Dieses Medium berichtete letzten Sommer über die Bieler Investmentgesellschaft Haute Capital Partners und ihren Gründer sowie CEO Thibault Leroy Bürki.
Damals präsentierte sich das Unternehmen in einer Ära der Expansion: Repräsentative Büros, ein markantes Branding und ein Aktienkurs, der scheinbar nur den Weg nach oben kannte.
Es tauchten Fragezeichen auf. Jetzt ziehen in Biel gar dunkle Wolken auf. Die Dynamik scheint einer neuen Realität gewichen zu sein.
Wer heute auf die Kurstafel der BX Swiss schaut, reibt sich die Augen: Von den Höchstständen um die 160 Franken Ende 2025 ist nicht mehr viel übrig; das Papier hat rund 40 Prozent an Wert eingebüsst.
Haute Capital Partners nimmt zum Kursrückgang Stellung und betont, dass dieser seit Ende 2025 vor allem auf externe Faktoren zurückzuführen sei. Den Aktionärinnen und Aktionären stünden zudem sämtliche relevanten Informationen zur Verfügung.
Ein interessanterer Faktor als die Kursgrafik ist jedoch der Blick auf die Passagierliste.
Auf der Brücke der Beteiligungsgesellschaft herrscht viel Betrieb – in den vergangenen Wochen verzeichnete die Gesellschaft gleich mehrere Abgänge auf Führungsebene. Mit dem CIO Yann Studer und dem CFO Dario Saracino sind zwei operative Schwergewichte nicht mehr an Bord.
Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei die Personalie Saracino: Er wechselte von der langjährigen Revisionsstelle Forvis Mazars direkt in das Amt des CFO bei Haute Capital Partners, um das Unternehmen nach rund zehn Monaten bereits wieder zu verlassen.
Auch im Verwaltungsrat wurde ein Stuhl frei, nachdem Marcel Aellen kürzlich seinen Rücktritt erklärt.
Drei Schlüsselpositionen, drei Abgänge – und das fast zeitgleich mit dem Kurszerfall.
Dass eine Firma mit einer überschaubaren operativen Struktur von rund acht Personen derart prominente Abgänge in so kurzer Zeit verzeichnet, sorgt am Markt natürlich für Gesprächsstoff.
Auf Anfrage zu dieser Fluktuation gibt sich das Unternehmen zurückhaltend. Man lässt verlauten, dass die personelle und organisatorische Ausgestaltung der Gesellschaft allein der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat obliege.
Parallel zu den Abgängen gab es Bewegung im Aktionariat: Der Anteil von Gründer und CEO Thibault Leroy Bürki ging von 20,20 auf 19,19 Prozent zurück – laut Unternehmen aufgrund einer Verwässerung im Rahmen des Kapitalbands.
Abweichende Aktionariatsquoten bei Bloomberg und der BX erklärt das Unternehmen mit verzögert aktualisierten Marktdaten; eigene Aktien seien kein Rückkaufprogramm, sondern Folge des Orderflusses.
Ob die Strategie aufgeht und die personellen Lücken nachhaltig geschlossen werden können, bleibt abzuwarten. Die Zukunft wird zeigen, wie sich Haute Capital Partners weiterentwickelt.

Eine Firma die beim Start hoch auftischt ist von Anfang an wegen den hohen Kosten zum Scheitern verdammt.
Apple, Google und AMAG haben in einer Garage gestartet.
Und Du hast offensichtlich noch nicht mal das Kinderzimmer verlassen.
Noch so eine Finanz Abriss Bude. Aber die finden immer wieder Dumme mit zuviel Geld. Auch eine Leistung. Hut ab.