Die Kassensturz-Sendung vor kurzem stand ganz im Zeichen der Firma Salt und ihrem Geschäftsgebaren beim Ausstellen und Kündigen von Mobile-Verträgen.
Sie erinnerte mich an meine eigene Erfahrung vor drei Monaten, kurz nach meiner Ankunft in Brasilien, wo ich bis vor wenigen Tagen überwinterte.
Die Geschichte beginnt Ende Mai 2025, als mich meine brasilianische Frau in der Schweiz besuchte.
Brasilianer/innen sind noch mobil-abhängiger als wir. Um ihr also permanenten Kontakt mit der grossen Familie in ihrer Heimat zu ermöglichen, ging ich als unerfahrener Nutzer mit meiner Frau gleich am Flughafen ins erst beste Geschäft.
Salt ist am Flughafen gut platziert: Wer im Terminal 2 ankommt, die Strasse überquert und im Migros die ersten Einkäufe tätigen geht, kommt nicht an Salt vorbei.
Dort warten ihre Verkäufer auf Kundschaft, oder, wie ich nach meiner Erfahrung heute sagen würde, auf „Opfer“.
Da wir zu dieser Zeit noch keine Pläne für die Rückreise haben, frage ich nach den Kündigungsmöglichkeiten: Auf Ende jeden Monats gebührenfrei.
Das Monatsabo kostet 60 Franken für so und so viele Gigabytes, es werden schlussendlich 70 pro Monat.
Keine Ahnung, ob das viel ist oder nicht, ich bezahle jedenfalls korrekt meine Rechnungen.
Ende Oktober beschliessen wir, ab dem 23. November für gut zwei Monate in Brasilien zu überwintern. So rufe ich Salt an, um mein Abo zu kündigen.
Das Gespräch mit dem Mitarbeiter wird zur Nervenprobe. Er will nicht akzeptieren, dass ich kündige, schwatzt mir den Kopf voll.
10 Minuten lang höre ich artig und ruhig zu. Am Ende beharre ich auf der Kündigung, die schriftlich gar nicht möglich ist, und erfahre folgendes:
Würde ich auf den 23. November kündigen, würden Zusatzkosten in Höhe von über 200 Franken anfallen. Kündige ich hingegen auf Ende November, sei das ohne Zusatzkosten möglich.
Mehrmals bestätige ich dem Verkäufer, dass ich auf Ende November kündige, und frage auch gleich mehrmals, ob damit die Sache ein für allemal korrekt erledigt sei.
Immer noch meinen Wegzug von Salt bedauernd und zähneknirschend bestätigt das schliesslich der Call-Center-Angestellte, der offenbar ein brutales Verkäufer-Bootcamp absolviert hatte.
Am 31. Dezember schickt mir der Kollege, der meine Wohnung unregelmässig während meiner Ferien hütet, meine fotografierte Post, und schreibt dazu: „Nichts dringendes, ausser vielleicht die Rechnung von Salt.“
Es ist eine Mahnung; die Rechnung selber war bereits ein Monat vorher ins Haus geflattert – kurz nach der Abreise.
Über 300 sind auf aufgeführt. Ich reagiere sofort und finde nach langem Suchen ein Kontaktformular für Salt Schweiz.
Die 300 Franken seien wegen ausserterminlicher Kündigung, heisst es in der ersten und vorerst einzigen Antwort, die ich auf meine Mitteilung bekomme.
Und: Ich soll „zeitnah“ die Rechnung begleichen.
Meinem Temperament entsprechend, reagiere ich verärgert. Zuerst verweise ich auf die im Telefongespräch gemachte Aussage und Bestätigung des Verkäufers.
Weil ich nichts mehr höre, stelle ich den Gang an die Medien in den Raum.
Weiterhin Funkstille von Seiten Salt. Ich lasse mich von kompetenten Freunden beraten, wie ich mich verhalten soll: Vor allem nicht mit einer Veröffentlichung drohen, meinen sie.
