Grosses Kino auf nzz.ch. Die Raiffeisenbank schaltet Sponsored Content, getarnt als „Kundenerlebnis“.
Doch die präsentierte Story ist so echt wie eine 75-Franken-Note. Das Vorzeige-Duo Monika und Thomas ist eine Vorsorge-Fiktion mit dem Charme einer Powerpoint-Präsentation.
Sie sind die Traumbesetzung für jedes Beratungsgespräch: Monika (66), die „pensionierte Lehrerin“, und Thomas (68), „ehemaliges Geschäftsleitungsmitglied eines Ostschweizer KMU“.
Die Eckdaten ihrer Biografie wirken so makellos wie feinste St. Galler Stickerei.
Drei Kinder, das Eigenheim zu gross, und dazu gesellt sich eine 500000-Franken-Erbschaft – praktischerweise passgenau für das Portfolio.
Elf Mal werden die beiden im Text liebevoll beim Namen genannt. Alles ist darauf getrimmt, wie ein authentischer Erfahrungsbericht zu wirken – verpackt im „Look & Feel“ der NZZ.
„Monika und Thomas haben diesen Rat schon vor einigen Jahren beherzigt und einen Termin mit ihrer Beraterin auf der Raiffeisenbank vereinbart“, wird dem Leser das Narrativ vom sorgenfreien Altern serviert.
Doch das Lächeln der Senioren ist zu perfekt.
Eine Bildrecherche entlarvt die Umtriebigkeit der beiden: Das Paar ist gleichzeitig Kunde bei der deutschen Consorsbank und wirbt sogar für die Stanbic Bank in Ghana.
Warum also mutmasslich billige Stock-Fotos von der Stange – wenn man doch mit echter Kundennähe punkten will?
Auf Anfrage entpuppt sich die Story gleich als doppelte Fata Morgana. Nicht nur das Lächeln von Monika und Thomas ist eingekauft, ihre gesamte Biografie ist ein rein fiktives PR-Konstrukt.
Man verwende „illustrative Personas“, um Sachverhalte „praxisnah“ darzustellen, schreibt die Medienstelle.
Ob und wie man den Text nachbessern wolle, liess der Sprecher der Bank derweil offen.
Kurz darauf folgte die stille Ergänzung: Die Bank schob das Wort „fiktiv“ zwei Mal nachträglich in den Text ein – diskret und ohne Fussnote.

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Raiffeisen ist und bleibt eine Feld-Wald-und Wiesenbank!
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Ja ,dieses Schiff habe ich glücklicherweise vor Jahren verlassen !
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Man muss es Raiffeisen lassen: Es braucht Talent, eine harmlose Vorsorgegeschichte derart unbeholfen zu inszenieren.
„Illustrative Personas“ nennt man das dort andere würden sagen: Wir hatten keine Ahnung, wie man glaubwürdige Inhalte produziert.
Wenn Monika und Thomas noch öfter gebucht werden, sollten sie der Bank vielleicht gleich eine Schulung in Basis-Kompetenz anbieten.
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Ich bin ja schon froh, dass es nicht wie immer eine komplett infantile, humor- und geistlose Werbung ist, wie sie für die Frauen-dominierte Werbebranche so extrem typisch ist.
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Eine extrem peinliche Aktion der Raiffeisen. Ein Marketing Fail vom feinsten.
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Peinlicher als du geht nicht mehr.
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*Raiffeisen nutzt Stock Photos, was alle machen*
IP Blogger: ☹️
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Wirkt bei Dir sicher, bist Zwillingsbruder von Regierungsrat Martin Neukom?!
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Die Raiffeisen-Story wirkt wie das Ergebnis eines Workshops, in dem niemand wusste, was er tut, aber alle so taten, als wüssten sie es.
Stockfotos als „Kundenerlebnis“ zu verkaufen, ist schon mutig sie dann auch noch als echte Biografie auszugeben, ist eine Art Meisterklasse in Selbstblamage.
Wenn das die Vorstellung von professioneller Kommunikation ist, möchte man nicht wissen, wie dort ein „Fehler“ aussieht.
Vermutlich auch nur ein Stockfoto.
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Raiffeisen scheint Hypotheken jetzt wie Zirkusvorstellungen zu verkaufen: Eintritt zahlen, bevor der Clown auftritt.
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Wenn Raiffeisen schon Fabelwesen als Vorzeigekunden einsetzt, könnte man wenigstens kreativ werden. Statt Monika und Thomas vielleicht gleich „Hans im Glück“ und „Frau Holle“. Authentizität bleibt ja ohnehin im Märchenwald.
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Auf IP werden jetzt Werbeinserate analysiert? Starker Move. Wie wär’s mit einer umfassenden Analyse des TV-Spots von Fischer Bettwaren (Au, Wädischwil am Zürisee)?
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„da werdet d Fäderä vo totä Tier gwäschä“
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Klar, ich sprech jetzt Schwiizerdütsch. Was soll schon schiefgehen ausser alles.
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identischer Mitarbeiter/Schauspieler an verschiedenen Arbeitsstationen… progressives job enrichment oder alles fake??? Der Sache auf den Grund gehen IP!
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Die Vorsorge-Story glänzt wie poliertes Messing und ist genauso echt. Monika und Thomas sind Stockfotos auf Weltreise, und Raiffeisen verkauft sie als Nachbarn von nebenan. Ein Theaterstück, bei dem selbst die Statisten nicht existieren.
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Man will halt Boomer ansprechen
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Interessant, wie du versuchst zu provozieren, ohne auch nur einen Gedanken mitzuschicken. Das passt irgendwie zu deinem Pseudonym.
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Geister Kunden der Raiffeisen Bank!
Jö,herzig!
