Lieber Christian

Offener Brief eines Swiss Re-Mitarbeiters an CEO Christian Mumenthaler – Stimmung am Zürcher Hauptsitz am Kippen.

Lieber Christian, Du hast diese Woche einen Artikel, samt Video, über das Thema Integrität auf unserem Intranet geschaltet. Glaubst Du, es ist damit erledigt, dass alles wieder gut wird? Wie meinst Du das jetzt genau mit ‚open and transparent communication‘?

Du schreibst einmal im Quartal in deinem Blog an die Belegschaft und erzählst immer das Gleiche. Es kann nur besser werden, weil irgendwann gehen die Zinssätze wieder hoch, doch wir warten und warten. Du bedienst Dich immer der gleichen und vorgefertigten Mottos: ‚We make the work more resilient‘, ‚we need to work towards closing the protection gap‘, ‚we need to access new risk pools‘. Glaubst Du, mit solchen Einzeilern die Motivation auf Dauer hochhalten zu können? Ist das alles nicht unser Kerngeschäft seit mehr als 150 Jahren?

Du sagst auch immer: ‚We are a knowledge company‘. Ja, das glauben wir Dir. Aber auch eine Firma ohne operative Kultur. Ein Haufen Fachexperten, für die Effizienz ein Fremdwort ist.

Ja, wir wollen inspiriert werden. Aber Du kommst nie zu uns runter und fragst uns, wie es so läuft. Warum verlässt Du nicht mal dein Büro und verbringst ein wenig Zeit mit Deinen Truppen? Wir können Dir problemlos, direkt und ungefiltert erzählen, was gut läuft und wo der Schuh drückt, was man verbessern könnte und was man stoppen sollte.

Dafür musst Du nicht unzählige Surveys machen und sie von externen Consultants teuer analysieren lassen. Glaubst Du, Deine ‚Direct reports‘ erzählen Dir die ganze Wahrheit und wie alles wirklich im Alltag ist? Die sagen Dir bestimmt immer: ‚Everything is awesome‘! Komm zu uns, anstatt von hinten zu führen. Wir beissen nicht.

Du sparst seit Jahren in bester Salami Taktik: die Pensionskasse, die Boni, die Aktien-Sparprogramme, die Zusatzversicherung, unser geliebter Sportgrund, die Firmenparkplätze, die Du uns für ein Auto mit 450.- und für ein Motorrad für 70.- im Monat vermietest (soll ich wirklich soviel zahlen, um mit einem Elektroauto umweltbewusst zur Arbeit zu kommen?), seit Jahren bewusst keine Gehaltserhöhungen mehr für Angestellte in Zürich.

Was kommt als nächstes? Wirst Du danach die Pensionskassenbeiträge kürzen, uns die Essenspauschale und den Krankenkassenbeitrag streichen, den Kaffee und die Früchte wegnehmen?

Du entlässt kompetente Leute, weil sie plötzlich zu alt und teuer sind? Du privatisierst also die Gewinne, aber verstaatlichst die Verluste? Glaubst du, dass es in Bangalore langfristig billiger wird, dort, wo kein Rückversicherungs-Knowhow vorhanden ist und der Turnover bei >25% liegt?

Glaubst du nicht, dass der Schuss nach hinten losgehen könnte? Glaubst Du wirklich, dass wir diesen neuen Kollegen unser Fachwissen einfach so preisgeben werden, damit diese uns dann überflüssig machen können? Glaubst Du das? Echt jetzt?

Du stellst aber immer wieder überbezahlte externe Consultants ein (McKinsey, BCG, EY und andere), die für Dich schöne Konzepte ausarbeiten, aber in der Umsetzungsphase immer scheitern. Dann hört man von denen: Swiss Re hat es falsch umgesetzt. Wieso vertraust Du denen so sehr, obwohl sie Dir oft nur heisse Luft verkaufen und jedes Jahr Dutzende Millionen kosten? Wieso gibst du denen sogar Jobs bei uns?

Du sagst immer, dass ‚Diversity‘ wichtig sei und dass wir mehr davon brauchen. Ist es so schwierig, ein paar Frauen für Managing Director Stellen zu finden? Haben wir denn keine weiblichen Talente bei der Swiss Re? Gibt es keine qualifizierten Frauen auf dem Markt? Oder hast Du einfach keine Lust?

Du lässt Koordinationsfunktionen inflationär grösser werden, die keinen Rappen Gewinn erwirtschaften, aber grosse Kosten verursachen. Bei der Gruppe, bei den Product Centers in Reinsurance, bei den Divisionen, für internes Reporting. Was machen die den ganzen Tag, ausser ‚koordinieren‘? Was ‚koordinieren‘ die eigentlich die ganze Zeit? Warum brauchen wir ganze 4 Monate, um einen finanziellen Plan zu erstellen? Sind wir so komplex geworden?

Jetzt ist es mir eingefallen. Weil wir als Firma immer noch kein Management Information System haben. Wir planen und arbeiten seit eh und je mit Excel Spreadsheets. Wir müssen heruntergeladene Daten manchmal tagelang bearbeiten und strukturieren, damit wir erst anfangen können, unsere eigentliche Arbeit zu machen.

Die Marketing Abteilung moniert seit Jahren, dass sie keine Rückmeldung von Supportfunktionen erhält und sich mehr oder weniger mittels ‚Trial and error‘ an die Kunden herantasten muss. Business Management und Finance Input? Tote Hose.

Du gibst dem Lohmann aber 700 Millionen, um mit SAP (unser Atlas Projekt) etwas komplett Neues zu entwickeln. Muss es gleich der Platinum Standard sein, der 8 Jahre Zeit in Anspruch nimmt, bevor man es endlich zur Verfügung hat? Wird es überhaupt funktionieren?

Ich frage, weil das, was Dir momentan als Erfolg verkauft wird, eigentlich keiner ist. Ich meine hier die konsolidierten General- und Sub-Ledger. Ich flüstere es Dir ins Ohr: Die Daten wurden alle manuell eingetippt, anhand endloser Excel Spreadsheets, weil die erhoffte Automatisierung gar nicht funktioniert. Wie siehst Du das, ist das so in Ordnung?

Du hast Corporate Solutions mit einer Milliarde rekapitalisiert, weil diese Einheit letztes Jahr knapp 750 Millionen Verlust gemacht hat und seit Jahren nicht vom Fleck kommt. Du sagst immer, dass wir ganz viel Kapital haben. Du sagst jetzt auch, dass man unseren operativen Kostensatz den Investoren nicht mehr zumuten kann und darum müssten jetzt einige von uns gehen. Wie sollen wir das jetzt verstehen, wenn Du ohne zu zögern deinen Geldbeutel öffnest und soviel Geld in ein schwarzes Loch wirfst?

Du führst die Firma in Richtung Mittelmass, eine Firma, die kein besonderer Arbeitsplatz mehr ist. Früher wäre man über Leichen gegangen, um hier arbeiten zu dürfen. Wir haben einen Glaspalast erstellt, aber unsere Identität ist verloren gegangen.

Du verbandelst Dich mit Palantir? Wirklich? Eine Firma, die eng mit den amerikanischen Geheimdiensten zusammen arbeitet und das eigene Volk bespitzelt und überwacht. Wusstest Du, dass durch Palantir gezielte Kampfdrohneneinsätze in Kriegsgebiete ermöglicht werden? Ist Palantir mit unserem Firmenmotto ‚We make the world more resilient‘ kompatibel?

Hast Du nicht mit Michel und Tidjane telefoniert und sie gefragt, wieso die Zurich Versicherung und die Credit Suisse ihre eigenen Palantir Programme gestoppt haben? Wie willst Du es unseren Kunden erklären, dass ihre Daten auf einer CIA Cloud landen könnten? Willst Du dafür in die Geschichte eingehen?

Was erwartest Du unter diesen Umständen von uns? Loyalität? Ja?

Überrascht es Dich jetzt, dass in den letzten Wochen einiges auf Insideparadeplatz.ch publik geworden ist? Wirklich? Wie oft willst Du noch solche Artikel lesen müssen? Merkst Du nicht, dass etwas in der Firma nicht mehr stimmt und Du handeln musst?

Ich will ja nicht alles nur kritisieren, aber auch ein paar Vorschläge machen.

Wie wäre es, wenn Du die Führungsstrukturen ein wenig bereinigen würdest? Das RMT schlanker und effizienter gestalten. Oder Manager einstellen die mit Führungskompetenzen ausgestattet sind, anstatt Fachexperten zu befördern, deren einzige Motivation darin besteht, ihre Stelle durch Streuung von Fachexpertise und Aufbauen von Komplexität zu sichern.

Oder Zwischenstufen zu minimieren: Wie sollen wir sonst schnell und effizient entscheiden können, wenn jeder seinen Senf dazugibt und am Ende doch keiner die Verantwortung tragen will?

Wie kann es sein, dass manchmal etliche Direktoren aneinander rapportieren oder nur für einen oder zwei Mitarbeiter verantwortlich sind?

Warum packst Du deine A und B Bands nicht härter an? Die verdienen sehr gut, aber handeln oft nicht zum Wohl der Firma, weil jeder seiner eigenen Agenda nachgeht. Eigene Karriere zuerst, die Firma und die eigenen Leute zuletzt.

Lieber Christian, es ist noch nicht zu spät. Wir sind aber viele. Wir vergeben nicht. Wir vergessen nicht. Erwarte uns.

Dieser Text hat ein unbekannter Schreiber als Kommentar auf IP publiziert. Aufgrund der vielen spannenden Informationen erscheint er hier separat als ganzer Artikel.

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168 Kommentare zu “Lieber Christian

  1. Da die Meisten hier wohl nur noch online lesen, möchte ich mal darauf hinweisen, dass die Swiss Re ihre fantastische Helvetica Sammlung, die sicher in der GD über mehrere Jahrzehnte aufgebaut wurde, verramscht hat oder noch wird. Sie sei gigantisch. Bei Koller Auktion letztes Jahr tolle Bücher von Conrad Gessner (zB top Fischbuch etc) und tausende gerahmter Helvetica Grafiken (Stahlstiche) bei Kiefer Pforzheim verscherbelt, wohl en Block unserm Freund P. K. verkauft hat, da wirds einen echt übel. Keinen Respekt vor der Tradition auch der Firma, nur alles zu Geld machen. Das ist die selbe Mentalität wie bei den Grossbanken wo auch graduell alles abgebaut wurde, es fing bei den Grünpflanzen im CS Hauptsitz an.. das wäre zu kostspielig. Dann nahm sich Brady den 70 Mio Bonus. Nur gut für uns Helvetica Sammler, einige seltene oder schöne Objekte zu Billigstpreisen bei Kiefer zu retten, von den Gessnern mal abgesehen, die bis über 70k gingen. Schande über den Direktor der das entschieden hat.

  2. Hey Chris & Kiehlholzfahrer, nun ist Patrick Gisel wieder frei!
    Wär doch ein idealer Kandidat, vermutlich mit HSG-Abschluss und Miss-Management-Erhahrung 😉

  3. Aha, siehe da welche Erfahrungen Lidl mit SAP soeben gemacht hat: 500m für eine unbrauchbare IT Lösung ausgegeben.

    https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/500-millionen-euro-fuer-eine-unbrauchbare-it/story/29351924

    Hoffen wir mal, dass die Swiss Re weiss worauf sie sich mit SAP und „Atlas“ eingelassen hat. Auf jeden Fall viel Glück! Und falls es dann doch nicht funktionieren sollte, wird man halt ein paar günstige Hände mehr in Bangalore einstellen. Die machen das dann per Hand. Bei 700m Ausgaben macht das keinen grossen Unterschied mehr…

    „Ein Informatikverantwortlicher von Lidl sprach 2016 in einem Interview vom «modernsten Warenwirtschaftssystem der Welt». Vom Manager bis zum Filialleiter sollten Mitarbeiter Daten auf Knopfdruck in Echtzeit abrufen können“
    Und das 2 Jahre vor Übungsabbruch. Entweder waren Amateure am Werk oder man hat auf Biegen und Brechen die Wahrheit verschleiert! Wahrscheinlich sogar beides.

    „Auch eine dreistellige Zahl von externen Beratern konnte daran nichts ändern“.
    Da lache ich mich Tot und möchte gerne wissen für welche Beratungsfirma die tätig waren? Sicher die gleichen die bei Swiss Re am Werk sind. Transparenz ist immer gut!

