Die EU-Sanktionen gegen Jacques Baud entfalten keinerlei Wirkung in der Schweiz. Doch der grössten Bank des Landes, der UBS, ist das egal: Sie sperrte alle Konten des Ex-Geheimdienstlers.
Ohne Vorwarnung, wie der frühere Oberst „L’Impertinent“ sagt. Er könne wegen der UBS-Blockierung „keine Zahlungen ausserhalb der EU-Zone mehr tätigen“.
Unverständlich, findet Baud, habe doch „die Schweiz ausdrücklich erklärt, dass sie die gegen mich verhängten Sanktionen nicht übernommen“ habe.
Im Gegenteil: Bern habe bei der EU gegen seine Sanktionierung protestiert. Belgien habe ihm zudem „den Zugriff auf mein belgisches Bankkonto gestattet und Geldtransfers zwischen meinem Schweizer und meinem belgischen Konto genehmigt“.
Die UBS-Strafmassnahmen reichen weit. „Alle meine UBS-Bank- und Kreditkarten sind derzeit gesperrt, wodurch ich keine Zahlungen ausserhalb der EU-Zone mehr tätigen kann“, sagt Baud im „Impertinent“-Interview vom Sonntag.

Sprich Zahlungen in Länder, „wo die europäischen Sanktionen nicht gelten“ würden. „So musste ich meine Abos für die New York Times und das Wall Street Journal kündigen, obwohl ich sie für Dezember 2025 und Januar 2026 bereits bezahlt hatte.“
Seine Rente von Anfang Februar ist bis heute nicht auf dem UBS-Konto des einstigen Armee-Angehörigen eingegangen.
Die UBS wollte auf Anfrage „keinen Kommentar” abgeben. Die Sperrung ohne Vorwarnung ist an konkrete Bedingungen geknüpft.
Sie kann grundsätzlich aus drei Gründen erfolgen:
1. Aus Gründen der Sicherheit, bei Betrugsverdacht: So erfolgt eine automatische Sperrung nach einer verdächtigen Verbindung, einem Phishing-Versuch, einer ungewöhnlichen Zahlung oder weil die Karte kompromittiert ist.
2. Wegen eines Know Your Customer-Problems (KYC), beispielsweise wegen abgelaufener Dokumente (Aufenthaltserlaubnis, Personalausweis, Adresse, Steuerstatus).
3. Aufgrund der Einhaltung von Anti Money Laundering-Bestimmungen (AML) respektive anderer Sanktionsvorschriften.
Ergreift eine Bank Massnahmen zur AML-Bekämpfung, dann kann sie Vermögenswerte einfrieren. Zudem kann ihr untersagt sein, den betroffenen Kunden ins Bild zu setzen.
Sobald die MROS (Money Laundering Reporting Office Switzerland, Meldestelle für Geldwäscherei) ins Spiel kommt, bestehen in bestimmten Fällen Geheimhaltungspflichten.
Am 13. Februar fragte eine UBS-Mitarbeiterin Jacques Baud, ob er unter Sanktionen stehe, wie dies Medien zuvor berichtet hätten.
Baud bat die Bankerin, sich beim Seco in Bern schlau zu machen. Er erinnerte sie daran, dass die Sanktionen in der Schweiz nicht gelten würden.
Der Anruf weckte bei Baud keinerlei Verdacht. Später, als er die UBS-Sperrung realisierte, habe ihm die Bank jegliche Auskunft verweigert.
Die Schweiz habe die EU-Sanktionen nicht übernommen, bestätigt das Seco auf Anfrage. Banken könnten aber „aus Risiko- und Reputationsgründen Massnahmen ergreifen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen der Schweiz“ hinausgingen.
Insbsondere könnten die Finanzhäuser „ihre Geschäftspraktiken an den internationalen Sanktionen ausrichten“.
Der Fall Baud kontrastiert mit jenem des Sex-Verbrechers Jeffrey Epstein. JPMorgan, die grösste US-Bank, hatte sich von Epstein als Kunden getrennt.
Dies, nachdem Epstein 2008 ein erstes Mal wegen Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen verurteilt worden war und ein Jahr im Gefängnis sass.
Epsteins langjährige Partnerin Ghislaine Maxwell war ebenfalls grosse Kundin bei JPMorgan. 2014 wechselte sie zur UBS, wo sie in der Folge zahlreiche Konten und Strukturen hatte.
Wichtige Transaktionen, darunter für den Kauf eines Hauses, wo sie sich nach dem Suizid von Epstein im Sommer 2019 monatelang vor den Behörden versteckt hielt, liefen über ihre UBS-Konten.
Die Story zur UBS-Sperrung von Jacques Bauds Konten erschien zuerst auf l’Impertinent.

Voila. Einmal mehr beweist die UBS, dass sie nichts anderes ist als eine Halunkenbank. Ueberrascht mich ueberhaupt nicht, die waren schon immer so. Rette sich wer kann.
Wenn ein Staat nicht Mitglied der EU ist, kann er politisch nicht mitentscheiden. Viktor Orbán ist zwar beteiligt, setzt jedoch vieles nicht in die Praxis um. Trotzdem gilt das aus Sicht mancher noch als vorteilhafter als das Verhalten der als leichtgläubig bezeichneten Schweizer.
