Vergangenen Donnerstag veröffentlichte Anthropic seinen „Threat Intelligence Report“. Er dokumentiert Fälle von Dezember bis August:
Cyberangriffe, Überwachung, Propaganda, Waffenprojekte und Betrug. Die Liste ist lang, die Vorkommnisse machen klar, was es geschlagen hat.
Ein mutmasslich mit Chinas Volksbefreiungsarmee verbundener Nutzer wollte der chinesischen KI „Kimi“ Überwachungsdaten aus Chengdu auswerten lassen, darunter Material von Kameras bei militärischen Einrichtungen.
Laut Anthropic leitete Kimi-Betreiber Moonshot die Anfragen direkt an Claude weiter. Über DeepSeek kamen zudem aktive Zugangsdaten einer russischen Regierungsdatenbank bei Claude an.
Die Anfragen stammten von einem IT-Operator mit Daten einer verteidigungsnahen Behörde.
Anthropic wirft chinesischen Anbietern vor, Claude-Antworten zum Training eigener Modelle abzuschöpfen. Für Alibaba nennt das Unternehmen über 151 Millionen Interaktionen zwischen Mai und Juli.
Moonshot soll innerhalb von zehn Tagen fast 300’000 Kundenanfragen weitergeleitet haben. Teilweise enthielten diese sensible Kundendaten.
Iranische Propagandisten tarnten derweil ihren Zugang mit VPNs und ausländischen Telefonnummern. Anschliessend nannten sie Claude ihre Standorte, Institutionen und Funktionen.
Ihre Tarnung machten sie damit selbst zunichte.
Eine russische Propagandaoperation in Zentralafrika liess Claude Mitarbeiter nach politischer Loyalität bewerten und Entlassungen empfehlen. Als Claude Einwände erhob, benannte der Betreiber die Kriterien um.
Die Bewertung blieb.
Ein China-orientierter Akteur versuchte unterdessen, Uiguren in Syrien als Informanten anzuwerben. Er sprach selbst kein Arabisch.
Claude schrieb Nachrichten im lokalen Dialekt und übersetzte Antworten in Echtzeit. Die Operation lief über mehrere Tage.
Vermutlich ein einzelner Berater entwickelte laut Untersuchung in Mali mit Claude eine Überwachungsplattform für den staatlichen Nachrichtendienst. „Lakana 360“ sollte Daten von rund 25 Millionen SIM-Karten der drei Mobilfunkanbieter erfassen können.
Ein KI-Assistent als wesentliche Entwicklungshilfe für landesweite Überwachung.
Die Plattform läuft lokal. Anthropic hält fest, dass die Sperrung des Claude-Kontos die weitere Entwicklungsarbeit störte, aber den Betrieb des bereits ausgelieferten Systems nicht stoppte.
Im Norden Jemens nutzte eine Gruppe Claude für Steuerungssoftware eines gelenkten Flugkörpers und einer Langstreckenrakete.
Die Entwickler verteilten Aufgaben auf verschiedene Sitzungen, um den militärischen Zweck zu verstecken. Einige Anfragen kamen durch die Sicherheitsfilter, ein dokumentierter Testschuss scheiterte.
Belege für eine einsatzfähige Waffe hat Anthropic nicht.
Eine russlandnahe Spionageoperation setzte Claude bei Angriffen auf ukrainische, europäische und diplomatische Ziele ein. Die KI unterstützte Phishing und Datendiebstahl.
Die Vorgehensweise ähnelte laut Anthropic jener der Hackergruppe Midnight Blizzard.
Ein Iran-bezogener Akteur liess Claude ausserdem öffentlich verfügbare Informationen über US-Kriegsschiffe auswerten. Daraus sollten Empfehlungen für Angriffsziele entstehen.
Verarbeitet wurden Angaben zu Personal, Schiffen, Flugzeugen und Satellitenbildern.
Auch gewöhnlicher Betrug wurde automatisiert: Ein chinesischer Betreiber entwickelte mehr als 20 Dating-Apps. Über 4’700 KI-Figuren kommunizierten mit mindestens 25’000 Menschen.
Bezahlte Mitarbeiter ergänzten die künstlichen Profile, damit das Angebot echt wirkte.
Anthropic sperrte die beteiligten Konten und teilte Informationen mit öffentlichen und privaten Partnern.
Chinas Aussenministerium erklärte gegenüber Reuters, den Bericht nicht zu kennen, und wandte sich gegen Verleumdungen. Anfragen an russische und iranische Vertreter blieben zunächst unbeantwortet.
Die Fälle und Zuschreibungen stammen aus Anthropics Untersuchungen. Eine unabhängige Bestätigung sämtlicher Vorwürfe liegt damit nicht vor.
Wenn schon Geheimdienst-Mitarbeiter nicht überblicken, bei wem ihre KI-Eingaben landen, wie sieht es dann erst bei Banken, Versicherungen und Vermögensverwaltern aus?
