Was gibt es Schöneres? Wenn der Schweizer Winter so richtig aufs Gemüt schlägt, flüchtet man dorthin, wo der Sommer Überstunden macht.
Kapstadt, Tafelberg, Seafood an der Waterfront und natürlich: Golf.
18 Löcher unter der afrikanischen Sonne, der Driver sitzt, das Handicap freut sich.
Ein treuer Leser wollte genau das geniessen. Für den Rückflug von der Kap-Metropole nach Zürich sollte es standesgemäss zugehen.
Man gönnt sich ja sonst nichts: Ein Business-Class-Upgrade für 999 Euro wurde gebucht, dazu das Golfgepäck für geschmeidige 150 Euro.
Total: 1’149 Euro extra, damit die Erholung auch über den Wolken anhält.
Doch bei der Edelweiss, der Ferien-Tochter der Lufthansa-Gruppe mit dem freundlichen Blümchen am Leitwerk, war die Urlaubsstimmung schnell verflogen.
Der Flug? Annulliert. Die Umbuchung? Auf die deutsche Condor.
Man könnte meinen, ein Upgrade für tausend Euro würde wie eine wertvolle Fracht mitwandern. Weit gefehlt.
Wer mitfliegen wollte, musste den Geldbeutel ein zweites Mal zücken. Der Leser zahlte doppelt – für dieselbe Leistung, beim selben Konzern-Verbund.
Ein teurer Spass, der die Entspannung vom Fairway in Sekundenbruchteilen verpuffen liess.
Zurück im regnerischen Zürich begann der eigentliche Spiessrutenlauf.
Wer glaubt, die Edelweiss würde den Fehler elegant korrigieren und die 1’149 Euro umgehend zurückerstatten, kennt die Hartnäckigkeit der hiesigen Kundendienst-Abteilungen nicht.
Nach langem Hin und Her entschied sich die Airline schliesslich zu einer Zahlung. Man hielt sich für besonders grosszügig:
199 Euro wurden überwiesen.
199 gegen 1’149. Für den Betroffenen ein schlechter Scherz.
Die Antwort der Edelweiss-Pressestelle fällt knapp aus. Anstatt Licht ins Dunkel zu bringen, verlangt man eine schriftliche Vollmacht des betroffenen Passagiers.
Ohne dessen Segen gebe es keine konkrete Auskunft, heisst es.
Mittlerweile ist die Sache dort gelandet, wo der Spass endgültig aufhört: beim Rechtsschutz.
Die Anwälte dürfen sich mit der Edelweiss herumschlagen, um die restlichen tausend Euro einzutreiben.
Was bleibt, ist ein fader Nachgeschmack. Wer bei Edelweiss ein Upgrade bucht, kauft offenbar nicht nur Komfort, sondern auch ein Stück Unsicherheit.

Edelscheiss statt Edelweiss!
Golfgepäck ist bei Edelweiss immer im Preis mit dabei, im Gegensatz zur Schluchthansa-Swiss. Bei Condor wohl eher weniger… Geiz ist ja bekanntlich geil.
Aber die Meldungen aus meinem Umfeld, was die Zuverlässigkeit und den gewohnt höheren Standard aus Edelweiss betrifft, verschlechtern sich. Ich höre öfters von Annullationen oder hoher Verspätung, was früher wenig der Fall war. Schade, bislang war Edelweiss für mich noch der positive Ausreisser aus dieser Allianz…
Bei Rückforderungen gibts nur Eines: anmelden und Frist setzen, per Einschreiben mahnen und 10 Tage Frist, dann sofort zum Anwalt!
Die Rechtsschutz wird die 1000 Euro einfach selbst zahlen, weil das am Schluss am günstigsten ist für die Versicherung.
Das zeigt wie gut Rechtsschutz in unserem Rechstaat funktioniert, wenns nicht um mindestens 100k geht ist abschreiben am günstigsten, ein Armutszeugnis, aber von der Elite gewünscht, das schützt Sie vor begehrlichkeiten der HaveNots, und bei der Akummulation
Mir ist dasselbe mit einer Sitzreservation bei der Swiss passiert. Ergebnis: Reservierungsgebühr weg, Sitzplatz weg. Meine Frau und unser 3 Monate altes Baby sassen am Ende 5 Reihen vor mir.
Es werden bewusst Dienstleistungen verkauft, die gar nie eingehalten werden sollen.
Auch ein Geschäftsmodell, nur nicht besonders nachhaltig
Eine Praxis, welche sich über 50+ Jahre problemlos halten konnte ***IST** nachhaltig.
Was sucht ein 3 Monate altes Baby in einem Flugzeug?! Unsere Gesellschaft geht wirklich mit grossen Schritten dem Ende entgegen.
kenn ich gut, wir reservieren einen Platz und sitzen dann nicht nebeneinander. Aber dafür hat man ja die Gebühr bezahlt und einbehalten. Der Schaltermitarbeitende am Flughafen ist nie schuld und verweist auf die Airline. Diese wechselt den Flieger, aber die Gebühr wird nicht zurück erstattet.
