Auf immer mehr Bahnhöfen verschwinden die Billetautomaten. Die SBB-Pressestelle meint dazu, dass Reisende ihre Tickets bevorzugt online kaufen.
Diese Entwicklung bestreitet niemand. Weiterhin kaufen aber nicht wenige Bahnkunden ihre Fahrausweise an den Billetautomaten.
Laut SBB-Webseite erwarben Zugsreisende im letzten Jahr 22 Millionen Billets am Automaten, das entsprach einem Rückgang von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Am Schalter kam es zu 8 Millionen Käufen, minus 7 Prozent. Online nahm weiter zu: 199 Millionen Digital-Verkäufe – ein Plus um fast 14 Prozent.
Pro Schweizer inklusive Säulingen und Greisen entsprach das 22 Fahrausweise per Handy oder Laptop.
Auch wenn also der Trend klar ist: 22 Millionen Ticket-Käufe an Automaten bedeuten immer noch ein grosses Bedürfnis.
Die vermutlich besonders treuen Bahn-Kunden mit der fortlaufenden Entfernung der Billetautomaten zu brüskieren, kann sich eigentlich keiner leisten.
Ausser ein Staatsbetrieb.
In Wirklichkeit geht es sowieso um anderes, nämlich die Umerziehung der nicht digitalwilligen Kunden – und um personalisierte Informationen.
Offiziell sagen die SBB, der angeblich horrend teure Unterhalt der Billetautomaten sei der Grund. Sind diese entfernt, so wird kein Personal mehr für den Unterhalt und das Kassieren des Bargeldes benötigt.
Das ist dem Staatsbetrieb von grösserer Bedeutung als mit den Billetautomaten zufriedene Kunden. Deren Zahl und somit die Unterhaltskosten sind in den letzten Jahren ohnehin zurückgegangen.
Die SBB verschwenden das Geld der Steuerzahler ganz woanders. Wie etwa bei der Fehlbeschaffung der Fernverkehrs-Doppelstock-Schüttelzüge und den exorbitanten Gehältern des Kaderpersonals.
Die Bahnen haben früher kostengünstige Synergien genutzt, die mit der unsinnigen Divisionalisierung verloren gegangen sind. Wo vorhanden, hat das ohnehin stationierte Personal wie der Reisedienste die Billetautomaten bewirtschaftet.
Dazu gehört das Kassieren des eingeworfenen Geldes und das Auffüllen neuer Papierrollen sowie die Abrechnungen.
Stattdessen haben die SBB unter der Bezeichnung „Regionale Teams für den Unterhalt der Automaten“ eine aufwendige und teure Organisation aufgezogen.
Verschiedene Teams mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen sind entweder für die Technik oder für das Kassenleeren und die Papierrollen zuständig.
Jedes dieser Teams fährt mit eigenen Lieferwagen gemütlich durch das Land. Aufwendiger geht es wohl kaum mehr.

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grüsst die SBB.
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Ich löse auch gerne am Ticketautomaten und gebe das 24h-Ticket nach Gebrauch meinen Kindern.
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Stimmt, da wurden wir zu richtigen Optimierungsmeistern. Und dann haben die Kids das vorausschauend als 24h gültig gekaufte Billet zuhause vergessen, als sie ins Turnen gingen.
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Ich kann mir schon lange keine Bahnfahrt mehr leisten. Das Auto ist günstiger, einfacher und bequemer
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Rechnest du noch, oder gibst du schon BWL?
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Super – dann sind dir andere Zugreisende äusserst dankbar für den Sitzplatz !
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Staatsbetrieb halt. Und weil es ein Staatsbetrieb ist, hat er Heiligenstatus in den Medien.
5 Milliarden kosten uns die Subventionen. Die neuen Züge kauft die SBB aber nicht beim einheimischen Stadler sondern bei Siemens.
Acht Warnungen warnten vor dem Unfall im Gotthardtunell.
Keiner schaute hin. Der Schaden betrug Milliarden.Schulterzucken.
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Zum Glück kaufen wir keine Stadler Züge !
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Wenn die Chaosinitiative angenommen wird, zieht dann Spuhler weg?
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kurz gesagt: ein Sauladen.
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Man sollte die Kosten des Automaten-Betriebes auf die dort gekauften Tickets verteilen. Das würde den notabene auch noch komfortableren Online-Tickets endgültig zum „Sieg“ verhelfen.
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Michel Crippa liess ab den frühen 1990ern ungezählte Billettschalter entfernen und kleine Bahnstationen schliessen mit der Begründung, man könne ja ab jetzt die tollen Billettautomaten nutzen.
