Die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) haben ein bemerkenswertes Geschäft. Sie erfüllen ihren öffentlichen Transport-Auftrag, ermöglicht mit viel Steuergeld.
Obendrauf kassiert der Staatsbetrieb einen stolzen Bonus aus dem privaten Bereich.
Wer sein Unternehmen drei Monate lang auf ein Zürcher Tram kleben will, bezahlt den VBZ 178’000 Franken. Beim neueren Flexity sind es sogar 190’000 Franken.
Und das ist nur das Werberecht. Herstellung, Folierung, Montage und Demontage sind im Betrag nicht enthalten.
Der Werbekunde beauftragt und bezahlt den Folierer separat. Die VBZ koordinieren die Arbeiten und stellen die logistischen Rahmenbedingungen sicher.
Das Geschäft läuft wie geschmiert.
2025 setzte die hauseigene Werbeorganisation TrafficMedia 8,3 Millionen Franken um. Wie viel Gewinn dabei übrig blieb, verraten die VBZ nicht.
Die hohen Preise begründen die Verkehrsbetriebe mit dem Markt.
Die Preisgestaltung orientiere sich an branchenüblichen Kriterien. Nachfrage und Imagewirkung seien hoch.
Gegenüber 2023 sei der Preis um 1,7 Prozent gestiegen, während die Fahrgastzahlen um 3,8 Prozent zugenommen hätten.
Das Doppelte.

Weshalb tritt ein Staatsbetrieb überhaupt als kommerzieller Werbeanbieter auf? Seine Aufgabe ist allein, Menschen mit Tram und Bus von A nach B zu bringen.
Die überraschende Antwort der VBZ: Die Stadt verlangt dieses Geschäft sogar von ihnen.
Gemäss städtischem Reglement seien die VBZ verpflichtet, Nebenerträge zu erwirtschaften und dafür bestehende Infrastruktur „soweit möglich“ zu nutzen.
Das Geschäft müsse mindestens kostendeckend betrieben werden.
Die VBZ verteidigen das Modell. Die Werbung sei eine wichtige Einnahmequelle, stabilisiere den Eigenfinanzierungsgrad und helfe, den Service für die Fahrgäste mitzufinanzieren.
Für manche Zürcher sind die vollbemalten Trams ein Ärgernis. Sie wollen ihr Züri-Tram blau-weiss. Was die einen nervt, ist für die VBZ ein Millionengeschäft.


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Wieder eine Null Story von Schälli!
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Wo ist das Problem?
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Wenn die VBZ damit das Defizit verringern, ist das nur gut.
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Die Beiträge auf IP werden von Tag zu Tag blöder.
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Blöd? Nur für die wo mitmacht? Nein. Die Endkunden bezahlen Alles. Wann merken es auch noch die Dümmsten?
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Diese RotGrüne Stadt gönnt sich was.
Auf Kosten der Nutzer und zum Nutzen von …?
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Die Trams fahren, soweit, so gut. Ob diese nun blau-weiss oder mit Werbung versehen sind verändert bzgl. dem Transport nichts.
Jetzt finden gewisse Leute, dass die Trams blau-weiss sein sollten und die Allgemeinheit (soweit die These der Ertragsverwendung bei den VBZ) nicht realisierte Erträge und ggf. höhere Preise in Kauf nehmen sollen.
Echt jetzt? Da ausser der VBZ niemand Trams betreiben darf ist es noch nicht einmal eine unmittelbare Konkurrenz.
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Als ein Tram mit ‚Bitcoin Suisse‘ abgeklebt gewesen ist, gas es da Bitcoin oder Fränkli in die Kasse? Oder WIR? Ich frag ja nur.
Eigenartig ist bloss, dass von den Einnahmen nichts bei den Ticketpreisen zu spüren ist. Wahrscheinlich versickert auch diese Einnahme im Budget für Lastenvelo-Veloparkplätze die keiner braucht.
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Gerade die Stadt Zürich, die ansonsten mit vielen Vorschriften sehr werbefeindlich ist, betreibt bei der VBZ mit der Tramwerbung eine extreme, profitmaximierende Kommerzialisierung. Ein Privater würde kaum derart seine Coporate Identity beeinträchtigen. Kann man sich etwa vorstellen, das die Swiss ihre Flugzeuge mit Werbung verunstalten würde?
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Ein Bericht deshalb weil es eine gewisse Ungerechtigkeit in sich hat, dass ein Staatsbetrieb ausschliesslich Grossunternehmen eine Werbemöglichkeit bietet während Startups aufgrund der hohen Gebühren komplett ausgeschlossen sind. In der Privatwirtschaft ok, aber bei einem staatlichen Unternehmen das seine eigenen Startups fördern sollte, wäre es sinnvoll das Konzept zu hinterfragen.
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Der Agglo will noch mehr Steuergeld im ÖV versenken. Eigenfinanzierungsgrad 100%!