Wer vom Westen den Friedhof Manegg betritt, braucht ein Weilchen, bis er erste Grabsteine entdeckt.
Wo früher mal Grabreihen waren, blöken Schafe, oder es wuchert hüfthoch das Unkraut.
Friedhofsgärtner sieht man hier nur selten. Es herrscht Totenruhe.
Die Stadt Zürich steht vor einer heiklen Weggabelung: Immer weniger Leute lassen sich in den Stadtzürcher Friedhöfen bestatten, immer mehr Leute ziehen in die Stadt ein.
Könnte man also …? Die Frage lautet: Könnte man die Zahl der 19 Friedhöfe auf Stadtgebiet verringern?
Die Mutter aller Fragen. Sie betrifft politische, soziologische, religiöse und wirtschaftliche Fragen.
Hinzu kommt der Faktor Zeit: Friedhöfe sind in der Freihalte-Zone E.
Eine Umnutzung oder Umzonung von Friedhöfen müsste über eine lange Zeit geplant und vorbereitet werden.
Vor fünf Jahren fragte dieses Medium bei der damaligen Stadtpräsidentin Corine Mauch von der SP nach. Das Bestattungswesen ist im Präsidialdepartement angesiedelt.
Die Frage lautete, ob man einen Teil des Gottesackers für Bauland umtauscht. Nein, lautete damals die Antwort.
Seit der Anfrage wurden in den Stadtzürcher Friedhöfen wieder knapp 10’000 Gräber und Urnen aufgehoben. Nur noch 29’000 gibt es.
Der Rückgang ist fast linear. Geht es so weiter, gibt es in 15 Jahren kein Grab und keine Urne mehr.
Corine Mauchs Nachfolger stammt aus den eigenen Parteireihen: Raphael Golta.
Der traut sich nicht, das heisse Eisen anzutasten. Politiker greifen bei heiklen Dossiers gerne auf „Partizipationsprozesse“ zurück.
Ab Oktober soll die Zürcher Bevölkerung darüber nachdenken, was mit den verwaisten Friedhöfen geschehen soll.
Die Schliessung von einzelnen Friedhöfen soll kein Tabu mehr sein. „Genau um solche Fragen (…) zu klären, erarbeitet die Stadt Zürich eine Friedhofstrategie“, heisst es vom Präsidialdepartment.
„Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, sich aktiv einzubringen.“ Friedhofsgärtner und Banker zählen bald zu den bedrohten Berufsgattungen.



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Die Friedhöfe eignen sich ideal für zusätzliche Fahrrad Parkplätze.
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Unbedingt Lademöglichkeiten (gratis) für E-Bikes und E-Scooter einplanen! Danke im Voraus!
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Aus dem entweichenden Biogas könnte man den Strom erzeugen.
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Parkplätze für Leichen sind also als nächstes dran.
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Ich glaube, rechtlich gesehen sind die dort nicht geparkt sondern dauerhaft stillgelegt.
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Beni aus Schaffhausen hat sich wieder einmal in Zürich rumgetrieben. Resultat: das übliche dümmliche Züri-Bashing!
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Zürich verwandelt selbst gestandene Schaffhausern in blökende Acephalisten.
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Die rot-grüne Politik folgt demselben Muster:
Erst verschwanden Parkplätze, jetzt geraten sogar Friedhofsflächen unter Druck. Alles soll der Verdichtung und dem Wohnungsbau weichen.
Die Konsequenzen sind klar: weniger Lebensqualität, mehr Druck auf bestehende Quartiere, Verlust von Traditionen und öffentlichen Räumen sowie eine weitere Schwächung von Gewerbe und Erreichbarkeit.
Eine Stadt braucht Wohnungen. Sie braucht aber auch Platz zum Leben, Arbeiten und Erinnern.
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Grosse Städte (ZH gehört nicht dazu) haben ihre grossen Parks, Gartenanlagen und Freiflächen. Diese vermitteln fast gratis, abgesehen von etwas Unterhalt, Lebensqualität und Freiheit für alle.