Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern. Dann passiert es. Der erste Honda-Benziner heult auf. Ein Signal.
Wie eine ferngesteuerte Miliz werfen die Nachbarn in rhythmischen Abständen ihre Motoren an. Es ist der kollektive Drang.
Da ist der junge Familienvater. Offiziell „Dienstleister“ am Flughafen, um 15 Uhr jedoch faktisch bereits im Skoda Octavia installiert.
Den Stau am Brüttisellerkreuz umkurvt er zeitlich agil, ein Profi halt. Seine Mission heute: Er will der Erste sein.
Der Scharfrichter über dem Glattal-Grün, noch bevor die Nachbarn überhaupt das Benzin für den Mäher beisammen haben.
Gegenüber die Nachbarin. In Flip-Flops schiebt sie das obligatorische Trampolin zur Seite – das Mahnmal der Agglo-Fortpflanzung.
Dann der Einsatz am Akkumäher. Er surrt leise, die Klinge so stumpf wie das sommerliche Schuhwerk.
Nebenan der Witwer. Er mäht, weil er es immer so tat. Seit Jahrzehnten. Im gleichen Rhythmus. Die Kinder sind längst weg, die Gattin unter der Erde, aber der Ordnungssinn bleibt unerbittlich.
Seine rituelle Handlung für den Samstag. Denn dann folgt die eigentliche Arbeit seiner Generation: Die Autowäsche ist heilig – auch wenn man eigentlich nirgendwo mehr hinfährt.
Nach dem Schnitt folgt die Kür. Der Laubbläser jagt die letzten Reste von den Gartenplatten. Dann wird gewässert. Damit im rasierten Boden auch der letzte Wurm jämmerlich versäuft.
Der Garten wird zum Outdoor-Ikea: steril, quadratisch, seelenlos.
Um 19 Uhr und mit den letzten Sonnenstrahlen nippt man am Rosé und starrt erwartungsvoll auf das Bienenhotel aus der Landi. Ob da wohl Gäste einziehen?
Worauf sie landen sollen, weiss niemand.
Es wird kühl. Beim Znacht ein Moment inniger Rührung. Man spricht von „Timmy – der Wal“, der irgendwo oder irgendwann mal verendet.
Die Schweiz leidet ehrlich mit.
Man wischt sich eine Träne aus dem Gesicht – und freut sich über den Denner-Grill-Deal: Schwein BBQ Rib Eye für 1.49 pro 100g. Gelebte Disziplin in der Agglo-Tristesse.

Es lebe das Bünzlitum. Es hat eben schon auch seinen Charme.
Der Bankprokurist oder Vizedirektor holt jetzt seine Harley Davidson raus und zeigt die Tätowierung auf dem Arm.
Bei schlecht Wetter der obligate grau/schwarze Audi mit hellem Lederinterieur.
Und denkt sich „ich bin ein richtiger Outlaw“.
Es hat etwas Rührendes.
Er sollte Trabant fahren oder Wartburg, wenn er Kombinatsdirektor ist
Endlich sagt es mal jemand: Der grösste Feind der Biodiversität ist nicht der Verkehr, nicht die Landwirtschaft – sondern der Nachbar mit dem Mähroboter.
Während dieser lautlos seine Bahnen zieht, zerstört er offenbar nicht nur Grashalme, sondern gleich das gesellschaftliche Gefüge. Zum Glück gibt es noch Texte, die uns daran erinnern, dass wahre ökologische Tugend erst bei kniehohem Chaos beginnt.
Bleibt nur die Frage: Ist der perfekt geschnittene Rasen wirklich das Problem – oder eher das ebenso sauber geschnittene Weltbild dahinter?
Bünzlitum at its best! Schade um‘s Medium hier. IP, quo vadis?
Was für eine belanglose Sch…..
Nichts Besseres zu tun?
Der grösste Bünzli ist der Autor. Schaut auf die Strasse und über die Hecke und kontrolliert die Nachbarn, geht in seine Schreibstube und bastelt ein Artikeli das nur so von Neid trieft!
Nein der Artikel trieft nicht von Neid und der Autor ist auch kein Bünzli, es ist die pure Realität mit Humor erzählt. Aber wir Schweizer scheinen tatsächlich eine humorlose Gesellschaft zu werden.
Wirklich bedenklich Ihr Artikel Herr Huber. Haben Sie keine anderen Sorgen?
Was hat dieser Artikel mit Ihrem Blog digitalmedia.ch zu tun? Müssen Sie und die Leser hier wirklich Wissen das Ihr Nachbar um 19 Uhr ein Glas Rosè trinkt oder Denner Aktions Fleisch Grillt?
