Am Schwanenplatz in Luzern thront der Bucherer-Shop. Es handelt sich um den wichtigsten Laden der Uhrenkette, die nach dem Ableben des Gründers bei der Genfer Rolex landete.
Jetzt erschüttert eine Whistleblower-Anzeige den Bucherer. Ein Unbekannter erhebt schwere Vorwürfe gegen den Chef des Schwanenplatz-Bucherers.
Die Anzeige stammt von Ende 2024. Bucherer nimmt den Fall ernst, will sich aber nicht äussern. Der „Schutz der Privatsphäre sowie persönlicher Daten“ lasse das nicht zu, heisst es.

Der Schwanenplatz-Geschäftsführer war vor 10 Jahren von Konkurrentin Gubelin zu Bucherer gestossen. Seit 2017 leitet er das Stammhaus.
Der Whistleblower wirft dem Mann vor, die eigenen Leute vor Kunden und versammelter Truppe zusammenzustauchen.
Für sich und seine Frau soll er Privatfeten zu Lasten des Firmenkontos durchführen.
Vor allem soll er enge Vertraute mit heiss begehrten Rolex beglücken. Dabei würde er gegen interne Vorgaben verstossen.
Möglicherweise sogar externe.
Ein bekannter Sportwagen-Händler hat in der Ära des Bucherer-Stammhaus-Chefs über 50 Rolex-Uhren erhalten.
Viel mehr, als dies Bucherer erlauben würde. Maximal zwei der begehrten Zeitmesser pro Kunde und Jahr wären zulässig.
Eine Rolex sei dann der Ehefrau verrechnet worden. Wenn das zur Umgehung der Begrenzung geschehe, wäre das auch ein Thema aus Gesetzessicht, so der Insider.
Bei den Zuteilungen an den Edelauto-Verkäufer geht es um gefragte Modelle. Für ihn hat es laut dem Whistleblower 3 Rolex im 2024 gegeben, 4 im 2023, 6 im 2021 und 4 im 2020.
Der Bucherer-Flagstore-Boss und der Autodealer würden sich „seit Jahren kennen“ – der Car-Man sei schon bei Gubelin Kunde des Rolex-Kaderverkäufers gewesen; auch sei der Bucherer-Chef „ein grosser Autofan“.
Ins Auge gestochen ist dem Whistleblower auch die Frau des Kunden. Diese habe 2021 zwei Rolex Oyster Perpetuals zum normalen Listenpreis von 5’300 Franken erwerben können.

„Auf dem Graumarkt lässt sich diese Rolex jetzt für 18’000 bis 20’000 Franken verkaufen“, sagt der Anzeigeerstatter. Die zwei Käufe seien innerhalb eines halben Jahres erfolgt.
Für „normale Kunden“ sei nur schon eine solche Rolex ein Geschenk des Himmels.
Weil alle nach Rolex-Uhren lechzen, führt der Bucher Wartelisten. Diese werden länger und länger.
Die Kunden müssen ihre Wunsch-Rolex nennen. Der Sportwagen-Händler und seine Frau hätten bei Bucherer in den letzten 10 Jahren 53 Rolex kaufen können.
„Von diesen 53 Uhren waren nur 5 auf der Wishlist“ des Mannes und 2 auf jener seiner Frau, so der interne Anzeigeerstatter. Die erwähnte Oyster Perpetual sei auf der Wishliste des Manns gestanden.
Verkauft wurde sie aber dessen Frau. Als der Verkauf im Laden abgeschlossen worden sei, wäre diese „nicht einmal im Store gewesen“.
Auch der Sohn eines bekannten Schweizer Unternehmers, der ebenfalls mit schnellen Schlitten zu tun hat, kam in den Genuss vieler Rolex-Zuteilungen.
Darunter eine „extrem rare White Gold Le Mans Daytona“, hielt der Whistleblower in seinen Ausführungen gegenüber der Bucherer Integrity Line fest.

Rare Rolex-Modelle machen einen auf dem Occasions-Markt reich. Dort schiessen die Preise durch die Decke.