Swiss und Edelweiss haben nur eins – Premiumpreise! Alles andere ist lausig!
„Typisch deutsch: Erst wird alles auf den Cent genau durchkalkuliert und am Ende zahlt man den Business-Aufpreis halt einfach zweimal. Ordnung muss sein.
„Wenn deutsche Gründlichkeit auf Airline-Logik trifft, gewinnt am Ende immer das System – und der Kunde zahlt Lehrgeld. Diesmal 1’149 Euro.“
Günstige Tickets gibt es eben nicht geschenkt.
Schon mal die AGB gelesen?
Seit wann kannst du den lesen?
Hast du den Artikel gelesen? Respektive kann Dein Hirn die Sache verstehen?
Vor allem ist Edelweiss alles andere als günstig.
Einmal kassieren kann jeder. Zweimal kassieren trotz eigenem Flug-Storno das ist Premium. 1’149 Euro extra, versteht sich. Bei Edelweiss Air wird Service offenbar wie Golf gespielt: Der Kunde darf abschlagen, die Airline zählt die Punkte und gewinnt immer. Das „bitzeli“ Rückzahlung wirkt da fast wie ein PR-Gag mit Portokasse.
Business-Class gebucht, Kassenklasse erhalten. 1’149 Euro doppelt einkassiert und dann ein Alibi-Betrag zurück. Wenn das die neue Definition von Kundenservice bei Edelweiss Air ist, braucht es keine Turbulenzen mehr.
Als bald ausgesteuerter kann ich mir kaum einmal ein Tram Ticket leisten!
Ging uns genauso mit normalen Tickets wegen Annulierung des Fluges wegen Hurrikan. Aber bedenken Sie, dass die einkommems stärkeren Personen mit ihren Steuern ihren Bezug von Sozialdienstleistungen mitfinanziert haben. Neid ist keine Tugend.
Wer in der jetzigen angespannten Zeit am Golf-Ferien macht, der muss zurecht mit Verlust rechnen.
ü60 thema
Wir hätten unseren Kunden sofort auf RAV-AIR umgebucht und ihm seine Lebenshaltungskosten erstattet. Is doch selbstverständlich!
Recht haben und Recht bekommen! In der Schweiz geht zum Richter wer Geld und Zeit hat. Die Rechtsschutzversicherung zahlt es selber da billiger. Das wissen die Airlines, die Schuldner und alle anderen Zahlungsfaulen auch.
Fun Fact. 70% der Airline-Passagiere verzichten auf ihre gerechtfertigten Ansprüche. Die meisten davon gfliegen beim nächsten Mal wieder mit derselben Airline. Und die Airlines sind ja nicht blöd.
In der Schweiz gilt generell der Täterschutz.
Edelweiss verkommt immer mehr zu einer Lufthansa – Tochter. Deutsche
Manager und der grösste Shareholder Klaumi Kühne pressen die Edelweiss
wie eine Citrone aus.
Der Artikel enthält insofern einen Fehler, als dass bei Edelweiss Golfgepäck immer gratis ist. Gehört zu deren Verkaufskonzept. Die CHF 150 für Golfgepäck können somit nicht stimmen.
Naja, auch die Edelweiss ist halt „Deutsch“ geworden!! Wo früher Kulanz und Kundenservice an erster Stelle standen, hat heute deutsche Bürokratie Einzug gehalten. Ich wollte letztes Jahr nach IBIZA fliegen, der Flug wurde annulliert und wir flogen am nächsten TAG. Ich musste zwar das Hotel in IBIZA bezahlen (Annullation erfolgte erst um 19 Uhr am Abend), zweimal Taxi Flughafen – Wohnort und wieder zurück am anderen TAG und auswärts essen, da ich nichts mehr zu Hause hatte. Eine Entschädigung wurde mit einem Hinweis auf einen Artikel abgelehnt!!!
Was bei Lufthansa, SWISS und Komplizen inzwischen passiert, hat mit Premium nichts mehr zu tun. Ich könnte inzwischen ganze Bücher schreiben. Bei mir gingen alleine im Januar total zwei Gepäckstücke mit einem Neuwert von rund 4000 Fr. zu Bruch. Irreparabel. Die Entschädigung wird nach langem Hin und her in Euro ausbezahlt. In Form eines Gutscheins. Wenn man das nicht akzeptiert, bekommt man einen Bonus angeboten, wenn man den Gutschein denn doch entgegennehmen würde. To be continued…
Früher war Edelweiss eine Top Airline.
Seit die Übernahme durch Crossair/Swiss/Lufthansa ist es vorbei…..sehr schade!!