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Sonst werben bei uns ja nur noch Models aus Ghana. Zumindest mischen sie in der Welt der Werbefatzkes jede Schweizer Familie auf. Kein Foto ohne einen Quotenafrikaner. Sei es bei Swica, ZKB, „Schwarz-Gruppe“-LIDL mit „Voll Schwiiz“ und neuerdings sind die Babys bei Pampers von verschiedenen Vätern.
Diese Branche ist wirklich das allerletzte und danach kommen gleich deren Auftraggeber. Mit „fiktiv“ der echten Kundschaft den Mittelfinger zeigen, diese Buden können mir allesamt gestohlen bleiben.
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Hat bereits jemand herausgefunden, was hier die Story ist?
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Fragt der Marcel in einfacher Sprache 🤦♂️ Ist das Blick-Sprech?
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Gesucht wird die perfekte Familie. Eigenheim, drei Kinder, inzwischen Enkelkinder. Mama und Papa nach 40 Jahren Ehe selbstverständlich immer noch glücklich, konfliktfrei und bestens aufeinander abgestimmt. Zwei Karrieren wie aus dem Bilderbuch, keine Brüche, keine Umwege, keine Risiken. Nur Erfolg. Kurz vor der Pensionierung dann die logische Pointe mit einer Erbschaft. Passend dimensioniert, exakt zum richtigen Zeitpunkt. Die Eltern natürlich ebenfalls vorausschauend, diszipliniert und finanziell erfolgreich.
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Fühlst dich aber mehr als nur angesprochen…
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@@ Joe
Aha
Monika und Thomas mussten halt nach Ghana auswandern. Hier reicht die Pension ja nicht zum überleben. Trotz oder wegen der Raiffeisen Anlageberatung.
Vielleicht klappts ja mit der Bank in Ghana besser.
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Wer zahlt Dir eigentlich dein süßes nichts tun?
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Im Vergleich zu Stanbic ist die Raiffeisen eine Feld- und Wiesenbank.
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Das muss dieser Rassismus gegen weisse Menschen sein. Oder müsste man eher von rosa sprechen?
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In defense of RB (I)
Die Raiffeisenbank sucht schon lange ihre Seele.
Nicht ganz einfach in einer Welt von irdischen Kapitalmärkten, verunsicherten Menschen und gesellschaftlichen Umwälzungen.
Die Zukunft hängt von der gewählten geistigen Verortung ab:
-Angloamerikanische Vertrags- Gesellschaft (Shareholdervalue) oder
-Rheinischeidgenössische Werte- Gemeinschaft (Stakeholdervalue).
Für die GenossenschafterInnen als Eigentümer gilt es zu wählen: Banking à la USA oder uuf Schwiizer Art.
Diese Werbung zeigt in die falsche Richtung.
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In defense of RB (II)
Es ist der wiederholte Versuch der Tochter in St. Gallen, mutlos technokratisch obigen Entscheid zu Vertagen.
Die Mütter in der Fläche sollten endlich den Hauptsitz radikal verkleinern und konsequent auf die DNA/Seele setzen; anstatt HSG-Geduddel zu inszenieren.
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Typische Bankenreklame: fantasielos und austauschbar.
Riesiges Budget für Marketing und Werbung und welche Strategie kommt heraus? Wir machen das Gleiche wie die Konkurrenz, so bleiben unsere Jobs erhalten.
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Die präsentierten Vorsorge-Beispiele wirken oft wie aus dem Lehrbuch. glatte Biografien, stabile Karrieren, schuldenfreies Eigenheim, Erbschaft zur richtigen Zeit. Das „perfekte Paar“, das im Leben alles richtig gemacht hat. Diese Konstrukte haben mit der Realität vieler Haushalte wenig zu tun. Erwerbsbiografien sind selten linear. Einkommen schwanken. Familienmodelle sind vielfältiger. Vermögen entsteht oft langsamer, wenn überhaupt. Solche Beispiele vereinfachen komplexe Themen.
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Man stelle sich vor. Du beschäftigst ein hoch-bezahlter Marketing & PR Team und dann kommen die mit sowas aus der Konserve und mit ’stock images‘.
Das könnte man auch eine KI machen lassen und das Team zum ‚Facility Management‘ versetzen.
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Vielleicht gibt es keine Chefs beim Marketing/PR, welche an der ersten (einzigen?) Idee vom Team rütteln. Was macht eigentlich der CEO?
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Noch nie hat jemand verifiziert, wer bei einer Bank Kunde ist und wer der Anbieter („Lieferant“ – im Vergleich mit der übrigen Wirtschaft). Banken täuschen uns – und wir fressen es. Banken nennen alle Kunden. Aber ein Anleger ist nicht Kunde – er ist Lieferant. Da ist die Bank Kunde. Ein Kreditnehmer ist Kunde – und der sollte im Normalfall der König sein. Ohne diesen könnte die Bank gar nicht existieren. Was würde eine Bank tun, wenn für das viele Anlagegeld keine Kreditnehmer da wären? Die könnte man dann einfach erfinden – buchhalterisch ginge das wohl.
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Ist schon Sommerloch? IP, quo vadis?
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Diese „personas“-Seuche kam vor mehr als einem Jahrzehnt mit den jungen Uni-Abgängern in Marketing und Product Managment auf.
Wurde zuerst nur intern verwendet, dann in Variantionen für Vertriebstraining, später dann mit verbesserten Stories (animiert) für Werbefilmchen.
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Thomas ist in Wirklichkeit der Graf von Unheilig
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Wer meint, Werbung sei „echt“, hat eh einen an der Waffel. Insofern ist es schnurz egal, mit welchen Bildern Raiffeisen oder wer auch immer wirbt.
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Das ist also eben auch die Hinterlassenschaft des noch immer freien Pierin Vincenz und seinem „Übervater“ Franz Marty!