Seit einem halben Jahr bin ich Mitglied eines Vereins mit rechtsautoritären und verschwörungstheoretischen Ansichten.
Wir verbreiten rechtslibertäre Ideologien, in deren Zentrum der weisse Mann als absolutes und eigentlich auch einziges Rechts- und Freiheitssubjekt steht.
(So wurde unser Grüppli im Tages-Anzeiger jedenfalls beschrieben.) Bin ich dem Ku-Klux-Klan beigetreten, den Freiheitstrychlern oder Freimaurern?
Falsch, ich mache mit im Leonhard-Kreis, der sich für den Erhalt und die Stärkung demokratischer Werte einsetzt, besonders für die Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte für alle (Statuten).
Der Name ist inspiriert von Leonhard, dem Schutzpatron der Gefangenen und „Kettenheiligen“. Von den Zielen des Leonhard-Kreises abgesehen, sei auch die Besetzung des Vereins brisant, stand auf Blick.ch.
Denn „es ist eine ebenso illustre wie umstrittene Truppe“, darunter der frühere SVP-Bundesrat Ueli Maurer, der deutsche Publizist und Ex-SPD-Politiker Thilo Sarrazin sowie der ehemalige deutsche Geheimdienstchef Hans-Georg Maassen.
Verbindungsmann nach draussen (und nach drinnen für die schätzungsweise ein paar Hundert gewöhnlichen Mitglieder) ist Claudio Zanetti, ein SVP-Vordenker (Blick.ch) und ehemaliger Nationalrat.
Man könnte die Erwähnten, nebenbei, auch als „hochverdiente und prominente“ Persönlichkeiten einführen, falls man möchte (und wie es ein Weltwoche-Kollege getan hat).
Kürzlich stellte der Leonhard-Kreis sich und seine Anliegen in Berlin vor, der in der Schweiz gegründete Verein will auch in Deutschland und Österreich durch Öffentlichkeitsarbeit Wirkung erzielen.
„Es sind im Grunde Selbstverständlichkeiten, die ihr da fordert“, so gab Präsident Ueli Maurer eine Rückmeldung wieder, die er nach der Präsentation in Zürich erhalten hatte.
Das sei richtig, man verlange „nichts Revolutionäres, sondern eine Rückbesinnung auf das, was noch vor wenigen Jahren als gesunder Menschenverstand galt“, sagte er weiter.
Der Staat habe in erster Linie dafür zu sorgen, dass die Bürger in Sicherheit leben könnten, wie sie es wünschten.
„Sicherheit ist darum so wichtig, weil sie die Rechte und Freiheiten des Volkes zu schützen hat.“ Hervorgehoben wurde ausserdem das Recht auf Meinungsfreiheit.
Ich habe mich bisher noch nie besonders betätigt beziehungsweise eingesetzt für die Stärkung demokratischer Werte. Ich war – komisch eigentlich für einen Kolumnisten – ein Vertreter der sogenannten schweigenden Mehrheit.
Nicht weil mir die Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte wenig wert wäre, sondern weil es mir nicht nötig schien.
Das sehe ich mittlerweile manchmal anders. Auch in der Schweiz kann man ins Gefängnis kommen, wenn man etwas sagt, das bestimmten Leuten missfällt.
(Vergangenes Jahr etwa wurde im Kanton Bern ein Mann zu einer zehntägigen Haftstrafe verurteilt, nachdem er eine Busse für Äusserungen zu Geschlecht und Identität nicht bezahlt hatte.)
An der Leonhard-Kreis-Veranstaltung in Berlin erzählte Thilo Sarrazin, wie er erstmals gecancelt wurde, noch bevor das Wort erfunden worden war:
Als er 2002, damals neuer Senator für Finanzen, vorrechnete, Berlin sei nicht einfach arm, sondern Politiker gäben zu viel Geld aus für Soziales unter anderem.
(Das zu sagen ist längst verboten; heute ist der Ökonom parteilos, Buchautor und Weltwoche-Kolumnist.) Interessant war ebenfalls der Erfahrungsbericht von Joyce Lopes, einer Schweizer Filmproduzentin.
Die in Brasilien geborene 42-Jährige trug vor, wie ein Filmvorhaben über eine Normalfamilie – Vater, Mutter, drei Kinder –, die mit Geldsorgen kämpft, nachdem der Mann wegen einer konservativen Aussage Arbeit und Einkommen verloren hat, durchfiel, kein Fördergeld bekam also.
Weil die „abgefragten Diversifikationskriterien nicht erfüllt“ würden.
