Die grösste jüdische Gemeinde Zürichs schlägt Alarm. 2 Millionen Franken muss die Israelitische Cultusgemeinde Zürich (ICZ) einsparen.
Diese Woche erhielten die 2’500 Mitglieder eine Email: Wo soll man sparen? Lieber beim Rabbi oder beim Friedhof? Lieber beim Kindergarten oder beim Sozialdienst? Bitte ankreuzen.
1,5 Millionen Franken benötigt eine jüdische Primar- und Sekundarschule in der Zwinglistadt. Die Eltern können ihre Schulgelder nicht mehr begleichen.
Darum radelt man in ein paar Wochen für einen guten Zweck und sammelt Geld für die Schule. Wer am meisten einsammelt, kriegt als Belohnung eine Unze Gold.
Und dann noch dies: Das jüdische Osterfest (Pessach): schweineteuer. Erst seit ein paar Tagen wieder vorbei.
Viele konnten sich die teuren Koscher-Lebensmittel nicht leisten, innerhalb der Gemeinschaft wurde für Bedürftige gesammelt.
Aber auch für das ganze Jahr durch. Ziel ist knapp eine halbe Million Franken für arme Familien in Zürich.
„Inzwischen unterstützen wir ca. 55 Familien in der Stadt Zürich, mit wöchentlichen Guthaben von je 75 bis 100 Franken.“
Die Krise hat bei den Juden in Zürich voll eingeschlagen. Die Kosten für eine fünfköpfige Familie sind gigantisch.
Der grösste Posten: die Kinder. Hiesige Juden schicken ihren Nachwuchs in eigene Privatschulen.

„Gemäss unserer Auswertung“, schreibt das Zürcher Schul- und Sportdepartements auf Anfrage, „werden in den jüdischen Schulen in der Stadt Zürich über alle Stufen hinweg (Kindergarten bis Sekundarschule) per Mitte Dezember 2025 insgesamt 1’102 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.“
„Die Auswertungen basieren auf vorhandenen Angaben, unter anderem einem Konfessionsfeld.“ Vermutlich liegt die Zahl darum noch deutlich höher.
Die Gebühren der jüdischen Privatschulen sind das grösste Armutsrisiko in Zürich. Von der ersten Klasse bis zur dritten Sekundarstufe kostet das Kind insgesamt über 200’000 Franken.
Für ihre 1’100 Kinder muss die jüdische Gemeinschaft in Zürich irgendwie über 10 Millionen Franken pro Jahr zusammenkratzen.
Geschenkt wird ihnen nichts: „Die jüdischen Bildungsinstitutionen erhalten keine direkten finanziellen Mittel durch die Stadt Zürich“, heisst es von der Bildungsdirektion.
Jahrelang ging das solala. Nun stossen die jüdischen Familien an ihre Grenzen.
Grund sind die höheren Lebenskosten und Wahnsinns-Mieten. Mit einem Bruttolohn von 12’000 Franken im Monat zählt man in Zürich zu den Top 10 Prozent.
Theoretisch. Wer aber drei schulpflichtige Kinder in oben genannte Schulen schickt, kommt ohne Unterstützung nicht mehr durch.
Dass sich die Stadt Zürich nicht an den Kosten beteiligt, ist von beiden Seiten erwünscht. Die Stadt spart jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag, mischt sich dafür nicht allzu sehr in den Unterricht ein.

Das hat zum Teil verheerende Auswirkungen auf die Ausbildung der Kinder. Wie und was an manchen jüdischen Schulen unterrichtet wird, hat mit dem Lehrplan 21 nämlich nur am Rande zu tun.
Der Autor hat zehn Jahre an einer solchen Schule unterrichtet. Im Mathematikbuch war auf einer Seite eine Kirche eingezeichnet („Berechne die Distanz von der Kirche zur Schule“).
In sämtlichen Büchern wurden deswegen die Kirchen durchgestrichen. Unterrichtsblätter zum Thema Sechseläuten mussten wieder eingezogen werden, da der Böögg und die Reiter an einen Götzen erinnern könnten.
Fotos von Frauen wurden aus sämtlichen Lehrmaterialien entfernt. Anrüchige Passagen in Klassikern wie Huckleberry Finn hatten keine Chancen.
Dieser Mix von Mittelalter und Finanznot führt zu einer Parallelgesellschaft. Die Lebensform ist selbstgewählt.
Und doch: Ganz ohne Staat geht es nicht. Die jüdischen Schulen werden in ihren Schutzvorkehrungen finanziell unterstützt.