Ich wechsle im Kontaktformular zu einem freundlichen Ton, in dem ich vorschlage, die Sache bis zu meiner Rückkehr zu sistieren.
Mittlerweile erhalte ich keine Kopien meiner Mitteilungen mehr auf mein E:Mail, was nichts anderes bedeutet, als dass mein Absender direkt im Papierkorb von Salt landet.
(Hinweis für ähnlich Betroffene: Browser wechseln, dann kommt das Kontaktformular zumindest für einmal wieder durch.)
Mitte Januar meldet schliesslich der Salt-Kundendienst, dass ich korrekt gekündigt habe und die Rechnung storniert sei.
Seit ein paar Tagen bin ich wieder in der Schweiz, und soegen erfahre ich im Kassensturz von noch um einiges haarsträubenderen Geschichten rund um Salt-Verträge.
Immer geht es ums gleiche Übel: Die Salt-Verkäufer arbeiten auf Provisionsbasis.
Sehr geehrter Herr Saller vielen Dank für Ihre Recherche (konnte mN dad beo 20Millisekunden äh 20min äh 20min 😉 😀] ich war noch nie in Natrasilien aber vor allem in Adien. Bitte weiter so Hans Gerhard
Herr Saller and Maestro for president of the USA (and Brasilien) 😀
Häh! Gehts auch Normal?
Haben Sie etwas eingenommen?
Ach, der Hansi lebt ja noch…
Ein Freund von einem ehemaligen Arbeitskollegen, ukrainischer Flüchtling ohne Fremdsprachenkenntnisse wollte nur einen Handyvertrag, angedreht wurde ihm ein Komplettpaket dass er nie wollte, die unentgeltliche Rechtsauskunft hat dann geholfen und der Vertrag wurde aufgelöst und die Person wurde entschädigt.
Erhielt kürzlich am 3. des Monats eine Mahnung, dass mein Datenguthaben aufgebraucht sei (CH-Datenguthaben, kein Auslands-Roaming).
Der telefonische Kundendienst war eine einzige Katastrophe: 20 Minuten warten, dann eine so grottenschlechte Verbindung, dass ich den ‚Kundendienstler‘ zunächst nicht verstehen konnte. Meine Frage zum Datenverbrauch wollte er mit aus Datenschutzgründen nicht telefonisch beantworten, dafür ein teureres Abo andrehen, etc.
Der Ton des MA war eher trötzlig, als ich mich wehrte, hing er auf.
Meine Bewertung war entsprechend schlecht, versprochener Rückruf kam nie!
beitreiben lassen – rechtsvorschlag – friedensrichter 1/2 wohlwollend zulassen…
Köstlich, scheinbar viele Salt-Provisiönler unter den Kommentatoren … aber kein Wunder, die haben ja jetzt Zeit, während der Arbeit ‚Daumen runter‘ und saltfreundliche Kommentare abzusetzen!
Bring it on, make me laugh!
Wo auf Provision gearbeitet wird, gehen die Kundenbedürfnisse „flöten“.
An einer langfristigen Zusammenarbeit mit dem Kunden scheint Salt kein Interesse zu haben.
Schlagzeile im Blick: „Salt-Mitarbeiter verkauften 92-Jähriger fünf Handy-Abos“….
Gene mehr von „Toni Brasilien“.
Als Deutscher mag man den Laden ziemlich sicher nicht.
Wenn man bei Salt als Besucher der Schweiz ins Roaming kommt und kein Anbieter hat, wie D1, der bspw. mit Swisscom etc. Roaming-Verträge hat, wo man weiterhin kostenfrei in der Schweiz surfen kann, zockt Salt einem mit fast 10 Euronen je MB ab! Das sind Preise wie aus den Anfängen des mobilen Internets. Sowas dreistes habe ich bisher nirgendswo erlebt. Das ist schon fast imageschädigend für das ganze Land (CH). Immer, wenn ich die im Smartphone als Anbieter sehe, bekomme ich Blutdruck.