Weitere „Errungenschaften“ kamen kurz darauf: Entfernung von Fahrplänen und Orientierungstafeln auf dem Perron durch Austausch gegen Werbeflächen.
Ab 2010 dann die systematische Entfernung der Annahme von Münz an den Billettautomaten.
Dann die Verweigerung, überhaupt noch physisches Geld gelten zu lassen: Self service-Kauf von Tickets ging nur noch digital, mit Karten oder Vorauszahlung.
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Fortschritt hat halt auch gewisse Konsequenzen, ob man dies nun mag oder nicht. Jedenfalls war der Billett Kauf noch nie einfacher als heute mit dem Smartphone und Fairtiq oder der SBB App. Ich könnte den Automaten wohl heute kaum noch bedienen da NIE MEHR benutzt.
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In defense of Old SBB
Es ist an der Zeit, die Spitze des steuerfinanzierten Staatsbetriebs SBB auszuwechseln. Dort wird Unfähigkeit, gekoppelt mit Unverschämtheit, zur Gefahr für diese altehrwürdige eidgenössische Institution. PseudomänätscherInnen, ohne jedwelche Bahnkenntnisse, versuchen krampfhaft irgendwelche Powerpointergüsse von Oben in die Realität zu drücken.
Wir Bahnreisende haben genug von dieser seelenlosen Quälerei mit Zugsausfällen, Verspätungen, verschwindenden Dienstleistungen usw.. Free SBB!
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(Forts.)
Hä?, …und jetzt sollen die Billettautomaten noch gänzlich verschwinden?
Es wird somit noch schwerer „spürbar“, vor dem Einsteigen in den Zug, überhaupt mit den SBB noch vernünftig „in Kontakt“ zu kommen.
Wenn man mir die Möglichkeit des nicht-digitalen Ticketkaufs systematisch lückenlos verweigert und dadurch verunmöglicht, …kann ein Mensch dann zum digitalen Kauf gezwungen werden? Ich meine nicht!
Für mich wird jeden Tag klarer: Es braucht dringend das verankerte und geschützte Recht auf nicht-digitale Lebensführung.
Ich habe fertig!
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Dann gehst halt immer am Vortag an einem bedienten Bahnhof dein Billett kaufen !
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Du kannst gerne analog weiter leben. Aber du darfst dich nicht beschweren dass du die modernen digitalen Angebote nicht nutzen kannst. Die Dampflokomotiven und dritte Klasse gibts auch schon länger nicht mehr.
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Schweinerei
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So ein Schwachsinn. Automaten Kunden sind sicher keine treuen Kunden, sondern absolute Gelegenheitsfahrer. Auch wenn man wie ich, nur 2 Wochen in der Schweiz ist, kann man sich eine App herunter laden. Für eine einzelne Fahrt würde ich wohl auch zum Automaten. Und jeder Opa und jede Oma hat jemanden, der helfen kann. Monatskarten kann man wahrscheinlich immer noch im avec Shop kaufen. Und sonst gibt es auch noch Stempelkarten. So wird die Schweiz nie Fortschritt erleben, wenn man sich stark macht für das Thema. Es wird in 20 Jahren auch keine Postboten mehr geben.Auch keine AHV an haustüre
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Als öffentlich subventioniertes Unternehmen ist die SBB gesetzlich verpflichtet dem primären Zahlungsmittel Bargeld uneingeschränkten Zugang zu gewährleisten.
Bisher war die Bargeldversorgung in der Schweiz primär im Gesetz (Währungs- und Zahlungsmittelgesetz) verankert, nicht direkt in der Bundesverfassung.
Aktuelle Entwicklung (2026):
Nach der Volksabstimmung vom 8. März 2026 wurde der Gegenvorschlag angenommen.
Dadurch wird das Bargeld nun explizit in der Schweizer Bundesverfassung verankert.
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Die SBB sind zur Hälfte steuerfinanziert. Trotzdem sind die Tarife so hoch, dass am Automaten kaum mehr mit Bargeld, sondern wohl eher mit Karte bezahlt wird. Es ist eine unglaubliche Arroganz eines Staatsbetriebs, die Verkaufskanäle der eigenen Dienstleistungen einfach zu eliminieren und den Aufwand dazu der Kundschaft zu überwälzen und ohne gesetzliche Grundlage die Kunden online zur Identifizierung zu zwingen, was am Automaten nicht der Fall ist. Auch für ein Land, das auf seinen Tourismus stolz ist, völlig daneben.