Wie viele vertrauliche Daten aus dem Maschinenraum Schweizer Konzerne bereits bei Anthropic oder OpenAI gelandet sind, ist und bleibt unbekannt.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
mir graust die vorstellung,
wie schutzlos wir in der schweiz sind.
das militär fliegt nur an bürostunden.
unsere juristen und politiker sind
unfähige streber.
zum glück sind wir umgeben von der nato.
die schweiz hat mehr glück als verstand.
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„zum glück sind wir umgeben von der nato.“
Die NATO kann uns nicht schützen. Das ist vorbei.
Bittere Lektion «Hedgehog 2025»: Tallinn setzte vier ukrainische Frontveteranen der 412. Nemesis-Brigade und rund zehn Spezialisten für Drohnen und digitale Gefechtsführung als Gegner ein. 30 Drohnen identifizierten über weniger als zehn Quadratkilometern blitzschnell 17 gepanzerte Fahrzeuge und Dutzende weitere Ziele und legten zwei Bataillone binnen eines halben Tages lahm. (ASMZ)
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Nachrichtendienste ‚entdecken KI‘ ist ziemlich naiv. Hinter dem Ausbau und der Entwicklung von KI stehen maßgeblich die Geheimdienste und das Militär.
Man muss dabei nur mal lesen, was DARPA in diesem bereich so macht.
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…und In-Q-Tel, genau.
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Da lob ich mir den Abacus. Welche Kügelchen ich verschiebe weiss nur ich.
Die KI ist des Teufels und die Türe zur Hölle bereits offen.
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Das F 35 Debakel konnten sie trotzdem nicht verhindern
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das F 35 Debakel fand vor der starken KI statt (2023).
Heute kann man einen Kampfjet innert 10 Minuten mit KI auswerten. Fazit F 35 ungeeigent für CH.
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Und das sind nur die Vorfälle, die Anthropic freiwillig und zu PR-Zwecken veröffentlicht …
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Welche intimsten Details ihres Lebens die Menschen der KI und auch über Social Media mit der Welt mitteilen, ist der Traum jedes Nachrichtendienstes.
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Von meiner Warte aus haben wir absolut KEINE CHANCE aus diesem Gefängnis/Albtraum loszuwerden, es ist in der Tat eine Diktatur.365 Tage und 24 Stunden rund um die Uhr: jeder wird mit einem QR Code überwacht, egal was er tut, denkt.
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Es soll mir einfach sagen wie die Börse morgen steht. Alles Andere ist „après moi le déluge“.
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Denn das sind ja die Guten™.
Aber der Russe und Chinese und – wer ist der aktuelle Böse nun, kommt ja keiner mehr mit – ach ja, der Iraner und der Jemeniter tun das natürlich immer.
Das ist so ein lächerlich, einseitiger Beitrag, dass es mit das LLM zerbröselt hat.
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Die jemenitische Huthi-Miliz hat versucht, das KI-Modell Claude des US-Unternehmens Anthropic zur Entwicklung und Verbesserung von Leit-, Steuerungs- und Navigationssoftware für ballistische Raketen zu nutzen.
Bei einem tatsächlichen Probestart schlug eine gelenkte Rakete fehl. Die Akteure speisten die Telemetriedaten des Absturzes nur wenige Stunden später in die KI ein, um eine Ursachenanalyse durchzuführen.
Heute verfügen sie über ballistische Raketen mit Reichweiten von bis zu 1’900 Kilometern sowie zielgenaue Cruise Missiles (bis zu 1’650 km).
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„Angriffe werden vollautomatisch erfolgen“:
Russland und Ukraine liefern sich ein Wettrennen um KI-Kriegsführung
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Anthropic und OpenAi bereiten ihren Börsengang vor. Dazu gehört auch, dass sie sich als unverzichtbaren moralischen Torwächter inszenieren der proaktiv gegen finsteren Aktivitäten in Russland und China vorgeht. Ein wenig Weltuntergangshype („ehemaliger Mitarbeiter warnt vor 10% Auslöschungswahrscheinlichkeit“ auf Accounts die vorher nicht existierten..) runden die Kampagne ab.
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Schrecklich diese Russen und Chinesen, setzen KI für Geheimdienstzwecke ein! – Was macht eigentlich Palantir seit Jahren – für die USA, UK, Deutschland, Ukraine, Australien, Kanada, Neuseeland, Spanien, Israel, Dänemark, Frankreich, Polen, Niederlande, Norwegen, Griechenland, Belgien, Litauen? Das ist wohl „Freundschaftsdienst“…
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„Anschliessend nannten sie Claude ihre Standorte, Institutionen und Funktionen.“ Ist denn verifiziert, dass sie korrekte Angaben machten? Vielleicht hat sich Oberst Hassan von der Armee als Leutnant Ali von der Marine ausgegeben und statt „Teheran“ „am Strand“ als Position genannt? Wäre doch clever.