Noch-Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) ist bei den Zürcher Juden ein Hero. Der Vorsteher des Schul- und Sportdepartements ermöglichte einer streng orthodoxen Schule ein Areal für ihren Schulbetrieb und ein niederverzinsliches Darlehen.
Die Schulverantwortlichen selber fanden kein Areal und drohten deswegen, dass „viele jüdische Familien“ ausziehen würden, sollte man ihnen nicht helfen.
Das wirkte anscheinend. Für die streng orthodoxe Schule gab es dann auch noch eine halbe Million Franken aus dem kantonalen Lotteriefonds.

Es ist bemerkenswert, dass trotz hoher Einkommen die Kosten für religiöse Privatschulen kaum mehr zu stemmen sind. Sammelaktionen können kurzfristig helfen, aber eigentlich müsste man sich fragen, warum das System so teuer geworden ist und wie man es langfristig fairer gestalten kann.
Das zeigt, wie stark die finanziellen Belastungen in gewissen Gemeinschaften inzwischen geworden sind. Wenn Privatschulen für viele Familien kaum mehr tragbar sind, braucht es wohl strukturelle Anpassungen nicht nur kurzfristige Sammelaktionen.
Sorry aber dafür gibt es öffentliche Schulen. Ich konnte meine Kinder auch nicht auf die Privatschule schicken.
Mit Verlaub: Wir haben gute öffentliche Schulen in Zürich.
Die Schulen sind gut. Aber selbst die beste Schule wird zur Integrationswerkstatt, wenn ein grosser Teil der Klasse zuerst sprachlich ankommen muss.
Für mich persönlich wirkt es, als ob die Stadtregierung problemlos Geld für symbolische Prestigevorhaben und eine stark ausgeweitete Sozialpolitik findet aber kaum für Bereiche, die den Alltag der eigenen Bevölkerung entlasten würden.
Naja ich kann es mir auch nicht leisten, meine Tochter in eine Privatschule zu schicken. Dafür gibt es öffentliche Schulen. Dort sind soviel ich weiss, Kinder aller Glaubensgruppen zugelassen. Ich glaube auch in der Stadt Zürich. Privatschulen sind wie Ferien auf einer Privatinsel, ein Luxus den man sich leisten können muss. Kann man es nicht, macht man Urlaub wie alle anderen am Strand und die Kinder gehen in die öffentliche Schule. Wo ist das Problem?
So einfach ist die Situation leider nicht. Jüdische Familien wählen Privatschulen häufig, weil öffentliche Schulen nicht immer ausreichend Schutz oder Verständnis für ihre Bedürfnisse bieten. Integration ist wichtig, aber sie darf nicht auf Kosten der Sicherheit oder Identität einer Minderheit gehen.
Wie wurden die Schüler in Gaza geschützt?
Wenn du wirklich wissen willst, warum Schüler in Gaza nicht geschützt wurden: Weil militante Gruppen ihre Schulen zu Waffenlagern, Abschussrampen und Kommandoposten gemacht haben. Das ist kein Schutz das ist Zynismus auf dem Rücken von Kindern. Wer das ignoriert, argumentiert nicht, er instrumentalisiert.
Der Schutz der Schüler in Gaza scheiterte nicht an denen, die darüber berichten, sondern an denen, die Schulen zu legitimen Angriffszielen machten, indem sie sie für militärische Zwecke missbrauchten. Wer Kinder bewusst in die Schusslinie stellt, hat jedes moralische Recht verwirkt, sich später empört zu geben.
Ja ja, erstens weniger chinde auf d‘ Welt bringe und 2. Menschrecht respektiere für alli uf dere Welt, denn d‘ Welt ghört nöd eu USRAEL und BlackRock – WEF – WHO … sondern eus alli!!
SCHALOM !
Ich hatte in meiner ganzen Schulzeit nur 2 jüdische Mitschüler: Eine im Gymnasium, nicht orthodox, ganz „normales“ Mädchen. Hat keinen Interessiert. Und Einen, ein orthodoxer Junge mit allen bekannten Specials (durfte am Samstag keine Prüfungen schreiben, Sportdispens etc.). Hätte er nicht in die Öffentliche müssen, hätte ich nie Kontakt zu Orthodoxen gehabt und ein Verständnis für Diese aufbauen können. Verständnis heisst nicht, alles gut heissen und Erlauben, aber andere Lebenspläne akzeptieren und in Ruhe lassen.
In Zürich entsteht der Eindruck, dass die Stadt grosszügig verteilt nur nicht dort, wo Einheimische echte Entlastung bräuchten.
Brauche auch dringend Geld der öffentlichen hand damit ich meine eins ää zwei äää drei Kinder an eine Privatschule schicken kann.
