Vier Mal weniger Betrugsversuche, seit Swisscom, Salt, Sunrise und Co. verdächtige Anrufe aus dem Ausland ihren Kunden mit „anonym“ anzeigen müssen.
Da fragt man sich: Wieso wurde das nicht schon längst gemacht?
Denn offensichtlich hat man auf keine technische Innovation warten müssen, um in Zeiten von KI ein solch banales Problem lösen zu können.
Sondern ganz simpel auf eine Vorschrift.
Da kommt wie von selbst der Verdacht auf, dass die Gesellschaften bis anhin bewusst Betrügereien toleriert haben, weil sie mit profitiert haben.
Klar doch: ganz banal mit den anfallenden Gesprächskosten. Nicht nur vonseiten der Betrüger, auch allfällig naiv getätigte Rückrufe dürften die Kassen der TelCos gefüllt haben.
Man muss sich grundsätzlich fragen: Wieso wird KI nicht in erster Linie für Betrugsermittlung eingesetzt?
Problemlos könnte man heutzutage Fake News erkennen, Phishing-Emails ausfiltern, rassistische Aussagen verhindern, betrügerische Inserate stoppen.
Die Antwort kam vor einiger Zeit: Tech-Riese Meta verdient mit Inseraten von Betrügern 20 Milliarden Dollar im Jahr, was dann heisst:
Man will uns nicht schützen, ganz im Gegenteil.
Der am Mittwoch erzielte aussergerichtliche Vergleich von Meta über 14 Milliarden wegen einer Anklage für bewusst „süchtig machende“ Social Media kann der Konzern aus seiner Portokasse berappen.
Gedroht haben Bussen von 1’000 Milliarden Dollar, Kläger waren viele Bundesstaaten in den USA.
Ob Meta und Co. weitermachen wie bisher? Ganz sicher, vielleicht auf einem etwas harmloseren Niveau.
So wie die Swisscom weiterhin betrügerische Anrufe durchlässt, einfach halt als „anonym“ angezeigt.
Es wird neue Opfer geben, und die Schadenssumme wird auch in der Schweiz hoch bleiben. KI ist eine Technologie und kann wie andere auch für Gutes und Schlechtes eingesetzt werden.
Im Kapitalismus wird sie vor allem zum Geldverdienen eingesetzt. Und Unternehmen sind dazu da, Geld zu verdienen. Zu ethischem Handeln muss man sie zwingen.
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Erhellender Beitrag, merci!
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Da gab es doch früher diese komischen Spiele im TV. Man musste pro Anruf CHF 1+ zahlen.
Wie damals sie Zuschauer veräppelt wurden, kann man auf Youtube sehen.
Die Telefonanbieter haben kräftig mitverdient.
Vielleicht sehen sie auch hier wie damals bewusst weg, weil ihre Kassen klingeln.
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Die machen einfach was Geld bringt, auch wenn es an kriminelle Handlungen grenzt. Wieviele Kunden haben wohl schon für diese Sauerei bezahlt.
Die Swisscom würde sich besser um die 6 Milliarden kümmern, die sie in Italien verlocht haben. Es geht wohl nicht mehr lange, schwirren die Kunden ab zu Satelliten Verbindungen, die viel günstiger werden.
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Könnte es sein, dass mit solchen Betrüger auch Geld gescheffelt wird? Bei Swisscom bin ich schon lange Jahre Kunde und noch nie aber wirklich nie wurde mir eine günstigere Lösung angeboten. Das ist auch Betrug, nämlich an guten treuen Kunden. Nun ist es vorbei, ich wechsle diesen Anbieter. Ich brauche die Angebote der Telekomm-Industrie nur noch beschränkt.
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Natürlich hätte man viel früher etwas unternehmen können. Zum Beispiel hätte man mit den 7 Mrd. die man in Italien investiert hat der Schweizer Bevölkerung das beste und sicherste Telefonnetz der Welt bieten können. Aber unser Staat schaut ja immer weniger für die Bürger, welche seit Jahren hier ihre Steuern bezahlen.
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Wenn etwas besser wird gleich wieder motzen, weil es zu langsam geschah ist spieltheoretisch auch nicht das Gelbe vom Ei. Oder hat der Schreiber das Thema über lange Zeit beschrieben und angeprangert?