    „Lidl will deshalb sein selbst entwickeltes, altes Warenbewirtschaftungssystem modernisieren. Länder, die bereits auf SAP umgestellt haben, werden wieder auf die alte Software zurück wechseln“
    Haha, das ist der Supergau schlechthin! Und sicher ist am Ende keiner dafür verantwortlich…

    • Vielleicht wird Swiss Re der neue Lidl? Sicher ist, SAP und die Beratungsfirmen haben daran verdient. Mit diesem Geld könnte man die eigenen Prozesse und Applikationen verbessern.
      Weshalb wollen eigentlich so viele Grosskonzerne auf SAP?

  4. Die Besten ..

    .. Mitarbeiter, egal welche Stufe, erkennt man ganz einfach:

    – sind kritisch, sowohl der Firma als auch sich selbst gegenüber ..

    – kritisieren nicht nur, sondern sind Teil der Lösung ..

    – identifizieren sich mit der Firma und akzeptieren deshalb keine Mauscheleien und halbe Lösungen ..

    – Denken langfristig, keine Selbstbereicherung ..

    – Übernehmen für Ihren Teil jederzeit Verantwortung ..

    – Fordern und fördern, gemäss Ihrem eigenen Vorbild ..

    – Haben keine Berührungsängste, Respekt JA, Arschkriechen NEIN ..

    – Sind unbequem, Alles (Sache) darf angesprochen werden, es gibt keine Tabus ..

    – Haben keine Angst, eine Firma die solche Leute mobbt, hat diese Leute nicht verdient ..

    – Weiss, Nichts hält ewig, eine Firma muss sich andauernd anpassen und erneuern ..

    – Haben den Mut, das ‘Richtige’ zu tun ..

    – wissen, woher der Mammon kommt und kennen auch die Konkurrenz ..

    Solche Mitarbeiter gibt es in jeder Firma, die anderen Mitarbeiter lassen sich durch Angstmacherei am Arbeitsplatz einschüchtern. ‘Angst’ mag manchmal ein guter Ansporn sein, dauernde Angstmacherei ist kontraproduktiv.

    Je geringer die Führungsqualitäten, desto grösser der Abstand zur Basis, Mitarbeiter könnten ja erkennen, was für eine Pfeiffe man ist ..

    Dem Schreiber der Zustände gehört unser Respekt, nicht Hohn. Wer nur kritisiert und keine Gegenvorschläge bringt, ist negativ. Das kann man dem Verfasser der SwissRe-Kritik nicht unterstellen.

    MfG Industrial

  5. The pecking order within Swiss Re is unbelievable, a line manager who is without any adequate education or university degree was promoted to director in IT where she had no work experience. This had also happend in UBS but in Swiss Re it has no consequences.

    All who knows that could only shake their heads over it, because the only thing Miss D could do was stir up intrigue, kick down and suck up. Technical knowledge but = zero

  6. Ich wette Christian wird nun alle möglichen internen und externen Resourcen darauf verwenden den unbekannten Schreiberling ausfindig und mundtot machen.
    Dabei sollte er diese gut gemeinte Warnung dankbar aufnehmen und rasch die nötigen Korrekturen mit Unterstützung seines Teams einleiten.
    Aber eben Whistleblower leben gefährlich und riskieren ihre Existenz wenn sie die Wahrheit aussprechen.

    • Ganz genau, so wie alle Mundtot gemacht werden die im falschen System der Swiss Re Unstimmigkeiten der Menschen mit Einfluss aufdecken.

  7. Ich finde solche Kommentare, die die Teppichetagen als vollkommene Idioten abstempeln nicht gerade Konstruktiv. Die Personen im C-Level sind alles andere als Idioten, ganz im Gegenteil.
    Ist es nicht so das diese Personen vom Verwaltungsrat und am Ende auch vom Aktieninhaber Ziele vorgegeben bekommen? Müssten nicht auch diese zur Verantwortung gezogen werden, siehe im Fall der Raiffeisen.
    Ich möchte hier wirklich nichts beschönigen, bin auch der Meinung das bei manchem CEO, CIO, CTO usw. ein gewisses Gespür für die Basis fehlt und diese sich wirklich in Sphären bewegen, die jenseits der Realität sind.
    Aber solange für die GL, VR und Aktieninhaber das Geld die Religion ist, wird sich rein gar nichts verändern und die Basis wird immer daran leiden, siehe auch Amerika.
    Solange das SwissLife Management am General-Guisan-Quai residiert, mit eigener Küche, mit Liften bei denen nur ausgewähltes Personal in den obersten Stock gelangen, warum sollen solche Personen an die Basis gehen? Vielleicht fehlt Ihnen ja das Selbstvertrauen sich den Fragen zu stellen, oder ganz einfach, die haben keine „Eier in den Hosen“.

    • @einAussenseiter

      Dass Sei ein Aussenseiter sind ist offensichtlich: Sie haben keine Ahnung!

      Sie reden vom SwissLife Management, das am General-Guisan-Quai residiere.

      Erstens geht es hier um Swiss Re, einen globalen Rückversicherer, nicht um Swiss Life, eine Schweizerische Lenbensversicherungsgesellschaft (vormals Rentenanstalt)..

      Und zweitens residiert am General-Guisan-Quai weder Swiss Re noch Swiss Life, sondern Scor, ein anderer Rückversicherer.

      „Eier in den Hosen“ mögen Sie haben, wenn Sie ahnungslos sowas posten. Bei „Grütze im Kopf“ kommen bei mir allerdings schon eher Zweifel auf …

  8. Die Schweiz: man nehme eine Prise altbäuerlicher Weisheiten, eine Prise Liberalismus aber vor allem durch das Volk kontrollierte Institutionen. Und schon hat man auf Dauer ein (mehrheitlich) stabiles System, im Gegensatz zu anderen Ländern. Die EU lässt grüssen. Ein Hoch auf unser politisches System!

    Grosskonzerne verkommen immer mehr zu administrativen Monstern in denen das Wesentliche aus den Augen verloren geht. Wieviele, zum Teil gut ausgebildet und Ideenreiche Mitarbeiter, verrotten in sogenannten „Bullshit jobs“ nur weil die bestehende Komplexität innerhalb der Matrix dem Chef den Job sichert? Ein bisschen mehr gelebte Direkte Demokratie kann hier kaum schaden. Ausser denjenigen die von dieser Intransparenz ein Karrieremodell aufgebaut haben (oft geldgierige Machtmenschen) oder davon profitieren (die geliebten Consulting Firmen)

    Was lernt man aus diesem Schreiben? Es ist doch so einfach die Dinge beim Nahmen zu nennen. Und wenn es intern „bottom up“ nicht möglich ist, dann ist ein solcher Umweg durchwegs legitim. Alle Wege führen bekannterweise nach Rom.

    Ich freue mich jetzt schon köstlich auf ähnliche Briefe, jedoch diesmal von UBS, CS, Zurich et al. Mitarbeitern. Nur Mut, auch ihr habt es drauf!

    • Bitte die Angsthasen von der Allianz nicht vergessen. Dort liegt meiner Meinung nach unter den Erstversicherer am Meisten (ohne Axa Beurteilung) im Argen und, die Allianz arbeitet im Gegensatz zu den meisten anderen sehr stillschweigend, subtil und mit «Gehirnwäsche» (…), die ihre Wirkung nicht verfehlt. Weiss man wie die Allianz tickt, kann man vor ihr nur Angst haben. So wie ich. Bis vor kurzem waren die Swiss Re MA bezüglich IP auch noch Angsthasen. Also ihr Angsthasen der Allianz die mit der Faust im Sack IP lesen, ich kenne einige, seid endlich mutig.

  9. Wenn ich diesen Bericht so lese kommen mir als ehemaligem Industrie KMU Manager die Tränen aber vor Lachen. Da wird auf einem derart hohen Niveau gejammert um irgendwelche Vorteile und Privilegien die andere Branchen nie hatten. Wer soll den dieses Wohlfühlprogramm bezahlen. Welcher Kunde zahlt noch für eine solche Kostenbasis in einem Geschäft, das heute auch völlig austauschbar ist?

    • Ich denke nicht, dass es hier um Pfründenverteigung geht. Es geht um etwas Existenzielleres: Entfremdung und Ohnmacht. Die Entfremdung, die dadurch entsteht, dass man in einem System arbeitet (und es dadurch ein Stück weit unterstütz), in dem der Opportunismus und die Politik reagiert, obwohl man eigentlich gerne etwas Sinnstiftendes arbeiten würde, sowie die Ohnmacht, dass man daran nichts ändern kann (oder glaubt ändern zu können), weil man schlicht zu tief in der Futterkette ist, und weil der Anpassungsdruck zu gross ist, so dass man schlussendlich in einer leicht schizophrenen Haltung am Bürotisch sitzt. Aber ja, man hat immer die Wahl zu gehen, wenn man denn die Konsequenzen bereit ist zu tragen.

  10. Hut ab vor so viel toller konstruktiver Kritik. Leider ist es heutzutage halt so, dass die Manager kein Zugehörigkeitsgefühl mehr dem Arbeitgeber gegenüber verspüren. Die Unternehmung gehört ihnen ja nicht. Hauptsache, die „Teppichetage“ bezieht genügend Lohn und grosse Boni. Die Machtgeilheit, die Gier finde ich einfach widerlich. Und die „normalen“ Mitarbeiter werden ausgepresst. Immer mehr Stress, immer mehr unnütze Arbeiten, keine Info. Es sollte bald einmal ein Umdenken stattfinden.
    Und Mitarbeiter +50 können sich nicht einfach so auf die Schnelle eine neue befriedigende Arbeit suchen (ich rede aus Erfahrung, denn selber schon Ü50), denn die meisten Arbeitgeber finden diese Kategorie der Mitarbeitenden zu teuer und entscheiden sich dann für Jüngere, günstigere, welchen man ein U für ein V vormachen kann.
    Herren und Damen der Chefetage, bitte nehmt euch mal Zeit und sprecht mit den Angestellten, zeigt ihnen, dass sie wichtig sind, denn vielleicht ist die angebrachte Kritik gar nicht mal so weit hergeholt.

  11. Zivilcourage heisst für mich, mit dem eigenen Namen unterschreiben.

    Zudem störe ich mich auch am Ausdruck „über Leichen gehen“.

    Marc Meyer

  12. Bist Du clever, gut ausgebildet ?

    Dann pfeiff auf den «lieben Christian», den Narzissten Ranzotti, den Oberkastenhäuptling aus dem frankophonen Westafrika – die wollen nämlich nur drei Sachen, Dich auspressen wie eine Zitrone, selber grossartig garnieren und Dich, sobald Du um die 50 bist, möglichst billig entsorgen.

    Jeden Tag den Du in Deinem Arbeitsleben diesen Leuten zur Verfügung stellst, ist ein verlorener Tag.

    Ausserdem, solche Finanzkolosse sind Dinosaurier, die für immer verschwinden werden. Möchtest Du in einem Dinofriedhof enden ?

    Silicon Valley ist das Produkt von Coding, Bier und Sex – nicht von Krankenkassenzuschüssen,
    Bürofrüchten und einem Sportclub.

    Mach Dich autark, verzichte auf den überteuerten Scheiss im Leben, Bestandesreiheneinfamilienhaus, deutscher Mittelklassewagen, Kosmetiksalonbesuche
    Deiner Alten, iPhone X Goofen in Privatgymis….. wirf Dich ins Zeug, AI, Digitalisierung, kooperative Finanzplattformen, alles da, um die Dinos in den Friedhof zu befördern, werde Teil der Revolution, nicht Opfer.

    Pfeiff auf den «lieben Christian», er pfeifft nämlich auf Dich und Deinesgleichen.

  13. Ja, es ist schrecklich solche Briefe lesen zu müssen! Habe selbst 30 Jahre in der „Rück“ gearbeitet und dabei wenigstens immer gewusst, wie das Beste für die „Rück“ herauszuholen war. Früher hiess es: Das Haus der 100 Spezialisten (aber was machen denn all die anderen 900 Idioten?)! Bei der heutigen „Swiss Re“ sollte der Verwaltungsrat um 50% reduziert werden und durch Leute ersetzt werden, die das Rückversicherungsgeschäft auch wirklich verstehen. Die Welt hat sich sehr strak verändert, aber in der Vergangenheit war die „Rück“ immer noch fähig sich zu behaupten! Warum sollte dies in der heutigen Zeit nicht mehr möglich sein? Wurden denn die falschen Leute befördert, d.h. lauter Egoisten, die nur an sich denken?

