Die Angebotsmieten liegen in Zürich heute rund ein Drittel über den Bestandesmieten. Das ist kein Zufall.
Bei einem Mieterwechsel gilt nicht die Renditelogik, sondern die Orts- und Quartierüblichkeit – Mieten, die früher ebenfalls nicht angefochten wurden.
Nicht angefochten ist nicht zu verwechseln mit rechtmässig. Es bedeutet lediglich, dass die Miete nicht bestritten wird.
Artikel 269 OR ist eindeutig: Ein Mietzins ist missbräuchlich, wenn damit ein übersetzter Ertrag erzielt wird.
Das Bundesgericht hat in Leiturteilen Obergrenzen gesetzt – je nach Alter der Liegenschaft, Eigenkapitalbasis und Finanzierungsstruktur gelten unterschiedliche Massstäbe.
Schwarz-weiss ist das Mietrecht nicht.
Was bleibt: Das Recht gilt nur, wenn es jemand einfordert. Die eigentliche Verantwortung für eine Anpassung der Regeln liegt beim Parlament.
Seit Jahrzehnten bleibt eine Revision aus. Das ist ursächlich für viele Initiativen, über die wir abstimmen.
Rund 30 Prozent des professionellen Zürcher Wohnungsmarkts gehören institutionellen Investoren. Pensionskassen rechtfertigen das Renditestreben mit dem Versicherteninteresse.
Viele sind Sammelstiftungen, verwaltet von Konzernen wie Swiss Life – der grössten privaten Immobilienbesitzerin der Schweiz, mit rund 38’500 Wohnungen.
Je nach Struktur der Vermögensverwaltung bedeuten steigende Immobilienerträge auch höhere Einnahmen für den Konzern. Versicherteninteresse und Konzerninteresse laufen parallel.
Bis sie es nicht mehr tun.
Jede Sammelstiftung hat einen paritätischen Stiftungsrat – Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite, treuhänderisch verpflichtet gegenüber den Versicherten.
Dieses Gremium ist der richtige Adressat für eine Fair-Wohnraum-Charta: Renditen im gesetzlichen Rahmen halten und Referenzsatz-Änderungen automatisieren, Renditeberechnungen offenlegen.
Nicht im Interesse von Konzernaktionären oder Staatsfinanzdirektoren, sondern der Pensionierten.
Kein Rentner, heutiger oder zukünftiger, hat ein Interesse daran, dass steigende Immobilienpreise seine eigene Miete unbezahlbar machen.
Der Staat ist nicht unbefangen. Die Zürcher Kantonalbank, hundertprozentig im Kantonsbesitz, profitiert mittelbar von steigenden Immobilienwerten und wachsendem Hypothekarvolumen.
Der Kanton erzielt Grundstück-Gewinnsteuern bei wertsteigernden Handwechseln von Immobilien. Der Bankrat der ZKB wird vom Kantonsrat proportional nach Fraktionsstärke gewählt.
Dadurch entstehen institutionelle Näheverhältnisse zwischen politischer Steuerung, öffentlichem Eigentum und wohnpolitischen Entscheidungen.
Die Wohnschutz-Initiative vom 14. Juni mag scheitern oder vom Volk angenommen werden. Sie ändert an dieser Interessenlage nichts.
Was eine Initiative nicht leisten kann, muss eine Charta übernehmen.
Kanton und Stadt Zürich könnten mit einer solchen Fair-Wohnen-Charta vorangehen: eigene Liegenschaften, ZKB/Swisscanto-Fonds, öffentlich-rechtliche Pensionskassen.
In der Praxis hält sich die Stadt Zürich in Teilbereichen bereits vorbildlich daran. Daraus entstehen jedoch kein allgemeiner Rechtsanspruch und keine rechtliche Verpflichtung.
Auch der Bund könnte nachziehen: Renditeberechnungen offenlegen, für alle BVG-registrierten Einrichtungen.
Nicht als Sanktion. Als Mindeststandard.
HEV, Casafair und Mieterverband blockieren sich seit Jahren im politischen Stellungskampf – und verhindern damit eine Revision des Mietrechts auf unabsehbare Zeit.
Dabei hätten alle eine gemeinsame Aufgabe.
Wie einst bei der paritätischen Lebensdauertabelle – dem gemeinsamen Berechnungsstandard für Unterhaltskosten, den beide Verbände in den 1990er-Jahren ohne Gesetz vereinbarten – könnten sie eine Fair-Wohnen-Charta erarbeiten.
Eine Charta, die von Vermieter- und Mieterseite getragen wird. Aber die Verbandsoberen, Politiker aus National-, Stände-, Kantons- und Gemeinderat üben sich lieber in Gefechten als in Lösungen.
Das Wohnraumproblem zu bewirtschaften ist für alle Beteiligten eine allzu grosse Versuchung.
