Auf das gestrige Verdikt von Amerikas Oberstem Gericht reagiert Donald Trump so, wie der US-Präsident das bei Niederlagen immer tut.
Er geht sofort in die Gegenoffensive. Nie einen Fehler eingestehen, immer den anderen die Schuld in die Schuhe schieben, sofort neue Forderungen erheben.
So auch bei seiner grössten Pleite auf dem ökonomischen Schlachtfeld: bei den Zöllen.

Der Schweizer Bundesrat hat in einer ersten Reaktion nach dem Verdikt, wonach das Weisse Haus keine Zölle auf der Basis eines Notstandsgesetzes von 1977 erheben könne, vornehm geschwiegen.
Nicht so grosse US-Unternehmen, wie die Financial Times (FT) heute berichtet. Trumps Finanzchef rede zwar nach dem Richterbeschluss von „little change“ für das Zollregime der Regierung, so die Zeitung.
„But already, US businesses are gearing up to demand refunds from the Trump administration.“
Der Löwenanteil der letztes Jahr eingenommenen Zölle basiere auf dem jetzt kassierten Entscheid der Regierung Trump, rechnet die FT vor.
„According to the Budget Lab at Yale, tariff revenue based on emergency powers was $142bn in 2025 — about 80 per cent of its estimate for all new tariff revenue raised last year.“
Eingesackte Riesenzölle an die betroffenen Unternehmen und Branchen zurückzahlen? Over my dead body, gibt Trump solchen Angreifern vorsorglich den Tarif durch.
„They take months and months to write an opinion and they don’t even discuss that point“, habe der US-Präsident gegenüber Journalisten ausgeführt, schreibt die FT. „We’ll end up being in court for the next five years.“
Für die einflussreiche Zeitung geht es für Trump bei der Zoll-Pleite vor dem Supreme Court nicht um eine Seitenshow, sondern um das Herzstück dessen ökonomischen Masterplans.
„The president’s political career has been shaped by his unapologetic embrace of tariffs, defying mainstream Republican orthodoxy in a bid to protect American workers left behind by globalisation.“
Der US-Präsident habe das bei der Ankündigung der Zölle letzten Frühling klargemacht. „It’s our declaration of economic independence“, gibt die Financial Times Trumps damaligen Schlachtruf wieder.
Der Schweiz wollte er zunächst 31 Prozent Zölle aufs Auge drücke. Daraus wurden dann Ende Juli sogar 39 Prozent.
Eine Delegation aus helvetischen Wirtschafts-Kapitänen, die Trump eine Rolex und einen Goldbarren überreichten, öffnete im Herbst die Tür zu 15 Prozent.
Auch die scheinen jetzt zu hoch. Trump kündigte nach dem Crash vor der letzten Gerichtsinstanz an, weltweit einen sogenannten „global tariff“, also Global-Zoll, in der Höhe von 10 Prozent zu erheben.
„We have alternatives, great alternatives could be more money, we’ll take in more money“, so Trump.
Fehler eingestehen, über die Bücher gehen? Never. Doch am Fakt, dass Trump mit seinem wilden Zollritt ein Waterloo erlitten hat, ändert seine martialische Reaktion nichts.
Der Entscheid des ihm eigentlich wohl gesonnenen Supreme Courts mit einer klaren konservativen Mehrheit trifft den Republikaner in einem heiklen Moment, glaubt die FT.
„The ruling, ahead of next week’s State of the Union address, comes on the heels of disappointing GDP data and consistently poor approval ratings for the president that have raised alarm bells among Republicans about their prospects in the November midterm elections.“
REDEN ist SILBER, SCHWEIGEN ist GOLD. Richtige Taktik unseres Bundesrats. Es hat genug Ploderis in dieser Welt.
Luki: wir sind selbst fähig, Zeitungen wie die FT zu lesen. Übrigens: die FT war früher eher besser.
ja, lesen kannst du, Kurti!
Aber kapieren tust du nix …
Trump ist ein Macher. Einer der durchzieht. Eine eigene Meinung hat und keine Windfahne ist.
Für seine 3. Präsidentschaft hat er meine Stimme.
Nein, Herr Trump hat geerbt; er ist kein Macher.
Junior …: Einverstanden. Vor Trump war das Leben langweilig. Er probiert Neues. Obs haut werden wir sehen. Uebrigens finde ich es O.K. wenn er die USA wieder mehr industrialisieren will. Gendern brauchen wir auch nicht und die eigene Meinung wieder mehr kundtun ist auch O.K. ohne dass man vor Gericht gestellt wird. Gegen die Linke Kurzsichtigkeit vorzugehen ist auch O.K. Uebrigens ist Trump nur das Sprachrohr von einer Gruppe die die Welt nur wieder etwas realistischer machen will, näher zur Evolution und weniger theoretisch.