    , Aber eben, es zählen nur noch dimmer

    • @Benjamin von Niederhäusern: Egoisten? Eine der Qualitäten, die man bei Swiss Re haben muss und die von den „Chefs“ auch unheimlich geschätzt wird. Zudem ist es für die eigene Karriere und den Verbleib in diesem Unternehmen sehr hilfreich, wenn man den Chefs endlos Zucker in den Allerwertesten bläst, und ja nicht kritische Worte über Projekte, Strategien und dergleichen verliert, auch wenn spätestens 2 Jahre später ersichtlich ist, dass dies und jenes nicht funktioniert hat und so weiter. Es hilft also, wenn man keine eigene Meinung hat und einfach dem Strom folgt – oder anders ausgedrückt, eine „Yes-Person“ zu sein und kein Rückgrat zu haben sind die idealen Voraussetzung, um 2018 dort zu arbeiten.

  14. G R O S S A R T IG
    Landauf … landab das gleiche Bild: An der Basis super ausgebildete und erfahrene Schweizer Fachkräfte, welche durchaus wissen, wie das Geschäft und die Prozesse funktionieren. Und in der Teppichetage „Filz-Dummköpfe“, welche nicht mal grundlegende Führungsqualitäten aufweisen und sich hinter einem „Exoten-Berater“ verstecken.

    @Brief-Schreiber: Super Arbeit, bleiben Sie dran und motivieren Sie die Kolleginnen und Kollegen zu einer gemeinsamen Revolution auf der Teppichetage. Machen Sie weiter öffentlich Druck und bringen Sie die Missstände an’s Tageslicht: DANN werden die KUNDEN und der MARKT reagieren.

  15. Das Ganze erinnert mich an meine letzten Jahre auf der Rück, Beginn der Äre Mühlemann/Bremi, offenbar hat man nicht viel daraus gelernt, vielleicht springt Warren Buffet nochmals ein!

    Was die Arbeitsbedingungen angeht sind sie bei Swissre wohl immer noch ansprechend, wahrscheinlich nicht mehr ganz so luxuriös wie zu meinen Zeiten!

  16. Let me start by saying that my name is Daniel Eckhart and that I am a Swiss Re employee. It’s been 20+ years for me by now and Swiss Re, in good times and it hard times, has been and IS family to me. This open letter is something that I cannot stand. It makes me angry.

    At Swiss Re we have a very open engagement culture – we have a vibrant engagement platform where we share the good and the difficult. There are questions, opinions, challenges – everything written is open and transparent and that is the sign of a strong community. There, within the Swiss Re home, is the place to address what’s been addressed here. A good future, one we all want to see and be a part of, requires courage. Honesty will not always make you friends and will likely not enable an easy career path – but honesty is foundational.

    I am with Swiss Re because I believe in this company, a company with a powerful purpose it delivers on every single day. I’m with Swiss Re because it is filled with caring people, committed, passionate people, human beings, friends. While we are here, we should, at all times, act in our company’s best interests. That goes for everyone. That goes for me, that goes for our leadership – and that goes for you, too. When we see things go wrong, we absolutely must speak up. Your anoymous airing of grievances is the very opposite of courage, the very opposite of what’s needed.

    We should always strive toward our better selves – both as people and as companies. If that’s what you want, if you want us to get better, then step up. If you just want to anonymously throw a few rocks, well then step out. I’m here, you have my name. I’m ready to talk, ready to tackle, together with you, in the best interests of Swiss Re. Are you ready for that? It’ll get uncomfortable, it’ll get difficult. If you want to build on what works and fix what doesn’t, then I’ll be hearing from you.

    • Warum fühlst Du Dich denn so auf den Slips getreten?
      Weshalb ist Dein Kommentar in Englischer Sprache verfasst?
      und vergiss zudem nicht; DU bist noch im Zitronenalter. Der Briefschreiber scheint diese Phase verlassen und den etwas grösseren Blickwinkel und Erfahrungsschatz zu haben. Eine Aufforderung von „he, steig zu mir in den Ring. Es wird für Dich unbequem und schwierig werden“ erscheint mir für eine Person 20+ etwas gar dreist.

    • Schreiben Sie doch bitte in Deutscher Sprache. Wen wollen Sie damit beeindrucken? Ihre inhaltslosen Durchhalteparolen bringen die Swiss RE bestimmt nicht weiter, im Gegenteil. Ihre Allgemeinplätze offenbahren offensichtlich, dass in ihrem „home“ viel Potential brachliegt.

      Vielleicht bekommen sie nun in ihrem „cosy home“ eine Lohnerhöhung………..? Vielleicht werden sie nun in ihrem „home“ ganz ehrenvoll pensioniert?

    • Beherrscht DE nach 20 Jahren Schweizerischer (!) Rückversicherung noch keine der vier Landessprachen?

    • Fast schon unfreiwillig komisch, dieser Beitrag, denn das ist genau das wellness – Gewäsch, das viele nicht mehr hören können und wollen.

      Let’s talk? Ja, sicher! Let’s endlessly discuss without any result kommt dann dabei raus.

      Die Probleme sind auf dem Tisch, wie wäre es denn ausnahmsweise mit “Let’s act! “?

    • Ist doch ganz offensichtlich, wieso der gute Daniel hier in Englisch schreibt. Für den Fall, dass sich ein paar der nur englischsprechenden Mitglieder des Managements auf diese Seite verirren, können sie sehen, wie er sich heroisch in die Speere der Kritiker geworfen hat.

      Ausserdem hat er einen der nutzlosesten Jobs innerhalb der Firma, Head of Community Management, den er durch konstantes ‘brownnosing’ zu sichern versucht.

    • Bizarre, gestelzte Gefälligkeitssprache. Kontraproduktiv und absolut nicht hilfreich.

      „We should always strive toward our better selves – both as people and as companies.“

      Könnte eine Worthülse aus dem Arsenal der McKinsey & Company sein. Mit solchen leeren Sprüchen wird die Swiss RE nicht neu erfunden.

    • Ach der Swiss Re Social Media Twitterer und Forum-Moderator. Das gibt der eigenen Karriere wieder einen unheimlichen Schub, diesen Text in Englisch (damit es auch die Chefs in den oberen Etagen auch ja verstehen!!)! Immer schön lächeln und gute Laune verbreiten, und dabei nicht verstehen, wo der Schuh drückt. Tja, kommt halt davon, man, als „internes Sprachrohr“ in den letzten Jahr eigentlich keinen einzigen Rappen zum Betriebsgewinn beigesteuert hat. Es ist ein Affront von jemandem, der „nur“ ein bisschen (Motivations-)Texte verfasst, sich intern also Motivator aufspielt, jedoch nicht versteht (oder verstehen will), wo die Leute an der Front der Schuh drückt. Deshalb, diesen Herrn kann man beim besten Willen nicht Ernst nehmen. Und richtig ausgepresst wurde der noch nie. Der weiss ja gar nicht, was es heisst, Zahlen liefern zu müssen. Aber jeder soll das Tun, womit er glücklich ist/wird. Wenn jemand am Texten Freude hat, und dem es zudem Spass macht, oft belanglose Fotos oder Kommentare ins Intranet hochzuladen, dann ist halt so!

    • Haha, nice try sich als Dani auszugeben…

      Der wahre Daniel beherrscht die englische Sprache um einiges besser, darum fallt nicht plump auf diesen Kommentar rein. Das gilt übrigens auch für die deutsche Sprache, da er (und jetzt kommts) Schweizer ist!

      Aber auch der Christian hat mal offline gesagt: „one Daniel is enough for Reinsurance“. Der Mumi hat scheinbar nicht alle seine Pointen goutiert… Soviel sei gesagt.

    • komisch, ob dies wohl der echte DE ist? Fand seine Beiträge im ourspace, resp imtranet oft sehr amüsant und unterhaltend als internes Sprachrohr. nun nach seinem Trip mit ExB und BoD nach silicon Valley wohl abhehoben….teil des Problems. anstelle von tatkräftigem Problemlöser. Schade dass sch hier ein Kadermitarbeiter so äussert.

    • Ungeachtet, ob das der richtige oder falsche Daniel ist, das ist GENAU das leere Geschwafel, das Communications täglich verbreitet. Dieser unsägliche Versuch, einem Unternehmen, das primär mal Ertrag generieren soll, sowas wie Sinn und Ziel zu geben. Und solche leeren Worthülsen, die wohl das noch leerere Geschwafel der Silikon Valley Firmen imitieren sollen, prasselt täglich auf die MA nieder und wird bis zum Brechreiz repetiert, bis auch dem letzten Deppen in der Firma klar ist, dass da nicht Versicherungsprodukte verkauft werden, sondern schlicht weg die Welt verbessert wird. Und es wird so penetrant verbreitet, dass man dagegen kaum mehr was sagen kann. Jeder weiss, es ist BS, keiner sagt was, denn man will die Hand nicht beissen, die einen füttert.

  17. Ja, das Ganze ging los mit McKinsey, Mühlemann, vor rund 30 Jahren. Es gab und gibt seither Heilige Kühe, akademisch legitimierte Schmarotzer und Besserwisser, Heissluftarchitekten. Erstaunlich, dass die Konkurrenz diese Schwäche nicht nutzte.
    Gut, dass es endlich dieses Ventil (Inside Paradeplatz) gibt. Intern ist dies unmöglich wie einst in der DDR, der UdSSR, Kuba, Deutschland, Iran, Saudi Arabien. Auch die beiden Angesprochenen (C.M. und W.K,) werden sich wie Breschnew, Honecker, Castro, Merkel verhalten: Ignonrieren, aussitzen. Es wird ihnen gelingen, das Aktionariat gab und gibt ihnen jährlich seinen Segen. Siehe Entwicklung des Aktienkurses.

    • Sie meinen also „Rudern an Ort“ ist vielerorts das visionäre Geschäftsmodell……..

      Dem „Ventil“ sei dank verpflichtet, wo alles Unvermögen einen unverfälschten Namen bekommt.

    • warum die Konkzrrenz die Schwäche nicht ausnutzt? weil dort ebenfalls die teuren McKinseys beraten und die Firmen handlungsunfäig machen…..

  18. Bei allem, was recht ist…
    1. wenn du so unglücklich und destruktiv bist, such Dir halt einen neuen Job!
    2. wenn du wirklich an den Themen interessiert bist, such das Gespräch intern, statt Deinen Brötchengeber so zu denunzieren.
    3. wenn du von Integrität sprichst, was ist dann diese Art der Anklage?!
    4. was hat das mit Zivilcourage zu tun, wenn man sich in der Anonymität versteckt?
    5. geht vielen deiner Kollegen dieses Gejammer auf so hohem Niveau gehörig auf die Nerven!!

    • Die Unternehmensführung sollte froh und fähig sein, mit Kritik umzugehen.
      Gleich mit „such Dir einen neuen Job“ auf Kritik zu Antworten, hilft dem Unternehmen nicht weiter. Im Gegenteil!
      Das der Verfasser auf diese Weise vorgeht ist absolut in Ordnung. Interne Gespräche von unterer Stufe an das Management werden erfahrungsgemäss bewusst in die Versandung gelenkt.

    • Denken Sie den Begriff „Zivilcourage“ doch bitte etwas weiter. In vielen (Gross)unternehmungen gibts allzu viele Arbeitnehmer, die gefangen sind in diesem unsäglichen Hamsterad-Mode. Dienst nach Vorschrift eben…….. Mucken nicht auf und arbeiten allenfalls gerade nach dem Schema F. Gerade aus dieser Sachlage heraus ist dieser „offene Brief“ dieses Mitarbeiters auch so immens wertvoll. Diese Person reisst keine blossen Plattitüden, sondern offenbart in seinen plausiblen Beispielen „unternehmerisches Denken“, wie es eigentlich in jedem Betrieb sein müsste.

