Sergio Ermotti, CEO des UBS-Konzerns, hat letzte Woche vor den Aktionären und Freunden der TX-Gruppe, deren Flaggschiff der „Tages-Anzeiger“ ist, eine wichtige Rede gehalten.
Darin feierte er als Ziel des Daseins den individuellen Erfolg wie den aus seiner Sicht – gefährdeten – Erfolg der Schweiz im globalen Umfeld.
Er sprang vor diesem prominent besetzten Publikum für die kurzfristig verhinderte Bundesrätin Karin Keller-Sutter ein. Schon dieser Vorgang zeigt, wie entschieden der mit Abstand wichtigste Bankier der Schweiz darum kämpft, die Interessen seiner Bank und ihrer Aktionäre zu vertreten.
Kaum jemand ausser der Redaktion des „Tages-Anzeigers“ nahm Kenntnis von diesem Ermotti-Vortrag, der musterhaft aufzeigt, dass der UBS-Konzern noch einen langen Weg zu gehen hat, ehe er an seinem Ziel angekommen ist.
Ermotti nannte die UBS, mehrfach betont, „eine Schweizer Bank“. Er wollte damit klarmachen, dass alle Vermutungen falsch sind, man wolle den Hauptsitz nach London oder New York City verlegen.
Wir glauben es.
Er sagte auch, „etwa 90 Prozent der Aktionäre“ hätten an der letzten Generalversammlung der Grossbank seiner Vergütung von 14 Millionen Franken zugestimmt.
Im Interview mit der „Tagi“-Redaktion sagte Ermotti, 80 Prozent der UBS-Aktionäre seien Ausländer. Es sind grosse internationale Kapitalgesellschaften, wie Blackrock eine ist, welche die Bank kontrollieren.
Amerikaner, Asiaten, Araber und einige wenige Europäer.
Es darf angenommen werden, dass die Schweizer Aktionäre in hohem Masse gegen Ermottis Vergütung gestimmt haben. Das heisst, die ausländischen Aktionäre des UBS-Konzerns haben die Schweizer Aktionäre hoch überstimmt.
Das wird auch in Zukunft gelten.
Wenn Sergio Ermotti öffentlich verspricht, noch rund 1 Jahr CEO zu bleiben, ist er beinahe eine „Lame duck“. Was er heute sagt und verspricht, muss für seine Nachfolger nicht gelten.
Aufgrund des Aktionariats, dem alle Entscheidungsbefugnis gehört, ist deshalb die Zukunft der UBS weiterhin ungewiss. Wir können nur hoffen, dass sie der Schweiz erhalten bleibt.
Ob es dann die UBS noch gibt?
ach was, UBS profitiert in der Schweiz von politischer Stabilität und sehr guten Rahmenbedingungen. Das ersteres etwas wert ist, sollte jeder begriffen haben, der die täglichen Launen eines Donald Trump mitbekommt.
Wir können nur hoffen, dass weder Iqbal Khan noch Bea Martin die Nachfolge übernehmen. Beide haben weder die fachliche noch die persönliche Reife, um die Bank in die Zukunft zu führen.
Wenn nur Herr Grübel 20 Jahre jünger wäre. Das wäre unser Mann.
Hoffentlich kein Heissluftbläserin aus dem grossen Kanton!
Ich frage mich vor allem was die ganzen Entlassenen der UBS machen.
Arbeiten die dann im Service, in der Pflege und auf dem Bauernhof? Werden dort auch Bireweichi Löhne bezahlt und Bonis bis zum abwinken?
Ich hab mal gehört, dass Zeno Staub Interesse habe…
heute habe ich mit „Wir glauben es“ endlich wieder den Pluralis Majestatis, „das königliche «Wir»“, wie der Dude, Big Lebowski sagte, eigesetzt.
Auch sonst war ein toller Tag mit ganz viel Meinung und mega etwas zu sagen. Crazy.
Dein Klaus.
Nichts Neues, alles schon x Mal in den grossen Medien breit getreten. ME erneut ein substanzloser Beitrag. Das ist bei diesem Autor mittlerweile an der Tagesordnung.
