Als Ende 2019 André Plass das Dossier seinen höchsten Chefs schickte, rechnete er mit schnellen Massnahmen.
Was folgte, war ein Trauerspiel, das seit 7 Jahren andauert. Der Whistleblower im Herzskandal des Zürcher Uni-Spitals (USZ) sieht sich mehr als Geächteter denn als Held.
Die Spital-Verantwortlichen wollten jahrelang nichts von unnötigen Toten durch die katastrophalen Zustände in der Uni-Herzchirurgie wissen.
Diesen Frühling mussten sie zurückrudern. Rund 70 Menschen verloren unnötig ihr Leben. Die Kosten für Schadenersatz-Zahlungen werden in die Millionen gehen.
Bereits haben sich die obersten Zuständigen mit einigen Angehörigen geeinigt. Sie können teils auf Versicherungsschutz der Zurich zurückgreifen.
Nichts wollen sie aber dem Whistleblower geben. Dieser schreibt als Fremdautor in diesem Medium.
Man habe „Ihre Forderung unter rechtlichen Aspekten sowie auf ihre Übereinstimmung mit den internen Richtlinien geprüft“, beschied USZ-Präsident André Zemp dem Kritiker.
„Auf der Grundlage dieser sorgfältigen und umfassenden Prüfung ist der Spitalrat zum Entscheid gelangt, dass keine Rechtsgrundlagen bestehen, um Ihrer geltend gemachten Forderung nach einer Entschädigung von mindestens CHF 2.5 Mio. nachzukommen.“
Dann schlug Zemp die Tür zu. „Wir teilen Ihnen deshalb mit, dass das USZ auf Ihre Forderung nach einer finanziellen Abgeltung nicht eintritt und keine Zahlungen an Sie leisten wird.“
Weitere Verhandlungen um eine tiefere Summe? Vergiss es – wir zahlen null. Zero.
Plass sagt, er habe hohe Ausfälle, weil er seit seinen Meldungen keine Anstellung mehr als Herzchirurg habe.
Zudem würden seine Rechtskosten immer weiter in die Höhe steigen. Zemp und seine Rechtsleute hätten zudem auf Zeit gespielt:
Den ganzen Sommer über sei er von der USZ-Spitze auf einen baldigen Bescheid vertröstet worden. „Vermutlich gings darum, die Empörung über die 70 Toten abklingen zu lassen.“
Er müsse jetzt halt auf dem Rechtsweg seine Forderung gegenüber dem USZ durchbringen. Das heisst: Noch mehr Kosten für den Taxpayer, der das USZ finanziert.

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Was der Unispital geboten hat, ist eine Netflix Serie würdig.
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Geschützt wird Kapital, Profit, Investitionen, Gier… diese masslose Gier. Wieder und immer Wieder.
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Zum Glück gibts noch aufrechte Personen wie dieser Chrirug.
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Ja zum Glück, aber dieser wird jetzt finanziell so zur Sau gemacht, das sich zukünftig wieder für Jahrzehnte niemand mehr getrauen wird etwas aufzudecken.
„Ich liebe den Verrat, aber ich hasse den Verräter“. zugeschrieben Gaius Julius Caesar.
Systemkritik ist trocken Brot.
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2.5 Mio. für maximal 6 Jahre ohne Anstellung am Unispital? D.h. Herr Dr. Plass hat pro Jahr über 400’000 Fr. kassiert?
Kein Wunder explodieren die Krankenkassenprämien!
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Ich denke das sind Lohnausfälle als oberster Kaderarzt (natürlich verdienen solche Ärzte berechtigt ca 300 000.-, die Gesundheitsdirektorin Rickli verdient ja auch schon 250 000.-) Anwaltskosten und sonstige Rufschädigungen dabei, ich finde das im Gegenteil sogar noch sehr gemässigt, wenn man bedenkt das dieser Lohnausfälle über mindestens 10 bis 15 Jahre hat. Offensichtlich geht es ihm nicht ums Geld.
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Auch USZ-Spitalrats-Präsident André Zemp will keine Aufarbeitung, will seinen Fr. 200’000 Job nicht gefährden. Da hat es keinen Platz für Anstand und Fairness. Plass hat noch grösseren Schaden verhindert, noch mehr Tote verhindert. Er müsste im Spitalrat sitzen nicht die gebügelten Ja-Sager, die kassieren und nicht hinschauen! Der Geist Wasers ist immer noch im Spitalrat!
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Als Whistleblower sollte man anonym bleiben sonst gibt es Probleme wie die geschilderten.
Schliesslich geht es beim Whistleblowing um die Sache und nicht um die Person.
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Soso, und wenn die Herzchirurgie Missstände anonym gemeldet worden wären, wäre sicherlich etwas unternommen worden? So wie das gelaufen ist. Und wie ich gelesen habe, hat Plass das intern dem CEO gemeldet. Es ging ihm kaum um seine Person.
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Es geht nicht mehr lange und die ganze Angelegenheit ist verjährt! Die beiden Frauen RR Fehr und RR Rickli sind dann fein raus! So wie es mit den damaligen Verantwortlichen geschehen ist.
Und der stud. Velomech. Ist immer noch am operieren in Mailand ?
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So ist das nun mal im Gesundheitswesen. Wo Ärzte das Sagen haben, geht es in der Regel um Macht und Geld. Besonders dort, wo Kliniken ihre „Menschlickeit“ betonen müssen, ist höchste Vorsicht geboten. Gerade in Zürich gibt es spannende Beispiele.
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Sie sollten ihm dankbar sein, da er das USZ vor noch weit grösserem Schaden und finanziellem Verlust bewahrt hat.
Wer geschäftlich schon einmal mit Spitalleitungen und -verwaltungsräten zu tun hatte, kennt die Situation, diese sind sehr häufig Tummelbecken von Pfeifen und Versagern, die man in der freien Wirtschaft nirgends brauchen konnte, zum Teil aber in der richtigen Partei sind, was ihnen das RAV erspart. Die Resultate kennen wir zur Genüge, das ist nicht nur in Zürich so.
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Treppenwitz: es war die Partei des Whistleblowers, die sich gegen den Whistleblower-Schutz im Gesetz eingesetzt hat. Die Schweiz hat sich bewusst und klar dagegen entschieden. (also das Parlament, nicht die Bevölkerung).
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Macht ein Crowdfunding.
Sonst gehts nochmals 7 Jahre, mit ungewissem Ausgang.
Es braucht eine Botschaft an die Gesellschaft: Auch wenn Du Risiken eingehst um Unrecht aufzudecken, Du wirst von anderen gestützt und getragen.