Hat die Swiss Re eine Präferenz für die Boston Consulting Group? Das behauptet ein Insider.
Die Firma selbst schickt eine längliche Stellungnahme.
Man verfüge über „umfassende und etablierte Governance-Kontrollen, um tatsächliche und potenzielle Interessenkonflikte zu erkennen, offenzulegen und angemessen zu steuern“.
Hintergrund sind grosse Aufträge des Zürcher Rückversicherers für die bekannte Strategie-Beraterin. Diese gilt im Markt hinter McKinsey als Nummer 2.
Zuoberst bei der Swiss Re sitzen zwei Topshots, die ihren Aufstieg in den Business-Olymp dank ihrer Zeit bei der Boston Consulting Group (BCG) geschafft haben.
Swiss Re-CEO Andreas Berger „started his insurance career in 1995 as a leadership trainee at Gerling Group, followed by various leadership positions at Boston Consulting Group“, so die Firma.
Pia Tischhauser ist der zweite Boston-Superstar zuoberst beim Swiss Re-Konzern, wie auf dessen Homepage steht:
„Until June 2025, she was Managing Director and Senior Partner advising clients across Europe, the United States and Asia out of BCG’s Zurich, Chicago and London offices.“
Letztes Jahr erhielt BCG von der Swiss Re Aufträge über rund 25 Millionen Franken, sagt die Quelle.
Bereits 2024 sei die Beraterin auf rund 15 Millionen gekommen. Damals hatte Andreas Berger das operative Steuer bei der Swiss Re übernommen.
Wie vergab die Swiss Re diese Beratungsaufträge? Fand eine Ausschreibung statt? Was waren Kriterien für den Zuschlag?
Als dann die BCG obenaus schwang: Wer segnete die Auftragsvergabe an jene Beratungsfirma ab, von der zwei der obersten Manager der Swiss Re stammen?
Der langjährige Finanzchef der Swiss Re, George Quinn, steht seit letztem Herbst als „Senior Advisor“ bei der Boston Consulting auf der Lohnliste. Hat er diesen Job Swiss Re-intern allen offengelegt?
Alle diese Fragen an die Swiss Re blieben unbeantwortet. Statt dessen gab es Folgendes:
Die Swiss Re verfüge „über klare Beschaffungs- und Sourcing-Prozesse, die für wichtige Aufträge an externe Lieferanten gelten“.
„Diese Prozesse sind darauf ausgelegt, Fairness, Transparenz und Mehrwert für das Unternehmen sicherzustellen.“
„Entscheidungen basieren auf den geschäftlichen Anforderungen sowie auf angemessenen kommerziellen und beschaffungsbezogenen Überlegungen.“
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die „eigenen“ Leute werden immer vorgezogen. Ist ganz Menschlich.
Der Fehler ist jemanden mit „Top-4?“ im Lebenslauf für so eine Stelle einzustellen.
Ist die Power Point Folie schon schön farbig gepinselt?
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Ich kenne das. Ich mache das nicht anders.
Für Swiss Re wie für Dandy van Dünkel gilt: man arbeitet nur mit den allerbesten. Alle anderen sind einfach nicht gut genug.
Ist ne private Firma. Können das machen wie sie wollen. Zum Glück geht das noch.
Zukünftig gibt es dann eine EU Behörde welche die wichtigen unternehmerischen Entscheide reguliert, bestimmt und Abweichler sofort bestraft „Lieferkettengesetz“.
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War immer schon so und deshalb sitzen überall nicht die Besten, sondern die besten Kumpel in den Chefetagen.
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Der Deutsche CEO Andreas Berger plegt seine alten Seilschaften zu den
Leuten von Boston Consulting. Es war beim Walterli Kielholz auch so.
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Um das beurteilen zu können, müsste man schon wissen, was an die anderen zwei der MBBs geht. 25m für so ne grosse Firma sind eher wenig Budget für Tier1 Berater. PS: Big4 Budgets sind dann Dreistellig.
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Normale Vorgänge beim „discretionary spend“ der GL mit den MBBs. Dafür gibts im Regelfall 30-45% auf die Standard weekly rates bei Direktvergabe. Problematisch wird es wenn niemand intern die Deliverables kontrolliert bzw. hart einfordert, man will es sich ja nicht mit dem Netzwerk verscherzen. Leider gehen Performance Fee contracts nicht gleichzeitig mit solchen Discounts durch die Risk Boards der MBBs, die wissen schon warum 🙃 Aber selbst auf C-Level versteht man langsam das wir nicht mehr in den 90ern sind und die Devise „nobody ever got fired for hiring MBBs“ ausgedient hat
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Strategieberater werden nicht vom Procurement-Verantwortlichen selektiert sondern von der GL. Da geht es auch stark um Vertrauen in die handelnden Personen.
Das würde wohl jeder auf dieser Stufe auch so machen. Ausser Leute, welche nicht auf diese gehören.
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Jetzt ist der Aufschrei bei McKinsey natürlich gross. Jahrelang Restrukturierungen empfehlen aber einen verlorenen Auftrag verkraften müssen, ist offenbar die härtere Disziplin 🤣