Wieso können wir nur hoffen, dass die UBS der Schweiz erhalten bleibt? Die UBS ist eine der grössten tickenden Finanz-Zeit-Bomben. Wenn diese hoch geht, dann wird die SNB oder der Schweizer Bürger das gar nicht mehr alleine stemmen können. Dann heisst es heim zu Mutti in die EU, denn nur die EZB kann das Debakel, das droht, irgendwie noch handeln. Aber natürlich nicht ohne Zugeständnisse der Schweiz. Lieber weg damit, dass die Bombe wo anders explodiert als im Schoss der Schweiz.
Wechseln sie jetzt endlich die 7 Meister der Enteignung & des Niedergangs durch einen starken Anführer und ziehen in die USA?
Ist die Schweiz das gigantische Klumpenrisiko los?
Ermotti spricht für sich, die UBS und deren internationale Investoren und handelt in deren Interesse, deswegen vergüten diese ihm dies auch in der Höhe. Wenn er der Schweiz Ratschläge gibt, dann aus dieser Motivation heraus, die Interessen der Investoren zu wahren und zu fördern.
Deshalb glauben wir ihm am Wohlergehen der Schweiz und der Schweizer interessiert zu sein.
Wir Glauben Es!™
Die für uns Schweizer wichtigere Frage ist, dass wenn die UBS in der Schweiz bleibt, der toxische Teil (AM, Derivate/Strukies….) alles was nicht „Basisgeschäft“ ist, abgesondert ist (nicht wird… IST!)
Sonst… bitte geh‘ mit Gott, ABER GEH‘!!
Wieso soll der Schweizer Nichtbanker hoffen das uns die UBS erhalten bleibt??? Das umgekehrte ist der Fall, der Schweizer Nichtbanker kann nur hoffen, dass diese Finanz Atombombe entschärft wird oder unverzüglich ins Trump Land zügelt!!! Aber gell, es findet sich kein anderes Land, das so dumm ist und die Generalhaftung für diese Bank, gefüllt mit weltweitem Fluchtgeld, übernimmt. Weg mit der Haftung für ausländische Versteckisgelder.
Lieber Herr Stöhlker
CEO Wechsel? Was dann? Selbst wenn ein neuer CEO andere Akzente setzt, bleibt die Struktur der Bank und die Systemrelevanz gleich. Erinnern wir uns: Die Credit Suisse ist weg. Nicht restrukturiert, nicht saniert – weg. Damit ist der Finanzplatz, nach Wegfall des A-Bankgeheimnisses, strukturell irreversibel geschwächt wie nie zuvor. Sie, Herr Stöhlker, sind ein PR-Spezialist, und sollten erkennen, dass wenn die Schweiz weiter über Köpfe statt Strukturen und Substanz diskutiert, wird das nächste Kapitel noch düsterer.
Schlimm ist, dass auch die anderen Banken mit deren heutigen Manager NULL Zukunft haben (Bär, Vontobel etc.)
Sergio rennt weg….vor den sichtbaren Synergien und Ausmass der Kostensenkungen? Vor nochmaligen Altlasten der CS? Verständlich. Ein Nachfolger…der überlebt 2 Jahre. Sr. Orcel wäre interessant. Oder Mrs Botin? Oder Rittmeister von Molke?
Derselbe Typ der der Schweiz Ratschläge geben will, war für die Verramschung der SIX Payment Services verantwortlich, und hatte (indirekt) Einfluss auf die Strategie der Worldline. Die Schlafmützen der Finman haben endlich geschnallt, dass wenn die Worldline bankrott wäre, in der Schweiz nichts mehr geht und untersuchen jetzt das Disaster – Emotti ist massivst überbewertet und es wäre ein Segen für die CH wenn die UBS das Land verlässt.
Ermotti y è l’elixir della gestione
Lieber Herr Stöhlker, dass 80% des Aktionariats dem exorbitanten Salär des Spitzenmanagers zustimmt, ist nicht verwunderlich, wenn die meisten Stimmen von Institutionellen kommen, die selber an diesem System des Raubrittertums interessiert sind. Ich denke kaum, dass der Wegzug dieser Bank ein grosser Verlust für die meisten Leute hier ist. Im Gegenteil ein riesiger Klotz am Bein der Demokratie weniger