Der geplante Nachtzug der SBB von Basel nach Kopenhagen-Malmö ist im letzten Dezember krachend gescheitert. Das Parlament hat die gewünschten Subventionen von 10 Millionen Franken wohlweislich nicht genehmigt.
Die einzelnen Tickets wären von der Schweiz bis zu 200 Franken pro Fahrgast subventioniert worden.
Die SP, Grünen und die Umweltverbände zeigten sich über das Njet empört. Die SBB hatten im Vorfeld feierlich erklärt, ohne Bundesmittel sei der Nachtzug nicht realisierbar.
Deutschland, Dänemark und Schweden hielten ihre Kassen fest verschlossen und staunten über die generösen Pläne der Schweiz.
Dass es auch ohne Steuergeld geht, beweist die private belgisch-niederländische Gesellschaft European Sleeper, die genossenschaftlich organisiert ist.

Die Betriebsaufnahme erfolgte am 25. Mai 2023 mit dem ersten Nachtzug zwischen Brüssel und Berlin. Seither wächst das angebotene Netz der erfolgreichen Enthusiasten kontinuierlich.
Gefahren wird mit Schlafwagen, Liegewagen und Sitzwagen, die andere Gesellschaften ausrangiert haben. Die Beförderung mit Lokomotiven wird bei privaten Anbietern eingemietet.
Im September kommt der neuste Nachtzug von European Sleeper auch in die Schweiz. Er fährt von Brüssel über Köln nach Zürich und weiter über die Gotthard-Bergstrecke nach Milano.

Mit Halten in der Schweiz auch in Arth-Goldau, Göschenen, Bellinzona und Lugano sowie Chiasso. In beiden Richtungen dreimal die Woche.
Die Preise sind weit günstiger als bei der zur staatlichen ÖBB gehörenden Nightjet und bewegen sich – je nach Kategorie und Nachfrage – schon ab 30 bis 130 Euro.
Ein komfortabler Nachtzug in der Schweiz ohne steuerliche Finanzierung. Die fiskalisch verwöhnten staatlichen SBB bleiben aussen vor.
Ohne Steuergelder müsste man Ökonomisch arbeiten und dies ist den Linken zuwider.
Sapperlot! Eine von einer Genossenschaft betriebene Alternative sorgt für Aufsehen.
Wer hätte das gedacht! Sie wird unser Leben auf den Kopf stellen. Wunderbar.
Mal sehen wie lange die überleben. Mit ausrangierten Wagen und Billiglöhnern aus dem Osten eher nicht.
European sleeper gibts bereits länger, das Unternehmen hat auch andere Strecken wie Brüssel Prag und Berlin Paris im Betrieb, und funktioniert dennoch wie ein was… Wunder? Wow, bevor sie so negeitv schreiben, sollten sie sich zuerst informieren.
Um den SBB den Meister zu zeigen, braucht es keinen „Private European Sleeper“.
Dazu genügen die aktuellen Ausfälle wegen Baustellen:
Kloten, Seuzach, Winterthur, Konstanz usw.
Was die SBB momentan bieten, grenzt an Arbeitsverweigerung und ist eine absolute Zumutung.
Nicht zu vergessen, das kundenunfreundliche Vorgehen beim Abbau von Park & Ride Plätzen, wie z.B. in Bassersdorf. Die SBB macht was sie will, denn sie hat keine Konkurrenz und Steuergelder en masse. Achja, vergessen wir nicht die vielen Mieteinnahmen auf Boden des Steuerzahler, das eigentlich für ÖV-Infrastruktur vorgesehen war, aber in die Taschen des Managements fliesst.
Du warst vermutlich schon länger nicht mehr in Germania?
Noch ist kein einziger Zug auf dieser Strecke gefahren. Mal schauen wie man die unrealistischen Fahrzeiten halten will. Müsste ihnen als Ex- Betriebsdisponent ja bekannt sein? Vielleicht ja darum „Ex“.
European Sleeper. Ist das der Politiker Express? Macht sicher halt in Bern und dann direkt nach Brüssel.
Jede privat-wirtschaftliche Organisation schafft es Leistungen günstiger und besser anzubieten als staatlich kontrollierte. Der Grund dafür liegt im Linksdrall der staatlichen Anbieter.
Nicht wirklich der Grund liegt im System und hat nichts mit der politischen Ausrichtung zu tun. Wer keine Konkurrenz hat, hat keinerlei Grund besser, günstiger oder Effizienter zu werden, Monopol sei dank.
Mal schauen, wie sich dieses Startup schlägt. Im Gegensatz zu den bestehenden Nachtzuganbietern arbeitet European Sleeper mit verlängerten Routen. Die erste Route war Prag, Dresen, Amsterdam Brüssel, die zweite geht diese Woche in Betrieb von Berlin über Hamburg und Brüssel nach Paris. Dafür werden die ersten frankreichtauglichen modernen Mehrsystemloks des Typs Traxx Universal von Alstom eingesetzt. Die Route durch die Schweiz ist die erste direkte Route ohne künstliche Verlängerung von Brüssel über Köln, Zürich nach Milano.
Versuchen kann man es ja, denken wohl die SBB, so wie das allen Abzockern eigen ist.
Das der Zug bis Brüssel 1.5 mal so lange hat wie der Nightjet nach Amsterdam das fast doppelt so weit weg liegt verschweigen wir mal gemütlich.
Das sind dann auch keine Nachtzüge
Mehr sondern 24 Stunden Züge….
Abwarten. Die Arbeitsbedingungen
des Personals werden früher oder später über den „Erfolg“ entscheiden.
Bisher steckt die Firma ja noch in den roten Zahlen und lebt von OPM (other peoples money) via crowdfunding. Die erste Linie soll im 2026 profitabel sein….soll.
Wenn die Firma dann in ein paar Jahren noch existiert, schwarze Zahlen schreibt und die Angestellten anständig bezahlt, dann kann hier gerne vom Erfolg berichtet werden. Bis dahin ist das alles Wunschdenken.
Für mich ist das Angebot sowieso nichts. Ich möchte doch nicht mit wildfremden Menschen in eine kleine Kabine eingesperrt sein. Offene Wagen mit Businessclass Bestuhlung würde ich mir wünschen.
Der private Konkurrent kann sämtliche Wartung, Administration und Kundenkontakt in Italien mit seinen tiefen Löhnen vornehmen lassen und das meiste Personal zu italienischen oder deutschen Löhnen anstellen. Die SBB kann das nicht.
Somit finde ich diese Kritik unfair.