Taco-Trump ist ein Manipulator, der durch drohen, erpressen, betrügen, bestechen nebst anderen Straftaten versucht sich in Mafiamanier zu bereichern. Ein Verbrecher durch und durch.
Palfner, Papers, Loomit sind die Namen derselben untauglichen sowie primitiven Person.
@Junior Loomit & bloomit
Wenn Trump für Dich (immer noch) ein 100% „Macher“ für Dich ist, bist Du ein 100% „Lacher“. Der Mensch mit seinen völlig debilen KI Videos & Dauer-Selbstlob, ist doch ein:…….
Hoffentlich kriegt der Roger-ich-bin-auch-wichtig-Köppel keinen Zungenkrebs, wenn sein Bruder im Geiste und die florierende USA jetzt so abgewatscht wird.
Once again, this is Inside Paradeplatz boulevard baiting from an editor suffering from Trump Derangement Syndrome. The reality is tempo, not theatre: the Ford CSG shifting toward the Eastern Med/off Israel compresses response timelines and hardens deterrence to strike Iran. In parallel, the economic flank is handled with discipline—Commerce Secretary Howard W. Lutnick clearly anticipated the Supreme Court outcome and pivoted cleanly. Net result: a legally robust 10% global duty (Sec. 232, Trade Expansion Act of 1962) lifting revenues from ~$8B to ≥$11B. No Spin but Facts.
Im Hintergrund von Trump ist das US-Leistungsbilanzdefizit und dies ist nun einmal gigantisch. Die USA hat einige hervorragende Universitäten und eine dementsprechende Elite, aber dies ist nur eine dünne Firmes über ein Kästchen mit faulem Holz. Siehe PISA Studie! Sie haben aber ein höheres Wachstum als die EURO-Zone und ein Leistungsbilanzdefizit.
Was ist die Lösung? Abwertung des US-Dollars und ein höherer Konsum in der Eurozone und der Schweiz? Seien wir grosszügiger zu uns selbst mit weniger Leistungsbilanz-Überschuss!
Was braucht es noch, um Trump zu entlarven!?? Aber, halten wirs mit der FT, lassen wir die Midterms „sprechen“ dann werden wir sehen, ob Trump nur ein trötzelndes, narzistisches Kind ist oder ein gewiefter Stratege. Meine Meinung ist jedoch schon gemacht.
Einst grossartig, wie früher die NZZ. Heute ein Trauerspiel und bei Weitem beide nicht mehr so relevant wie früher.
Kann ich erst ernst nehmen, wenn sie endlich fordern Bill Gates und die Clintons vor Gericht zu bringen und für ihre widerlichen Schandtaten als Pädophile zur Verantwortung gezogen zu werden.
Jetzt wo sie Trump diesbezüglich nichts anhängen können, geifern sie beim Gedanken ihm wenigsten Zollmässig eins ausgewischt zu haben.
Damit ist die Gewaltenteilung abgeschafft, wenn die Judikative urteilt und die Exekutive dies als „opinion“ bezeichnet und als Machtbeweis nochmal 10% Global aufschlägt.
Sind Sie einer dieser Experten für US-Recht, der nicht weiß, dass in den USA die Gerichtsentscheide als ‘opinion‘ bezeichnet werden?
So ist das, wenn ein verzogener Fünfjähriger das Land regiert.
Mit allem gebührenden Respekt, aber so mag das denen scheinen, die sich weder darüber informiert haben, was denn nun im Urteil und in den referenzierten Gesetzen eigentlich drin steht, noch sonst viel Ahnung darüber haben, wie die Funktionsweise des US-Rechtssystem ist.
Dieses Urteil schert Trump einen Dreck. Er macht was ihm passt. Wenn etwas schief geht sind eh alle Anderen schuld aber sicher nicht der Präsident.
Ein selbstverliebter Exzentriker. Die Demokratie in den USA wird abmontiert.
Dank Trump.
Was veranstaltet dieser Typ doch für ein Chaos! Chaos, sein Ziel?
Frage: Wer zwingt Trump, diesen Gerichtsentscheid umzusetzen und die Zölle zurückzuzahlen? Wer?