Artikel 11 des UN-Sozialpakts garantiert das Recht auf angemessenes Wohnen. Artikel 41 BV ist nicht direkt einklagbar, verpflichtet Bund und Kantone aber, sich dafür einzusetzen, dass alle Menschen zu tragbaren Bedingungen eine angemessene Wohnung finden können.
Zusammen mit den völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz formuliert er einen politischen und verfassungsrechtlichen Handlungsauftrag.
Die Adressaten sind bekannt. Sie sitzen in den Verbänden, im Stiftungsrat, im Bankrat, in der Aufsichtsbehörde – und in der Verantwortung.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Man stelle sich vor ZKB/Swisscanto würden so handeln und dadurch die Gewinne und die Gewinnausschüttung an den Kt ZH sinken. Man stelle sich vor die Pensionskassen der Staatsbeamten würden so handeln und durch die geringere Rendite müssten die Lohnabzüge der Staatsdiener steigen oder die Renten sinken.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Es gibt kein Menschenrecht auf günstigen Wohnraum. Auch wenn die SP denkt es gäbe dieser Menschenrecht.
Gerne eine Wohnung/Haus an privilegierter Lage, gross und schön zum SP Parteigenossen günstig Preis. Wein trinken. Wasser predigen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Korrektur: Die Grundstückgewinnsteuer fliesst im Kanton ZH vollständig in die Gemeindekassen, darunter bis 500 Mio/Jahr in die Kasse der rotgrünen ‚vorbildlichen‘ Stadt Zürich, wo die teuren Mieten am lautesten beklagt werden. Diesen Interessenkonflikt hat der Autor vom Mieterverband ‚vergessen‘ zu erwähnen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Keine 10-Millionen-Schweiz! Ja.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Ein möglicher Kommentar:
Der Artikel benennt einen echten Zielkonflikt, verwechselt aber Ursache und Verstärker. Nicht die Renditeerwartungen der Pensionskassen schaffen die Wohnungsnot, sondern die strukturelle Knappheit an Wohnraum. Wo das Angebot künstlich begrenzt wird, steigen Preise und Mieten unabhängig davon, ob die Eigentümer Pensionskassen, Privatpersonen oder Genossenschaften sind. Kapital folgt der Knappheit – es erzeugt sie nicht. Wer über faire Mieten sprechen will, sollte deshalb zuerst über Bauland, Verdichtung, Bewilligungsverfahren und Einsprachen sprechen. Alles andere blei
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Absoluter Bullshit. All die Expats die hierher kommen denken, dass solch überrissenen Mieten normal sind in der Schweiz oder bekommen diese sogar vom Arbeitgeber bezahlt (siehe Kt. Zug). Darum sind die Mieten so hoch.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Vorbild GEW
VR: Halter , Halter Totalunternehmer, Immobilieninhaber
Donato Scognamiglio, Kantonsrat
Daniel Kusio: Immobilienunternehmer
Reto Brüsch CEO: Gemeinderat Stadt ZH, zuständig für Hochbau
Willkommen im Wallis
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Das Problem lösen kann nur Wohneigentum, sicher nicht Mietgesetze wenn die Schweiz mit Hinz und Kunz geflutet wird.
Den Schweizern gehört Starthilfe gewährt wenn sie Wohneigentum erstehen möchten, nur so geht es in Richtung Problemlösung. Aber hier wird lieber an Ukrainer vermietet die im Dauerurlaub sind und von uns Staats-Sklaven die Wohnung bezahlt bekommen. Das löscht jedem Eidgenosse ab.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Machst Witze? Für Wohneigentum brauchst 300’000 CHF Einkommen nur für den Kredit.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Warum wohl macht keiner was?
Antwort:
Weil es nicht in ihrem Interesse liegen würde.
Das Zauberwort heisst: Gier
Sie Finanzieren ja mit ihrem Verhalten ihr System und sich selbst. Die würden doch nicht selbst die Kuh Schlachten die ihnen die Milch gibt und sie ernährt.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Grund: bezahlbare Wohnungen richten sich nach Angebot und Nachfrage.
Bei schnell steigender Wohnbevölkerung, steigen die Mieten schneller als dass neue Wohnungen gebaut werden können
Lösung: Zuwanderung selber sinnvoll steuern (nicht die EU steuern lassen)
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Alle Parteien ausser einer unterstützen weiterhin die ungesteuerte Zuwanderung. Nur so bleiben die Löhne tief und die Gewinne hoch.
Gesundheit und Pflege zusammen machen gerade einmal 3.6 Prozent der Gesamtzuwanderung aus – Ärzte 1.0 Prozent, Pflegefachkräfte 0.5 Prozent. Den Pflegemangel decken übrigens nicht Einwanderer, sondern täglich pendelnde Grenzgänger aus Frankreich, Deutschland und Italien – fast doppelt so viele wie eigentliche Einwanderer.
