200 Delegierte der Freisinnigen des Kantons Zürich (FDP) entschieden sich gestern deutlich für ein Zweier-Ticket für die bevorstehende Regierungswahlen im Frühling 2027.
Ohne Diskussion. Ein Schlappe für den Parteivorstand um Polit-Urgestein Filippo Leutenegger.
Dieser wollte mit dem Politstar Andri Silberschmidt (Jahrgang 1994) den einzig verbleibenden Sitz der FDP im Zürcher Regierungsrat verteidigen. Defensiver geht nicht.
Die Folge: Widerstand in der Partei, Empörung bei der SVP. Die Volkspartei drohte gar mit einer eigenen Dreier-Kandidatur, um die bürgerliche Mehrheit nicht kampflos aufzugeben.
Eine zweite Kandidaten-Runde wurde aus dem Hut gezaubert. Drei völlig unterschiedliche Profile stellten sich zur Wahl.
Monika Keller. Frau. Gemeindepräsidentin von Greifensee. Kantonsrätin. Biologin, tätig bei der Beratungs- und Schlichtungsstelle Respekt an der ETH Zürich.
Frank Rühli. Mann. Ehemaliger Gemeinderat der Stadt Zürich. Mumienforscher und Dekan der medizinischen Fakultät an der Universität Zürich.
Martin Huber. Mann. Ehemaliger Gemeindepräsident von Neftenbach. Kantonsrat. Landwirt und Unternehmer.
Fragen an die vier Kandidierenden wurden von keinem einzigen Delegierten gestellt. Nur Parteichef Leutenegger verwickelte das Quartett in einen freundschaftlichen Small-Talk.
Das erstaunt hochgradig. Die Delegierten sind entweder Mandatsträger oder wurden von ihren Ortsparteien nominiert. Und sollten so eigentlich nahe am Puls der Bevölkerung stehen.
Für diese stehen landesweit einige Elefanten im Raum: EU-Dossier, Neutralität, Armee, Migration.
Kantonale Themen werden bei den Wahlen meist von nationalen Sorgen oder internationalen Schocks überschattet.
2011: Fukushima. 2015: SNB-Mindestkurs. 2019: Klima. 2023: Ukraine.
Für die Eroberung eines Regierungssitzes ist für die freisinnigen Kandidaten auch im Kanton Zürich die Wählbarkeit aus Sicht der SVP-Basis entscheidend.
Pro EU-Positionen und zu viel „Akademisches“ können teure Kampagnen mit einem Federstrich zunichte machen.
Somit steht für Nationalrat Andri Silberschmidt in den nächsten neun Monaten eine Gratwanderung der Extraklasse bevor. Das mediale Rampenlicht auf der nationalen Bühne ist Chance und Risiko zugleich.
Viel zu sagen, um am Ende nichts gesagt zu haben, wird unter dem Strich kaum goutiert werden. Auf eine klare Positionierung zu Europa, der Neutralität, Sicherheitsfragen und Migration wird gespannt gewartet.
Vor allem müssen auch die Jahrgänge 1992 bis 2009 mit klaren Botschaften abgeholt werden.
Diese werden traditionsgemäss und sehr gekonnt von Links-Grün mit einfachen Rezepten betreffend Chancengleichheit und Gerechtigkeit durch eine Ausweitung staatlicher Leistungen mit neuen Gratisangeboten und generell mehr Umverteilung umworben.
Bauer Martin Huber wird neben den SVP-Hochburgen auf dem Land vor allem die bürgerliche Wählerschaft in den Agglomerationen von seinen bodenständigen Positionen und Führungsqualitäten überzeugen müssen.
In der Aussenwahrnehmung müssen sich die Freisinnigen noch die Frauen-Frage gefallen lassen. Seit 1999 schickte die FDP immer eine sie ins Rennen: Dorothée Fierz, Urula Gut, Carmen Walker Späh.
Und immer erfolgreich.
Die Zürcher Regierung, seit sieben Jahren mit einer Frauenmehrheit, droht in ein 5:2-Verhältnis zu kippen. Bei mutmasslich vier Vakanzen und den nun bekannten Kandidaturen der vier Regierungsparteien ist die Ausgangslage so spannend wie schon lange nicht mehr.

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Nehmen die auch umgebaute Böcke?
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Klar, aber nur mit Lochkarte..
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Andri Silberschmidt der FDP Oberschnurri der Nation. Wer den wählt, ist selber schuld.
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Das letzte Mal hat die FDP auf einen Staatsangestellten gesetzt – sie ist gottsjämmerlich abgeschifft. Jetzt setzt sie auf einen Bauer, de facto als Subventionsnehmer ebenfalls ein Staatsangestellter. Auch hier wird sie gottsjämmerlich abschiffen. Ebenso die SVP, die auch nichts anderes kann, als Bauern zu portieren.
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Die FDP Zürich bewegt sich seit Jahrzehnten weit weg von Alfred Eschers Modernisierungs‑Freisinn und auch von Prof. Würgler wissenschaftlich‑liberaler Tradition. Es ist ein Sinnbild für die Fehlentwicklungen der letzten Jahre.
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Martin Huber ist Bauer und bezieht damit Subventionen.
Dies bezeichne ich nicht als Unternehmer.
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In der FDP sind sowieso keine Unternehmer mehr.
Nur noch Interessenvertreter die den Staat zum eigenen Wohl einsetzen.
EU-Träumer die für das Bestatten der MEI verantwortlich sind. FDP kann weg.
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hat gut geheiratet.
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Ein Wanderpokal…
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Ich meinte eher absicherungstechnisch…
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Kein Unternehmer wählt die FDP!
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Der Filz in den Startlöchern.
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Zu viel akademisch trifft bei Silberschmidt ja nicht zu 😉
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Hoffentlich verliert die hochkorrupte Filzpartei!
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silberschmidt gilt als Karriere-Politiker. In Bern schielt er regelmässig nach links, wenn er von der FDP abweichend stimmt. Man munkelt, er wolle Bundesrat werden.
Die SVP hat er jedenfalls als EU-Fan kaum auf seiner Seite.
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NZZ, Tamedia, Kanton Zürich, Stadt Zürich, APG und, und und sind alle auch Subventionsempfänger. Ob Silberschmidt Covid Gelder kassiert hat, kann ich nicht beurteilen. Die Bauern leben von den Steuerzahlern. Auch alle Lehrer und sonstigen Beamten, alle Genossenschafter von Wohnungen, etc. usw.
Wen soll man da noch wählen?
Endlich einmal eine gute Nachricht der FDP.
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Die Personalauswahl für Regierungsräte offenbart ein Systemversagen. Wer die Viten vor der Wahl analysiert, reibt sich die Augen: Es fehlt meist jegliche Erfahrung für grosse Budgets. Doch ohne Führungs- und Prozesskompetenz wird man von der Verwaltung vorgeführt. Ein Hr. Blocher brachte dieses Handwerk mit, lieferte knallharte Leistung – und als Gewählter hatte er das demokratische Mandat zur Weiterarbeit. Wegen der Ebner-Deals (Alusuisse) war er für mich zwar unwählbar, aber das Resultat gilt. Trotz dieser Altlasten besass er genau die Kompetenzen, die man heute schmerzlich vermisst.