Donnerstag, 22. Oktober 2026
Russland greift Kiew mit 21 ballistischen Raketen an, sagt Selenskyj. Laut den Stadtbehörden stirbt mindestens ein Mensch, 24 werden verletzt. In Losowa (UA) trifft ein Angriff einen Markt, zwei Frauen sterben, 34 Menschen werden verletzt, teilt die Gebietsverwaltung Charkiw mit.
Bürgermeister Sobjanin meldet 630 ukrainische Drohnen auf dem Weg nach Moskau, zwei Menschen werden verletzt. Monitoring-Kanäle melden einen Treffer auf das Rüstungswerk «75. Arsenal» in Serpuchow (RU). Unabhängig bestätigt ist das nicht.
Putin empfängt Witkoff in Sankt Petersburg. Kremlberater Uschakow sagt, Russland sei im Grundsatz bereit, die Dreiergespräche um den 10. November wieder aufzunehmen. Kremlsprecher Peskow sagt, Putin habe Witkoff keine schriftlichen Vorschläge übergeben. Als Ort der Dreierrunde werde Abu Dhabi erwogen. Beim Treffen kündigt Putin an, den US-Bürger Hubbard freizulassen.
Selenskyj sagt im Fox-Interview, die Ukraine sei bereit, die Front einzufrieren. Zudem fordert er von Trump dieselbe Rhetorik gegenüber Putin.
Das russische Verteidigungsministerium meldet die Einnahme von Mirowka (UA) im Gebiet Saporischschja. Die ukrainische Einsatzgruppe Süd widerspricht den russischen Angaben zum Gebiet.
Der erste russische Dieseltanker fährt laut Nowak in die USA.
Russland und Belarus billigen das Konzept der Übung Union Shield 2027.
Das Hohe Antikorruptionsgericht erlaubt Ex-Energieminister Halushchenko, die Fussfessel abzulegen. Laut Kyiv Independent hat ihn die NABU im Energoatom-Verfahren angeklagt.
Ausserdem: laut FT soll NSPA-Zugang kommen, Kredit für Fire Point, NABU durchsucht Nationalbank. Laut TASS Euroclear-Beschwerde abgewiesen, laut Politico sucht EU Verhandler, Polen setzt Hilfe laut Quelle aus, Leichenaustausch 252 gegen 25.
Das russische Verteidigungsministerium nennt den Angriff auf Kiew einen Schlag gegen Rüstungsbetriebe und die Südbrücke. Selenskyj spricht von einem gezielten Angriff fast unmittelbar nach den Gesprächen, getroffen seien Wohnhäuser und Energieanlagen. Die Stadtbehörden melden mindestens einen Toten und 24 Verletzte.
Meldungen
Trump sagt, Musk habe Starlink in der Ukraine wiederhergestellt, Kiew spricht von unverändertem Limit
US-Präsident Donald Trump sagt, Elon Musk habe den Internetzugang der Ukraine über Starlink wiederhergestellt. Das berichtet die BBC. Auf die Frage, ob er Druck gemacht habe, antwortet er: «Bottom line, he put it back». Laut Wall Street Journal hatte Trump Musk am 21. Oktober angerufen, danach lief Starlink laut Quellen normaler. Ein ukrainischer Beamter sagt der Kyiv Independent, alles sei falsch. Das Geschwindigkeitslimit von 161 km/h gelte weiter und schränke Angriffe mittlerer Reichweite und Abfangdrohnen stark ein. Selenskyj hatte zuvor gesagt, die Verbindung sei nicht voll wiederhergestellt.
«Unter dem Strich hat er es wieder eingeschaltet»
«Bottom line, he put it back»
Putin im Interview: Russland bereit für Dreiergespräche, Ziel endgültiger Frieden, Europas Kriegsangst «Schizophrenie»
Putin sagt im Interview mit dem Journalisten Pawel Zarubin vom Sender Westi, Russland wolle die Dreiergespräche wieder aufnehmen. Das habe es den USA mitgeteilt. Das melden das russische Aussenministerium und TASS. Ziel sei ein endgültiger Frieden und die Sicherheit Russlands, nicht eine vorübergehende Waffenruhe, ergänzt Al Arabiya. Die von Kiew verlorenen Gebiete seien «historisches Russland», ihre Bewohner hätten für den Anschluss gestimmt. Europas Rede von einer Kriegsgefahr nennt er «politische Schizophrenie». Russland bereite keinen Krieg gegen Europa vor, Kiew wolle den Krieg. Alle Ziele der Spezialoperation würden erreicht. Selenskyj sagt dagegen, die Angriffe der Nacht bewiesen, dass Putin keinen Frieden wolle.
