Ich hätte nicht gedacht, dass ich diesen Artikel einmal schreiben würde. Zu sehr habe ich bisher auch die wirklich guten Seiten am amerikanischen Präsidenten geschätzt.
So war ich zwar kein „Fan“ von ihm, ganz einfach darum, weil ich kein Mensch bin, der „Fan“ von irgendjemanden ist.
Es gibt schon Vorbilder, deren Charakter, Haltung und Leistung ich anerkenne, vielleicht sogar bewundere.
An Präsident Trump schätzte ich vor allem sein entschiedenes Vorgehen bei – aus meiner Sicht – sehr wichtigen zeitgenössischen Themen. Seine Haltung zum Thema Migration muss einem normal denkenden Europäer Eindruck machen.
Denn wir als Europäer werden die Folgen einer unkontrollierten Einwanderung seit 2015 je länger, je härter zu spüren bekommen.
Sodann Trumps Haltung zu woken Themen, die finde ich äusserst wertvoll. Ich gebe es zu, ich fühle mich in einer Welt, in der die traditionellen Werte abgeschafft wurden und werden, zusehends nicht mehr wohl.
Die Familie wird abgeschafft, traditionelle Werte werden abgeschafft, der Glaube wird abgeschafft, die Geschichte wird gelöscht (gecancelt), und sogar die Geschlechter werden abgeschafft.
Was soll dieser Irrsinn? Da wirkt Präsident Trump mit seiner Umkehr zu traditionellen Werten geradezu erfrischend, um es nicht pathetisch auszudrücken: rettend.
In solch eine Person setzt man dann natürlich automatisch Hoffnungen. Einerseits auf mehr und andererseits darauf, dass sie in allen Bereichen so „funktioniert“, wie es uns gefällt.
Das tut sie aber halt leider meist nicht. Die Enttäuschung stellt sich notwendigerweise ein. Und ja, ich gebe es zu, ich bin über die neuesten Entwicklungen „ennet dem Teich“ enttäuscht, sogar bestürzt.
Was da abgeht, geht, um es umgangssprachlich zu sagen, auf keine Kuhhaut. Da geht der Master of Desaster hin, schickt seine Kriegsschiffe, ein paar Helikopter und viele Soldaten und Agenten in ein fremdes Land, entführt dessen Präsidenten und verkündet, dass nun das gelobte Land Amerika die Verwaltung (und wohl vor allem die Ölvorkommen) vorderhand an die Hand nimmt.
Wie bitte? Keine Fragen? Die europäischen Regierungschefs drücken sich darum, klare Kante zu zeigen. Sie haben inzwischen auch gemerkt, dass heute auf der Welt das Recht des Stärkeren gilt, und es dämmert ihnen wohl langsam, dass sie nicht zu den Stärkeren gehören.
Und das Publikum? Wie immer: Die einen applaudieren, die anderen machen einen dicken Hals.
Gut, Maduro, dem geschieht es recht, war eh ein korrupter Diktator, denken viele. Ja, wahrscheinlich schon. Und dennoch.
Haben wir es im Jahr 2026 nicht geschafft, unsere Probleme anders zu lösen? Einfach einmarschieren, einen Präsidenten wie einen Ladendieb gefangen nehmen und der Welt vorführen?
Dass damit Schluss ist, glauben Sie ja selbst nicht. Auf dem Speisezettel stehen Kuba, Grönland, vielleicht Mexiko und weitere.
Natürlich immer mit einer passenden Erklärung dazu: In Venezuela habe man den Amerikanern vor vielen Jahren bei der Verstaatlichung Öl gestohlen und jetzt werde mit Drogen gehandelt und die USA damit geflutet.
Rund um Grönland habe es zu viele Chinesen und Russen, Panama werde sogar von den Chinesen kontrolliert. Kuba? Kuba sowieso.
Da setzt sich der Stärkere hin, nimmt sich die Weltkarte vor und steckt Nadelköpfe da hinein, wo es noch passen könnte, wo die (Eigen-)Interessen gross genug sind.
Weil er’s eben kann, macht niemand etwas dagegen.
Wenn wir schon beim Thema sind: In etwa Gleiches spielt sich ja derzeit in der Ukraine ab. Der „böse Bär Putin“ möchte sich die Ukraine schnappen, damit er in der Nachbarschaft Ruhe hat. Etwas einfach ausgedrückt, aber im Kern wohl wahr. Und?
Wenn es der eine macht, dann gibt es einen jahrelangen Krieg und weltweite Schlagzeilen – täglich. Wenn es der andere macht, ist es ein Coup. Man regt sich auf, es legt sich wieder, weiter im Text.
Nicht mal zu Hause ist Ruhe. Was die United States Immigration and Customs Enforcement (ICE) da fabriziert, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Auslöser, diesen Artikel zu schreiben, war das Verbrechen gegen die 37-jährige Renee Nicole Good. Ich habe mir die im Netz verfügbaren Videos angeschaut.
