In der Schweizer Niederlassung von Samsung scheint derzeit weniger Hightech als Hochspannung im Umlauf zu sein. Nicht in den Akkus, sondern in der Marketingabteilung.
Seit geraumer Zeit berichten Insider von einer Arbeitsatmosphäre, die eher an eine Reality-Show ohne Kameras erinnert als an den nüchternen Alltag eines globalen Technologiekonzerns.
In Sitzungen soll der Ton regelmässig spürbar schärfer geworden sein, während Verantwortung laut Beteiligten eher nach unten weitergereicht als gemeinsam aufgearbeitet worden sei.
Von Schuldzuweisungen im Schnellfeuer ist die Rede, von Mitarbeitenden, die Besprechungen sichtbar aufgelöst verlassen, und von Tränen am Konferenztisch.
Diese Einschätzungen stammen aus internen Schilderungen und lassen sich von aussen nicht unabhängig überprüfen.
Als zentraler Faktor für die angespannte Lage wird der Führungsstil der Leitung genannt.
Einige Angestellte sollen das Unternehmen bereits verlassen haben, andere halten sich laut Beobachtern mit innerer Kündigung über Wasser.
Die Fluktuation wird offiziell nicht kommentiert. Inoffiziell vergleichen Mitarbeiter die Situation mit einem Akku im Energiesparmodus: Er läuft noch, aber nur aus Pflichtgefühl.
Ob ein Zusammenhang mit der geschilderten Stimmung besteht, bleibt offen.
Der jüngste Eskalationspunkt soll die Neubesetzung der Leitung Unternehmenskommunikation gewesen sein.
Kaum war die neue Chefin installiert, begann sich das kleine, dreiköpfige Team unter ihr in bemerkenswerter Geschwindigkeit aufzulösen.
Nach Angaben mehrerer Quellen wurde vor kurzem eine langjährige Kommunikationsverantwortliche überraschend freigestellt.
Für viele Mitarbeiter kam der Schritt offenbar völlig unerwartet. Besonders irritierend: der Zeitpunkt.
Ausgerechnet während der Hochphase von Produkteinführungen, wenn Kommunikationsabteilungen normalerweise im Dauerlauf arbeiten, steht das Unternehmen ohne zentrale Öffentlichkeitsverantwortliche da.
Kurz darauf kündigte eine weitere Mitarbeiterin aus dem Eventbereich. Eine dritte Person aus dem Influencer-Marketing fehlt seit Jahresbeginn krankheitsbedingt.
Intern wird damit gerechnet, dass auch hier eine Trennung folgen könnte.
Damit wäre die Kommunikationsfunktion faktisch entkernt – ein bemerkenswert effizientes Downsizing, ganz ohne offizielle Sparankündigung.
Für diesen Artikel wurde Samsung Schweiz um eine Stellungnahme gebeten, insbesondere zur Arbeitsatmosphäre in der Marketing- und Kommunikationsabteilung, zum Führungsstil der Leitung sowie zu den jüngsten personellen Veränderungen.
Eine Antwort blieb aus.
Das kann viele Gründe haben. Vielleicht arbeitet man an einer strategischen Neuausrichtung.
Oder, und das wäre angesichts der beschriebenen Abgänge die naheliegendste Erklärung: Es ist schlicht niemand mehr da, der antworten könnte.

So etwas würde bei Apple nie passieren 😉
Würde bei uns in Pöschwies auch niemals passieren..
Schon wieder wird der Druck auf die UBS Entlassenen erhöht. Sie hätten mehrere Jahre Zeit gehabt etwas neues zu suchen 🤣
Mein Fernseher und Mobiltelefon laufen prima..unklar bleibt, ob die Gerüchte wohl eine Auswirkung auf die Waschmaschine gehabt hätten, die ich mir letztendlich nicht von Samsung gekauft habe.
Fragen über Fragen… Aber eins steht selbstverständlich bereits jetzt fest. Das ist ein Skandal und ich finde auch diesen unerhört.
So ein Blödsinn!
SK produziert mehr Halbleiterchips als die USA! Samsung ist bei der Prozesstechnologie auf Platz zwei, direkt hinter dem Primus TSMC.
Wieso steht im Artikel Samsung und es wird über die UBS geschrieben?
Schweizer PR/Marketing-Abteilungen von ausländischen Multis sind ohnehin überflüssig. Sie schalten lediglich die globalen Kampagnen in die lokalen Medien durch. Selten machen sie etwas Eigenständiges. Das geht schon nicht, weil die Multis global die CI durchsetzen. Man kann das auch aus dem Hauptsitz heraus, oder aus einem Billiglohnland machen und vieles läuft ohnehin über Online-Ads.
Die Schweizer-Durchlauferhitzer kosten nur Geld und bringen kaum Mehrwert.
Der Konzern ist extrem kostensparend aufgestellt, und in der Schweiz wird sowieso hauptsächlich der regionale Vertrieb unterhalten.
Aber wer vergisst, dass Südkorea eben nicht eine „asiatische Schweiz“, sondern eine zuweilen aufmuckende Nation mit inneren Instabilitäten und kulturellen – wohl nicht Regime-politischen – Denkmustern, sehr ähnlich denen seiner Brüder und Schwestern im Norden, ist, der sieht vielleicht auch die Tretfallen im internationalen Austausch und Geschäften nicht sogleich.
Irgendwie ist diese Story ein Nothingburger oder anders gefragt: where’s the beef?
Sobald ein wenig Druck ins Business kommt, machen die Weicheier schlapp. Auch Samsung muss verkaufen. Angestellt ist unselbstständig, das heisst ein anderer sagt Dir wie es zu laufen hat. Wem das nicht passt, kann selber ne Marketing Bude aufmachen und sich mal direkt dem Kundendruck ausliefern.