Wer bei SWISS ein Fullfare Business Class Ticket nach Hamburg gekauft, dieses kostet inzwischen über 1000 Fr., kann nicht einmal einen Flug vorher benutzen, obwohl dieser Flug genügend Platz hat. Denn der Flug vorher wird von Lufthansa durchgeführt. Wenn man diesen Flug benutzen will, muss man das SWISS-Ticket kostenpflichtig umschreiben lassen. Noch Fragen?
Neoliberalism = The Lernaean Hydra (Mytology)
Herr Schellenbaum
Sie haben recht, die Edelweiss ist hier nicht korrekt vorgegangen.
Aber als solventer Golf-Ferien-Passagier in Business Class sollten Sie doch über solchen Kleinigkeiten stehen.
Was hat das Golfen mit dem Unvermögen der Edelweiss-Lufthansa zu tun?
Vermutlich sind Sie Porsche Fahrer und zahlen die überhöhten Serviceleistungen. Weil Sie ja ein Porsche fahren.
So ist es. Wobei mein Auto im Unterhalt noch um einiges teurer sein dürfte als ein Porsche.
Ja ich zahle zuviel, bemühe jedoch nicht jedesmal IP um meinem Frust Luft zu verschaffen.
Das geht schon seit Jahren so. Ist mir auf einem Flug nach Kuba passiert. Die verkaufen bewusst Destinationen, die sie dann – z. T. Schon Wochen vor dem Abflug Termin – “aus technischen Gründen “ umbuchen. Bei der Swiss und Co gilt seit langem nicht mehr Dienst am Kunden, sondern verdienen am Kunden
Edelweiss war schon immer eher teuer – die Leistung und das Produkt sind in der letzten Zeit klar (noch) schlechter geworden…
Die Condor gehört schon lange nicht mehr zur Lufthansa Gruppe. Plus der Fehler beim Golfgepäck. Die Story geht nicht auf.
Schrott-Airline, nach einem Business-Class Flug nach Portugal wurde mein Gepäck erst 53 Std nach der Landung im Hotel angeliefert. Für die Ersatzkleider und Hygieneartikel im Wert von bescheidenen CHF 300 wurde mir bis heute noch nichts überwiesen; die per Einschreiben eingereichten Belege wurden scheinbar nicht gefunden und ich hätte sie nochmals einreichen müssen. Die max. Entschädigung sei aber auf CHF 100 beschränkt und das Help Desk dieser nicht mehr buchbaren „Airline“ befindet sich in….?
Genau: in Süd Afrika
Wenn immer möglich buche ich als Schweizer weder Edelweiss noch Swiss. Diese Gesellschaften haben nichts mehr mit dem Servicegedanken der Schweiz zu tun.
Vor 2 Jahren bei Iberia von einem Business Flug nach Costa Rica infolge Flugzeugwechsel auf Premium Eco downgraded worden. Die Rückerstattung der Differenz über deren „Claim Form“ funktionierte zwar auch harzig aber schlussendlich doch einwandfrei über den vollen Betrag. Mit zusätzlichen Verspätungsenschädigungen bin ich dann schlussendlich zum Schnäppchenpreis geflogen. Soweit sind wir schon, dass Iberia den besseren Service bietet…
Eine Rückforderung mittels Credit Card Claim funktioniert übrigens bei der Lufthansa Group auch gut, wenn die sonst nicht reagieren wollen, was üblich ist.
Meiner Meinung ist das nur ein Puzzel-Teil der das Gesamtbild unserer westlichen Gesellschaften spiegelt.
Aussen hui, innen pfui, egal ob Dienstleistungen oder Waren, und nicht nur in der Schweiz.
Alles wird teurer, am Personal und an Investitionen für Qualität wird gespart.
Egal ob es hier die Airline ist, oder 5* Hotels, Restauratns, die Qualität vieler Automarken haben meiner Meinung nach ebenfalls massiv nachgelassen, während für alles die Preise immer höher steigen ( Ausnahmen bestätigen die Regel ).
Was ist der Grund dafür? Ich denke unser Zines-Zins-Geld-System!
Unsauber beschriebener Kostenaufbau in der Story, das Geschehnis lässt sich buchungssystemisch aber einordnen. Der Rechtsschutz wird’s richten, halt nur mehr über hochgefahrene bürokratische Eintretungssschwellen.
Edelweiss bringt ihre morsche Holzklasse im Long-haul zurecht nur noch als zweite oder dritte Wahl überhaupt an die Leute; der Run auf Business-Plätze ist nach Öffnung des Wettbewerbs ~72 Std. vor Flugantritt riesig: Dynamisches Pricing (out) als Selektionskriterium halt.
Dabei drücken die erhobenen >900CHF-Deckungsbeiträge aber nicht in die Systeme von Drittanbietern durch.