Pierin Vincenz ist ein Phänomen. Im Unterschied zu seinem Kompagnon Beat Stocker, mit dem er zusammen viele Millionen versteckt einkassierte, ging er nie auf Journalisten los.
Sondern zeigte sich cool. Auch jetzt: „Braun gebrannt und topfit – am Montag vor Gericht“, schreibt der SonntagsBlick über den Bündner.
Der steht morgen vor dem Zürcher Obergericht. Dieses hat laut SonntagsZeitung zwei Jahre verloren wegen unzähliger Einsprachen.

Gegen die ausführliche Anklage der Staatsanwaltschaft, weil diese nicht sauber für einen Mitangeklagten ins Französische übersetzt worden sei, wegen einer Hilfsperson.
Es nützte nichts. Wie’s ab morgen am Hirschengraben, wo die Oberrichter des Wirtschaftskantons sitzen, ausgeht, wird sich in den kommenden zwei Wochen zeigen.
Vincenz spielt derweil cool. „Gut gelaunt und braun gebrannt scherzte Vincenz mit Zufallsbekanntschaften auf dem steilen Weg nach oben un setzte sein bekanntes Lächeln auf“:
So der SonntagsBlick zu einer Wanderung von auf den Monte Tamaro im Tessin. Dort lebt der Ex-Chef der Raiffeisen laut eines älteren Artikels der „Bilanz“ – in einer Traum-Liegenschaft seines früheren Wirtschafts-Anwalts.
Der wiederum war entscheidend bei den Deal, die Vincenz und Stocker hinter dem Rücken ihrer Firmen, der Raiffeisen und der Karten- und Kredittochter Aduno, getätigt hatten.
Mit diesen strichen sie unzählige Millionen. Den grössten Reibach gelang ihnen mit Investnet, einem Private Equity-Vorhaben, das die Raiffeisen den beiden abkaufte.
Ohne zu wissen, dass ihr eigener Boss zusammen mit Stocker Regie führte. Trotzdem behaupten die beiden Strafrechts-Professor Peter Kunz und Marcel NIggli, der Raiffeisen sei kein Schaden entstanden, so die SonntagsZeitung.
Stocker drohte stets mit Klagen, Vincenz hielt sich oft zurück. Im Erstrunden-Prozess vor 4 Jahren vor dem Zürcher Bezirksgericht redete er im Unterschied zu Stocker wenig, erklärte kaum viel, betonte nur seine Unschuld.
Wie viel er verdiene, wollte der Gerichtspräsident vom Urgestein wissen. Er lebe von der AHV, so Vincenz.
Die Wohnung im Tessin, die gute Zeit in den Bergen, das Abschlagen auf dem Golfplatz? Oder dann die Ferien nach Kroatien, wo Vincenz in einer luxuriösen „Marina“ gesichtet wurde?
Sein Bötli-Fahren auf dem Bodensee, sein Flug nach Südafrika mit seiner neuen Freundin, kaum war er aus der 100tätigen U-Haft?
Zu einem reinen AHV-Pensionär passt das wenig. Vielleicht helfen ihm Freunde. Doch einige von diesen haben sich vom lange Zeit letzten Gutbanker der Schweiz entfernt.
Peter Spuhler und Rolf Früh, zwei Unternehmer, die Vincenz lange die Stange gehalten hatten und ihm Vorschüsse gewährten, verloren mit ihm die Geduld.
Sie pochten auf Rückzahlung ihrer Darlehen – mit Druck. Das Anwesen im Tessin, das Früh gehörte, kam unter den Hammer.
Vincenz hat vom Zürcher Richter 54 Monaten für seine Vergehen – Urkundenfälschung, mehrfache Veruntreuung, mehrfache ungetreue Geschäftsbesorgung – kassiert.
Erlassen haben ihm die Unparteiischen 9 Monate, weil der bekannte Topshot viel Leid durch die gigantische Medienberichte erlitten haben.
Es blieben 45 Monate, also 3 Jahre und 9 Monate. Davon hat er schon gut 3 Monate in U-Haft abgesessen.
Je nachdem, wie das Obergericht den Fall beurteilt, muss Vincenz nochmals hinter der Gitter, oder er kann das Leben weiter geniessen. Es gilt Unschuldsvermutung.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Jeder kennt den Typ Mann: Egal, was passiert. Immer gut gelaunt und fällt immer auf die Füsse.
Vincenz ist genau so jemand.
Eigentlich beneidenswert.
Ist auch ein Sympathieträger. Vielleicht macht er nach dem Ende des Prozesses einen Podcast auf oder tourt durch die Schweiz? Eintritt für Events würden die Leute sicher zahlen…
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Letzlich ist er nichts anderes, als ein gescheiterter trostpreis. Alles andere ist dämliche Heroisierung.
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Wer einmal so viel Geld hatte, hat garantiert seine versteckten gut gefüllten Kässeli.
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das sollte (hoffentlich) auch so sein …
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Wenn dann noch im Dezember die 13. AHV ins Haus schneit, ist der Steinbock nicht mehr zu bremsen und haut vollends auf die Pauke.
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angesichts der vielen Tippfehler gerade zurück von der Streetparade am Bürotisch, Luki?
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Der bekommt auf ewig den Korruptionsobolus gespendet von der FIFA und einer liechtensteinischen Stiftung zur Befriedigung seiner vielen amourösen Vergnügen und Flausen !
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Ihm war bewusst dass es nicht immer so weitergehen könnte, hat deshalb vorgesorgt.
Muss doch jährlich eine StE einreichen, dort wird/muss ein Vermögensverzehr ersichtlich sein….
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Der wird hintenrum reichlich von der FIFA und den süssen Ellexx-Nixen gesponsert und gefüttert !!
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Wie so manche(r) von der Arbeit und dem Fleiss anderer?
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…den Vincenz nicht mehr. Bei seinem ehemaligen St. Galler Epizentrum, dem einstigen Kultbeizer Köbi (dieser Laden geht seit einiger Zeit selbst an Krücken), ist er schon gar nicht mehr aufgetaucht. Seitdem das von Raiffeisen-Vincenz einst gesponsorte Alp7-Projekt eingestellt werden musste, fehlt bei Köbi der höchst notwendige finanzielle Zustupf.