«Von irgendwelchen «territorialen Verlusten» zu sprechen, ist unangebracht»
«Говорить о каких-то «территориальных потерях» неуместно»
«politische Schizophrenie»
«политическая шизофрения»
Selenskyj nennt drei Optionen für Sicherheitsgarantien und erwartet am Freitag ein Briefing von Witkoff
Selenskyj nennt drei Optionen für Sicherheitsgarantien nach dem Krieg, berichtet Euromaidan Press unter Berufung auf UNIAN. Das sind ein NATO-Beitritt und direkte US-Garantien nach dem Muster von Artikel 5. Dazu kommt die Unterstützung durch Europa und die Koalition der Willigen. Keine sei vereinbart. Die US-Garantien müssten detailliert sein und vom Kongress getragen werden. Selenskyj erwartet am Freitag ein Briefing von Witkoff. Danach sei ein gemeinsames Briefing mit ukrainischen, amerikanischen und europäischen Teams geplant. Die Ukraine werde beim G20-Gipfel auf höchster Ebene vertreten sein, falls Trump sie einlade.
Saporischschja (UA): Drei Tote bei russischem Angriff auf ein Privathaus
Bei einem russischen Angriff auf ein Privathaus in Saporischschja (UA) sterben drei Menschen. Das meldet der kommissarische Leiter der Gebietsverwaltung, Mychajlo Semikin, auf Telegram, berichtet Ukrinform. Das dritte Opfer ist eine 69-jährige Frau. Zuvor war von zwei Toten die Rede.
Finnland: Neues Hilfspaket und sieben Abkommen über 300 Millionen Euro, Satellitenpakt mit Nokia
Selenskyj und Finnlands Premier Petteri Orpo unterzeichnen ein neues Hilfspaket und sieben Abkommen mit einem Gesamtvolumen von 300 Millionen Euro. Das schreibt Selenskyj auf Telegram. Die Ukraine will die Satellitenfähigkeiten Finnlands stärker nutzen, vereinbart mit Nokia und ICEYE. Finnland liefert zehn Lokomotiven und zusätzliche Winterhilfe, meldet Ukrinform. Laut Ukrainska Pravda gehen 5 Millionen Euro an den ukrainischen Energiesektor. Finnland führt die Schutzraum-Koalition mit 16 Teilnehmern. Es will ein internationales Treffen zur Finanzierung von Schutzräumen in der Ukraine organisieren.
Bloomberg: Rosneft räumt intern ein, dass Verluste durch Raffinerieangriffe nicht mehr tragbar werden
Dem russischen Staatskonzern Rosneft drohen laut Bloomberg langfristige Schäden durch die ukrainischen Angriffe auf Raffinerien. Das berichtet die Kyiv Independent. Rosneft-Verantwortliche sorgten sich laut Bloomberg intern, wenige weitere Monate Angriffe könnten dauerhaft schaden. Rosnefts zwölf Raffinerien machen rund ein Drittel der russischen Raffineriekapazität aus. Fünf von 15 bestätigten Angriffen auf russische Raffinerien im September trafen Rosneft-Anlagen, die Westrussland beliefern. Die Raffinerie Rjasan stand laut Dokumenten seit dem Angriff im Mai mehr als die Hälfte der Zeit still.
Russland und Belarus billigen in Minsk das Konzept der Übung «Union Shield 2027»
Die Verteidigungsminister Russlands und Belarus' billigen in Minsk (BY) das Konzept der gemeinsamen Übung Union Shield 2027. Das teilt das belarussische Verteidigungsministerium laut BelTA mit. Verteidigungsminister Viktor Chrenin nennt die Übung rein defensiv. Das russische Verteidigungsministerium nennt als Schwerpunkte die gemeinsame Gruppierung der Truppen und das einheitliche Luftverteidigungssystem. Russlands Verteidigungsminister Andrej Beloussow sagt laut TASS unter Berufung auf BelTA, die Lage verschlechtere sich weiter. Lukaschenko sagt laut Charter 97, Belarus bereite sich auf einen Krieg vor, versuche ihn aber zu vermeiden. Das sind Aussagen der beteiligten Seiten.