Viele überhitzte Gemüter, Angst, Schrecken, Verunsicherung, Regierungsbeamte in Masken (in meiner Welt tragen nur Bankräuber Masken), und am Ende: ein Mord. Es tut mir leid, anders kann man dem nicht sagen.
Mein Schluss? Das eine Extrem gebiert das nächste. So wie die AfD nur entstehen konnte, weil „Mutti Merkel“ das CDU/CSU-Ruder derart brachial nach links rumriss und 2015 die Schleusen von Europa weit öffnete.
Angela Merkel gebührt eigentlich eine lebenslange Ehrenmitgliedschaft bei der AfD.
Und auch der Nachfolger ihres Nachfolgers ist ein Paradebeispiel für extreme Pendelbewegungen. Während der aktuelle Bundeskanzler sich standhaft weigert, mit Exponenten der AfD nur schon zu reden und an der Brandmauer wie ein Ertrinkender festhält, wird er genau das Gegenteil bewirken.
Ist die Brandmauer effektiv genug und dauert sie lange genug, wird die AfD den nächsten Kanzler stellen.
Kann man denn Schlechtes nur mit Schlechtem austreiben, den Teufel nur mit dem Belzebub bekämpfen? Sind wir immer noch so weit weg davon, aus unserer Geschichte zu lernen?
Das geht mir ganz ähnlich. Zuerst erfreut über die Beendigung des Wahnsinns, jetzt immer mehr irritiert. Schlussendlich sind die Politiker doch alle gleich. Macht, Macht und nochmals Macht. Es steigt einem einzelnen Menschen einfach zu Kopf. Das ist menschlich. Deshalb muss man die Macht auf möglichst viele verteilen. Zum Beispiel auf das Volk. Das bezahlt ja schliesslich auch alles.
Trump hat sich kaum geändert, seine Berater aber sehr wohl.
Auch scheint er offener für andere und ihre Ideen geworden zu sein.
Gesetze? Egal.
Am Ende bleibt es aber der gleiche Dude der halt erpressbar und spielbar ist, wenn man weis wie.
Ganz sicher kein Hero, aber auch ganz sicher nicht so schlimm wie die Europäische Führung, oder gar der Schweizer selbst ver.letzu-ngs Kult mit seinem EU und Unterwerfungsf-etisch.
Er zeigt eben die Fehler, die Doppelmoral.
Venezuela war GUT, Grönland? Das sicher nicht!
Willst ein Taschentuch oder gehts auch ohne?
danke
Seit Hero nicht mehr in Lenzburg produziert, ist Hero eigentlich eine Beleidigung.
Donald Trump gibt es nicht. Doch schon, als Körper mit biologischen Lebenszeichen, als substanzlosen Persönlichkeitsdarsteller, als groteske Karikatur von Mynheer Peeperkorn. Aber nicht als Person mit eigenen, stabilen Überzeugungen. Er plappert nach, was er zuletzt gehört hat, schlimmer wie ein Papagei; wie ein Rekorder. Er ist deswegen so extrem, weil die, die durch ihn handeln, sich und ihre Radikalität verborgen halten können. Was morgen von ihm kommt, weiß man deswegen nicht. Eigentlich müsste er alle enttäuschen, aber es gibt viele, die gerade die substanzlosen Aufgeblasenheit gut finden
Da haben Sie Recht. Man kann es nicht deutlicher sehen als nach seinem Japanbesuch. Ein paar Stunden in der traditionell egalitären asiatischen Kultur haben ausgereicht um ihn anachließend „small cars“ Preisen zu lassen. „Small cars“! Der Präsident von Amerika. Es hat nur noch gefehlt, dass er „für jeden erschwinglich“ anhängt. Das ist Kommunismus, Sozialismus, an zufällig ausgewählten Tagen mit nationaler Komponente, an anderen ohne und dann wieder nur national. Eine Stunde mit Nemo und er fangt das Gendern an.
Ich lese ihre Beiträge selten bis nie. Ab diesem hier wird sich das ändern.
Sie schreiben mir mit jedem Satz aus der Seele.
Danke!
Sehr heeghter Hert Presto vielen Dank für Ihre Recherchev ich mag wie Sievschreuben und leben. Halt nixhtb30 Jahre bitte bleiben sie doch wievdiwbsind. Hans Gerhard
Herr Presto for president of the USA:-)
Selten, dass einer merkt, dass er auf absurdesten Populismus (Familie wird abgeschafft) reingefallen ist, bevor es zu spät ist. Wenn der Autor darauf aufbauend aufhören würde jedes Wort der AfD blind zu glauben, sondern selbst zu denken und zu rechnen, dann gibt’s auf der Welt einen blinden Mitläufer weniger. Wäre doch super.
Schreibt der Genosse Torsten, der nach dem islamistischen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt durch seine totale Verblendung am nächsten Tag buchstäblich an der Demo gegen Rechts mit-läuft