Rolex und Bucherer wollen mit ihrer restriktiven Zuteilungs-Politik verhindern, dass Kunden ein Business mit dem sofortigen Weiterverkauf von Rolex-Uhren betreiben.
Die Stimmung bei Bucherer am Luzerner Schwanenplatz sei im Keller, führte der Whistleblower weiter aus. Allein in einer Abteilung hätten 15 Leute innert kurzer Zeit gekündigt.
Weil ein Kunde am Empfang habe warten müssen, habe der Schwanzenplatz-Chef die Truppe vor allen Augen zusammengerufen. Dann habe er einen Lehrling zusammengestaucht.
„Du bist der Schlimmste von allen“, habe der Chef gerufen, „hör auf herumzuquatschen.“
Seinen runden Geburtstag und eine Klassenzusammenkunft seiner Frau habe der Bucherer-Kadermann in Räumen des Flaggschiff-Geschäfts durchgeführt, bezahlt von der Firma, sagt der Whistleblower. „Regeln sind für andere“, befände der Manager.
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Der Wucherer Chef hat mir auch immer nen Lolli bei meinen Einkäufen geschenkt!
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Wer etwas von sich hält kauft die Rolex auf dem Asien Markt.
Und wenn‘s doch eine Rolex sein muss die „echt“ ist, kauft er sie beim kleinen Uhrenladen mit persönlichem Service vom Inhaber.
Ist die Uhr einmal ruiniert, trägt man sie nicht mehr ungeniert.
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Ich würde in ihrem Kommentar das Wort „Rolex“ durch „Frau“ ersetzen, dann stimmt es auch.
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Ich würde mir niemals eine echte Rolex anschaffen, jeder „Bruder“ hat eine. Gekauft beim letzten Urlaub für 25 Stutz.
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Rolex kauft man am Schwanzenplatz (sic!) in Luzern.
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Was macht der bekannte Sportwagen Chef dann damit?
Die Rolex bekommst Du „gratis“ dazu wenn Du für einen La Ferrari dann 3 Mio hinblätterst. Zuzüglich der Ablieferungspauschale natürlich.
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Ihr Boomer seid krass
Rolex produziert ca. 1 Million Uhren pro Jahr. Tönt nach viel. Trotzdem sind die immer ausverkauft. Warum? Es gibt ca. 60 Mio Menschen auf der Welt mit einem Vermögen von mehr als 1 Mio CHF. Potenzielle Rolex Käufer. Effektiv kaufen ca. 600000 Menschen jedes Jahr eine Rolex.
Dann gibts noch die Sammler und Mehrfachkäufer. Also Nachfrage ist da.
Im Gegenzug bekommt man dann satte Rabatte auf Sportwagen.
Wobei mir gefallen die Rolex’es durchwegs nicht. Bin wohl kein Millionär.
Hublot, Breitling und Tag Heuer sind ok für mich. Wobei ich von Uhren keine Ahnung habe und die nicht sammle sondern brauche.
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Leider hat der Whistleblower vollkommen recht.
Es hat mich gewundert, wieso man seine Machenschaften nicht früher „entdeckt“ hat.
Bucherer hätte schon beim Gübelin Fall stutzig werden sollen
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Lass mich raten, der Autohändler heisst Daniel Caccavo
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Kann es da mal wieder ein Update geben? Vor einem Jahr schuldete Herr C. lt. IP-Artikel seinen Kunden rund 10 Mio. CHF….
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20k, um die Uhrzeit abzulesen?
Ist das etwa umgekehrt reziprok zu gewissen primären Geschlechtsteilen?
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Klar – Ist das selbe wie bei 500 PS Karren
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In Zürich bei M-A ist das genau das Gleiche, mit dem einzigen Unterschied, dass er noch Geld für sich selber damit verdient… jeder weiss das in der Branche
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Wenn man sich ein Leben der Schönen und Reichen gönnt braucht es halt noch einen kleinen Zustupf.
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Hesch au e Rolex, Monn?
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Der Artikel kommt ein paar Jahre zu spät. 2024 war immer noch ein Rolex Hype. Ja, auch heute noch, aber viel weniger. Die Rolex Preise auf dem Sekundärmarkt sind seither massiv eingebrochen weil Rolex extrem mehr produziert als früher. Auch die Wartezeiten sind viel kürzer als damals. Einige Modelle sind im Sekundärmarkt billiger als im offiziellen Shop.