«Und das erfordert vorbeugende Handlungen»
«And this requires preemptive actions»
Erster russischer Dieseltanker mit 40'000 Tonnen fährt laut Nowak in die USA
Der erste Tanker mit russischem Diesel ist laut Rzeczpospolita auf dem Weg in die USA. Vizepremier Alexander Nowak sagt laut RIA Nowosti, er transportiere 40'000 Tonnen. Weitere Lieferungen würden folgen. Der Vertrag mit den amerikanischen Partnern sei im Endstadium. Am 9. Oktober einigten sich Trump und Putin laut Rzeczpospolita auf Dieselexporte. Das Finanzministerium (US) erteilte eine befristete Lizenz bis zum 7. April 2027. Russland stellt für Oktober zusätzlich 300'000 Tonnen in Aussicht, für November 500'000 und für Dezember eine Million. Laut der US-Energiebehörde EIA entsprechen die Mengen für Oktober und November etwa eineinhalb Tagen des US-Bedarfs.
London weist Witkoffs Bezeichnung Putins als «Humanist» zurück
Die britische Regierung weist die Bezeichnung von Wladimir Putin als «Humanist» zurück, die Trumps Chefunterhändler Steve Witkoff verwendet hat. Das berichtet The Guardian. Witkoff hatte Putin am Mittwoch in Sankt Petersburg getroffen. In einem Videoclip russischer Staatsmedien sagt er zu Putin: «Sie sind auch ein Humanist, Sir, und ich begrüsse das.» Ein Sprecher der Downing Street sagt, man erkenne diese Charakterisierung nicht an. Putin habe Tausende Menschen getötet und greife systematisch kritische Infrastruktur an. Der ukrainische Aussenminister sagt, die Menschen in Kiew hätten in der Nacht gehört, wie russischer Humanismus klinge.
Antikorruptionsgericht erlaubt Halushchenko, die elektronische Fussfessel abzulegen
Das Hohe Antikorruptionsgericht der Ukraine erlaubt dem früheren Energieminister Herman Halushchenko, seine elektronische Fussfessel abzulegen. Das berichtet die Kyiv Independent. Die übrigen Auflagen verlängert das Gericht um zwei Monate. Halushchenko darf Kiew nicht ohne Erlaubnis verlassen und muss seine Auslandspässe abgeben. Er darf bestimmte Personen nicht kontaktieren. Die NABU hat ihn im Verfahren zum Staatskonzern Energoatom angeklagt, es ist laut der Zeitung die grösste Korruptionsermittlung unter Selenskyj. Halushchenko weist die Vorwürfe zurück. Das Gericht nennt laut der Kyiv Independent keine Gründe für den Entscheid.
Hluchiw (UA): Russische Drohne beschädigt das städtische Spital
Eine russische Drohne trifft am Mittwochabend das städtische Spital in Hluchiw im Gebiet Sumy (UA). Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf die Nachrichtenseite Hlukhiv.city. Fassade und Fenster des Gebäudes sind beschädigt. Ein Fahrzeug und eine zivile Einrichtung werden laut der Gebietsverwaltung ebenfalls beschädigt. Von Verletzten ist nicht die Rede.
Peskow: Dreierrunde möglicherweise in Abu Dhabi, Putin übergab Witkoff keine schriftlichen Vorschläge
Kremlsprecher Peskow äussert sich zum Treffen von Putin und Witkoff. Putin habe Witkoff keine schriftlichen Vorschläge zur Ukraine übergeben, sagt er laut RIA Nowosti und TASS. Über die russische Delegation für die nächste Dreierrunde sei noch nicht entschieden. Als Ort der Dreierrunde werde Abu Dhabi erwogen, sagt Peskow laut Interfax. Auf die Frage nach Dokumenten zur Unterzeichnung antwortet er, man laufe der Entwicklung voraus. Ein Gespräch zwischen Putin und Trump sei nicht geplant, könne aber kurzfristig vereinbart werden. Eine öffentliche Diskussion der Absprachen könne schaden, sagt Peskow. Über Putins Teilnahme am G20-Gipfel in Miami sei noch nicht entschieden. Russland habe aus Europa keine Äusserung gehört, die den Willen zeige, die Eskalation zu verlassen.