Einen sperren sie zu unrecht. Hundert Andere die sie sperren müssten, sperren sie nicht.
UBS Logik 🤣
Seit Jahren unterstützt der Staat (und damit die Steuerzahler) die UBS mit Milliardenbeträgen, sei es während der Finanzkrise, bei der Übernahme der Credit Suisse oder im Zusammenhang mit AT1-Anleihen.
Kritiker bemängeln nun, dass ausgerechnet einheimische Kunden oder Investoren benachteiligt würden, obwohl zuvor öffentliche Mittel zur Stabilisierung eingesetzt wurden.
Kann man sie überhaupt noch als Schweizer Bank bezeichnen, wenn sie offenbar keine Schweizer Kundschaft mehr möchte?
Zum Glück gibt es hierzulande noch bodenständige Banken wie Raiffeisen Schweiz oder die Zuger Kantonalbank, die stärker regional verankert sind.
die nächste Hiopsbotschaft ist bereits im Vormarsch:
Immobiliencrash, da wirds die beiden Banken die Sie erwähnt haben …. den Rest überlasse ich Ihnen.
Die Quittung kommt auf dem Arbeitsmarkt. Wenn sie entlassen werden finden sie nichts mehr. Kenne persönlich einige Banker die nichts mehr gefunden haben. Bei diesem Arbeitsmarkt ☠️. Huere schwirig…
Eine Bar in Crans-Montana mitfinanzieren, aber dann ausgerechnet das Konto eines anständigen Bürgers sperren.
insideparadeplatz.ch/2026/01/29/morettis-55-mio-von-ubs-waadt-kb-genossenschaft/
Einem Amerikaner würden sie sich kaum trauen, das Konto zu sperren. Haben sie dem Präsidenten nicht sogar Millionenbeträge zur Verfügung gestellt?
Meine Empfehlung: Konto zu der Regionalbank Männedorf transferieren.
Man munkelt die RBM ist froh um jeden Lappen Kundengeld.
Bei manchen wird das Konto sofort gesperrt, während andere scheinbar alles dürfen wie zum Beispiel Jeffrey E.
insideparadeplatz.ch/2026/02/15/epstein-files-immer-mehr-spuren-fuehren-zur-ubs/
Hoffentlich realisieren die Leute dass UBS keine schweizer Bank mehr ist. Eine Windfahne die sich von externen Mächten treiben lässt. Sauve qui peut.
Baud wird von der UBS ohne Grund ausgesperrt, obwohl die Schweiz die EU-Sanktionen nicht übernimmt. Unter der inkompetenten Leitung von MB wird loyalen Schweizer Kunden härter zugesetzt als problematischen Ausländern – Transparenz und Verhältnismässigkeit scheinen keine Rolle zu spielen.
Es gibt keine Seriosität mehr bei den Banken. Es macht keinen Sinn mehr, ob bei einer UBS oder sonst einer Geldbuude sein Geld einzuzahlen. Man liefert sich denen aus wie einem Henker. Dann lieber nur noch cash, so wie es jeder Barbershop hält und jeder Albanische Immofatzke macht und jeder Libanesische Occasionenhändler. Eine Bank kann man noch für einen Kredit gebrauchen, aber sonst ist das für den Lokus.
Keine Sorge, der Missverstandene Roger wird sicherlich in Krypto bezahlt.
richtig, aber nur wann du dein geld verlieren willst…….!
El Menchos Konten in Mexico wurden auch kürzlich gesperrt!
Hoffentlich geht der Schuss mal nicht nach hinten los …
El Menchos Konten in Mexico wurden auch kürzlich gesperrt!
Hoffentlich geht der Schuss mal nicht nach hinten los …
und Blick fragt sich, „ist meine Reise nach Mexico noch sicher?“
Wir sollten uns unsere Kunden besser aussuchen und ein besonderes Augenmerk auf faule Bananen legen. (vR-Beschluss UBS 22.2.2022)
Nun ja, grundsätzlich ist es immer eine Risikoabwägung, wie man handelt. Eine gewisse Ironie ist dieser Causa abzugewinnen. In diesem Fall reagiert die UBS sehr vorauseilend, in anderen Fällen, die problematisch waren, sogar toxisch, hat man keinen Finger krumm gemacht, obwohl man wusste und es auf der Hand lag, dass diese Positionen der UBS um die Ohren fliegen.
Ihr IP Fritzen seid wirklich lustig. Stellt euch vor, die UBS würde die Konti nicht blockieren und es kommt raus, dass der feine Herr eben doch nicht so fein ist. Der Aufschrei hier würde noch Jahrzehnte nachhallen.
Und dass die UBS keine Stellung dazu nimmt/nehmen kann, ist absolut logisch.
Aber ja ich vergesse, hier geht es um Hetze, Missgunst und kollektives Gejammer
Wenn jemand nur eine Bank hat, selber schuld. Er arbeiten sehr verschiedene Personen bei den Banken, also darf man bezüglich Liquidität nie nur ein Institut berücksichtigen.