Ich empfehle allen dringend einen Wechsel zu Teleboy mit 100Fr. Gutschein HOME-PAWA6XUC. Top-Produkte, beste Preise und hervorragender Kundendienst. Daher Note 4.7 auf Google und Trustpilot (zum Vergleich: salt und sunrise liegen bei 1.2, swisscom bei 1.8). Mobile Unlimited gibts für 15 Fr., Internet mit 100Mbs für 33Fr und TV mit Replay für 12Fr.
Dacht Kurt Felix sei längst verstorben!
Bei Teleboy Mobile gibt es übrigens keine Mindestlaufzeit und eine Kündigungsfrist von 60 Tagen.
Genau so habe ich den Saller eingeschätzt. Informiert sich nicht, lässt sich etwas aufschwatzen und ist dann erstaunt. Taugt nicht für Brasilien.
Bereitet mir zwar etwas Kopfzerbrechen, aber immer mehr bin ich der Überzeugung, dass sämtliche Marketingaktivitäten nur noch gegen die Menschen/Kunden und für das „Wohlergehen“ der Unternehmen eingesetzt werden. Das muss sich ändern. Ich glaube sogar, wir sollten in Zukunft Marketingeinsätze durch etwas humaner denkende KI überprüfen lassen.
Ganz bei Ihnen, Werbung sollte verboten sein. Ein gutes Produkt oder eine überzeugen Dienstleistungen verkauft sich auch ohne Marketing.
Umgekehrt gedacht, alles was eine Werbung braucht sollte vorsichtshalber vermieden / mit anderen Worten boykottiert werden.
Ich bin bei Ihnen, aber nicht sicher, ob uns KI helfen kann.
Es geht darum, Sie als Kunden an das Unternehmen zu binden und Ihnen die Kündigung so schwer wie möglich zu machen. Also einen „Lock-in“ herbeizuführen. Dafür setzen Salt, sunrise und Komplizen alle Hebel in Bewegung. Ich selbst war Teil eines Projektes, in dem wochenlang diskutiert wurde, wie der Link zur Kündigung rechtskonform vor dem Kunden verborgen werden kann.
Kann mir als ausgesteuerter überhaupt keinen Vertrag mehr leisten.
Tut mir sehr leid – schau mal noch bei go-mo punkt ch, günstigstes, das ich finden konnte.
Mein Tipp: Digital Republic. Flatrate Mobile Swiss für ca. Fr. 150 für 365 Tage.
Salz ist ungesund..
Salz sollte man zum Streuen im Winter verwenden!
Big Pharma verkauft dieses narrativ um damit Geld zu verdienen. Lassen sie sich keinen Bären auf binden.
Der Saller von Brasilien und der Loomis von Thailand. Gehören wohl in die selbe Kategorie.
Die beiden haben eben erkannt, dass arbeiten nicht alles ist.
Man weiss ja von Anfang an, dass man bei Telekomanbietern über den Tisch gezogen wird. Nun weil man das weiss kann man es dann auch locker nehmen. Also Relax.
Alternativ halt kein Handy. Ging früher ja auch und wir haben es überlebt.
Vermutlich wurde ihm seine Frau auch aufgeschwatzt.
Peter, so geil 🙂
Nein. Die hat er sich selber ausgesucht
IP für Inside Privatleben. Presta, Saller… Fehlt noch eine Frau oder ein*e Genderfluide*r.
Das ausgediente Telefonbuch gibt die Namen in sozialistischen Staaten reziprok vor, brav seit 27 Jahren mit einbetonierten Marktanteils-Vorgaben: Sa, Su, Swi. Die Chefs der letzteren Unternehmung rapportieren halbjährlich an den beauftragten Minister – wenn ggf. eine Bundesrätin, dann einfach mit noch engeren Hosen.