Moskau: Ukrainische Drohne trifft Bus des AKW Saporischschja, Fahrer stirbt
Das russische Aussenministerium meldet einen zweiten Drohnenangriff in Folge auf einen Personalbus des AKW Saporischschja (UA). Der Fahrer sei gestorben. Das Ministerium nennt die Angriffe gezielt und unzulässig. Das sind Angaben der russischen Seite.
Selenskyj: USA kürzen Patriot-Lieferungen, Russland wird ballistische Raketenangriffe verstärken
Selenskyj sagt vor einem Treffen mit Finnlands Premier Orpo, die USA hätten die Lieferungen von Patriot-Abfangraketen gekürzt. Russland werde deshalb mehr ballistische Raketen einsetzen. Das berichtet Ukrinform. Europäische Partner könnten Raketen nur liefern, wenn die USA zustimmen. Die USA hätten die meisten Abfangraketen in den Nahen Osten geschickt. Selenskyj erwartet einen konstruktiven Dialog mit Aussenminister Marco Rubio. Er sagt, Europa habe genug PAC-2- und PAC-3-Raketen für den Mindestbedarf im Winter. Ein Vertrag mit Deutschland sieht den Kauf von 600 Abwehrraketen aus eigener Produktion vor.
Schytomyr (UA): Schahed-Drohne trifft Wohnhaus, acht Verletzte, darunter zwei Kinder
Eine russische Schahed-Drohne trifft am Donnerstag ein einstöckiges Privathaus in der Gemeinde Schytomyr (UA). Laut dem Zivilschutz werden acht Menschen verletzt und ins Spital gebracht. Darunter sind zwei Kinder. Der Leiter der Gebietsverwaltung nannte zunächst neun Verletzte. Es ist der zweite Angriff auf die Region innerhalb von zwei Tagen, berichtet Kyiv Post.
Russland und Ukraine tauschen Leichen: 252 gehen an Kiew, 25 an Moskau
Russland und die Ukraine tauschen die Leichen gefallener Soldaten aus. Das meldet BelTA laut TASS. Der Austausch findet am Grenzübergang Nowaja Guta im Gebiet Gomel in Belarus (BY) statt. Russland übergibt 252 Leichen, die Ukraine 25. BelTA zählt über 70 solcher Missionen auf belarussischem Gebiet.
Losowa (UA): Russischer Angriff auf einen Markt, drei Tote, 34 Verletzte
Ein russischer Angriff trifft den Markt in Losowa im Gebiet Charkiw (UA). Das teilt die Gebietsverwaltung Charkiw auf Telegram mit. Zunächst sind zwei Tote und elf Verletzte bekannt, dann 17 Verletzte. Später sterben zwei Frauen im Alter von 50 und 60 Jahren. Gebietschef Oleh Synjehubow meldet am Freitag, eine weitere Verletzte sei in der Klinik gestorben. Insgesamt kommen drei Menschen ums Leben. 34 werden verletzt, drei weitere erleiden eine akute Stressreaktion.
Selenskyj fordert von Trump gegenüber Putin dieselbe Rhetorik wie gegenüber ihm
Selenskyj äussert sich im Podcast «The Diary of a CEO» zu Trump. Trump solle gegenüber Putin dieselbe Rhetorik nutzen wie gegenüber ihm, sagt er laut Digi24. Der Kongress habe Sanktionen gegen Russland beschlossen, Trump könne sie anwenden. Trump mache ihn für steigende Dieselpreise in den USA verantwortlich, das sei ungerecht. Laut RIA Nowosti sagt Selenskyj auch, er habe Trump um Raketen gebeten, die Europäer finanzierten sie.
«Trump muss gegenüber Putin dieselbe Rhetorik anwenden, die er mir gegenüber verwendet.»
«Trump trebuie să aplice față de Putin aceeași retorică pe care o folosește în privința mea.»
Moskau meldet Mirowka, Kiew weist russische Angaben im Gebiet Saporischschja zurück
Das russische Verteidigungsministerium meldet die Einnahme von Mirowka im Gebiet Saporischschja (UA). Am Vortag meldete es Tscherwony Jar und Julijewka im selben Gebiet. Die ukrainische Einsatzgruppe Süd widerspricht russischen Angaben zu Saporischschja. Wosdwyschiwka und Mala Tokmatschka blieben ukrainisch, die russischen Stellungen seien 23 Kilometer von der Stadt entfernt. Der ukrainische Generalstab zählt 187 Gefechte in 24 Stunden, am heissesten ist der Abschnitt Pokrowsk.