      Vielleicht mögen Sie sich noch an den Retter der ABB Jürgen Dormann erinnern. Als der ABB-Börsenkurs bei Ende Oktober 2002 auf CHF 1.41 sank, stand diese Weltfirma am Rande des Bankrotts. Die neue Mannschaft unter Präsident und CEO Jürgen Dormann und Finanzchef Peter Voser zog den Karren aus dem Dreck. 2004 kann ABB wieder Gewinne schreiben. Als ABB-Chef kommunizierte er in seinen Friday Letters schonungslos die dramatische Lage. «Das Unsozialste ist die Verschleierung von Wahrheiten», ist seine Maxime. Jeder Mitarbeiter wurde dringend aufgefordert „bottle necks“ in der Unternehmung und Verbesserungsvorschlage direkt an ihn zu Mailen. Dormann wollte tatsächlich alle Unzulänglichkeiten in der Unternehmung wissen. Alles.

      Leider gibts in der Schweiz viel zuviele chief executives, die kommunikativ sehr schlecht sind, weder Feuer und Flamme vorleben und allenfalls an Ort rudern. Kennen den Puls der Unternehmung überhaupt nicht und meinem mit Outsourcing seien alle Probleme gelöst. Etliche haben gar Angst vor ihren Untergebenen und mauern sich in ihrem Büro richtiggehend ein, weil man ja nicht von der ungesagten Wahrheit des Betriebsalltags konfrontiert werden möchte.

      …..und übrigens: Bereits im Jahre 2006 gab Jürgen Dormann die Losung aus «Geld zu verdienen, sollte nicht das primäre Ziel eines Wirtschaftsführers sein». Haben Sie hingehört die Herren Urs Rohner, Walter Kielholz etc.

    • ad 1.
      vielleicht will „man“ nicht so schnell hinwerfen, vielleicht sucht sie/er schon … aber sie/er ist sicher dankbar für den Hinweis!

      ad 2.
      vielleicht hat sie/er das, wer weiss. vielleicht hat er/sie dann schlicht die Erfahrung gemacht, dass es keinen interessiert und/oder ins Nichts geführt hat!?

      ad 3.
      ideal ist es nicht, aber siehe ad 2.

      ad 4.
      siehe ad 3. und ad 2., und: die Zeit hat gezeigt, dass im Minimum kein ehrliches Interesse an einem offenen, kritischen Diskurs besteht, Interesse an Ideen und Meinungen der Mitarbeiter, klassische top-down Entscheidungen, wie halt überall auch …

      ad 5.
      Gejammer? Wo? Und wo sind diese Vielen? Es wäre sicherlich inspirierend würden alle Meinungen intern diskutiert werden, das findet aber nicht statt … es ist nicht gewünscht, was hinzunehmen ist, nur dann bitte aufhören, vom ach so grossen Wert der Mitarbeiter zu reden … dann kann sich jede(r) orientieren und entscheiden …

    • 1. Sie haben den Sinn des Schreibens leider nicht verstanden, vielleicht deshalb der dümmliche Kommentar…. Danke @Hans
      2. Hat in den letzten 25 Jahren noch nie funktioniert. Ganz im Gegenteil; wer etwas auf diesem Weg verbessern wollte, vereinsamte innerhalb der Unternehmung sehr schnell, wurde mehr oder weniger direkt hinausgedrängt. An den «Schweinereien» in der Unternehmung oder muss ich schreiben Company, änderte sich nie etwas.
      3. Ich persönlich nenne das Zivilcourage einer sehr integren Person.
      4. Erinnert mich irgendwie an Hiobs. Der Botschafter eines völlig korrupten Versicherungs- und Banken- Geschäftsmodell die aus reiner Habgier (ist einer der Todsünden) den sozialen Zusammenhalt total zerstört wird denunziert.
      5. Jetzt wird subtil verallgemeinert, das Opfer zum Täter resp. der Täter zum Opfer gemacht, und das Ganze auch noch als Tatsache hingestellt. HSG Managerschule. Gut verschleierte Ausbeutung ist die halbe Miete für Abzocker.

      Bei allem was Recht ist, die Swiss Re sollte dieses Schreiben als Anfang einer Veränderung zum Guten nehmen. Komplettes Ausmisten im Verwaltungsrat und auf Executive Ebene. Weg mit den exorbitanten Bonusauszahlungen. Besetzung solcher Jobs durch nicht Bonus getriebener, Testosteron gesteuerter Machtmenschen. Weg mit der (katastrophalen und Menschen verachtenden) angelsächsischen Unternehmengkultur und Wiedereinführung von Swissness, als Kultur und in der Teppichetage. Deckelung von Managerlöhnen. Seriöse Arbeit heisst auch, Arbeitsplätze dort wo sie hingehören. Bongaloralisierung, Japanisierung, Deutschlandisierung -> go home. Rückkehr zu einer seriösen, ehrlichen und stolzen Unternehmung. Das muss das Ziel sein.

  19. Ich fürchte, dass der liebe Christian das Schreiben
    ignorieren wird. Oder aber er sucht nach einer externen
    Firma, welche die leichtesten der offenen Fragen, die aber porentief beantworten wird.
    Ganz sicher wird er eine Taskforce unter externer Leitung
    zusammenstellen, welche die Machbarkeit der vorgeschlagenen Verbesserungen studiert. Als Zeitrahmen für die Umsetzung dürften so um die 8 Jahre genügen, denn bis dann liessen sich diese ins Projekt ‚Atlas‘ integrieren. A propos: wie liegt eigentlich die Halbwertszeit von CEO’s?

  20. Bei diesem Kommentar habe ich das grosse Aha-Erlebnis. Mein Kompliment! Ihnen macht man nichts mehr vor. Und immer die richtigen Fragen. Dieser perfekte Beschreib eines optimistischen (erneut mein Kompliment) Autors der ganz genau weiss was er schreibt erinnert mich an einen Erstversicherer, an die Allianz. Dort passiert einfach alles stillschweigender und subtiler (und somit noch gefährlicher). Entlassungen, Boni Auszahlungen, Kundenverarscherei, etc. Deshalb habe ich eine schlechte Nachricht für Sie. Betreffend Allianz ist es meiner Meinung nach schon zu spät, für aufrichtige, ehrliche, seriöse, kundenorientierte Arbeit. Dann ist es auch für die Swiss Re zu spät. Das denke ich schon länger. Was bleibt sind die ewigen Floskeln und Abzockerei, Sie wissen ja wo, bis der Krug bricht und wenn er nicht bricht, bis dieses ganze, korrupte Versicherungs- und Banken- Geschäftsmodell endlich unter geht. Ich habe schon zu viel gesehen. Gier macht aus Menschen wahre Monster.

    • Ja, klar. Luxuswellness Oasen zum Essen. Für eine kleine Pauschale wird reingehauen, unglaublich. Viele nehmen noch die Sandwiches mit nach Hause. Gratis Nachtessen. Die Menuepläne werden im Voraus ausgedruckt und diskutiert. Was ganz schlimm ist. Entrcote gab es früher viel regelmässiger.

    • … und die Angestellten können sich während der Arbeit massieren lassen, die Haare schneiden und Nägel lackieren. Wer erschöpft ist, darf in den Ruheraum sich erholen. Jede Woche kriegen sie Blumen aufs Pult gestellt. Einmal im Monat gehen die Teams auf Kosten der Swiss Re in die Happy Hour. Sie alle arbeiten bloss 4 anstelle von 5 Tagen zum selben Lohn…

      neidisch, weil Ihr das auch gerne hätten?

  21. Unzufrieden mit dem Job. Suche Dir einen neuen Job. Dies wird dem Schreiber helfen etwas Zufriedenheit mit dem was er hat zu fnden.

    • Sie haben den Sinn des Schreibens leider nicht verstanden, vielleicht deshalb der dümmliche Kommentar….

  22. Als IT Unternehmer der in viele Branchen (auch Versicherungen und Banken) Einsicht hat, kann ich dies nur bestätigen was oben steht. Leider ist das Management vielfach dermassen abgehoben und hat den Bezug zur Realität verloren, dass die meinen mit teuren Konzepten, vielen sogenannten Consulting Firmen und grossen nicht zu realisierdenden IT Umstellungen die Welt neu zu erfinden. Dabei scheitern diese super tollen Projekte immer, verbrennen Unsummen von Geld und am Ende leiden die, welche den Profit erwirtschaften. Ich habe noch nie erlebt, dass spezialisierte, über Jahrzehnte aufgebaute Kompetenz einfach in Ausland zu billig Lohn transferiert ein Erfolg war, im Gegenteil, es kostet immer Unsummen und am Ende leiden die Angestellten und Kunden. Das Management jedoch ist verblendet in den meisten grossen Firmen, haben das Gefühl weil sie ein Studium für irgend was besitzen, das in der Realität eh nichts bringt im Alltag die Weisheit gefressen zu haben und merken nicht, dass aufgrund ihres Unwissens und der Realitätsfremden Führung, sowie durch Unkenntnisse das reine Futter für Palantir, SAP, EY, BCG, McKinsey etc.) sind und ausgenommen werden bis zum möglichen Ruin. Liebe CEO’s, CTO’s, CFO etc., es wäre so einfach Effizienz auf Seiten IT hin zu bekommen. Macht kleine Projekte, verbessert dort die Zusammenarbeit wo es Sinn macht, nehmt Eure Mitarbeiter/innen mit ins Boot und ihr werdet sehen, diese Projekte gelingen, machen Sinn, steigern die Effizienz und bringen der Belegschaft auch im täglichen Schaffen einen Vorteil. Seit 20 Jahren erlebe ich diese Grossprojekte, aber noch nie habe ich nur eines erlebt, dass gelungen ist, dies gebracht hätte nur im Ansatz was erhofft wurde, geschweige das es bei der gemeinten Endkosten gelandet ist, weil die welche es Euch verkaufen von Euch keine Ahnung haben, auch nur Theorie mit schönen Konzepten und Bildchen verkaufen, jedoch von der Umsetzung keine Ahnung haben. Aber das grösste ist liebe Verantwortlichen, ihr habt es nicht begriffen, dass Eure Daten zu einem grossen Teil Euer Kapital ist und damit das Wertvollste was ihr habt neben den guten Mitarbeiter/innen. Dies aus den Händen zu geben und diesen grossen Abzocker Buden zu überlassen im Handling, Transfer, Speicherung und Haltung ist einfach nur absolut dumm und verantwortungslos. Aber eben, diese CEO etc. posten sind ja auf Zeit, man wird vergoldet, ist geblendet und am Ende zahlen die Angestellten die Zeche, der 40 Jahre arbeiten muss um auf den Stand zu kommen die andere in 4 Jahren oder weniger abkassieren. Da scheint es klar, dass keine unternehmerische Verantwortung mehr herrscht und die aufgebaute in dieser Konstellation der Dummheit vernichtet wurde. Ich kann hier aus eigener Erfahrung sagen, wer vorgeht, der vernichtet im Grunde mehr als er je Aufbaut und in die Zukunft führt, wenn auch mal schnell ein paar Franken Dividende in der kurzfristigen Phase abfallen. Härt auf nur von Quartal zu Quartal zu denken und lernt endlich wieder Unternehmer, Führer mit Verantwortung zu sein und kommt runter. Ich helfe Euch gerne mal aufzuzeigen das weniger viel mehr sein kann und alle weiter bringt als schöne Bildchen ohne Realität für viele Millionen.

    • Michel, danke für diesen Erfahrungsbericht. So sehe und erlebe ich das auch. Das gefährliche daran ist, dass die Manager zu weit weg vom Geschehen und somit überfordert sind. Anstelle den Leuten (Teams) neben den Aufgaben auch die Kompetenz, Budgetverantwortung und das Vertrauen zu geben, verschanzen sie sich hinter PMOs, Prokejt Steering Boards und Berater.. Die Projektleiter rapportieren Grün, Orange oder Rot. Welche Farbe wird wohl erwartet? Probleme werden nicht offen diskutiert. Zum Schluss wird schön geredet und gefeiert, auch dann wenn das Projekt versenkt oder nicht vollständig umgesetzt wurde. Es werden daher auch zu viele Baustellen geöffnet, während erfahre Leute entlassen werden. Für die kleinen alltäglichen Verbesserungen hat es keine Resourcen. Operativ bleibt man stehen. Wer hat das alles noch im Griff. Vielleicht ist es auch das letzte Aufbäumen der Hierarchie gegen flache Strukturen und echte Zusammenarbeit. Die Frage ist: schaffen wir es, gemeinsam ohne Machtspiele und weniger Politik zusammen zu arbeiten, uns gegenseitig zu vertrauen, uns zuzuhören und wertzuschätzen?

