Wer weiss schon, was durch den Kopf von Mat, Mike, Tungo und Shaggy geht? Vielleicht ein Fluchwort. Eigentlich sind sie Armeepiloten der Schweizer Luftwaffe.
Am 1. August müssen sie aber als Taxifahrer durcharbeiten. Ihr Auftrag: Die beschwipsten Bundesräte von Festgelage zu Festgelage sicher zu transportieren.
Zum Beispiel ihren Chef, Martin Pfister.

Der VBS-Bundesrat redet am Mittag zuerst in seinem Heimatort Baar, dann wird er am Nachmittag in Blenio (TI) erwartet und am Abend in Guarda (GR).
Wenn die beiden Piloten in der Nacht wieder au dem Militärflugplatz Alpnach (NW) aufsetzen, liegt ein langer Arbeitstag hinter ihnen.
Und ein teurer. Eine Stunde Super Puma kostet 10’900 Franken.
Die Flug- und Vorbereitungszeit für den Martin-Pfister-Tag belaufen sich auf knapp 3 Stunden. Der Stundenansatz von 10’900 Franken basiert auf einer Zusammenstellung von 2011.
Letztes Jahr erfreute Pfister die 1.August-Festgesellschaft mit einer 5-seitigen Rede, die über 12’500 Zeichen hatte. Die Rede von Guy Parmelin dauerte nur halb so lang.
Für Pfisters Piloten hatte der lange Auftritt ihres Chefs einen Vorteil: Sie konnten dann schon einmal den Aussencheck vorbereiten und die beiden Triebwerke des Super Pumas starten.

Die ausgedehnten Flugrouten des Bundesrats stellt die Swiss Air Force immer wieder vor logistische Herausforderungen.
Der Super Puma schafft 800 Kilometer ohne Nachtanken. Das reicht im Alpenland auch für den heiligen 1. August und für Martin Pfister.
Der kleinere Heli, der unbequeme H135 M, den die Bundesräte ebenfalls nutzen, kommt nur auf 550 Kilometer.
Bern-Genf-Chur-Bern geht dann nicht.
Die vielen Auftritte machen Sinn, wenn man Bundesrat heisst. Die Alten freuen sich, dass sich so ein hohes Tier nach Guarda (180 Einwohner) verirrt hat.
Und die Kinder stehen staunend vor dem Super Puma.
Pfister ist nicht der einzige Frequent-Flyer der Bundesräte am 1. August. Nur die linke Baume-Schneider verbringt den Nationalfeiertag an einem einzigen Ort. Im 1’000-Einwohner-Kaff Boécourt JU – bei einem Buurezmorge.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Für Beni reicht’s nur für ein Lastenvelo 🤣
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Da die Piloten sowieso auf ihre jährlichen Flugstunden kommen müssen, sind das wenigstens einermassen sinnvolle Flüge.
Eine Mindestanzahl an Flugstunden ist für Piloten essentiell, sonst kann man es auch ganz bleiben lassen.
Prüfen Sie einmal, was unsere Helikopter sonst im Jahr für unsinnige Flüge machen, um auf ihre Flugstunden zu kommen.
Zum Beispiel für Kaderanlässe der Armee, wo Teilnehmer zusammen mit Begleitung mit dem Helikopter eingeflogen werden.
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Beni hat wieder einmal abgeschrieben, nicht einmal am 1. August beschäftigt er seine Hirnzellen!
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Er könnte ja noch eine Zwischenlandung im JU machen und am Buurezmorge einen Happen zu sich nehmen. Die Kosten spielen ja eh keine Rolle, wir haben noch Reserve und erhöhen dann einfach die Abgaben. So schön ein Politiker zu sein.
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Ich freue mich auf den Bundesrat und verstehe, dass er mit dem Super Puma kommt.
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Was ist daran falsch, dass ein Bundesrat mit dem Helikopter vom einten zum nächsten Redeort transportiert wird?