammenhängen …
„You can still beat the market if you have the right cards.“
Weshalb man sich dann mit mittelmässigen Beiträgen auf einem Medium noch ein Zubrot verdienen muss bleibt schleierhaft.
„politblogg Russian markets“ es geht nicht ums Geldverdienen.
U.S. Senate Committee on Banking, Housing, and Urban Affairs March 11, 2026: „Warren Delivers Warning to Institutional Investors on Trump’s Corruption Undermining our Markets; Calls for them to Act“ Google Überseter: „Warren warnt institutionelle Anleger vor Trumps Korruption, die unsere Märkte untergräbt; fordert sie zum Handeln auf“
Mit anderen Worten, die Händler sind gewarnt , dass Mr. Trump der Korruption beschuldigt werden könnte. Wer „Trump-Geschäfte“ tätigt der macht sich eines Tages strafbar, weil die nicht gehandelt haben.
Gunther Kropp, Basel
Solches gabs schon früher. Der einzige Unterschied: Trump machts in einer nie dagewesenen Dreistigkeit. So belohnt er sich, den Trump Clan, seine Regierungsmitlieder, Geldgeber, Unterstützer und Anhänger etc.Die Amis haben den Bock zum Gärtner gemacht – mit verheerenden Folgen. Aber auch Trump bekommt noch die Quittung.
Irgend einmal steht die Familie Trump vor den Richter wegen Insider Handel.
Geld stinkt nicht
Aber wie man es verdient schon.
Der Job als Präsident der USA muss für Trump rentieren, das ist ein Geschätsmann,
Strasse von Hormus wieder zu.
Aufschlußreich und relevant für Menschen, Land & Leute wäre es, die Posts und das Gerede vom Hans Dampf in allen Gassen wegzulassen, stumm zu schalten und zu schauen, was die US-Z-Liga und deren Groupies real und konkret „on the ground and around the globe“ so treiben tut.
Aber dafür braucht es immer eine Gegenseite, die dagegen wettet.
Warum sind manche so dumm und tun dies?
Niemand muss kurzfristig handeln.
wenn man nicht weiss, was eine Shortposition ist, wäre es vielleicht klüger hier nicht zu kommentieren….