Die Lösung ist einfach:
A) weniger Kinder – das geht allen CH Familien so
Oder B) öffentliche Schule. Das geht 99.5% aller Schweizer auch so.
Für teure Sozialprojekte ist immer Geld da nur nicht für die eigenen Familien, die um Schulgelder kämpfen.
Und an der Goldküste so?
Kosten sind das eine. Was ist denn das durchschnittliche Einkommen einer orthodoxen Familile?
Das Einkommen orthodoxer Familien? Interessant, dass Sie das wissen wollen. Ich nehme an, Sie legen Ihre eigenen Finanzen dann im Gegenzug auch offen rein der Fairness halber.
Das muss man nicht wissen. Spielt hier auch keine Rolle.
Rechnen wir mal anders:
Orthodoxe Familien haben mehr Kinder, als indigene. Sicher viel mehr, als 1.4 Kinder.
Wenn es dann 3-6 Kinder sind, ist die Rechnung schnell gemacht, wie gross das Einkommen sein müsste, um alle in eine Privatschule schicken zu können.
6 Kinder x 200’000 (für 9 Jahre) / 9*12 = 11’000/Monat nur für die Schule.
Die theoretische Belastung von 11’000 CHF pro Monat ist zwar rechnerisch korrekt, aber für die meisten betroffenen Familien gar nicht relevant, weil sie ganz andere Schulmodelle nutzen.
Hier gibt es eine sehr einfache Lösung. Schickt die Kinder in die öffentliche Schule. Dies verstärkt übrigens das gegenseitige Verständnis der Kulturen, schafft sogar neue Freundschaften (falls von der Gemeinde erwünscht) und beseitigt Vorurteile. Und dann braucht es für den Religionsunterricht nur noch Zusatzstunden, was finanziell einfach zu stemmen wäre.
Ich verstehe den Gedanken hinter Ihrem Vorschlag – Begegnung kann tatsächlich Vorurteile abbauen. Gleichzeitig hat die Entscheidung für eine jüdische Schule oft Gründe, die weit über den Religionsunterricht hinausgehen: Sicherheit, Gemeinschaft, spezifische pädagogische Konzepte. Diese Aspekte lassen sich nicht einfach durch „Zusatzstunden“ ersetzen.
Also Top 10% Verdiener können sich ihre eigene teure Privatschule und ihre vielen Kinder nicht mehr leisten und rufen jetzt weinerlich nach Subventionen und Spenden? Alles klar.
Ich habe viele jüdische Freundinnen und Freunde, die öffentliche Schulen in Zürich besuchten.
Dass Sie ein paar Leute kennen, ist kein Beweis für irgendetwas außer vielleicht dafür, dass Ihnen gerade die sachlichen Argumente ausgehen.
Wir auch. Aber wir bewegen uns auch nicht im orthodoxen Umfeld.
„Journalist“ Frenkle… 😀 extra in Anführungszeichen und Schlussführungszeichen. Er hat früher (unter snere) bei http://www.zackbum.ch eine Seite Von unserem Maastricht René Zeyer Betreiber von http://www.zackbum.ch eine Seite (Jeden Tag über Medien). RZ schreibt lustige spannende auch Wissen (Was ist dadurch 20Millisekunden;-)) uns gratis (Hallo Sfdrs… 😉 auch über Kuba und Lichtenstein (finanzrecherchen) besser ohne frenkle 😉
Rene Zeyer for president of the USA!
Wieso besuchen jüdische Familien Privatschulen?
Wieso jüdische Familien Privatschulen besuchen? Vielleicht, weil sie nicht darauf warten wollen, bis Menschen, die solche Fragen stellen, plötzlich Verständnis entwickeln.
Darf die Lotterie für religiöse Zwecke gebraucht werden. Ich dachte das macht man nur im Wallis.
Bei den gestiegenen Spritpreisen kann ich mir meine Jacht und meinen Ferrrari kaum mehr leisten. Wer will für mich spenden/sammelt?
Darf ich die Patenschaft für Sie übernehmen? Die Stadt Zürich zahlt das ja sonst auch gerne, sagen Sie einfach Sie seien Künstler
Ich finde es schon fast frech dass gewisse Leute glauben ein Gottgegebenes Recht auch Private Schulen zu haben nur um zu verhindern dass ihre Kinder mit Denjenigen der Mehrheitsbevölkerung in Kontakt kommen.
Wenn du glaubst, private Schulen existieren nur, um „Kontakt zur Mehrheitsbevölkerung“ zu vermeiden, sagt das mehr über deine Fantasie als über die Realität. Manche wollen einfach nur Bildung ohne ideologische Experimente. Dass dich das stört, ist bemerkenswert – und ziemlich entlarvend.