Aber nein, die Powerpoint aus dem Homeoffice passte dem Chef nicht, und er hat dir das gesagt. Er will Leistung und Resultate. Das burned dich out.
Wenn man von Schweizern einmal Leistung verlangt
Wenn Journalisten nicht mehr recherchieren sondern mutmassen entstehen solche inhaltslose Artikel!
Sehr geehrter Herr Schellenbaum (verwandt mit sschelkenmbaum Züroch-Affolterb?) Vielen Dank für Ihre Rechercheb (nicht nur Sxhjrwibeb liebe 20Millisekunden 😀😃) auch RECHERCHORTEN … (wie Journalisten das machen auch cnn.com winebMedienseite) bald ist ja Abstimmung.. (sfdrs Halbw halbe 😀] oder nichts (siehe auch herrliche Texte von Ma3stro René Zeyer (vom Alter auch schon vielen Länder (Kuba liechtenstein)
Herr Schellenbaum for President of the USA und Samsung 😀;-)
@Hans Gerhard
Hä?
Maybe. June. Maybe next year. Either way, things will fall back into place again. 🙂
Ich erklärs kurz, weil ich mit denen zu tun hatte:
Die Schweizer Leiter Kommunikation haben dort überhaupt nichts zu sagen. Deren Chefs sind Koreaner die hier agieren, als wären sie in Korea. Sie kennen die Schweiz nicht und interessieren sich nicht für die Schweiz. Die Kommunikation macht eine externe PR-Agentur die aber nur das kommunizieren darf, was die Koreaner bewilligen. Meist Marketingnews, damit sie keine teure Werbung schalten müssen. Bei Samsung hören alle Journalisten ganz brav zu, weil es ein Riesenkonzern ist.
Ist so.
Die Schweizer haben sich wohl übernommen; nicht nur wurden die führungskulturellen Unterschiede in ihrer langfristigen Zersetzungsfähigkeit unterschätzt, aber man glaubte, die gruppeninternen Abläufe und Rückkoppelungseffekte überhaupt einordnen zu können.
Die komplett anders gesetzten Leistungsparameter in einem koreanischen Familienkonzern und die nur vordergründige Augenhöhe lassen sich allerdings nicht einfach nur mit „dem richtigen Mindset“ abfangen.
wahrscheinlich von entlassenen, unfähigen MA initiiert. An der Giesshübelstrasse 30 ist nix im Zerfall. Im Gegenteil; die haben da organisatorisch alles recht gut im Griff. Berichtet doch bitte FUNDIERT über etwaige Themen, wenn ihr gerade nichts spannendes im Finanzbereich habt.
Bei Schälli kann sich jeder Unzufriedene ausweinen. Schälli prüft nicht haut trotzdem in die Tasten. „Schurnalismus“ auf tiefst möglichen Niveau!
Wer sich diesen billigen Müll kauft hat sowieso im Leben verloren. Auf den Smartphones und Fernseher wird Werbung geschaltet, die man nicht mal abstellen kann. Unglaublich sowas.
„Sansun“-Handy auf Aliexpress gekauft? Für 12 Franken, 90 Rappen?
Kennt jemand 1 global agierende US oder Asian Firma (egal welche Industry) wo die CH Filialleiter/Mgmt noch irgendwas zu sagen/approven habe ? Hab ich seit ca 2012 nie mehr angetroffen, gehört,selbst erlebt. Wir sind viel zu klein & dafür jedoch 26xkompliziert/anders. Kopfweh für die grosse, moderne Firmen aus grossen und fernen Ländern. Einsicht ist DER einzige Weg, zum neuen Eingang resp. weg, vom alten Ausgang. FYI: Media Markt gehört jetzt „expanding & hiTec Sun Tzu China“. Da müssen sich bald noch einige, andere Marken ziemlich warm anziehen (..denkt man etwas nach & voraus). Planung!
Höchstwahrscheinlich wurde diese Story von entlassenen, unfähigen MA initiiert. Habe mit Samsung CH/A seit über 10 Jahren zu tun. Die haben organisatorisch keine Probleme und haben sich überdurchschnittlich gut entwickelt. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen wechseln sie die „faulen Eier“ halt zügig aus. Die sollen sich doch zB bei der Stadt Zürich bewerben; finden da bestimmt unterschlupf.
Entschuldigung. Welcher normaler Schweizer, welche echte Schweizerin kauft schon ein Samsung-Mobile?
Ich. Immer noch besser als USA oder China.US-Produkte boykottiere ich so gut es geht. Der orange Volltrottel muss es in den Zahlen sehen, dass es so nicht geht.
Spannender Beitrag, danke fürs Teilen.
Ein Wichtiges Thema!
Als Person ausserhalb des betroffenen Teams kann ich lediglich festhalten, dass die
beschriebenen Entwicklungen nicht auf Samsung als Unternehmen oder dessen Mitarbeitende
insgesamt zurückzuführen sind. Die geschilderten Probleme stehen vielmehr im Zusammenhang
mit einzelnen Führungspersonen und deren Umgang mit dem Team. Diese Dynamik hat sich
bereits über einen längeren Zeitraum abgezeichnet und letztlich zu den nun sichtbaren Abgängen
geführt.
Hatte über die letzten Jahre verschiedentlich Kontakt zum Standort Zürich von Samsung. Telefonisch wie persönlich. Stets nur sehr unfreundlichen und absolut nicht hilfsbereiten Personal. Hatte mir überlegt die Marke zu wechseln. Verschiebe das leider immer wieder, weil ich alles von Samsung habe. Aber die müssen massiv an der Freundlichkeit UND Kompetenz arbeiten