«Russische Meldungen über bedeutende Vorstösse im Gebiet Saporischschja sind praktisch zu einem Meme geworden.»
«Russian claims of significant advances in the Zaporizhzhia region have practically become a meme.»
Russisches Gericht weist Euroclear-Beschwerde ab, Zentralbank fordert 18,2 Billionen Rubel
Ein russisches Gericht weist die Kassationsbeschwerde von Euroclear ab. Es geht um 18,2 Billionen Rubel, die die russische Zentralbank fordert. Das meldet TASS unter Berufung auf die veröffentlichte Gerichtsentscheidung. Euroclear hatte zuvor beantragt, die Vollstreckung auszusetzen. Die Zentralbank reichte die Klage im Dezember 2025 ein. Damals plante die EU, eingefrorene russische Vermögen für die Ukraine zu nutzen.
Slowjansk (UA): Pflichtevakuierung für Familien mit Kindern gilt für die ganze Gemeinde
Die Stadtverwaltung von Slowjansk (UA) weitet die Pflichtevakuierung für Familien mit Kindern auf die gesamte Gemeinde aus. Das berichtet Kyiv Post. Russische Truppen hatten am Mittwoch Ortschaften im Gebiet Donezk (UA) 42 Mal beschossen. Slowjansk wurde mit Gleitbomben und einer FPV-Drohne getroffen, acht Menschen wurden verletzt, darunter zwei Jungen von sieben und zwölf Jahren. Die Sicherheitslage verschlechtere sich, sagt der Leiter der Stadtverwaltung.
EU-Entwurf: 117 neue Sanktionslistungen gegen Russland, 31 gegen Raffinerien und Ölterminals
Der EU-Auswärtige Dienst legt den EU-Botschaftern am 21. Oktober 117 neue Sanktionslistungen gegen Russland vor. Das berichtet die Kyiv Independent, der der Entwurf vorliegt. Betroffen wären 12 Personen und 105 Organisationen. Sie unterlägen einem Transaktionsverbot und einem Einfrieren ihrer Vermögen in der EU. Die Listungen zielen auf den Finanz- und Energiesektor sowie die russische Schattenflotte. 31 Listungen betreffen Raffinerien und Ölexportterminals in ganz Russland, von Sankt Petersburg bis Sachalin. Der Vorschlag kommt gut zwei Wochen nach der Einigung von Trump auf den Import russischen Diesels. Der EU-Ratsvorsitz bestätigt die Zahl der Listungen.
Chartija-Korps meldet unterirdischen Vorstoss von 15 Kilometern bei Kupjansk (UA)
Das Korps Chartija der Nationalgarde meldet eine unterirdische Operation mit dem Codenamen «Weles» bei Kupjansk (UA). Ukrainische Truppen rückten laut dem Korps rund 15 Kilometer durch Gaspipelines hinter die russischen Linien vor. Das Korps nennt über 30 gefangene russische Soldaten und über 100 Verluste. Das Kyiv Independent konnte die Zahlen nicht unabhängig überprüfen.
«Die Russen wollten die Gastrassen nutzen, um in das Hinterland unserer Streitkräfte vorzudringen. Also sind wir selbst in den Untergrund gegangen.»
«The Russians intended to use the gas routes to penetrate the rear of our forces. So we went underground ourselves»
Generalstab meldet 2250 russische Verluste an einem Tag, höchster Wert seit 2022
Der ukrainische Generalstab meldet für den 21. Oktober 2250 getötete und verwundete russische Soldaten. Das sei der höchste Tageswert seit Kriegsbeginn. Der bisherige Rekord stammt vom 19. Dezember 2024 mit 2200. Das sind Angaben der ukrainischen Seite. Das russische Verteidigungsministerium nennt für die letzten 24 Stunden rund 1245 ukrainische Verluste.