Rund 1/10 Einwanderern arbeitet in einem anerkannten Mangelberuf. Die anderen neun brauchen Wohnraum, Schulplätze, Spitalbetten, … .
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Dass die grossen Pensionskassen abkassieren ist ja noch klar, mich enttäuscht aber, dass jeder Private, der ein kleines Blöckli mit 4 Wohnungen hat, genau gleich abkassiert und voll ans Maximum geht mit dem Mietzins. Kaum einer der einen tiefen Zins anbietet und sich schamlos und gierig an den Armen bereichert.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Mein Ratschlag: Selbst etwas gegen die hohen Mieten etwas unternehmen: ein kleines Blöckli mit 4 Wohnungen bauen und vermieten.
Tipp: Sozialämter können nicht in den Konkurs fallen. Deshalb sind Sozialhilfebezüger die geeignetesten Mieter.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
(nicht nur die Mieten) immer teurer werden wegen der Kaufkraftentwertung der schuldenbasierten Falschgeldwährungen des Bankenkartells, sowie des Staates,interessiert keinen Mieter.
Und das grundsätzlich die Währungen, wie auch der Schweizer durch Bankkredit entstehen, weiss wohl auch kein Mieter, und die Leute vom Mieterverband und den Schlichtungsstellen anscheinend auch nicht.
Das die Währungen nicht Geld sind, sondern Schulden (Kredit gegen quartalsweise Zinszahlung/ Schutzgelderpressung von Banken), interessiert die Wenigsten. Die Kaufkraft des arbeitenden Volkes ist so nie gegeben!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Es sind die Banken, welche mit ihrer systematischen Giralgeldschöpfung und ständigen Bankbilanzverlängerungen Kredit um Kredit erzeugen, damit die Währungsmenge ständig ausdehnen, inflationieren und die Kaufkraft immer mehr zerstören.
Das ist der wahre Grund, weshalb die Wohnungsmieten, Immobilien und Baupreise, Renovationskosten immer unbezahlbarer werden (letztere auch für Vermieter!).
Die Banken mit ihrem staatlichen Krediterzeugungs-Monopol sind, neben dem Gesetzgeber (Staat macht teure+zuviel unnötige Bauvorschriften!) die beiden Hauptschuldigen für die Probleme bei Mietwohnungen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Guter Beitrag, aber die Moral und Selbstverpflichtung hören in der Schweiz spätestens dann auf, wenn die Renditen gefährdet sind.
Schafft endlich Renditen-Transparenz und verpflichtet vor allem die grossen Immobilieneigentümer dazu, dass sie einen Teil ihrer Investitionen immer auch in sozialen Wohnungsbau stecken müssen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
In Basel tätigen grosse institutionelle Immobilienbesitzer wie die Swiss Life—oft über ihre Immobiliengesellschaft Livit—derzeit wegen der strengen Vorgaben des Basler Wohnschutzgesetzes kaum noch Investitionen in Modernisierungen oder neue Mietwohnungen.
Viele Investoren klagen, dass die Wohnschutzbestimmungen die Renditen drücken. Das führt dazu, dass bestehende Bauvorhaben gestoppt oder energetische Sanierungen aufgeschoben werden, was den gesamten Basler Immobilienmarkt stark abkühlt.
Quelle: bajour
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Nice try! Aber die Linken werden zu maximalen Kapitalisten, wenn sie mal können.
Und es verletzt niemanden, wenn er weiter weg von der Stadt zügelt.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Doch, für die meisten Stadtzürcher verletzt es die UN-Charta, wenn man ihnen zumutet, aus der Stadt wegzuziehen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Bevor eine solche „Charta“ Sinn macht, muss der Markt (Entwicklung, Bau, Investition, Vermietung) erst wieder komplett dereguliert werden. Die Probleme, die heute auf den Wohungsmarkt wirken sind politisch gewollt und durch mehrere regulative Eingriffe, meist aus der linken Ecke, entstanden.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
«Die Probleme, die heute auf den Wohungsmarkt wirken sind politisch gewollt und durch mehrere regulative Eingriffe, meist aus der linken Ecke, entstanden.»
Gesetzlich vorgeschrieben Mitzinssenkungen werden vielmals nicht weitergegeben und müssen vom Mieter eingefordert/eingeklagt werden!
Das machen nur etwa 12%. Viele haben Angst oder sind zu alt!
Griffige, brauchbare Gesetze werden von Rechts verhindert!
Auf den Strassenverkehr bezogen, in der 30er-Zone kannst du auch 160km/h fahren, wenn dich niemand verzeigt!
Radarkästen sind zu entfernen! Sie begrenzen die unternehmerische Freiheit!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Schlechte Politik hat eben Konsequenzen. Die ganz grosse Mehrheit muss das Wohneigentum vergessen und teuer mieten.