Am Zürcher Handelsgericht spielt sich eine der spannendsten und weitreichendsten Juristen-Schlachten ab.
Hat die UBS die Aktionäre der CS über den Tisch gezogen, als sie vor 3 Jahren für die abgewirtschaftete Erzrivalin nur 3 Milliarden hingeblättert hat?
Allein der CS-Hauptsitz am Paradeplatz kostet 750 Millionen, das Savoy daneben 500.
Zahlreiche CS-Eigentümer haben gegen den Übernahmepreis von knapp 80 Rappen pro Aktien geklagt.
Jetzt hat die UBS einen folgenschweren Entscheid gefällt. Die Bank und ihre externen Anwälte von Bär und Karrer haben entschieden, den Klägern Zugang zur internen Bewertung zu geben.
Das heisst: Bald weiss die Schweiz, wie UBS-Präsident Colm Kelleher und die übrigen Top-Manager der Grossbank den Zustand der CS tatsächlich eingeschätzt hatten.
Und zwar in den Wochen und Tagen vor dem 19. März 2023, als sie die CS übernahmen.
Damit erzielten sie einen Sondergewinn von fast 30 Milliarden Dollar. Die UBS-Aktie verdoppelte sich in der Folge.
Die CS-Aktionäre sehen den „richtigen“ Preis bei einem Vielfachen. Je nachdem, wie der Krieg ausgeht, müsste die UBS mehrere Milliarden mehr für die CS zahlen.
Mehr zum Milliarden-Deal der UBS im IP-Kurzbuch für 19.90 Franken:
Laut des Schweizerischen Anlegerschutzvereins, der verschiedene Kläger vertritt, sei ein jüngster Auftritt von UBS-CEO Sergio Ermotti in „Le Temps“ erhellend.
Demnach habe die UBS gar nicht anders gekonnt als möglichst wenig für die CS zu bieten, da es zum Kaufzeitpunkt zu viele Unwägbarkeiten gegeben habe.
Hätte die UBS ins Blaue hinaus viel mehr geboten, hätte sie gegen das Treuegebot gegenüber ihren eigenen Aktionären verstossen.
Die Kläger werden vermutlich ab Ende April die internen UBS-Unterlagen in einem extra eingerichteten Data-Raum einsehen können. Sie dürfen sie nur lesen. Das Kopieren haben die Richter untersagt.


Spoiler: zu tief.
Hauptsache Swiss Life Wealth Managers wird nicht verkauft…!
Langfristig gesehen war der Kauf des Risikos sicher eine schlechte Idee.
Da sind garantiert noch mehr stinkende Fische im Pool. Wer so geschäftet hat…
Die einzige korrekte Bewertung ist der bezahlte Kaufpreis. Alles andere sind Fantasien.
Bei der CS kommt lediglich hinzu, dass die Eigentümer an den Verkaufsverhandlungen nichts zu sagen hatten.
Da sind sie aber selber schuld. Hatten lange Zeit die Möglichkeit korrigierend ins Geschäft einzugreifen.
Sie kennen die Regeln wohl nicht so gut, als Kleinaktionär hat man per se nichts zu sagen. Trotzdem waren wir AUCH Eigentümer und wurden nicht gefragt.
Tja Herr Palfner, Sie habe wohl nie in Aktien investiert, denn sonst wüssten Sie, dass Kleinaktionäre wirklich keine Möglichkeit haben, korrigierend ins Geschäft einzugreifen. Die einzigen Möglichkeiten sind, seinen Unmut an der GV kundzutun oder die Aktien zu verkaufen.
Das ist richtig. Als Kleinaktionär hat man nicht viel zu sagen. Doch dürften gerade Grossaktionäre ein Interesse an einem möglichst hohen VP haben.
Die Angestellten werden dafür auf dem Arbeitsmarkt bestraft.
Bei diesem Markt braucht es sehr viel Glück überhaupt etwas neues zu finden.
