Die NZZ bringt heute eine News der Extraklasse. Sergio Ermotti müsse über 2027 hinaus operativer Lenker der UBS bleiben.
Das wolle der Verwaltungsrat unter Präsident Colm Kelleher so. Der Tessiner soll CEO bleiben, bis klar sei, wie viel zusätzliches Eigenkapital die letzte Grossbank des Landes zu stemmen habe.
Das Argument ist vorgeschoben. Tatsächlich ist hinter der Kulisse der Machtkampf zwischen Präsident und Chief Executive voll ausgebrochen.
Kelleher hat die Oberhand, wie die Story in der NZZ zeigt. Ermotti hat mit seinem Plan, den Iren auf er Kapitänsbrücke es helvetischen Supertankers schnell abzulösen, Schiffbruch erlitten.
Die Niederlage des grossen Ermottis ist historisch. Er, der als unbezwingbar galt, wird zur Lame Duck.
Er muss eine Ehrenrunde als CEO drehen, auf der er nur verlieren kann. Die ganze Finanzwelt interessiert sich nur noch für seinen Nachfolger.
Iqbal Khan, Bea Martin, Aleksandar Ivanovic, Rob Karofsky – oder ein Externer. Ermotti trägt ein Ablaufdatum ohne genauen Zeitpunkt.
Das Schlimmste, was einem Topshot passieren kann. Höchststrafe.
Verordnet vom Ober-Kommandieren: Colm Kelleher, dem Präsidenten.
Gestählt an Wall Street beim US-Riesen Morgan Stanley, hat der Angelsachse dem Helvetier den Meister gezeigt.
Dabei meinte Ermotti, er sei schlauer. Über die Financial Times liess er hinausposaunen, dass er spätestens in einem Jahr das operative Steuer in neue Hände übergeben würde.
Es war der Versuch, Kelleher und seinen VR in die Enge zu treiben und ihn, Ermotti, schnell zum nächsten Präsidenten des Finanz-Multis zu küren.
Die Idee wäre wohl gewesen, dass Ermotti an der Generalversammlung 2027 zum vollamtlichen Vize des VRs gewählt würde, um ihm nach einem einjährigen Cooling-off das Amt des VR-Präsidenten anzuvertrauen.
Daraus wird jetzt nichts – Kelleher and his Friends im Board der UBS hat Ermottis Schlachtplan durchkreuzt. Ebenso elegant wie brutal.
So läuft das ganz oben bei den Big Guys von Global Finance. Kelleher hat sich aus ausgeschlafener Schlachtross entpuppt, Ermotti steht da wie Schulbube.
Wie weiter? Ermotti könnte den Bettel hinschmeissen. Kündigung von sich aus per Ende 2026. Es wäre das zweite Mal, das er kurz vor seinem Karriereziel stürzt: Schon Kelleher-Vorgänger Axel Weber wollte Ermotti nicht als UBS-Präsidenten.
Oder macht Big Sergio gute Miene zu Kellehers Spiel? Schwer vorstellbar. Er ist schon im Pensionsalter, muss sich abrackern im Tages-Geschäft, wo es in den nächsten 12 bis 24 Monaten nur Blut, Schweiss und Tränen gibt.
Tausende Entlassungen in der Schweiz, fünfstellig gar weltweit. Fertig mit Good news – pickelhartes Kosten-Schlachten steht auf dem Menüplan. Will sich das der grösste Swiss Banker seit Oswald Grübel antun?



Was machen denn die ganzen Entlassenen der UBS? Für die Meisten gibt es ja sicher keine neue Stelle. Der Markt ist kaputt, futsch, erledigt.
Frühpension zu Lasten der Allgemeinheit.
Sozialhilfe & IV.
Solche Hahnenkämpfe liegen in der momentanen Situation der UBS nicht drin. Beide sollten entlassen werden da dies Firmenschädigend ist.
Ermotti, „der grösste Schweizer Banker seit Oswald Grübel“?
