Es beginnt harmlos, fast märchenhaft. Ein Mann findet ein Zimmer in einer Zürcher Villa an bester Lage, in einem Zürcher Seequartier.
Die Hausherrin lebt selbst im Gebäude, vermietet Zimmer, alles wirkt persönlich, beinahe familiär.
Man trinkt Tee, spricht über Gott und die Welt, Vertrauen entsteht. Wie üblich wird eine Kaution fällig.
Der Betrag wird überwiesen. Bis hierhin: alles wunderbar.
Doch der Schein trügt. Hinter den gepflegten Mauern zeigen sich Risse.
Der Mann fasst nach kurzer Zeit den Entschluss, sein Mietverhältnis zu beenden. Kein Drama, kein Streit.
Er zieht aus und wartet. Doch die Kaution kommt nicht zurück. Auf Nachfragen folgen Zusicherungen.
Mal heisst es, die Buchhaltung sei noch nicht abgeschlossen, mal, es fehle eine Abrechnung.
Dann sei man gerade im Ausland. Wochen werden zu Monaten. Die Gründe wechseln, das Geld bleibt aus.
Der Mann liefert Belege, Verträge, Zahlungsnachweise – mehrfach. Trotzdem wird er immer wieder aufgefordert, seine Forderung zu „beweisen“.
Irgendwann reicht es. Er wendet sich an die Schlichtungsbehörde. Dort wird rasch klar: Die Kaution hätte so nicht einbehalten werden dürfen.
Ein Entscheid fällt zu seinen Gunsten. Die Gegenseite akzeptiert ihn. Doch selbst danach passiert nichts. Die Frist verstreicht. Kein Geld.
Erst als weitere rechtliche Schritte folgen, Betreibung und schliesslich die Androhung eines Konkursverfahrens, bewegt sich etwas.
Fast zwei Jahre nach dem Auszug wird die Kaution grösstenteils zurückbezahlt. Ein kleiner Restbetrag bleibt offen.
Der Redaktion liegen über 20 Unterlagen vor, darunter Verträge, Korrespondenz und behördliche Schreiben.
Ohne behördlichen Druck hätte er sein Geld wohl nie wiedergesehen, glaubt der Betroffene.
Hinweise deuten darauf hin, dass dieser Fall kein Einzelfall ist. Schon früher war die Schlossherrin aufgefallen.
Im Kanton Aargau besitzt sie ein Schloss. Die „Aargauer Zeitung“ berichtete vor Jahren über schwere Vorwürfe ehemaliger Mitarbeitender eines dortigen Betriebs:
Ausstehende Löhne, rechtliche Verfahren, Betreibungen.
Mehrere Betroffene, ähnliche Abläufe. Auch dort ging es um Geld, das offenbar erst floss, als der Druck gross genug war.
Die Villa an bester Zürcher Lage ist nicht nur Wohnsitz der Schlossherrin, sondern auch geschäftlicher Dreh- und Angelpunkt.
Eine ihrer Firmen ist dort ebenfalls registriert. Laut Insidern verschwimmen in diesem Haus die Grenzen zwischen Wohnen, Arbeiten und Geschäft.
Personen sollen im Anwesen gelebt und gleichzeitig für die Schlossherrin gearbeitet haben.
Schriftliche Arbeitsverträge habe es nach diesen Schilderungen nicht gegeben.
Belegen lassen sich diese Aussagen nur teilweise, doch sie fügen sich in das Bild.
Die Villa selbst hat Geschichte. Das Gebäude wurde 2011 von den Jesuiten verkauft. Als Käuferin trat die heutige Schlossherrin auf.
Im Zuge der Recherche meldeten sich weitere Personen bei diesem Medium. Sie berichten von fehlenden Arbeitsverträgen und problematischen Abrechnungen.
Es sind Vorwürfe, keine Urteile. Wir haben die Schlossherrin mit den Punkten konfrontiert.
Auch ihre Firma wurde um Stellungnahme gebeten – zu den Kautionen, zu den Arbeitsverhältnissen, zu den Abläufen.
Antworten blieben aus. Man bleibt bedeckt.
Die Chronologie ist auffällig. Immer wieder Versprechen. Immer wieder Verzögerungen.
Und immer wieder Geld, das erst dann fliesst, wenn Behörden einschreiten.
Vom Schloss im Aargau bis zur Prachtvilla in Zürich zieht sich ein Muster, das Fragen aufwirft.

Auch der Schlossadel muss irgendwie zu seinem Geld kommen.
Kling nach: „asset rich and cashflow poor“
Was hat denn der Schlossherr für einen Adelstitel? Hoffe nicht nur „Graf“.
Die Schlossherrin Anthony Lauper hat keinen Titel. Aber sie hatte einen reichen Mann, welcher unter anderem auch die ehemaligen Jesuiten-Villa in Enge-Zürich besass. Dort ist auch der Sitz ihrer Wilkinson Immobilien GmbH, welche sich ebenfalls eines Konkurses erfreut.
Ab mit dieser Schlossherrin ins dunkle Verliess. Betrüger gibt es in allen gesellschaftlichen Schichten.
Von den Reichen lernt man sparen.
hm, in der Politik und auf Behörden geht es ja ähnlich zu …
Sie wissen ja gar nicht, wie leicht man sich von nutzlosen
Viechern befreien kann, wenn man ihnen den Geldhahn abdreht …
Sinnloser Artikel. Nicht-Rückzahlung von Kaution passiert dutzendfach jeden Monat.
Entweder Substanz her (Namen, ominöse Verwicklungen, …) oder Artikel löschen.
na dann: https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/zurzibiet/ihr-war-jedes-mittel-recht-ehemalige-schloss-mitarbeiter-erheben-schwere-vorwurfe-gegen-besitzerin-ld.1369452
Eine „Perle“ von Unternehmerin. Ein bisschen googeln und „Schloss“, „Aargau“ und „Konkurs“ eingeben, mehr braucht es nicht.
Am Egg in der Enge scheiden sich offenbar die Geister. Mehr zum Schlossgespenst siehe im Aargau.
Hier wäre „Name and shame“ doch angebracht…
Diese Schilderungen beziehen sich auf Schloss Sihlberg (auch bekannt als Villa Sihlberg) im Zürcher Quartier Enge.
Die Jesuiten verkauften die neubarocke Villa im Jahr 2011 an die Unternehmerin Panteha Abareshi. Das Gebäude dient seitdem sowohl als privater Wohnsitz als auch als Firmensitz für verschiedene Unternehmen aus ihrem Netzwerk.
Details zur Liegenschaft und den Vorwürfen
Merkmal Details
Objekt Schloss Sihlberg, Enge (Zürich)
Käuferin (2011) Panteha Abareshi
Nutzung Mischung aus Wohnsitz und Geschäftszentrum (u.a. Vermietung von Büroräumen und Event-Locations)
Kontroversen Berichte ü
Es handelt sich um das Schloss Böttstein im Kanton Aargau und die Villa Rudolph-Schwarzenbach an der Scheideggstrasse 45 in Zürich Enge.
Über Schloss Böttstein in der Nachbarschaft des AKWs Beznau kreist unterdessen der Pleitegeier.