„Protocol Crans-Montana“ laute der „Arbeitstitel“, meint Stefan Halter auf seinem LinkedIn. Es gehe um ein „mehrjähriges Dokumentarfilm-Projekt zur Brandkatastrophe von Crans-Montana“.
Halter ist kein Unbekannter. Für den Tages-Anzeiger-Verlag brachte er „Game Over“ ins Kino und als Serie.
Die Verfilmung des CS-Niedergangs wurde zur Supershow mit Glamour-Premiere im Zürcher Corso-Cinema-Tempel.
Der Streifen fiel dann beim Publikum durch. Auch von der folgenden Serie sprach keiner mehr.

Halter war bald History bei seiner Arbeitgeberin. Ende 2025 war Schluss für ihn an der Werdstrasse, wo der Verlag seinen Sitz hat.
Jetzt kündigt Halter als Selbstständiger sein nächstes Werk an – lange bevor irgendetwas spruchreif ist.
Er spreche mit „Regisseuren, Produktionsfirmen, Filmverleiher, Medienunternehmen, TV-Sender, Streamer“, schreibt der Filmemacher.
„Ziel: Partner finden in der Schweiz, Frankreich und Italien, die dieses mehrjährige Filmprojekt finanzieren und gemeinsam realisieren“.
Sprich: Halter hat noch nichts. Er sucht – und versucht, mit seiner Früh-Ankündigung seines Vorhabens andere auszustechen, die das Drama ebenfalls verfilmen möchten.
Das „Unfassbare, Unaussprechliche in all seinen Dimensionen“ aufarbeiten – „nicht in Form von News, sondern als Rückblick auf ein Ereignis, das die Schweiz prägte“, lockt Halter mit Pathos.
Und mischt „zugleich ein respektvolles Gedenken an die Opfer dieser unbeschreiblichen Tragödie“ bei.

Ein Schelm, der denkt, dass die Feuerhölle als gefundenes Fressen bzw. mehrjähriges Auskommen erkannt wurde. Der internationalen Aufmerksamkeit und den zahlreichen vermögenden Angehörigen der Opfer sei Dank. Im Zoo wäre er bei den Aasgeiern unterzubringen.
Er wird sicher nicht der einzige sein. Auch bei Netflix und im Ausland etc. gibt es sicher noch weitere interessierte Filmproduzenten etc. Crans ist da natürlich ein gefundenes Fressen.
Halter scheint eine Nische gefunden zu haben.
Da ich annehme, dass dieser Film ebenfalls ein Desaster wird, schlage ich vor, dass er statt dem Dreh lieber ein Halter Bonbon lutscht (diese stehen nämlich auch vor dem Aus).
Der vom TA gesponsorte Film war auch eine Art Entschuldigung an Arthur Rutishauser einmal Chefredaktor SoZ bei Tamedia und dann abserviert. Ersetzt durch die loyale Raphaela Birrer die Supino aus der Hand frisst und das Wunder schafft Artikel zweimalan dumme AbonnnentenInnen zu verkaufen!
Heute ist die SoZ überflüssig, alles „wichtige“ was darin steht ist schon am Samstag oder spätestens am Montag im Tagi zu lesen!
Im Tagi steht etwas Wichtiges? Das wüsste ich aber.
Was überwiegt bei dem Juristischen aufarbeiten eigentlich, dass die Wahrheit ans Licht kommt, oder wie man den Schaden fernhalten kann.
Der entsprechende Bundesrat sollte nicht wegschauen und die Finger auf die wunden Punkte legen. Zuständig hin oder her, man ist ja sonst auch nicht so zimperlich.
Muss das wirklich ein Filmemacher erledigen?
„Muss das wirklich ein Filmemacher erledigen?“: Scheint so.
Der Film „Game Over – Der Fall der Credit Suisse“ ist immer noch erhellend, wenn auch unangenehm für die politische, mediale und wirtschaftliche Schweiz.
Den Film muss ich sehen!
Brad Pit in der Rolle des Jacques Moretti, welcher gerade vor einem internen Aufstieg der Ndrangheta steht. Dame Edna Everage spielt die Jessica, welche gerade mit einer Fuerwerksfabrik einen grossen Deal plante. Und zwischendurch der lallende Guy Parmelin, gespielt von Ignazio Cassis.
Oder zur unterhaltung irgendwelche Clowns aus der UBS.
M, was mein Chef ist, sagte, wenn er einen Film über die Doppelnull-Abteilung drehen will, müssten wir von der Lizenz zum Töten Gebrauch machen.
Manche Dinge sollten geheim bleiben.
Chuck Norris wird die Hauptrolle spielen.
Der ist bereits verstorben..
@Bruce Lee: Das hindert doch nicht einen Chuck Norris!
Wie kann man da eine Statistenrolle ergattern? Wer kann helfen?
Bin ausgesteuert und auf jeden Rappen und freie Kost angewiesen!
Das Krematorium Zürich Nord sucht noch einen zuverlässigen Heizer!
Und wer soll sich solchen „Seich“ anschauen?
Ich zum Beispiel. Das Protokoll kann zum Spiegel der Schweiz werden, nicht nur zum Spiegel des Wallis. Und vielleicht kann man was lernen.
Mit der deutschen Grammatik steckt Halter auch noch in frühen Verhandlungen: „Mit“ verlangt Dativ. Interessant zu beobachten, wie die Deklination in seinem Post („Filmverleiher“ statt „-n“, „Sender“ statt -„-n“ etc.) einfach aufgegeben wird – als hätte die Grammatik mitten im Satz ein besseres Angebot bekommen.