Die Beratung in der Micasa-Filiale Buchs? Grandios: herzlich, sympathisch, zuvorkommend.
Schreiben die begeisterten Kunden. Nur hilft das nichts.
Die Standorte in Crissier, Langendorf, Brügg und Buchs werden dieses Jahr oder auf Ende Januar 2027 geschlossen.
Das Experiment des Management-Buyouts der einstigen Migros-Möbelkette ist ein Jahr nach der Übernahme gescheitert.
Die Migros-Urgesteine Philipp Agustoni und Manuel Landolt, welche die 30 Filialen des taumelnden Riesen an die Brust genommen haben, brauchen frisches Kapital.
Dringend. Ihnen ist der Schnauf ausgegangen.
„Eine Schweizer Investorengruppe übernimmt 100 Prozent der Aktien der Micasa AG und begleitet das Unternehmen gemeinsam mit der bestehenden Geschäftsleitung in die nächste Entwicklungsphase“, schreibt das Unternehmen auf Anfrage.
Agustoni und Landolt dürfen bleiben. Wer die neuen Besitzer sind, erfährt man nicht.
Die Deutschen zumindest hauen ab. Mitte Juli schied Felix Finger bereits aus dem Verwaltungsrat, Vertreter der deutschen Investorenfamilie Brandstetter-Finger.
Diese hatte sich an Micasa beteiligt, als die Migros die Mobelmarke schnell losschlagen wollte.
Brandstetter-Finger gilt als medienscheu, hat sich öffentlich nie darüber geäussert, was mit Micasa geschehen soll.
Micasa, im mittleren Preissegment, kämpft in der Schweiz gegen Ikea, das ebenfalls unter Druck gerät, aber mit riesigen Skaleneffekten operieren kann.
Und dann kommen noch die anderen Konkurrenten wie XXXLutz, Mömax oder Livique hinzu. Auch Galaxus, der Migros-Digital-Riese, mischt sich online in den Preiskampf ein.
Momentan verschleudert Micasa seine Waren. Bis zu 70 Prozent Rabatt gibt es für Kerzenleuchter, Ecksofas, Tischleuchten, you name it.
Schuld für die Schliessungen seien nicht Managementfehler, sondern „die aktuelle wirtschaftliche Situation und veränderte Marktbedingungen“, heisst es beim schlingernden Unternehmen.
Wer und wie viele gehen müssen, ist unklar. „Für die betroffenen Mitarbeitenden werden Anschlusslösungen geprüft.“
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Micasa ist weder Fisch noch Vogel.
Sie bedienen nicht das Billigsortiment. Und auch nicht das Luxussortiment.
Sie bedienen irgendwas. Zu wenig klar im Markt positioniert und darum wird mit dem Laden nichts mehr.
Die Rabatte sind Blender. Da wird billiger noch immer teurer verkauft. Bei Temu gibt es solchen Ramsch für ein Butterbrot.
Wenn man die Produkte von Ikea (Billoger Plastik) zum Beispiel genau anschaut und den Preis anschaut merkt man wieso IKEA so erfolgreich ist. Da wird für Rappen gekauft. Und für viele Franken verkauft.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
So what Beni! Interessiert niemanden!
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Mal Spass bei Seite, ich fand Micasa den wirklich perfekten Ort wenn du die Schnauze voll hattest von den Temu Möbel bei Ikea, aber du bei Möbel Pfister dir nur einen Stuhl auf Ratenzahlung leisten konntest.Habe noch immer einen Kleiderschrank der etwa 5 Umzüge durchgehalten hat und immer noch gut aussieht.
Aber da wir in der CH 70% Ausländer haben, fehlt natürlich eine grosses Kundensegment.