Der Mann hat wieder geblinzelt.
Donald Trump war sechs Wochen lang der grosse Droher. Iran werde „zurück ins Steinzeitalter gebombt“, hiess es sinngemäss aus seinem Umfeld.
Heute klingt es nach Uran-Deals, nach „grossen Erfolgen“, nach diplomatischer Feinarbeit.
Wer das ernst nimmt, hat die letzten Jahre nicht aufgepasst.
Faktisch ist passiert: Die Rhetorik war maximal, das Resultat minimal. Iran behält die industrielle Substanz seines Atomprogramms.
Abgegeben wird ein symbolischer Teil. Der Rest bleibt unangetastet. Washington nennt das Fortschritt. In der Realität ist es Schadensbegrenzung.
Die Börsen applaudieren. Öl runter, Aktien rauf. Klassiker.
Die Finanzmärkte lieben nichts mehr als die Abwesenheit von Krieg. Dass sie zuvor die Eskalation eingepreist hatten, sagt mehr über die Glaubwürdigkeit der Drohkulisse als über den Deal.
Denn genau das war es: eine Drohkulisse.
Trump testete den maximalen Druck. Und zog zurück, als klar wurde, dass der Preis real werden könnte. Militärisch, politisch, wirtschaftlich.
Besonders im Inland. Die Republikaner brauchen keine neue Nahost-Front im Wahljahr. Also wurde aus dem grossen Hammer plötzlich ein Verhandlungserfolg.
Das Muster ist altbekannt. Laut aufdrehen, Eskalation simulieren, dann Rückzug mit PR-Überschuss.
Die eigene Basis nennt es „Genie“. Der Rest der Welt nennt es inzwischen kalkulierbare Unberechenbarkeit.
Iran hat das Spiel längst verstanden. Abwarten, standhalten, minimale Konzessionen liefern, maximalen Bestand sichern.
Am Ende verkauft Washington den Ausgang als Erfolg, weil alles andere innenpolitisch nicht tragbar wäre.
Die eigentliche Pointe liegt woanders.
Nicht Iran hat nachgegeben. Sondern die USA haben die Konsequenzen ihrer eigenen Rhetorik vermieden.
Die Strasse von Hormus blieb offen, weil Teheran sie offen liess. Nicht weil Washington sie kontrolliert.
Der Unterschied ist entscheidend. Und er wird in Washington konsequent verdrängt.
Was bleibt, ist ein weiterer Eintrag im Archiv der überdehnten Drohungen. Laut genug, um Märkte zu bewegen.
Zu schwach und schlicht peinlich, etwa als Trump sich selbst in einer fast messianischen Pose inszenierte.
Die simple Rechnung: Wer ständig den ultimativen Druck ankündigt und ihn nicht durchzieht, verliert nicht nur Glaubwürdigkeit.
Er definiert auch die Spielregeln für die nächste Runde. Und die kennen jetzt alle.
Trump kapituliert nicht offiziell. Das wäre zu ehrlich. Er nennt es Sieg. Der Rest der Welt nennt es, was es ist.
Und was macht Israel?
Frieden bedeutet für die Perser noch mehr Leid. Das Regime wird noch härter durchgreifen. Vor dem Krieg war das Leben für die Perser schon unerträglich.
Jetzt wird‘s noch schlimmer.
Wer gegen Krieg ist, ist moralisch immer im Recht. Aber im Falle von Iran sollte man schauen was für die Bevölkerung am besten ist. Und Frieden ist es nicht.
Das schönste Reiseland ist und bleibt Iran. Iran wird massiv als Reisedestination unterschätzt. Wenn die Leute wissen würden wie schön es ist, würde niemand mehr in den arabischen Länder Ferien machen.
Aber dann würde ja Thailand in eine Rezession fallen?
Stimmt, insbesondere Strandferien im Iran sind für unsere weibliche Begleitung famos!
Schrott Kommentar!
Na ja, „Taco“ ist zwar ein beliebter Vorwurf, aber dieses Vorgehen ist eine übliche Strategie, die jeder gewiefte Verhandlungsführer beherrschen sollte. Frech zu fordern, und sich mit der Hälfte zufrieden geben, kann sehr effektiv sein. Das ändert allerdings nichts am Unsinn dieses Krieges.
Nichts von Hälfte – Trump gibt Iran die Oberhoheit über Hormus. Folglich gewinnt Iran etwas, das es vorher nie hatte.
Was Werner Heisenberg von atomaren Kettenreaktionen hielt, ist nur wenigen bekannt. Die Geschichtsschreibung feiert ihn, da er angeblich den Bau der Bombe verzögert habe. Das ist jedoch nicht korrekt, denn er hielt den Bau der Bombe für unmöglich. Wenn das stimmt, war der gesamte Uranstreit nichts als ein weiteres Polittheater.
…dass Herr Loskutov nicht die gleichen Nachrichtenquellen liest, die ich lese. Gratis und Franko.
Herr Loskutov, scheint es, hat sich zu früh gefreut.
Luki: bleib beim Thema Paradeplatz. Davon verstehst du zumindest etwas.
Billiger Trump-Hass…
Trump erreicht locker, was niemand sonst kann. Auch Putin und Xi nicht.
Das mundet dem Russlandpropagandisten nicht…
Neidisches Trumpbashing ohne Grundlage.
Trump hat nichts erreicht. Dass er die Strasse von Hormus nun als Strasse von Iran bezeichnet, sagt ja wohl alles. Iran geht gestärkt aus dem Krieg, die USA geschwächt
Der Rubel rollt wieder
༼ つ ◕_◕ ༽つ [̲̅$̲̅(̲̅5̲̅)̲̅$̲̅]
Echt jetzt? Das soll’s gewesen sein? Die langen Vorbereitungen der USA um über Proxy Kriege die Schlinge um China zu legen und ranzukommen? Diese Leute kennen kein zurück. UND ja, was macht Isreal? Däumchen drehen? Blame it on Israel, so scheint’s von den US-Wahsington-Boysband vorgesehen.(S. Which path to Persia, 2009.)