Sie hatten aber jetzt drei Jahre Zeit. Es war ja von Anfang an klar, dass nicht jede Stelle, vor allem im Backoffice, doppelt besetzt werden kann.
Die Entlassenen könnten in den Bahnhofstraße Restauranten und Baaren in denen sie früher grosskotzig aufgetreten sind als Service Kraft oder Geschirrspüler (Caserollier) arbeiten.
Besser als Nichtstun und der Allgemeinheit (Sozialhilfe) zu Last fallen.
Realist – Ironie! Auf welchem Planeten leben Sie denn? Verstehe ich das richtig: die ‚Banker‘ zahlen brav überproportional Steuern und Sozialabgaben und jetzt hätten sie Anspruch auf Versicherungsleistungen. Aber sie sagen, sie sollen zu einem tieferen Lohn auf Ihre Rechte verzichten. Würden Sie das tun, wenn es Sie treffen würde?
Man sollte das was den CS-Aktionären nachbezahlt werden muss bei den Key Risk Takern einsparen das ist ein Risiko das sich realisiert hat. Und die KRT bekommen auch so mehr als sie verdienen.
„Allein der Hauptsitz am Paradeplatz kostet 750 Mio“…. Erinnert an eine Aussage eines Swissair-Mitarbeiters in einem Interview 2001: „Schaut euch diese vielen tollen Flugzeuge an, die Swissair KANN gar nicht Konkurs gehen“.
Lieber Lukas, liebe Journalisten allgemein: lernt endlich Bilanzen lesen. Unternehmen gehen nicht wegen der Aktivseite der Bilanz zu Grunde, sondern wegen Schulden!
Und eine Bank geht nicht wegen Schulden zu Grunde, sondern wegen Liquidität, die aber vorhanden war……
Flugzeuge werden geleast, sie sind nicht Eigentum der Airlines.
@Der Liberale. Vous ignorez donc le mécanisme de titrisation des dettes en actifs pseudo liquides? 18 ans après le subprime?🤡Pour votre gouverne, sans le rachat des actifs toxiques relocalisés dans la société Stabfunds inc.au Delaware (avec le concours de la BNS) par la FED en ayant créé un nouveau marché, l’UBS aurait fait faillite bien avant le CS. Cultivez-vous au lieu de suivre à la lettre la propagande helvétique.
@Der Liberale. Le concept de socialisation des pertes et des risques et de thésorisation des profits, ce n’est ni du Libéralisme ni du capitalisme contemporain,ni du capitalisme actionnariat. C’est du „neo-libéralism“ et du „crony-capitalism“.
Jeder der wusste, dass die UBS die CS zu günstig gekauft hat, hatte am Montag nach der Übernahme die Möglichkeit UBS Aktien zu kaufen. In den den ersten Stunden am Montag nach der Übernahme ist der UBS Kurs gesunken – bevor er dann gestiegen ist – jeder der heute sagt: „War doch klar, dass die UBS die CS zu günstig gekauft hat und sich der Kurs verdoppelt“ hat sich sicher am Montag Morgen günstig mit UBS Aktien eingedeckt.
… habe damals zu 69.5 Rp. gekauft…. = – 10 Rp. zur Eröffnung. War aber nur die ersten 15 min so… dann war es bereits vorbei… trotzdem ist die Aktie eine heillose Enttäuschung…. auch wenn ich massiv im Plus bin…. KKKS „sei Dank“.
Selbstverständlich. Mit welchem Geld denn sonst – dem Lombardkredit auf entsorgte CS-Aktien?
Rückblickend sind alle Genies. In dem Moment hatten die meisten eher Margin Calls als Eingebungen.
Was passiert, wenn Ermoti sich auf den Standpunkt stellt, dass die UBS den „Kauf“ nicht vollzogen hätte, wenn unsere Politiker einen korrekten Wert zur Übernahme aufgerufen hätten.
Schuldfrage: Würde dann ein Regress auf den Staat zukommen?