Gestern Abend blieb mir beim Blick auf die Börsenkurse kurz die Spucke weg: Der Nasdaq-100 verlor über 1’000 Punkte, ein Minus um fast 5 Prozent.
Und das an einem Freitag. Da passiert normalerweise nicht das Gegenteil. Freitage sind an der Wall Street traditionell für Kosmetik zuständig.
Der Wochen-Chart soll grün aussehen. Gestern funktionierte das nicht. Auch der breit gefasste S&P verlor über 2,5 Prozent, bei Industrie-lastigen Russell 2000 betrug das Minus 3,5 Prozent.
Und der VIX, dieses Fieber-Barometer, näherte sich 22. Am Tag davor lag er noch bei 15.
Das Plus seit dem Tiefpunkt im Frühling mit dem Iran-Krieg lässt sich immer noch sehen, und auch die Performance seit Jahresbeginn ist eindrücklich: Plus 15 Prozent.

Schuld am Freitag-Taucher war der Mai-Job-Report in den USA. Die Zahlen waren stärker als erwartet, die Vormonate wurden nach oben revidiert.
Der Arbeitsmarkt läuft. Die Inflation bleibt. Und damit verschwinden die Hoffnungen auf Zinssenkungen.
Gemäss den französischen Analysten von BNP Paribas sind ab Dezember sogar bis zu drei Zinserhöhungen der Fed denkbar.
Die Renditen der US-Staatsanleihen explodieren. Gleichzeitig notiert USD/JPY über 160. Das sind keine Signale einer entspannten Finanzwelt.

Was wir derzeit erleben, ist kein Crash mit Panik und Schlagzeilen. Es ist etwas Gefährlicheres.
Ein langsamer, kontrollierter Ausverkauf.
Bitcoin hat seine bullische Struktur bereits verloren. Tech-Aktien wirken zunehmend toxisch.
SpaceX könnte kommende Woche zu den wenigen grünen Kerzen gehören – wobei ich vermute, dass die Euphorie ähnlich schnell verpufft wie einst beim Facebook-IPO.
Die Liquidität verschwindet, die Bewertungen folgen ihr nach unten. Die Party der billigen Milliarden ist vorbei – und die Rechnung kommt meistens später als erwartet.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Ich bekomme langsam Dotcom-Vibes. Wenn SpaceX, OpenAI und Anthropic mit solchen Bewertungen an den Markt kommen, wird enorm viel Liquidität aus dem Markt gezogen bei gleichzeitig sehr viel Zukunftsfantasie und noch wenig bewiesener Profitabilität. Das kann weiterlaufen, aber für mich fühlt sich das zunehmend nach einer Übertreibungsphase an.
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Wer seine Position an der Börse gut diversifiziert und hält (nie verkauft) gewinnt auf die länge immer.
Das weiss sogar mein Personal trotz fehlender Schulbildung und mangelhaften Fremdsprachen Kenntnissen.
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Zwölfjährige Jungs sind kein Personal
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Wieso sollten die Zinsen steigen, wenn der einzige erwähnenswerte Inflationstreiber die Rohstoffpreise (Öl/Gas bzw. deren Endprodukte) sind? Auf exogene Schocks einzelner Preistreiber sollten die Notenbanken nicht reagieren, sondern die breitere Inflation (Kern, Service etc. im Auge behalten) und letztere würde nur aufheizen bei Wirtschaftseuphorie. Sobald aber die IT/KI Luft etwas draussen ist, ist von Wirtschaftseuphorie nix mehr zu spüren und die Notenbanken (v.a. USA) muss dann vor allem Zinsen senken statt heben. Alles eine Frage der Zeit….
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Ja, lasst es krachen!!! Der Montag wird blutrot. Das ist schon mal klar! Mit keinem trader erbarmen. Sollen nur alles verlieren! Selber schuld!
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Du weisst aber auch dass man shorten kann? Ich für meinen Teil bin seit Dienstag short und sollte der Montag blutrot sein: Um so besser für mich!
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Wie oft muss ich’s denn noch sagen:
„Es gibt keine Möglichkeit, den endgültigen Zusammenbruch eines durch Kreditausweitung hervorgerufenen
Booms zu vermeiden. Die Alternative besteht lediglich darin, ob die Krise früher als Folge einer freiwilligen
Aufgabe der weiteren Kreditausweitung oder später als endgültige und totale Katastrophe des betreffenden
Währungssystems eintritt.“
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Keine wirkliche Überraschung:
Die Signale einer Trendwende sind seit Monaten längstens fühlbar.
Die „Gesundbeterei“ der Analysten und Market-Maker wurden von Tag zu Tag billiger. Die Prognosen fühlbar zittriger und die kauf-Argumente der Banken und Broker typisch Inhalts schwach.
In der Schweiz diese Woche nachhaltig angeführt beim SMI-Wert Partners Group.
Der ‚Sturm’ ist gerade dabei alte Schemata zu wiederholen!
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Nur die Clowns sind immer bullish.
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Nur wer blasen kann, erhält die höchste Bewertung.
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Europa ist in der Rezession. Hierzulande steigt auch die Arbeitslosigkeit und grosse Teile der Ökonomie stecken in der Rezession.
Wenn die Notenbanken in diesem schwierigen Umfeld die Zinsen erhöhen, dann bricht die Konjunktur noch vollends ein.
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Ja der vergangene Freitag hatte es in sich. Gold, Silber und Bitcoin stürzten ab. Auch die US Börsen mussten Federn lassen. Und das nicht zu knapp. Aber ob jetzt die grosse Korrektur kommt, oder sogar eine Baisse ist nicht sicher.
Vielleicht erholt sich alles wieder wie so oft.
Vielleicht auch nicht.
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Ganz dünnes Textlein. Hättest du auch bei X posten können.
Vadi = no Millionadi