  23. Beide solche CEO`s und solche beleidigten Sesselkleber sind ihr Geld nicht wert – der Betrogene ist der Aktionär.

    Heute verwenden CEO’s weltweit die gleichen Flosskeln:
    – we are a knowledge company (stammt aus der US-IT Welt
    – Effizienz steigern (stammt aus US Managerkürsli der 80er J Jahre)
    -closing the protection gap (US-CEO Kauderwelsch in CNBC Interviews, wo niemand dann wirklich weiss was dies ist….)

    Die verweichlichten und verwöhnten Sesselkleber:
    – KK bezahlt haben – unglaublich, mit diesen Salären sollen
    sies selber bezahlen)
    -Früchte – Bitteschön das ist lächerlich, da fehlt nur noch das Thai-Girl über Mittag…….
    – Sportclub – die sollen im Wald rennen, im Gym trainieren und im Schwimmbad socialbäddele und swingen

    Hier hilft wirklich nur noch die Hauskehre – von oben bis unten…………….

    • Wegen den paar Früchten auf dem Tisch, dürfte ihr shareholder-value bestimmt nicht leiden. Ueber die Krankenkassen-Zuschüsse darf man allerdings diskutieren, ob angebracht.

      Viel wichtiger wäre allerdings für diesen shareholder-value eine hochmotivierte Truppe von Mitarbeitern die aktiv Mitdenken dürfen. In einer Aura von Verantwortlichen vom Schlage von Männern wie etwa Urs Rohner und Walter Kielholz wird dies leider unmöglich sein.

      Bin mir sicher, dass ihr shareholder-value einen schönen Gump nach oben macht, wenn sich diese „Herren von Vorgestern“ endlich zu einem Rücktritt entschliessen könnten.

  24. Ein sehr guter Brief der die aktuelle Lage der Swiss Re wiederspiegelt. Das Personal wird vom Management angelogen und verarscht. Die Stimmung ist nicht am Kippen, sondern schon lange gekippt. Die Milch ist schon seit Jahren sauer. Das dieser Umstand hier auf IP und nicht intern diskutiert wird, zeigt die desolate Lage dieser Firma.

  25. Schade! In diesem offenen Brief wird soviel anderes angemerkt als die Goodies und trotzdem werden diese nun so stark kommentiert. Neid regiert wohl die Welt.

    Lesen Sie die wichtigen Sachen die gestrichenen Goodies sind es nicht die einem das Leben schwer machen. Es ist wohl eher der gegenseitige Respekt den jeder verdienen würde.

    @Kommentarschreiber: vielen Dank dafür!

    • Beiträge an KK-Prämien!! Aber Hallo, das sollte es doch wirklich nicht (mehr) geben!

    • @Neutraler Beobachter. Die gibts bei vielen Firmen für das Kader, die bezahlen keine KK-Prämien, keine PK-Prämien und sind noch in der Kader-PK

  26. Eines an diesem Schreiben kann einem doch zum nachdenken geben: Früher gingen die Leute über Leichen, um bei diesem Arbeitgeber angestellt zu werden. Angestellte mit einem solchen Charakter sind dann auch nur Opportunisten, welche nur auf ihre Bereicherung aus sind, ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Das wiederspiegelt sich im Schreiben dieses Herrn. Er ärgert sich wegen des Abbaus oder Reduktion von Lohnzusätzen wie Boni usw. Da haben sie jahrelang davon profitiert und sind jetzt nicht bereit, in dieser für die Firma schwierigen Zeit, auf die Zuschläge zu verzichten. Man staune, da haben sie sogar Beiträge für Krankenkassenprämien erhalten! Und was jammert der Schreibende, die Angestellte haben schon lange keine Lohnerhöhung mehr erhalten. Das zeigt mir die fehlende Loyalität und der grassierende Egoismus, heutzutage normal. Denkt doch mal an die vielen Arbeiter, welche nicht mal so viel verdienen um bis Ende Monat durch zu kommen und trotzdem jeden Morgen in der Früh aufstehen, um zur Arbeit zu gehen.
    Es stimmt schon, dass in der geldgierigen Führung vieles falsch läuft. Hierachien wurden abgeflacht, neue Stufen im oberen Kader geschaffen. Millionen werden somit unnötig verlocht. Doch sind solche Strukturen ursprünglich auch Dank karrierestrebenden Mitarbeitern geschaffen worden, jeder wollte aufsteigen und noch mehr verdienen. Die Firma war gut aufgestellt und wollte den Mitarbeitenden genügen. Doch irgendwann ist der Zenit erreicht und es geht nicht mehr so weiter. Dieser Zeitpunkt ist jetzt erreicht.
    Also bevor man solche Aufrufe in den Medien verbreitet, sollte man seinen eigenen Charakter und seine Einstellung zum Geld und Karrierestreben überdenken, das Gleiche gilt für das Kader.

    • Der Schwerpunkt in seinem Schreiben war bestimmt nicht das Monetäre inklusive die reduzierten fringe benefits. Der Schreiber drückt sich vorallem aus über die generellen Abläufe in diesem schwerfälligen Koloss und die riesige Kluft von den Exekutives hoch oben zu den Menschen im wirklichen Tagesgeschäft.

      Ein wertvoller, beachtenswerter Input, meinte ich.

    • Alles richtig, lieber Roland. Was aber schmerzt, ist die fehlende Opfersymmetrie. Die da oben prosten sich weiter an gefühlt 5 Anlässen die Woche zu, für Glaspaläste und Sponsoring ist das Budget gross genug etc. Der Gürtel enger geschnallt wird ja nur weiter unten in der Pyramide. Das tut weh, da hilft auch nicht der Verweis, dass das schon seit Mesopotamien und Ägypten so läuft😩.

    • „In dieser für die Firma schwierigen Zeit“, so schwierig, dass es für Erhöhungen der Fixgehälter und der Boni des Managements sowie der Dividende im noch reicht! Ganz nebenbei, das Ganze läuft seit längerer Zeit, nicht erst seit dieser „schwierigen Zeit“ für die Firma … zu den Unterstellungen im Hinblick auf den Verfasser des ursprünglichen Statements … nun ja, ich schwer beeindruckt, was sie alles in diesem Text lesen bzw. zutreffende hineininterpretieren …

  27. Ein grosser Dank an den unbekannten Schreiber. Und ja, dieser Brief passt zu einigen Firmen. Firmen, die von aussen sehr erfolgreich aussehen, weil sie Leute einstellt, aber dann eben ältere wieder entlässt.
    Auch Lonza fällt in dieselbe Scharte – gute Schweizer werden durch Deutsche ersetzt, sicher etwa drei neue Management-Reporting-Lines implementiert und keiner darf was sagen und entscheiden, aber die Schuld tragen die armen Wasserträger, die es satt haben, immer rumrennen zu müssen – auch wenn es der Firma anscheinend gut geht. Ritschi Rich Ridinger – lies gut, denn du bist genau sowie Christian!

  28. Um mittelfristig erfolgreich zu bleiben, muss sich jedes Unternehmen ständig verändern und verbessern. Nicht jede Veränderung ist einfach und natürlich werden auch immer wieder Fehler gemacht.
    Ich kenne aber kein Unternehmen bei dem es einfacher und gefahrloser ist, ehrlich gemeinte und konstruktive Kritik an Führungskräfte heranzutragen als bei Swiss Re. Daher finde ich es sehr schade, dass ein Kollege diesen Weg sucht um seine Meinung zu äussern.
    Ich finde die Unternehmenskultur und mein Arbeitsumfeld bei der Swiss Re weiterhin einzigartig und bin stolz für die Swiss Re arbeiten zu dürfen. Und ich weiss, auch wir sind viele.

    • Ja, die Swiss Re ist trotz einiger Abstriche gegenüber früher noch heute ein guter Arbeitgeber. Andere Unternehmen in der Finanzbranche sind weit weniger grosszügig zu ihren Mitarbeitern. Dankbar sein für das was die Firma einem bietet, ist für viele heute ein Fremdwort.

    • Nun denn, wo sind diese Art Viele, um dieses Paradies von Arbeitgeber hier, aber auch gegen interne Kritik vehement zu verteidigen? Das wäre doch ein unglaublich Leichtes, bei dem Stolz der Vielen und der Einzigartigkeit der SR?!

    • @SRMA : Arbeiten Sie etwa im HR? Das würde dann sehr viel, tja, eigentlich alles erklären. Konstruktive Kritik wird, wie an vielen anderen Orten, auch bei Swiss Re nicht gerne gesehen bzw. gehört.

    • @ Nun denn….
      vielen von den engagierten und motivierten Angestellten bei SR sind diese endlos Blogs wohl einfach zu dumm um sich da einzumischen! Wir sind viele!

  29. Wenn du als Mitarbeiter nicht motiviert bist kannst du nicht von deinem Chef erwarten, dass er das für dich ändert.
    Such dir nen Job an dem du Freude hast, ein Unternehmen hinter dem du stehen kannst inklusive Firmenpolitik und Management. Dann bist du motiviert.
    Aber es ist natürlich viel bequemer die Schuld für die eigene Unlust und seinen Frust bei anderen zu suchen. sonst müsste man evtl noch was bei sich selber ändern!

    • Honoria interpretiert viel zuviel in diese Person hinein.
      Von „Unlust“ keine Spur in diesem Schreiben, sondern echtes Berufsinteresse, Passion und Energie.

    • Welch honoriges Statement, Sie kennen den Verfasser des Briefes und dessen Charakter also so gut, dass sie das wissen? Oder was ist der ehrliche Hintergrund eines solchen eindimensionalen Statements?

  30. Wissen und Engagement von Mitarbeitern werden – nicht nur wie hier anschaulich wird – systematisch unternutzt. Das findet in etlichen grossen, hierarchisch und ausschliesslich von organisierten Betrieben statt. (Ich weiss es von meinem ehemaligen Arbeitgeber im Bankenbereich). Das Potential einer engagierten Einbringung von Wissen ist unterschätzt. Ich denke, dass viele kurz- und mittelfristig greifende Strohfeuer-Initiativen zur verordneten Unternehmensveränderung – deren Wirkung oft nicht nachhaltig ist – durch in jeder Hinsicht bessere Vorgehensweisen ersetzt würden (wirtschaftlich, psychisch –> nachhaltigkeitsmässig). Ein erfolgreiches unternehmensweites Umdenken würde die Macht-Strukturen verändern (müssen). Ich denke, der Vorgang wird nötig werden. Versicherungen haben offenbar eher eine selbstkritische Tradition als Banken, vielleicht beginnt das daher dort. Ich wünsche alles Gute dazu!

  31. Weiter unten sieht es nicht besser aus. Ich arbeite zwar noch nicht so lange hier und kenne daher die „Alten Zeiten“ nicht, aber was sich momentan abspielt, verdient durchaus die Bezeichnung „Freakshow“.

    In meiner Division wird etwa alle 18 Monate reorganisiert. Da keine KPIs gemessen werden (welch Zufall!), lässt sich auch keine potenzielle Verbesserung quantitativ messen. Es gibt aber neue „Head of Irgendöppis“ – Direktoren, bei denen man sich die Augen reibt, da man ihre Zukunft eher im RAV als „unvermittelbar, da inkompetent“ verortet hätte. Macht aber nichts, denn alle sind happy! Im Anschluss folgen unzählige Task Forces, Focus Groups and Target Groups, dass man eher glaubt, sich mitten im libanesischen Bürgerkrieg zu befinden.

    Eine IT dazu gibt es auch dazu, die reorganisiert ebenfalls alle 18 Monate und immer perfekt desynchronisiert zum Business. In der IT geht das Gerücht um, dass einer sogar vor kurzem einen ausgebildeten Informatiker gesehen haben soll. Im Clinch mit drei Managern, die ihn mit „Compliance! Governance! Innovation!“ Beschimpfungen übel zusetzten.