Ukraine kann Waffen über die NATO-Beschaffungsagentur NSPA kaufen, meldet die FT
Die Ukraine soll Waffen, Munition und Ausrüstung über die NATO-Beschaffungsagentur NSPA kaufen können. Das berichtet die Financial Times, wie das Kyiv Independent und TASS melden. Das könne Lieferungen schneller und billiger machen. Die NSPA informierte laut FT in Kiew rund 150 ukrainische Firmen. Das Verfahren läuft getrennt von der Liste PURL. Darüber wurden laut NATO seit Juli 2025 über 6 Milliarden Dollar an US-Rüstung finanziert. TASS schreibt, Russland sage, Waffenlieferungen an Kiew verlängerten den Konflikt.
«Sie gibt der Ukraine die Möglichkeit, einen strukturierteren Rahmen zu nutzen für die breite Palette unserer Fähigkeiten: Beschaffungsexpertise, Unterstützungsleistungen und Zugang zur etablierten Industriebasis»
«It provides Ukraine with the ability to have a more structured framework to leverage a broad range of capabilities that we offer: procurement expertise, support services, and access to established industrial base»
Dänemark sichert Fire Point einen Kredit von 113 Millionen Dollar ab
Dänemark gibt der dänischen Tochter des ukrainischen Rüstungsherstellers Fire Point eine Kreditgarantie. Sie beträgt 750 Millionen Kronen, rund 113 Millionen Dollar. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Reuters und das dänische Wirtschaftsministerium. In Südjütland (DK) entsteht ein Werk für festen Raketentreibstoff, es soll Ende 2027 laufen. Verteidigungsminister Bruus sagt, Produktion ausserhalb der Ukraine schütze sie vor russischen Angriffen.
Russland greift Kiew mit 21 ballistischen Raketen an, ein Toter, 24 Verletzte
Russland greift Kiew laut Präsident Selenskyj seit dem Abend in drei Wellen mit 21 ballistischen Raketen an. Nach Angaben der Stadtbehörden stirbt mindestens ein Mensch, 24 werden verletzt, darunter vier Kinder. Getroffen sind laut Selenskyj Wohnhäuser, Energieanlagen, eine Bahnhofsanlage, die Metro, Einkaufszentren und ein Kloster. Die ukrainische Luftwaffe meldet zusätzlich 210 Drohnen, 181 davon seien abgeschossen oder unterdrückt worden. Das russische Verteidigungsministerium spricht von einem Schlag gegen Rüstungsbetriebe, ein Drohnenlager und die Südbrücke, die für Militärtransporte diene. Präsidentenberater Beskrestnow sagt laut Kyiv Independent, eine Iskander habe Streumunition getragen.
«Fast unmittelbar nach einer weiteren Gesprächsrunde hat Russland einen gezielten Angriff geflogen.»
«Almost immediately after another round of talks, Russia launched a pointed attack.»
Politico und Telegraph: EU sucht Verhandler für Gespräche mit Putin, Stubb unter den Kandidaten
Die EU sucht laut Politico jemanden, der Europas Position in Gesprächen mit Putin vertritt. Genannt werden Finnlands Präsident Stubb, Kommissionspräsidentin von der Leyen und Ratspräsident Costa. Die Debatte nahm nach dem Treffen von Putin und Witkoff zu. Der Kyiv Post zufolge nennt der Kreml Gerhard Schröder als bevorzugten Kandidaten. Laut The Telegraph, den Kommersant wiedergibt, nennen Diplomaten fünf Kandidaten. Es sind Meloni, Stubb, Pavel, Frederiksen und Støre. Die Kandidaten seien bereits kontaktiert worden. Die EU stelle eher eine Gruppe von Verhandlern zusammen als eine einzelne Person.
«Präsident Putin ignoriert die Europäische Union als Autorität»
«President Putin disregards the European Union as an authority»
Sobjanin meldet 630 ukrainische Drohnen auf Moskau, zwei Verletzte
Bürgermeister Sobjanin meldet 630 ukrainische Drohnen auf dem Weg nach Moskau, zwischen 19.30 und 3 Uhr Schweizer Zeit. 163 seien im Anflug auf die Stadt zerstört worden. In Woronowo werden zwei Menschen verletzt. Monitoring-Kanäle und das Portal Astra melden einen Treffer auf das Rüstungswerk «75. Arsenal» in Serpuchow (RU). Das ist nicht unabhängig bestätigt. Das russische Verteidigungsministerium meldet 808 abgeschossene Drohnen über Russland in der Nacht.
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