Kenne den Autor nicht. Vielleicht hat er sein Leben lang von einem Eigenheim mit Garten geträumt und hat es aus irgendeinem Grund nicht geschafft ein ruhiges, erholsames Plätzchen zu finden. Es muss nicht unbedingt Neid sein.
Also Neid kann ich in diesem Artikel nicht erkennen. Dafür eine gewisse Überheblichkeit. Aber egal, sein Artikel wird absolut folgenlos sein und bleiben.
Was sind die zentralen Aussagen dieses Artikels, an wen richtet er sich und was ist der Zweck ? Soll der Inhalt irgendwie verwertbar sein ? Ein Lehrbuch für Schule oder Studium ist es nicht; ist es einfach Unterhaltung um die Zeit totzuschlgen oder soll es lustig sein ?
Ordnung die im Aussen übermässig propagiert und demonstriert wird, deutet auf ein Chaos im Inneren hin. Das gilt für die Schweiz als auch ihre Bürger.
möglichweise wird der Autor von diesem sinnlosen Artikel per Buchstaben honoriert und nicht am Inhalt gemessen.
Doch sehr einfach was Sie hier abliefern Herr Patrick Huber oder nicht?
Seit wann „versaufen“ (es sollte ersaufen heissen) Regenwürmer bei Regen? Noch nie gehört
Besser, als den Sa in der Schlange am Titlis oder in einer sonstigen Massenbelustigung gegen Bezahlung zu verbringen.
Huuu, auf den Titlis will man momentan ja sowieso nicht.
Geh mal zur Blick App. Dort siehst Du die Schlange derer, die im Moment „nicht auf den Titlis wollen“ …
Die verächtlich geschilderte reale Welt dieser arbeitsamen Menschen hat halt überhaupt rein gar nichts mehr mit der armselig coolen digitalen Welt des Verfassers gemeinsam. Da liegen unüberbrückbare Welten dazwischen.
In der digitalen Welt gescheitert und auf dem rasen gelandet….
Bünzlis der Schweiz vereinigt euch
Der Lärm in den Agglo-Schluchten ist tatsächlich nervig; es kommen hinzu das unaufhörliche Verkehrsrauschen am Boden und in der Luft und dann der Baumaschinenlärm, der uns mittlerweile ganzjährig die Verdichtung schmackhaft machen soll.
Im Kleinen ist es aber das Mondäne, das die Abgrenzung von der politisierten Bösartigkeit und von der übersteuernden Gängelei in allen Lebensbereichen überhaupt noch zulässt.
Die Schweiz gleicht mehr und mehr einem zugeschissenen Hühnerstall, zwar effektiv durchregiert und überadministriert, aber voller lautem Gegacker und Enge auf dem zugewiesenen Stängeli.
Genau so ist es! Die Natur wird nur noch beeerdigt.
Der Schweizer Bünzli oder Spiesser wie man in D sagt pflegt den Garten zu Tode.
Ordnungssinn in Ehren.
Wie sagt mein Gärtner.
Nie zu kurz.
Wie bei den Röcken…
Kann jetzt jeder den Schulaufsatz seiner Kinder hier veröffentlichen ?
IP = immer primitiver
Mit dem Artikel, fassen Sie sich an die eigne Nase, ist ja ein grosserZinken.
Selten so einen infantilen Artikel auf Inside Paradeplatz glesen. Schade um Zeit und Digitale Energie.
Sorry muss Rasen mähen.
ANGRIFF AUFS EINFAMILIENHÄUSCHEN. War ein guter Artikel um geweckt zu werden. Nützt die Schweizer Idylle noch kräftig aus, ihr zur Zeit noch Glücklichen. Wenn ihr in Zukunft irgendwo eingepfercht werden solltet, und Grossfamilien euer Paradies bekommen, könnt ihr immer noch sagen: Jeden Tag war ich im Garten und habe 2x in der Woche meinen Rasen gemäht. Baut noch einen Wintergarten, damit ihr auch bei schlechtem Wetter noch eure Blumen sieht und baut noch wie Kinder im Winter einen Schneemann.
Hochinteressant!
Echte Paradeplatz-News aus erster Hand!
Gehen jetzt die Aktien hoch?
Herrlicher Text, auch die Kommentare. Die Menschen lassen sich leicht triggern.
Ich finde den Text auch herzig. Fehlt nur noch „Wer hat sich beim Rasenmähn die Zehen abgetrennt?“.
Was soll dieser Artikel? Neid verpackt im Bünzlikleid? Es ist sicher schöner in euren teuren Beton- Wohnsilos in Oerlikon
Ich habe immer noch Freude an meinem freistehenden Einfamilienhaus. Bünzli oder nicht scheissegal
Einfach wieder Quatsch. Was sonst?