    Innovation? Haha! Immerhin weiss man jetzt, was eine Blockchain ist ( nein, kein Schoko-Riegel aus dem Ferrero Konzern) und man kann das Wort auch fehlerfrei auf ein Slideset kritzeln, gerne in Verbindung mit „disruptive“, „game-changing“ und dem üblichen BS. Dazu noch einige „Digital Summits“ mit ähnlich planlosen Playern aus der Branche, in der jeder herumposed, durch „Diidschidäll Disrabdschn“ 30% mehr Productivity generiert zu haben (KPIs siehe oben).

    Nachwuchs? Talentierte junge Mitarbeiter, die das Unternehmen dringend gebrauchen könnte, wandern nach kurzer Zeit wieder ab, frustriert darüber, doch nur Schreibkraft eines mediokren, aber arroganten „Heads“ gewesen zu sein. Einer, der seinen Namen unter ihre Folien setzt, und diese auf einem wiiiichtigen, aber völlig belanglosen „Architecture/Disruption/Digital/4.0“- Advisory Board präsentiert.

    Ich bin dann bald auch wieder weg da. Könnte aber noch stundenlang so weiterschreiben….

    • Wenn du so über deinen Arbeitgeber (sprich Lohngeber) schreibst und denkst solltest du schon lange weg sein!

    • Blockchain?? Ich bevorzuge immer noch Toblerone, wo Lara Werbung macht…🤣

      @ Herenzia
      Tja, wenn nur eine von vielen ist, da haben sie recht…aber mittlerweile erzählen mir 4 über 5 MA von fast jede Firma ( Ausgenommen Techi…) das gleiche, mehr als 75% der Leute ist unzufrieden, dann auch nicht effizient und produktiv. Die Firmen kapieren das nicht, sparen weiter…und der Teufelkreis geht weiter…who cares? Was ist eigentlich die alternative? Anstatt die MA zu kritisieren oder bestrafen, würde ich nachdenken…
      Es ist klar: jede muss sein eigene Brot verdienen und die Familie ernähren…seien wir realist und ein Job an Mythenquay ist immer besser als im Pampas….hier beklagen sich die Leute auf “ sehr hohes Niveau“ das ist klar….aber eben der Trend ist nachdenklich, und seien wir ehrlich die Top Manager, die verstehen auch das, sind sie auch nicht happy…aber eben so funktioniert dieses System und niemanden hat Mut das zu verändern….nur Silicon Valley hat diese Mut gehabt und sehen wir die Resultate auch!

      “ Unexpected friendships….are the best one!“

    • Jaaaaa genauso ist es, ein Problem der Finanzbranche und grosser Buden wie Swiss Re Swiss Life Zurich CS etc
      Unwissenheit und Inkompetenz auf den Ebenen ab Director u die wenigen die Content bringen für die Interessiert sich kaum wer.
      Es mag auch daran liegen dass man sich einer Illusion hingibt. Was genau kann eine Bank p Versicherung tatsächlich steuern mit all den ökonomischen und regulatorischen constraints.

      Dies gepaart mit der Tendenz alles bis zur Absurdität gerade im Technologiebereich zu vereinfachen ergibt oben beschriebene Sitution.
      Ich habe einige dieser Unternehmen von innen gesehen und ist mit anderen Akteuren immer gleich.

      Das nächste ist das ungleichgewicht der Vergütung. Die MDs werden teils wie Eigentümer entlohnt sind aber Angestellte.
      Der Erfolg besteht nur im politisieren aber bei ganz wenigen in operativen Erfolgen ja nicht mal die kernkompetenz auf dem Level Führung ist da gegeben.

      Das BS niveau ist einfach unerträglich für halbwegs denkende Menschen. Ein bisschen dick auftragen ok aber dass man sich gerade auch intern immer selbst in die Tasche lügt verstehe ich nicht

    • Swiss Re und ähnliche Supertanker sind ja sowieso unterwegs wie die Sowjetunion in den Achtzigern. Man spürt, dass die Luft draussen ist, aber man bleibt halt noch so lange an Bord, wie der Zahltag kommt. Alternativen sind nicht in Sicht, voraus liegen Nebelbänke, hinter denen man eher Riffe und Eisberge erwarten sollte als die Rückkehr in vertraute Gewässer.

  32. eine ehrliche einschätzung der firma! hoffentlich wurde der brief auch herrn mumenthaler direkt unterbreitet.
    leider gibt es nur noch wenige mitarbeiter, die ehrliche feedbacks geben. die firmen – hauptsächlich banken und versicherungen – bestehen nur noch aus faden abnickern. dabei wäre es für alle nützlich, sich nicht nur innerhalb der hirarchie auszutauschen.
    führungskompetenz muss man sich durch eine renommierte ausbildung aneignen. bei beratern von mckinsey etc. liegt man sicher ganz falsch!

  33. Wieso sucht sich der Schreiber dieses Briefes nicht einfach einen neuen Job wenn Swiss Re ein solch schlechter Arbeitgeber ist?
    Bin mal gespannt ob er jemanden findet der ihn zum selben Gehalt einstellt und ob er da auch noch gratis Kaffee, Frühstücksbrötchen, vergünstigte Mittagessen, Krankenkassenbeitrag etc etc. kriegt.
    Echt Gejammer auf allerhöchstem Niveau!
    Und einem anonymen Schreiber „Civilcourage“ zu attestieren ist auch schwer verständlich.

    • Wie hat Dürrenmatt es einst gesagt? Gefangener und Wächter zugleich? : – )
      „Jeder Gefangene beweist seine Freiheit, indem er gleichzeitig Wärter ist.“

    • Vielleicht ist der Verfasser dieses Schreibens ein ü50 Mitarbeiter der schon ohne seine kritischer Meinung bei der Swiss Re täglich um seinen Job bangen muss? Diese werden nämlich massenweise in der Schweiz entsorgt.

    • Hey, Dave!

      Erzähl uns doch mal über die Gründe für Deinen abrupten Abgang bei Swiss Re im Oktober 2012.

      Enquiring minds want to know.

  34. Als ehemaliger (jetzt Pensionär) und langjähriger Angestellter innerhalb der Schweizer Organisation der „Akzo Nobel NV, Amsterdam“ darf ich hier folgendes festhalten:

    Herrn Christian Mumenthaler sowie vielen anderen hochrangigen Wirtschafts- und politischen Führern möchte ich den folgenden Hinweis als Ratschlag mitgeben:

    Einer ihrer früheren CEO hat sich in regelmässigen Abständen beim Mittagessen in der Kantine zu Angestellten VERSCHIEDENER Hierarchie-Stufen an den Tisch gesetzt, sich ihre Vorstellungen, Verbesserungs-Vorschläge, Aengste, Sorgen sowie Nöte angehört und diese – wie man hörte – auch in seine Unternehmungs-Führung einfliessen lassen.

    Leider nur einer der wenigen Einzelfälle!
    Freundliche Grüsse

  35. „Best practice“ hoch oben im Palast weiss schlichtwegs nicht, was die Menschen unten wirklich beschäftigt. Dieser offene Brief als Hilfeschrei zeigt bloss auf, wie disconnected die operative Leitung ist mit der realen Arbeitswelt. Stimmt auch nachdenklich, wie brachliegendes Potential nicht erkannt werden kann, wenn sich der CEO kaum bei den Leuten zeigt.

    All diese „corporate governance rules“und „best practice“-Leitsätze die an der HSG St.Gallen gelehrt werden sind entlarvt als meist untaugliche Worthülsen. Als Fallstudie im Fach „Management des strategischen Wandels“ an der HSG müsste dieser beeindruckende Brief allerdings offene Türen einrennen………..

    Nehme an, dass dieser Mitarbeiter (leider) bereits gekündigt hat. Ihn (oder sie) bräuchte es allerdings dringend in der Swiss Re an einer absoluten Schlüsselstelle.

    • Was ist denn Best Practice, eigentlich?

      Das sind mehr oder minder gute Tipps von Consulting Buden – McGrinseys, Bostonians, Fisher-Price mit Waterhouse und Cooper – und von $$-geilen Wirtschaftsuniversitäten.

      In Grossfirmen „praktizieren“ dann alle schön konform Best Practice, den gleichen Einheitsbrei. Genau so, wie sich alle Fliegen an gewissen Orten absitzen. Frei nach dem Motto „One Billion Flies Can’t Be Wrong!“.

      Guten Appetit noch!

  36. Ersetze „Christian“ mit „Mario“, „Swiss Re“ mit „Zurich“, lösche einige Swiss Re Spezifika (geliebter Sportgrund, Atlas Projekt, Palantir…)…und voilà… trifft auch auf den grössten Versicherer der Schweiz zu!

  37. Oh meine Güte, Sie armer, armer Mensch… malträtiert von dieser herzlosen Firma. So schmutzige Wäsche muss man unbedingt öffentlich waschen.

    ………

    Wie peinlich.

    • Ich würde ‚inside Paradeplatz‘ nicht mehr als Lektüre empfehlen.. Hier gibt es dargebotene „schmutzige Wäsche“. Überlegen Sie, warum Sie hier überhaupt rumklicken..

    • Ich suche den Sinn in dieser Antwort? Und bitte um Hilfe, ich finde ihn nicht … Danke!

    • @Wake up and smell the coffee:
      Wer sich nicht bewegt, spürt seine eigenen Ketten nicht!

  38. Meine Fresse!!!
    Wenn die Wahrheit in diesem offenen Brief zu > 50% zutrifft, ist das GA-Unfähigkeit genug.
    UND was ist das für ein Zwischenzeugnis für den CHRISTIAN, schlicht vernichtend!
    Als Outsider stehen mir die Haare zu Berge, ehrlich
    Das Führungsteam und der VRP sollten sich zügig kritisch reflektieren. Erinnerte mich an das Peters Prinzip. Da sind wohl schon einige bis zur Erreichung der Inkompetenz befördert worden.
    Empfehle den Investoren Korrekturinstrumente wie z. B. die geräuschlose Sublimierung oder (out)-seitliche Arabeske und den Aufräumteams Temesta for free!

  39. Rebellieren gegen solche Missstände und gegen den obersten Verantwortlichen namens W.K. müssten grundsätzlich die Eigentümer der Swiss Re. Das machen sie aber nicht, da vieles Depotstimmen sind. Und die teilweise beeinflusst werden. Kürzlich wieder versucht durch die ‚unabhängige‘ Schweizer Stimmrechtsberater Swipra Sherpany, die alles abgenickt hat, was vom VR aufgetischt wurde (Jahre 2016/2017). Wer sitzt im Stiftungsrat der Swipra? Forstmoser, Gehrig….etc….merksch öpis !!! Eigentlich alleine das schon ein Skandal im Zürcher Wirtschaftsfilz

  40. Als Ex-Mitarbeiterin und bei 50 Entlassene kann ich dem Schreiber nur zustimmen. An den Pausenäpfeln wird gespart, aber den Anteil am Privatjet für die A-Bänder wird beibehalten. Prozesse werden aufgeschnipselt und an Offshoaring abgegeben, bis niemand sich mehr verantwortlich fühlt zuzusehen, dass auch ein gutes Resultat rauskommt. Agile ist nur noch, dass Mitarbeiter keine eigenen Arbeitsplätze mehr haben. Guter Arbeitgeber? Nur noch für die Chefetage, wo vor allem bei den B-Bändern eine Flasche die andere deckt.

  41. Ich hoffe, Christian und die Geschäftsleitung lesen auch diesen höchst brisanten und wunderbar offenen Brief! Chapeau!

  42. liebe/r schreiber/in, ihr mut verdient nichts als grosses lob und respekt! hoffentlich erwacht die zivilcourage, dank ihrem beitrag, auch bei anderen mitarbeiter/innen von schweizer traditionsfirmen…
    hochachtungsvoll, r. schmied

    • Toll…das wäre einen Brief, die die fähige CEOs als “ Gottgeschenk“ annehmen und verarbeiten würden. Ich würde diesen MA nicht nur loben, aber auch ein bedonderes Bonus geben, da die “ versteckte Informationen“ viel relevante als alle diese schön geschriebene Beratungsberichte ist: es geht um die Quintessenz…natürlich die Sicht von Oben oder Unter kann anders sein…aber am ende die MA machen das Geschäft und sie entscheiden, ob die Firma Top oder Flop ist…haben wir jetzt 100 Mal bei WM 2018 beobachtet und übrigens auch bei Federer selber… Faites vos jeux. Les jeux sont faits. Rien ne va plus …🤣😁

  43. Als Erstes sei die Frage erlaubt, wer denn den Christian Mumenthaler überhaupt um CEO gamacht hat – denn dort leigt die Ursache allen Übels:

    Walter B. Kielholz und sein (im wahrsten Sinne sein!) Verwaltungsrat!

