Die Genossenschaft der Baufreunde trägt einen wohlklingenden Namen. Dahinter herrscht seit Monaten dicke Luft.
Laut einem Kritiker haben Zins- und Währungs-Derivate der CS und der UBS zu Mehrkosten von geschätzt 20 Millionen geführt.
Dies über eine Laufzeit von 10 Jahren. Mit total 160 Millionen haben die „Baufreunde“ Hypotheken mit solchen Papieren finanziert.

Die steigenden Zinsen nach Covid sowie der einbrechende Dollar führten zu massiven Verlusten auf dem Papier.
Die Zuständigen reagierten mit einer kürzlichen Auflösung der Hälfte der mit CS- respektive UBS-Konstrukten finanzierten Hypotheken. Diese hatten sie unter anderem für Siedlungen im fernen Arbon im Thurgau genutzt.
Mit der Aufhebung von 80 Millionen Hypotheken solcher „Papiere“ hätten die Baufreunde bereits eine Million eingespart.
In einem einzigen Jahr, so der Kritiker, der selber Mieter bei der Genossenschaft ist und sich in einem Rechtsstreit mit den „Baufreunden“ befindet.
Rechne man diese Million hoch, so ergäben sich theoretisch auf die gesamten 160 Millionen Einsparungen von 2 Millionen im Jahr.
Auf eine Finanzierungsfrist von 10 Jahren käme man dann auf die 20 Millionen total.
Der Vorstand der „Baufreunde“ habe daraus keine Konsequenzen gezogen. Der alte Finanzchef habe zwar das Ressort gewechselt, sei aber im Leitungsgremium verblieben.
Die Präsidentin stiess von aussen hinzu. Als die Derivate aber erstmals zu reden gaben, habe sie als Rechtsfrau des Schweizer Verbands bereits ein Mandat bei der Genossenschaft gehabt.
Mia Vorburger heisst sie. Sie lud zu rund ums Thema zu einem Gespräch ein. Dem Wunsch, die Fragen schriftlich zu beantworten, kam sie nach.

Allerdings schickte sie dann eine lange Abhandlung statt konkreter Antworten. Diese stellte sie dann auch frühzeitig online auf der Webseite der Baufreunde.
„Dem heutigen Vorstand liegt keine rückwirkende Gesamtrechnung für den Zeitraum 2015 bis 2025 vor, welche die tatsächlich gewählten Finanzierungen einer hypothetischen Alternativstrategie gegenüberstellt“, meinte sie darin.
„Eine solche Betrachtung ist auch bei Festhypotheken nicht üblich. Finanzierungsentscheide werden jeweils auf Grundlage der im Entscheidungszeitpunkt bestehenden Marktverhältnisse und verfügbaren Angebote beurteilt.“

„Ein nachträglicher Vergleich mit dem heute bekannten Zins- und Währungsverlauf wäre nicht aussagekräftig.“
„Die Bezeichnung der Instrumente als ‚spekulativ’ weisen wir zurück. Die Swaps wurden als Alternative zu Festzinsdarlehen eingesetzt und dienten der Absicherung von Zins- beziehungsweise Währungsrisiken.“
Die Revisionsstelle BDO warf den Bettel hin. Darauf hätten die „Baufreunde“ zuerst eine neue Revisorin von einer ausserordentlichen Generalversammlung bestellen lassen müssen.
Das taten sie nicht. Sondern Vorburger und ihre Mitstreiter liessen sich von der von ihnen ausgewählten Revisorin einen Bericht geben.
Diesen legten sie dann den Genossenschaftern vor. Erst danach wurde die neue Prüferin offiziell gewählt.
„Der Rücktritt der BDO war den Mitgliedern seit der Generalversammlung 2025 bekannt“, sagt Baufreunde-Präsidentin Vorburger dazu.
„Die Wahl der SME Revision AG war ordnungsgemäss traktandiert und der Revisionsbericht Bestandteil der Unterlagen.“
„Die Generalversammlung hat mit der Wahl der Revisionsstelle und der Abnahme der Jahresrechnung das Rechtsgeschäft des Vorstands genehmigt.“
„Dieses Vorgehen war mit dem Handelsregisteramt abgesprochen, entsprechend wurde die gewählte Revisionsstelle sofort eingetragen.“
Das Handelsregisteramt soll das Vorgehen nicht abgesegnet haben, behauptet der Kritiker. Ebenso habe die Aufsicht der Stadt Zürich die Buchhaltung nicht wie vom Vorstand abgenommen.




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Genossenschafen verschundludern nur noch. Vielmals auch wegen Deutschen (Angestellten!) die unsere Genossenschafts-Kultur nicht kennen sondern nur ihre Brandmauern. Typisch.
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Wenn BDO verschwindet und man dann weder eine Big 4 Oder eine Next 10 anstellt, sondern eine Wald Wiesen Revisorin ist klar, dass da etwas mies gelaufen ist.
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Wenn Amateure big Business spielen, freut sich die Bank.
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In der Zürcher Baugenossenschafts-Welt gibt es ganz viel Unrat. Viele der Verwalter herrschen nach Gutsherrenart und installieren überall ihre Verwandte und Freunde.
Die Genossenschafter freuen sich über niedrige Mieten, während überall alles verlottert und nichts für die nächste Generation bleibt.
Boomer-Verhalten.
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Wiese benötigt eine Schweizer Wohnbaugesellschaft, die Schweizer Wohnbauten erstellt, eine Währungsabsicherung auf Hypotheken von Schweizer Grossbanken???
Das stinkt doch zum Himmel nach Spekulation!
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Das tolle am städtischen Immobiliengeschäft ist, das nach 10 Jahren die Liegenschaften trotz alles Schläuelstrategie 50% mehr Wert haben…
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Warum glauben alle möglichen Organisationen, dass sie zocken müssen?
Die van Dünkels machen das nicht. Das gehört sich in unseren Kreisen nicht.
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Nur „Dummi“ finanzieren mit Zins- und Währungs-Derivaten.
Die Risiken sind zu hoch und das Wissen der „Genossenschaft der Baufreunde“ zu marginal.
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Nimmt mich ja wunder, welches Wechselkursrisiko hier abgesichert wurde. Schweizer Genossenschaft mit Schweizer Immobilien, Hypotheken, Mietverträge…