Ich habe meinen Rasen letzte Woche zum ersten Mal dieses Jahr gemäht. Ich tue dies nicht aus Freude, sondern um mein Leben leichter zu gestalten.
Wenn man den Rasen lange wachsen lässt, dann wird er nach dem Regen oder nach kalten Nächten nicht richtig trocken und beim Mähen wird der Ausgang zum Auffangbehälter verstopft und man muss ihn öfters vom nassen Rasen reinigen.
Ich versuche den Rasen millimetertief zu mähen, um genau die Mähfrequenz tief zu halten, sodass der Autor sich nicht belästigt fühlt.
@Patrick Huber
Wieso postest du den Schwachsinn nicht auf deinem Blog?
Das lustigste am Text ist, dass der Autor mit dem absoluten Durchschnittsnamen sich über den angeblichen Durchschnittsbünzli lustig macht. Ich wünschte, Max Mustermann würde Texte schreiben, sie würden unsere Welt verändern.
Ich benutze einen ganz ruhigen und diskreten Rasenroboter.
is always greener on the other side.
Ist schon Sommerloch?
Das Maehen des Rasen ist schaedlich fuer den Rasen.
Das weiss jede Biologe und Chemiker….(ja, auch die w)…
Konsequenterweise zubetonieren, Plasticrasen wie beim Fussball, und der Spieser ist happy.
Da die meisten Leser unwillig oder unfaehig sind, die Crop-Science Articles zu lesen, empfehle ich einen kurzen Article der Uni Durham.
(Wenn ich die Comments hier lese, sehe ich einen Grossteil von neidischen, irgendwie-zu-kurz-gekommenen [so sie glauben…] Leuten)
Hier ist er:
https://www.unh.edu/unhtoday/news/release/2022/06/01/dont-feel-bad-not-mowing-lawn-its-actually-good-thing
Und nachher werden noch die Plattenfugen abgeflammt und der Feinstaub gemessen, der vom Grill kommt aber dem Massentourismus untergeschoben wird.
Und nach dem Eindunkeln zieht man sich irgend einen „Röbi Koller“ rein.
Idyllisch, halt … .
Den Tomaten Mozzarella Salat als Beilage nicht vergessen!
Ich habe meine Porsche immer waschen lassen.
Der Author hätte, ganz ganz tief drin, auch gerne einen Rasen und ein geregeltes Leben.
Also ich will keinen Rasen und ein Bünzli Leben
Weltklasse Artikel. Ein humorvoller, liebevoller Artikel, welches es doch genau auf den Punkt trifft… Weiter so.
Ja buenzli schwizer haben sonst halt nichts zu tun
Super! Digital Banking
und Rasenmähen. Wusste gar nicht, dass es am Paradeplatz noch Rasen hat. Solcher Schrott ist kein Buchstabe wert und dass IP sowas bringt eine Bankrotterklärung für jegliche Relevanz. Shut up!
Vielleicht soll dieser Artikel der Psychohygiene der Gen Z dienen, die sich nach einem bünzligen EFH mit Garten für sich selbst und ihre Familie sehnt, sich dieses mit eigener Arbeit aber nicht mehr leisten kann. Was nicht allein die Schuld der Gen Z ist …
Na , wirklich mal ein lustiger Artikel. Ich kann die gehässigen Kommentare nicht ganz nachvollziehen.
So sind sie halt, die Kunden der Wald-und-Wiesenbank Raiffeisen.
Pädde Huber, der Dorf-Sheriff???
Da drückt ein Alten-Bashing durch. Der Schreiberling hat offensichtlich vergessen, was seine Eltern für ihn gemacht haben. Ebenso vergisst er, dass er selber mal alt wird (hoffentlich gesund, was nicht selbstverständlich ist). Der Schreiberling muss offensichtlich in einer Dachkammer ohne Balkon leben. Anders lässt sich sein Geschreibsel nicht erklären. Schade für die Tinte. Wieviel erhält er von IP für diesen Erguss?
Ich habe auch so ein Agglo-Haus im Glattal und geniesse meinen Garten. Die Hypo ist schon fast abbezahlt und so kostet mich das Haus noch viel weniger als eine Sozi-Genossenschaftswohnung in ZH. Mit dem ÖV wäre ich sehr schnell in der Stadt ZH, aber ich gehe fast nie, was soll ich dort. Es wäre für mich undenkbar Steuern den Zürcher Sozis abzuliefern wenn ich sehe was für unsinnige Projekte die machen.
Knallt der Booster?
Absoluter Blödsinn dieser Artikel.
In einem Bünzli EFH Quartier möchte ich nicht leben. Müsste mich mit Bünzlis abgeben
Da schreibt einer, der nichts zum mähen hat und deswegen neidisch ist. Er kann gern ein bisschen zu mir mähen kommen.