    Zurück zu Christian M.: Er wirkt nett, und er ist sicherlich sehr intelligent. Aber sein ewig lächelndes, kramphaft positives Gehabe wirkt aufgesetzt. Charisma? Fehlanzeige – ganz im Gegensatz übrigens zu seinem Vorgänger Michel Lies. Für mich ist Christian ein typischer Consultant. Dies ist nicht weiter überraschend, wenn man weiss, dass er vor seiner Zeit bei Swiss Re auch mal bei Boston Consulting gearbeitet hat …

    Speziell interessant erscheint mir auch dies:

    Wer war der Chief Risk Officier in den Jahren 2007, als das Q3 Resultat drei Wochen nach der Publikation um 1.1 Milliarden nach unten korrigieren werden musste?
    Und 2008, als die Aktie brutal tauchte, und man schliesslich bei Warren Buffet 3 Milliarden USD ausleihen musste, zu einem Zinssatz von 12%?
    Und wieviele – falsch: wie wenige! – Swiss Re Aktien besass ebendieser Chief Risk Officer Ende 2007 und 2008?
    Nachzulesen in den jeweiligen Jahresberichten …

    Es geht weiter: Wer war damals in einer wichtigen Position in Group Finance? Patrick Raaflaub, kurz danach FINMA Chef und heute Chief Risk Officer bei Swiss Re.

    So schliesst sich der Kreis: Danke, Walti!

    • Korrektur:

      Christian Mumenthaler war Chief Risk Officer in 2006 bis ca Oktober 2007.

      Also in der Zeit, in der die beiden Credit Default Swaps, die zum -1.1 Milliarden Q3 2007 Restatement führten. Und in der Zeit, in welcher in die Finanzinstrumente investiert wurde, die dann 2009 zur Buffet Anleihe führten.

      Die Anzahl der von ihm gehaltenen Aktien sollten im Jahresbericht 2006 zu finden sein. Ende 2007 war er nicht im Executive Committee, wohl unter anderem weil ihn Walter Kuelholz aus der Schusslinie nehmen wollte.

  44. Und übrigens, zu Corporate Solutions, ein Fass ohne Boden. Auch dort wird viel zu viel Schönfärberei betrieben. Eine Unit, die die PS nicht auf den Boden bringt – kein Wunder hebt dieser Vogel nicht ab! Hat auch praktisch nur Häuptlinge dort, die vom Erstversicherungsgeschäft soviel verstehen, wie ein Elefant vom Autofahren!

    • Mir schon immer ein Rätsel, wieso sich Rückversicherungen auf dem Gebiet Corporate Solutions tummeln – da konkurrenzieren sie ja die entsprechenden Units der Erstversicherer, die es meist besser können. Es lockt halt immer die Prämie….bis der Schadenhammer zuschlägt.

    • Dem kann ich nur zustimmen. CS hat keine Strategie ausser die Strategie zu wachsen, auf allen Kanälen, in allen Sparten. Da werden Prämienziele und eine Wachstumsrate vorgegeben, die niemand glaubt, aber alle mittragen müssen. Dafür jetzt aber die Profitabilität am Arsch. Wer wird’s ausbaden? Auch die, die mal den Finger in die Luft gestreckt haben und versuchten darauf hinzuweisen, dass das alles ein bisschen zu optimistisch ist und eine gemässigtere Gangart vielleicht zielführender wäre. Aber gell, man möcht halt zu den ganz grossen wie die Zürich gehören. Größenwahn kommt vor dem Fall.

  45. „Du privatisierst also die Gewinne, aber verstaatlichst die Verluste?“
    Leider ein Thema in vielen Unternehmungen. Hier muss die Politik ein Riegel schieben.

  46. Prost Killi-Wiese! Excel-Spreadsheets, das ist ja FinTech pur! Jetzt noch ein bisschen Crypto und Blockchain, dann fliegt die Kiste. Bei der CSFP ging ja auch fast alles auf Lotus 1-2-3 – allerdings für 25 Jahren… Dabei gehören die „Rückler“ aus meinem Umfeld (Ausbildung, Privat, Militär) eher zu der cleveren Hälfte….

  47. Wunderbar zutreffende Beschreibung der herrschenden Unternehmenskultur der SwissRe unter dem CEO Mumenthaler. Es beschreibt die vollkommen unwirksamen und teuren IT Programme, das kümmerliche Sparen am falschen Ort, auf Kosten der Mitarbeiter. Dann der Einsatz all der völlig unfähigen und vollkommen überzahlten Beraterchen der amerikanischen Versagerfirmen wie Mc Kinsey, PWC, BCG und wie sie alle heissen, angefüllt mit arroranten Frischlingen der HSG, die noch nicht mal Eunuchen sind. Ich denke auch, es wäre an der Zeit für Arbeitsverweigerung, dann merkt man, dass man sehr wohl auf den überbezahlten CEO, aber nicht auf die motivierten Mitarbeiter verzichten kann.

  48. …was für ein Heldenepos eines idealistischen Schöndenkers….was für ein Sammelsurium an Missmanagement-Plattitüden…wie gekonnt der anonyme Schreiberling reflexartig Mitgefühl und Solidarität bei all den Komfortzonen-Profiteuren aktiviert…als ob all das nicht courant normal wäre im Geschäftsalltag…Civilcourage sieht ander aus – eben gerade nicht anonym! Möge der Anonyme den Bericht über die Misssände an der ETH in der NZZ von dieser Woche lesen…da ist SwissRe ein Ferienlager….

    • Sie beleidigen die Intelligenz und den Mut vieler …, danke das war sehr hilfsreich.

    • Immer ruhig Blut, wer im „anonymen Glashaus“ sitzt sollte vorsichtig sein mit dem Steine werfen…

      …ob anonym oder nicht: Abgesehen von persönlichen Angriffen, haben Sie auch etwas zur Sache beizutragen?? …darf auch weniger episch sein, Bullets reichen.

    • Komfortzone-Profiteure? Heldenepos (pej.) ? Missmanagement-Plattitüden? Civilcourage (pej.)? Idealistischer Schöndenker? Schreiberling? –> mehrfach versuchte Frechheit und implizite Dauer-Überheblichkeit hier im Kommentar feststellbar. Wenn Sie das offenbar ‚Normale‘ selbst nicht stört, wieso darf denn das andere nicht stören?

  49. Sehr guter Brief! Bringt es auf den Punkt. Jetzt könnten eigentlich die „Talente“ bei Swiss Re mal zeigen, welche Talente in ihnen schlummern. Stattdessen immer und immer wieder die gleichen abgedroschenen Sätze!

    Zur Aussage „Ein Haufen Fachexperten, für die…“, da zieht sich bei mir der Magen zusammen. Fachexperten hatte die Swiss Re in der Vergangenheit. Jetzt sind noch ein paar davon übrige geblieben, da das Fachwissen „wegtransferiert“ worden ist. Heutzutage muss theoretisch kein Erstversicherer mehr dieses Wissen von Swiss Re anzapfen, da 1. Die „Global Players“ selber Wissen angeeignet haben, sei dies durch Zukauf (ex Swiss Re MitarbeiterInnen) oder 2. weil man es halt praktisch pfannenfertig irgendwo auf der Webseite von Swiss Re findet. Nicht gerade ein geschickter Schachzug, gegenüber der Konkurrenz so viel offenzulegen.

    „Together we are smarter“ – über diese Aussage habe ich mich schon immer köstlich amüsiert. Scheinbar ist man eben doch nicht viel klüger geworden!

    Versucht es doch damit mal!

    „Humility is the solid foundation of all virtues“
    Konfuzius

    • Lieber Salzkornzufüger:

      Meines Wissens heisst es nicht „Together we are smarter“, sondern, etwas knackiger, „Smarter Together“!

      Und vor ca 10 Jahren gab es mal „Play As One to Win“. Gleiche Idee.
      Wie sowas gelebt wird konnte man dann am „Play As One to Win Europe Award“ sehen …
      Ich habe mir damals zuhause einen Joint gegönnt … als Gewinner des „Play As One to Win Fredi Hinz Award“

  50. Brutaler kann das Versagen von Kielholz und Konsorten gar nicht aufgezeigt werden. Alleine das Anbandeln mit Softbank war ein Witz oder diente es nur dem kurzfristigen Befeuern der gaga Fantasien an der Börse um sich die eigenen Taschen zu füllen?

    SwissRe war einmal eine internationale Schweizer Perle.

    Dieser Artikel zeigt auch auf, dass die Vorgesetzten, wie bei Raiffeisen und anderen Firmen, beizeiten und fachlich Top darauf hingewiesen wurden und werden. Aber es wird nichts geschehen oder sich ändern, weil viele und ein bestimmter Chlüngel am Honigtopf sitzen und weiter absahnen wollen. Bis dieser, auf Kosten Dritter, leer ist.

    SwissRe ist ein sterbender Schwan.

    Dennoch danke ! Dank diesem und anderen Artikeln und Big Data werden es solche Schlufis immer schwerer haben wieder einen adäquaten Job auf gleicher Stufe zu finden. Da nützt diesen der ganze Filz und Vitamin B nichts.

  51. Ich denke, bis auf wenige Details könnte man den „Lieben Christian“ ohne weiteres durch „Lieber Sergio“, „Lieber Zeno“ oder „Lieber Tidjane“ ersetzen.
    Das Resultat bliebe wohl dasselbe: ein hoffnungsvoller, aber letztlich nutzloser Hilfeschrei mit hands-on-Infos, die seit Jahren universitärer Top-Management-Education mit EY- oder MCK-Codierung in der Teppichetage keinem mehr etwas sagt ohne Übersetzer…
    Hopeless!

  52. Kommt mir alles sehr bekannt vor – ist bei uns nicht anders: viele Berater einstellen obwohl fast nur Universitätsabsolventen im Betrieb, unzählige und unnötige Gremien schaffen, Overhead aufbauen, PR Maschinerie anwerfen, sparen auf Kosten der kleinen Mitarbeiter, keine Ahnung was an der Basis läuft, etc. Und ich habe immer die gleiche Erklärung dafür:
    Es geht nur darum den eigenen Job abzusichern, die eigenen Pfründe zu sichern und Verantwortung und Arbeit abzuschieben. Wer sich gegen das System aufmobbt, der fliegt. Bsp. Raiffeisen….

  53. Nur einmal zur Klärung. Palantir läuft auf der Amazon Cloud (AWS), nicht auf einer „CIA“ Cloud. Also auf der gleichen Cloud auf der unser geliebtes Netflix läuft. Nebst dem übrigens auch ein paar der SR Business Apps…. Mit dem CLOUD Act der Amerikaner haben die US Geheimdienste somit eh Zugriff auf alles was Amazon,Google,Microsoft Azure Cloud* installiert ist. (Azure mit * – in Deployment Region Deutschland geschickt umgangen mit der dt. Telekom)

    • Das Problem ist, dass ausser ein paar wenige als Nerd verunglimpfte IT-ler wissen, dass mit CLOUD nicht die Cloud in der IT gemeint ist, sondern der „Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act“ in den US Gesetzen.

      Was das bedeutet, kann man hier besser verstehen lernen:
      https://www.heise.de/ix/heft/Wolkenbruch-4089925.html
      https://www.heise.de/ix/meldung/Im-Widerspruch-CLOUD-Act-gegen-EU-DSGVO-4103247.html

      Zukünftig ist als IT-ler wieder modern, wer immer noch oder wieder für „On Premises“ einsteht.

    • On Premises ist zu teuer. Wer das macht ist nicht mehr konkurrenzfähig gegenüber ausländischen Anbietern. Mit den Preisen in der Schweiz für Mieten, Energie und Löhne ist man in der IT heute schon nicht mehr konkurrenzfähig, deshalb gehen ja alle ‚in die Cloud‘ – möglichst im Ausland. Datenschutz ist sowieso nicht mehr relevant und nur noch ein Selbstbefridigungsübung gewisser Politiker und Ämter.