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hab mich vor 10 jahren mal angemeldet, bis jetzt nix und ist mir ehrlich auch egal.
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…auch viele (über 45 Jahre) lang sehr faszinziert. Schon 1982 erstand ich als junger Mann eine Datejust bei Bucherer St. Gallen. Ich habe alle behalten, kaufe aber seit einigen Jahren keine Rolex mehr. Für mich ist das Image ruiniert, seit massenhaft „billiges Publikum“ mit Rolex-gefakten Modellen das Image beschädigt.
Genau gleich ist es mit den Mercedes-, BMW- und Audi-Fahrzeugen: Diese Marken haben (Leasing sei Dank…) mittlerweile ein „billiges Publikum“ aus meist sehr unbeliebten Herkunftsregionen erreicht. Darum fahre ich jetzt lieber einen stinklangweiligen, aber guten Volvo…
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Beat Schmid und Daniel Caccavo, meine Damen und Herren.
Die zwei haben sich über Jahre die Taschen gefüllt, während treue Kunden hingehalten und angelogen wurden.
Nun wundert sich Bucherer Luzern tatsächlich, warum die Kunden nicht mehr einkaufen, toll gemacht.
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Anzeige von 2024???? Schlafen alle Medien oder sind dem Whistleblower erst jetzt Eier gewachsen?
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denn in der Schweiz weiss man ja noch nicht was Währungsreform bedeutet!
Wartet jetzt einfach mal ab, bis es dann in einiger Zeit so richtig knallt, und der grosse globale Crash, aufgrund der globalen Überschuldung, seine Auswirkungen zeigen wird.
Eure Rolex und anderen „Krimskrams“ erhält ihr dann zum Bruchteil der inflationär „aufgeschwollenen“ Preise von heute. Einfach mal warten bis💥💥💥die Verschuldungsimplosion ihren „Lauf“ genommen hat, und nicht vergessen vorher noch mit Gold und Silber eindecken,dem echten Geld, damit ihr dann zahlungsfähig seid, wenn dann die Implosion da ist🫡🤣.
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https://www.nau.ch/news/schweiz/autohandler-verkauft-ferraris-die-er-gar-nicht-hat-66964057
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Wie sieht es in Zürich aus?
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Einem Konzessionär würde Rolex dass nicht durchgehen lassen. Wird interessant, wie Genf hier reagiert. 2 Jahre nach der formellen Übernahme lässt sich ein Führungswechsel gut kommunizieren.
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Dort sollte der neue Eigentümer Rolex auch mal reinschauen. Es besteht mittlerweile recht akuter Handlungsbedarf…
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Problematisch sind die Verkäufe, falls der Bucherer-Chef die Verkäufe zu seinem eigenen Vorteil durchführte, z. B. um besondere Rabatte für den Kauf seiner privaten Autos zu erhalten oder falls dem Bucherer-Chef für die bevorzugten Lieferung „heimlich“ Schweizer Franken zugesteckt worden sein sollten.
Ähnliche Fälle werden in Deutschland auch z. B. über Patek-Philippe Uhrenverkäufer behauptet, nicht nur über Rolex-Verkäufer.
Das ist wohl das normale Geschäftsgebaren im Uhrenbusiness.
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O tempora, o mores.
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Auswüchse und Gefälligkeiten?
Die Rolex – Bucherer Hystorie ist massiv am Abblättern.
Da hilft auch die grösste Kontingentierung der Welt nicht mehr darüber hinweg!
Ein Sitzleiter welcher MA anpöbelt und vor der Kundschaft tadelt ist der absolute Schluss-Punkt jedes Vorgesetzten.
Bucherer verliert seine Ausstrahlung, und damit auch die duseligen Uhren-Hypes.
Les jeux sont faites.
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Der besagte Geschäftsführer (B.S) wechselt per 1.9.26 in den „Ruhestand“, wobei er im Hintergrund weiterhin für Bucherer Luzern als Berater tätig sein wird. Also ein kompletter Witz.