Give me break! OG hat zwei Grossbanken vor dem Untergang gerettet und zuvor jahrelang für Rainer Guts Akquisitionen das Geld erwirtschaftet.
Und Ermotti? Nach 10 Jahren im Amt und seinem erstem Rücktritt war die UBS-Aktie immer noch gleich wenig wert wie zu Beginn. Und heute? Ermotti hat es fertig gebracht, die Politik gegen sich aufzubringen. Eine wahrlich stolze Leistung!
Warum erinnert mich das an die Wirren der CS? Machtkämpfe, Eigeninteresse, persönlich motivierte personelle Fehlentscheide, und einer darf die Drecksarbeit machen. Zerschlagen, die Bank, Ausland weg, Schweiz behalten, sonst gibt’s einen Super-GAU!
Die Iren sind Kelten, nicht Angelsachsen.
Ich kenne mehrere Bank Stellensuchende. Teilweise suchen sie seit 2 Jahren. Vor allem die ohne externe Weiterbildung. Und jene die nie die Stelle gewechselt haben. Die ü45 sowieso. Die Leute hätten genügend Zeit gehabt rechtzeitig etwas neues zu suchen.
Man sollte sich nicht selbst anlügen. Es hat fast keine Stelle auf dem Markt.
Der Zug ist jetzt abgefahren.
Die einzige Möglichkeit etwas neues zu finden wäre eine 2. Ausbildung. Im Verkauf, in der Pflege oder vielleicht als Landwirt.
Nein. Es gibt eine zweite Möglichkeit. Nach Luxembourg auswandern. Dort gibt es dutzende Banking jobs zu haben.
Es gibt eine dritte alternative, welche diese Leute oft nicht sehen.
Ihnen steht die Welt durch das Internet und der Ki zur Verfügung. Mit Ihrem KnowHow und falls Lernbereitschaft da ist, können Sie tausenden von Menschen da draussen, ihre Hilfe anbieten.
Wenn es Influencer schaffen, sollten Sie es auch können.
Natürlich müssen Sie dabei raus aus der Angestellten Blase.
Einfach ins kalte Wasser springen…
Auswandern zu Loomit nach Pattaya. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.
Wie immer bei UBS – Kindergarten Spiele. Die ganze Bankenwelt ist eine Schande.
Ich möchte mal wissen, was uns die UBS wirklich nützt iV zum Risiko (wir unterstützten die UBS 2008 mit max. 60 Mia!! Heute würde es womöglich schnell über 100 Mia sein => mehr als das Budget des Bundes).
Dividenden fliessen m.E. mehrheitlich ins Ausland, unsere Wirtschaft ist mit RB und Kantonalbanken auch fürs Auslandgeschäft genügend versorgt…
Eine UBS Schweiz die in den Kernwerten nicht grösser als eine ZKB ist – könnten wir noch „auffangen“.
UBS Schwiiz AG makes Switzerland great again.
Dieses ganze Affentheater um die UBS ist nur noch grotesk und lächerlich. Machtkämpfe, Bonus Gier, Derivateskandal und endlose Diskussionen um die Eigenkapital Erhöhung.
Ermotti könnte per 30.4.2026 zurücktreten. Geld hat er ja wie Heu! Aber das will er nicht. Er bekommt den Hals nicht voll. Armselig ist das!
Ich finde, man sollte Hamers nochmals eine Chance geben. Der durfte ja nicht zeigen, was in ihm steckt. Stattdessen liess man Ermotti ran.
Seit den 90er Jahre des 20. Jahrhunderts geht es nur noch um Geldgier, Macht und Ego und zwar in allen Bereichen. Das haben wir als Gesellschaft geschehen lassen und als Gesellschaft könnten wir auch dagegen steuern. Dazu braucht es aber Mut, Kohärenz und politischen Willen. Alles andere ist nur Heuchelei und unnützliches Gejammer.
„Wer mit dem Schwert kämpft, stirbt durch das Schwert“