Die „Pro-Service-Public-Iniative“ suchte die Idiotie zu durchbrechen: Den Verwaltungsräten, ehemals vom Coop, gefiel das nicht, den Internen noch weniger, deshalb wurde personell aufgeräumt.
Der gewöhnliche Nutzer sieht nicht, was hinter den Berner Kulissen abläuft.
Auch etwas einfach Gestrickte können sich kundig machen über die Verträge der Mobilanbieter und deren Geschäftspraktiken. Das Lamento des Herrn Saller lässt da Vermutungen zu. Die allermeisten Kunden hatten noch nie Probleme mit ihrem Mobilanbieter. Zu dieser Mehrzahl gehöre auch ich.
Definitiv kaum eine Mehrzahl. Aber auch nicht durch blosse Fehler der zwei nichtstaatlichen Mitanbieter begründet. Nur das Bankgeschäft ist in staatlich sanktionierten Bereichen noch dreckiger organisiert als das Telco-Business. Kann man aber nicht wissen.
Im Shop unterschreibt man ja noch, ganz altmodisch, einen Vertrag. Ist es zufiel gefragt die wichtigsten Klauseln zu lesen? Preis, Leistung, Kündigung sind doch eigentlich zwingend zu kontrollieren. So grün können sie doch nicht hinter den Ohren sein. Obwohl….eigentlich doch.
Kleiner Tip, zukünftig vorgängig im Internet einen Preisvergleich machen und dann gleich online abschliessen, da hat man dann auch genug Zeit alle wichtigen Sachen zu prüfen. Gibt genügend Anbieter.
Eine neue Form von Kapitalismus. Der „Zwangskunde“.
Früher hatte man Zwangs(mit)arbeiter (ganz früher Sklaven). Aber ich habe noch nie von Kunden gehört, die nicht kündigen können. Die Menschheit hat ein neue Ausbeutungsart entdeckt.
Mein Rat ist einfach die Rechnung nicht bezahlen. Wird dann dem Inkassoservice verkauft. Und nach etwa 10 Jahren wirds dann abgeschrieben. Kundenservice hat weder was mit Kunde noch Service zu tun.
Als ich bei Sunrise für meine Familie 2 iPhones gekauft habe und diese ewig lang nicht kanen, da habe ich paar mal den Kundendienst sngerufen, und die Verkäufer wsren derart aufdringlich und wollten mich nich loslassen, befor sie mir einen neuen Vertrag aufgedreht hsben…. Ich meine jeder weiss dass alle mit dem gleichen Wasser kochen.
War mal ftüher lange bei Aldi Mobile (im Netz vom sunrise), so eine Abzocke mit Auslandsanrufen nach EU noch nie erlebt. Kundendienst bockt, Androhung von Kündigung von 3 Vertrögen zeigt 0 Wirkung. Danach zu Spusu gewechselt (im Netz vom Salt) und happy.
Ich warte aufs Phi-Phone von Musk.
Soll 700 Stutz kosten, ebenso gut wie iPhone17 pro und Gratis-Telefon und Internet für wenig Geld. Swisscom kann dann einpacken.
Boa noite Sig. Saller. Gucken Sie sich doch mal die Halbjahreszahlen von Salt. an. Umsatz und Ertrag in den angebotenen Telecom-Sparten. Und wenn Sie richtig rechnen so kommt sie Frage auf, was der Preisüberwacher und nachgelagerte Instanzen eigentlich gegen „Tarifwucher“ machen. Das Telecom Oligopol via Lizenzen und Netzbetrieb ist ennet der Grenze von Anstand …
Kaufe ein Handy, wo du möchtest. Schliesse dazu ein separates Telecom-Abo dort ab, wo du möchtest. Und beim Telecom-Abo gibts eine Firma, die mit jahrzehntelanger Erfahrung raussticht. Man wähle.
Verträge lesen ist doch nicht so schwierig?