Du tust so, als wären private Schulen ein elitärer Fluchtweg dabei sind sie oft die einzige Möglichkeit, Kinder vor genau der Engstirnigkeit zu bewahren, die du hier gerade demonstrierst. Wer Vielfalt predigt, aber andere Erziehungswege verbieten will, zeigt vor allem eines: Angst vor echter Vielfalt.
In einer öffentlichen Sekundarschule kostet dem Staat ein Schüler ca. 24000.– pro Jahr. Eine internationale Privatschule in der Schweiz (komplett in englisch und deutlich anspruchsvoller) meist um die 30000.– aber privat bezahlt.
Eine sehr mässige Ausbildung in einem „integrierenden“ Umfeld kostet demnach nur 6000.00 weniger.
Das einzig Tolle an staatlichen Schulsystemen ist, dass der Nutzer nix zahlen muss.
Chancengleichheit ist ein sozialistischer Traum. Und alle gleich dumm zu halten, erhöht die Chancen für keinen.
Immer, wenn auf IP einer von gleich dumm redet, sollte man checken, ob er für dieses Privileg auch noch ein Abo mit geschütztem Nick gekauft hat.
Wer aus „24’000 vs. 30’000“ schliesst, das öffentliche System sei „mässig“ und wolle „alle dumm halten“, zeigt vor allem eines:
Man kann Zahlen korrekt nennen und trotzdem komplett am Inhalt vorbeireden.
Wenn Komplexität durch Schlagworte ersetzt wird, wirkt das weniger wie Analyse und mehr wie ein Versuch, eine Meinung mit Taschenrechner-Logik zu retten.
Warum bloss trinkt Beni immer wieder von dem Gaggo, durch den er gezogen wird?
versuchts doch mal mit crowdfunding an der wall street …oder bei Nethanyahu‘ Kriegsminister…
Primitivling!
Wo bleibt deren internationale „Community“. Die haben doch Geld wie Heu oder habe ich etwas verpasst?
Wenn man die Kinder nicht in die normale Schule schickt kostet das eben etwas. Es wird sich sicher etwas finden, dass ihnen hilft. Sei es Private oder schlussendlich der Staat. Die Linken finanzieren das schon mit den Steuergeldern. Steuern kann man ja erhöhen
Wer sein und das Leben seiner Kinder nach Regeln und Vorstellungen aus der Bronzezeit ausrichtet, sollte im 21. Jahrhundert kein Geld des Steuerzahlers beanspruchen dürfen. Jeder Franke sind da 110 Rappen zuviel.
Besser man gewöhnt sich daran, dass die guten alten Tage für eine lange Zeit vorbei sein werden. Das alte Leben geht vorbei, ein neues steht vor der Tür. Versteht es oder verzweifelt daran, das ist erst der Anfang.
Not in defense of ICZ
Wenn eine Sekte sich nicht in die säkulare Gesellschaft integriere will, ist das problematisch.
Die Folgekosten dann der Allgemeinheit aufbürden, empfinde ich als Frechheit. Wozu gibt es die reichen Verwandten All over the World?
Bald kommt wieder die Saison wo man in Zürich Regenbogen am Himmel, und nicht nur die Regenbogen-Flaggen der Banken und Versicherungen, bestaunen kann. Es wird gemunkelt, dass jeweils am Ende des Regenbogens ein Kessel voller Gold steht. Da kann die Schule doch mal eine Schnitzeljagdt organisiern und somit die leeren kassen Sanieren!
Es ist für Kinder zumutbar, in eine normale Schule zu gehen. Ein Nachbar hat auch seinen Bankjob verloren und musste seine zwei Kinder aus der Privatschule nehmen.
Er war überrascht, dass die Qualität dort auch nicht schlechter war.
>Dieser Mix von Mittelalter und Finanznot führt zu einer Parallelgesellschaft. Die Lebensform ist selbstgewählt.
Es ist Alles gesagt.
Wenn Neustadtrat Langenegger von der Stadt eine günstige Sozialwohnungen erhält mit Einkommen von 250000 Franken, weckt das natürlich Begehrlichkeiten.
Jede Minderheit der Schweiz, auch ausländischer, besucht die öffentlichen Schulen. Wir haben Freundschaften gebildet.
Selbstisolation, egal aus welchen Gründen, ist fatal.
Das verstehe ich voll und ganz, dass sie ihre Kinder nicht in die öffentliche Schule schicken. Der moralische Standard ist leider am Abgrund