Antwort:
Die „Lower Courts“ aller Staaten -mit tausenden von Firmen Refund Klagen. Deren Admin/Prozesse…
lähmt die Staatskarre & Personal gewaltig. Bei 135 Mrd zum rück-verteilen. In US only. Das grosse 135-Fressen somit schon ist im vollen Gange ! Da wartet keiner in US, wenn’s Money retour gibt. No way !
Wenn der leitende Hai jetzt angeschlagen, d.h. wirtschaftlich verwundbar ist, werden ihn ev asap die eigenen Nachfolge-Haie von hinten jagen und die andern Haie tun dies sowieso frontal von vorne. Incl Epstein files. Speziell wenn’s um Refund-Geld der vielen Gops&Dems Firmen/SBO geht. Geld ist DER Key, auch in US. Jetzt dreht der Key jedoch die Richtung. Mid terms ahead.
„ev“ steht als Abkürzung für „evangelisch“. Wenn Sie „eventuell“ meinten: Das wird mit „evtl.“ abgekürzt.
“Einflussreichstes Blatt Europas” hmm…ein Blatt das v.a. nur aus dem linken Auge sieht und an TDS erkrankt ist, ein Blatt das so oft in seinen Voraussagen daneben liegt. Dann lieber die WSJ, auch keine Trump Freunde. lh, und v.a. die linke Schweiz mögen tanzen, sie verkennen wie die USA funktioniert. Trump hat eine empfindliche Niederlage erlitten, keine Frage, umso mehr wird er mit eiserne Konsequenz mit allen Mitteln zurückschlagen, Die Rückerstattungen sind bei weitem nicht gegessen. Das linke, “progressive” Lager hat m.e. einen Pyrrhussieg eingefahren, mal schauen was die Zukunft bringt…
Donald Trump hat gestern sein STALINGRAD erlebt. Und zwar im eigenen Land.
Es dauerte noch ein paar Jahre bis Hitler besiegt war. Aber genauso wird es bei Trump laufen.
Es ist herzensrührend wie man hierzulande, IP inklusive, über den Mechanismus der Tarife und möglichen Rückerstattungen in der USA schlecht informiert ist. Die Tarife haben v.a. die Importeure getroffen. Die haben dann die Mehrkosten, zumindest teilw., den Firmen und letztendlich den Konsumenten weiterverrechnet. Es wird technisch und juristisch sehr schwierig werden das ganze auseinander zu dividieren und mögliche Schaden zu beweisen. Die Rückerstattungen werden also praktisch nur politisch zu erzwingen sein, und auch dies bleibt sehr fraglich und willkürlich.
Was heisst „schlecht informiert“? Genau darum geht es doch: Dass die Importeure die unrechtmässig erhobenen Zölle zurückfordern werden. Und falls das klappt, kommt die nächste Frage, ob die Importeure das in die eigene Tasche stecken oder ihren Kunden rückvergüten. Das wird eine grössere Sache für die Gerichte – und für die Anwälte.
Ein Schreckensszenario für die GOP wäre, wenn ihr stabiles Genie eingestehen müsste, dass sein grossartiger „Liberation Day“ lediglich einen „ausser Spesen nix gewesen“ Effekt hatte. Vielleicht würde dann sogar den MAGA-Fans langsam ein Licht aufgehen.
Was wäre das WEF ohne Sie Mr. Président!
Armer Lukas, von der Übersetzung der paar Zeilen so überfordert? Einsprachige Zürcher haben es 2026 halt schwer.
Frage:
Warum ist eine Mercedes-S-Klasse in den USA billiger als das vergleichbare Modell in der EU und warum ist ein Ford-Mustang in der EU teurer als das vergleichbare Modell in den USA ?
Hängt das möglicherweise mit unterschiedlichen Zöllen zusammen ?
ich brauche und lese keine zeitungen, welche meinungsartikel bringen; weder linke noch rechte. zeitungen sollen informieren, ich brauch niemanden, der für mich denkt..
Die Zölle werden bestehen bleiben, einfach auf einer anderen Rechtsgrundlage. Exponiert sind die USA möglicherweise(!) für die Periode von der Einführung der Zölle bis heute, weil die Rechtsgrundlage fehlte.
Die Frage ist: Wer ist hier klageberechtigt? Die Firmen selbst wohl nicht, denn sie haben die Zölle an die Kunden weitergereicht. Demnach entstand den Firmen kein Schaden. Zu erwarten sind hier class actions, aber das geht entweder Jahre oder wird mit einem außergerichtlichen Vergleich bereinigt.
Man sollte beachten: Trump ist ermächtigt, den Handel mit bestimmten Ländern ganz zu kappen!