    • Hey … bitte mal AUGEN auf und etwas technischen Background abckecken …. Die „AMAZON.Cloud“ oder der ganze Verbund der AMAZON Grossrechenzentren ist Teil einer US Firma und eng – sehr eng !!! – mit NSA und CIA verknüpft, weil die alle das Ding auch benutzen und daraus ca. 55% ihrer Datenspionage beziehen!

  54. Sportgrund hin oder her… Wenn in einer so grossen Firma noch Essenspauschale, Krankenkassenbeitrag, Kaffee und Früchte gezahlt werden, hört sich das für mich nach Klagen auf hohem Niveau an. Vergleicht das mal mit kleineren Firmen, wo es sehr viel weniger oder gar nichts dergleichen gibt. Welcome to reality.

    • Einverstanden!
      Der alte Filz ist in der Swiss Re Zürich nicht zu unterschätzen.
      Der „früher ……“ wird täglich um die Ohren geschlagen. Viel Potential den alten Trott auszumisten

    • In diesem Brief geht es nicht um Essensbeiträge, KK-Beiträge, Kaffee und Früchte. Das ist eine oberflächliche Diskussion und führt ausser für Neider zu nichts. Es geht um Empathie, Wertschätzung und Vertrauen. Es sind die motivierten, engagierten, gut vernetzten und gut ausgebildeten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die einem Unternehmen zum Erfolg verhelfen. Auch die Manager einer Publikumsgesellschaft wie die Swiss Re sind damit gemeint. Gute Leistung soll auch gut belohnt werden. Schlechte jedoch nicht. Offensichtlich wird seit längerem daran gearbeitet, dass der gute Ruf der Swiss Re auf dem Platz zu ruinieren. Als Aktionärin Frage ich mich, ob auch alle Angestellten sich für das wohl der Firma einsetzen oder sich eher um ihre eigene Karriere und Macht kümmern.

  55. Essenszulagen und KK Beiträge gibt’s heute sowieso nichts in anderen Firmen… Zum Glück gibt es noch die Möglichkeit des PP, in anderen Firmen muss man diesen extern für 500 CHF mieten.

    • Stimmt nicht ganz, wir kriegen Lunchcheck Guthaben, wie so viele andere MA von anderen Firmen. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn die Firma meine KK Prämie der Grundversicherung übernehmen würde. Wäre eine embedded garantierte Lohnerhöhung, Super!!

  56. Chapeau !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Welch ein soziales Engagement.

    Der/die AutorInnen erhalten von mir den Nobelpreis für Zivilcourage.

    • Was für Zivilcourage?

      Hässig schreibt klar, dass dieser offene Brief völlig anonym auf IP gepostet wurde…

  57. Wenn das da oben alles wahr ist, bestätigt sich halt wieder, dass CEO’s solcher Firmen (noch) nicht der Frauen-Charta wegen ausgewählt werden, sondern Dank Verbandelungen, Sauf-Clubs und definitiv nicht, weil sie wie Patrons denken, nämlich den Truppen schauen und danach sich selbst. Muss zuerst eine ganze Generation von ‚Top‘-Managern in den Ruhestand übergleiten, bis endlich eine bessere Generation kommt?

    Moment. Unmöglich. An den HSGs dieser Welt schult man ja die – Zitat: „Top-Manager der Zukunft“.

    Vorhersage: Würde man der klassischen Branchenkunde, bspw. der Versicherungs- oder Banklehre wieder mehr Gewicht verleihen und solche Personen fördern, sähe es in 20 – 25 Jahren endlich wieder rosig aus.

  58. Beeindruckender Input von einer Person der Praxis. Eine solche Zivilcourage verdient grösste Hochachtung in einem Umfeld mit geringer Bodenhaftung und mangelnder Rezepte. Dieser Stimmungsbarometer vor Ort bringt mehr als jegliche dieser realitätsfremden kluggeschi..enen McKinsey’s Ferndiagnosen. Dazuhin noch hausintern und gratis.

    In vielen Unternehmen müssten ähnliche Briefe (Stossgebete……) verfasst werden, weil sich diese selbstüberschätzenden, überfordernden CEO’s in ihr Büro eingemauert haben.

    Diese mutige Person der Praxis müsste umgehend in den Verwaltungsrat der Swiss Re befördert werden.

    • Komisch nur, dass bei den alljährlichen MitarbeiterInnen-Umfragen das Management etc. immer so hervorragende Noten erhält! Meinen es etwa die MitarbeiterInnen mit Ihrem (internen) Feedback nicht so ehrlich? Fragen über Fragen!

    • ………anstelle von Walter Kielholz.

      Frischer Wind – und aber ohne Fettnäpfchen und Allüren tun im Glaspalast nur gut.

    • @Ajouter mon grain de se

      Auf solche jährliche Umfragen darf man leider kaum aufbauen.

      Jedem ist das eigene Hemd am nächsten. Dazu kennen sie vielleicht das „Stockholm Syndrom“ als Ueberlebensstrategie.

  59. Verdient ihr nicht sowieso schon viel zu viel?? Jetzt müsst ihr mit eurem imensen Gehalt den Parkplatz selber zahlen oder euer Sportabo – fast so wie jede gewöhnlich Verkäuferin.. unglaublich.

    • Die meisten Mitarbeiter arbeiten ungemein härter als eine Verkaufsperson. Daher ist auch eine höhere Kompensation gerechtfertigt. Noch leben wir nicht im Kommunismus. Leistung muss belohnt werden. Die Swiss Re hat den Anspruch, die besten Mitarbeiter zu engagieren, das kostet dann eben auch was.

    • @ Kudi der/die bestimmt bei SwissRe arbeitet. Du bestätigst das Gefühl das meine bisherigen Austausche mit SwissRe Leuten hinterlassen haben: Arroganz. SwissRE stellt die Besten ein? Kann sein. Aber sicher nicht diejenigen mit dem grössten Realitätssinn.
      P.S. Es tut mir Leid dass die Prämien von Brasilien, Pakistan und weiteren Entwicklungsländern nicht mehr reichen, um eure Pralinés, Sportanlage und Holiday-Renewals auf der anderen Seite des Globus zu finanzieren. Aber ich war vor kurzem noch im SwissRe Next: Einzeln angesichts der Preise der Teppiche die auf dem Boden liegen, geht es euch noch nicht so schlecht, oder?

    • Realitätsfremd bzw. die Realität hinnehmend ist ihr Kommentar! Das Ganze ist etwas komplexer, und dann bitte damit anfangen, Äpfel mit Äpfeln zu vergleichen! Anderswo ist es schlimmer? Stimmt? Und jetzt? Mund halten bis man auch auf dem Niveau angekommen ist? Ich gratuliere …

    • @Lächerlich, hier ist der Name wohl Programm! Und was hat der Palast, den sich das Management gebaut hat mit dem normalen Mitarbeiter zu tun? Noch mal kurz zum Nachdenken zurückziehen!?

  60. Wow, die vielen Goodies, die man bei der SwissRe erhielt. Luxus für Mitarbeiter und jetzt ist der Luxus weg und die Mitarbeiter blöcken: gebt mit bitte alles zurück, sonst muss ich mich ja einschränken. Oh ja, armer frustrierter Mitarbeiter der SwissRe. Mach Dich doch selbständig, dann kannst Du Dir all die Vorteile, die man Dir jetzt verwährt, selber besorgen. Ich hab sooo Mitleid mit Dir.

    • Gerade viel verstanden hat der E.K. noch nicht in seinem Leben – dann döse mal schön weiter vor dich hin.

    • Schön, dass es Ihnen anscheinend besser geht. Arbeiten Sie beim Bund oder Kanton oder bei der Stadt, also zu Lasten der Steuerzahler?

    • @Masterofhissmalluniverse. Nein, bin kein Angestellter. Ich schaffe Arbeitsplätze. Und Sie?

    • Bezahlen Sie gute Löhne und sind Sie ein sozial denkender, loyaler Arbeitgeber? Bravo!

    • E.K., beeindruckend!!! Applaus … was spricht da aus ihnen? Den Text verstanden haben sie eher nicht, denn nichts von dem steht in dem Text noch deutet er das an!? Luxus? LOL …

  61. Der unbekannte Schreiber hat 100% recht.
    Dies würde vermutlich 1:1 auch auf CS / UBS und weiter zutreffen.
    Ja früher, zu Zeiten von Walther Diehl ( im Altbau 2OG )
    war es super. Denn da war der „Kieli“ auch im Altbau 1OG und durfte nur das machen was im der Herr Diel im Meeting
    auftragte, so war auch der gut unter Kontrolle! Grob gesagt als der Mülli kam, gings los, erst ein Strohfeuerchen und danach war der Offen aus.
    Schade für einst so eine Stolze Firma!

    • Lieber Herr Thalmann,
      „soll“? Wissen Sie das genau oder verbreiten Sie einfach nur Meinungen anderer von denen Sie selbst nicht wissen ob es tatsächlich so ist, oder machen Sie hier die definitive Aussage, dass es Ihrer Meinung wirklich so ist?
      Im Übrigen finde ich Ihren Kommentar sehr zynisch.

    • Ja vielleicht sollte man den Typen wirklich zum CEO küren. Dann würde er wohl bald sehen dass es in der Praxis nicht so einfach ist wie er sich das vorstellt. Andere zu kritisieren ist einfach – es selber besser zu machen braucht Mut, Verstand, Können und sehr viel Disziplin. Hin und wieder muss man auch unpopuläre Entscheidungen treffen. Das nennt sich Marktwirtschaft – Leute. Das Leben ist kein Ponyhof – get real!

    • Nicht mal ein Ponyhof ist ein Ponyhof. Das war mal, Leute… Get real for real!!

  62. Seit langem der einzig gute und nicht polemischer Artikel. Weiter so. Ändern wird sich aber nichts. Wie so oft.

    • Auf den Kommentar unseres Freundes Tiamento aus dem Marketing der Raiffeisen in St. Gallen haben alle gewartet.

  63. Der Christian kann’s nicht, deshalb brauch er einen Stab von Eunuchen ums such (Berater wie oben erwähnt). Denn die können’s auch nicht, wissen aber, wie es geht.

    Gurndatz: je Mehr Conultants je schlechter das Management.

  64. Super Sache! Solche Beiträge möchte man auch zu anderen Firmen lesen! Bringt sicher mehr als bei (vielleicht anonymen) Mitarbeiterunfragen mitzumachen…

    • Sehe ich auch so – 80% muss allerdings nicht neu geschrieben werden, copy/paste passt zum insgesamt fundamental krank gewordenen System.

  65. Europa ist allmählich genau so abgewirtschaftet wie Japan bereits seit über 20 Jahren, denn ein Leizins von 0% besagt nichts anderes.

    Wie die japanische Bankenbranche diese Belastung gemeistert hat, so daß seit den 00er Jahren im Rahmen der wirtschaftlich stark wachsenden Welt durchwegs wieder Gewinne erzielt, Dividenden gezahlt und das Eigenkapital verstärkt wird, kann auch Anschauungssbeispiel für hier sein:

    https://www.finanzen.net/bilanz_guv/Mizuho_Financial_Group_2

    https://www.finanzen.net/bilanz_guv/Sumitomo_Mitsui_Financial_Group

    https://www.finanzen.net/bilanz_guv/Mitsubishi_UFJ_Financial_Group

  66. Und immer wieder werden Homunkuli, die gar nicht zum Chef taugen, irgendwie, basierend auf irgendwelchen Legenden, in Führungspositionen gehievt. – Murmeli ist wirklich am falschen Platz.

  67. Habe nach dem Titel keinen einzigen weiteren Satz mehr gelesen und kann trotzdem mit gutem Gewissen sagen: heul leise!

    • Disqualifizierender und eindimensionaler kann ein Kommentar kaum sein! Nicht gelesen und trotzdem eine Meinung, Respekt!

  68. wie wäre es mal, wenn die belegschaft eine woche streikt,
    vor dem eingang des arbeitgebers?
    eine schöne party mit bänke und tische, grill und bierfass.
    es wird viel zu viel geredet und toleriert.
    zeit, den oberen wieder einmal zu zeigen, wer das geld
    verdient.

    ps:
    bin selber arbeitgeber und sowas würde ich nie
    machen mit mitarbeitern.