Ich habe meine Erfahrungen für mich behalten bis jetzt. Fördergeld gibt es zwar weniger für freie Journalisten, Diversifikationskriterien sind zu erfüllen dennoch.
„Die Geschichte, die du vorschlägst, tönt interessant, doch mit deinem Absender können wir sie leider nicht bringen“, habe ich schon ein paar Mal gehört (nicht von Weltwoche-Redaktoren). Vielleicht kann Schutzpatron Leonhard helfen.
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„Auch in der Schweiz kann man ins Gefängnis kommen, wenn man etwas sagt, das bestimmten Leuten missfällt. (Vergangenes Jahr etwa wurde im Kanton Bern ein Mann zu einer zehntägigen Haftstrafe verurteilt, nachdem er eine Busse für Äusserungen zu Geschlecht und Identität nicht bezahlt hatte.)“
Der Automatismus ‚ins Gefängnis wenn Busse nicht bezahlt wird’ hat aber nichts mit der Tat bzw. Meinungsfreiheit zu tun.
Zur Einordnung: Die Grenze zur Strafbarkeit wird erst dann überschritten, wenn die Äusserung die Menschenwürde anderer verletzt – also wenn sie hasserfüllt / böswillig herabsetzend ist.
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Die originale Äusserung die die Busse nach sich zog ist leider nicht überliefert.
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@ Nicht stichhaltig: nur so viel, dass in diesem Fall die Ideologie die Biologie (Forensik) geschlagen hat.
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leonhard-kreis-ch: „Hauptziele zu erreichen:Den Schutz des freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaates
Die Wahrung der individuellen Grund- und Freiheitsrechte
Den Einsatz für eine Ordnungs- und Finanzpolitik, die dem volkswirtschaftlichen Gesamtinteresse dient
Die Wahrung des Friedens durch Förderung der Völkerverständigung
Den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen“
Das könnte wohl heissen, dass Sektierer in allen etablierten Parteien die Macht übernommen haben und die Freiheit und die Demokratie gefährden und der Souverän muss aktiv werden.
Gunther Kropp, Basel
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Es ist einfach schlimm, wie unsere Staatsmedien wie NZZ, Tagi, 20 Minuten etc. den Normalbuerger dauernd belehren, manipulieren und anschuldigen.
Als Beispiel der Fall Winterthur. Statt den Täter klar zu verurteilen wird abgewiegelt und entschuldigt.
Der Arme habe doch psychisch Probleme. Als Ausländer sei man in der Schweiz sowieso unerwünscht. Der Einzige ist Mario Fehr, der klar sagt,das war ein Terrorakt.
Das Problem von Vincenz-Stauffer ist, dass die SVP profitieren könnte. Statt das man versucht den Menschen zu sagen, wie sie sich in einem solchen Fall verhalten und schützen sollen.
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Und Th. Matter wirbt mit den Worten: die Kriminalität nimmt zu! Sie würde nicht zunehmen, wenn man solche Kriminellen sofort ausschaffen würden, oder? Thomas, schon mal von Landesverweis gehört oder gelesen?
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Matter würde den noch so gerne ausweisen.
Aber gerade die NZZ belehrt uns in einem Artikel, dass man den nicht ausbuergern könne.
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Niemand glaubt daran das die Türkei den Täter zurücknehmen wird, dazu wird der Rechtsstaat der Schweiz dazu führen das der Täter nicht ausgeschaft wird.
M. Fehr hatte lediglich die Presse gefüttert und sich als Verantwortlicher profiliert, mit der Aussage das der CH Pass entzogen würde.
Der Täter wird uns weiterhin erhalten bleiben, auch ohne CH Pass!
Dazu terapiert, sozial geholfen, berentet von der IV.
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Ceterum censeo: Nur noch die Ausbildung zum Ingenieur und zum Chirurgen und Anästhesisten finanzieren.
Alle anderen Fächer (phil. I + II, theol., oec., iur. et med.) ersatzlos streichen. Sind schöne Hobbies für den Feierabend, aber bringen dem Steuerzahler null und nichts.
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Zum Fall Winterthur habe ich die Berichterstattung ganz anders wahrgenommen. Beispiel: Kurt Pelda hat darüber im CH-Media glasklar und toprecherchiert geschrieben. Inklusive das Versagen des Staates aufgezeigt und kritisiert. Zur Lektüre empfohlen!
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den verlagsmedien wird es gleich ergehen wie den radios, einst staatstragend heute ohne mehrwert. informationen sind jedermann frei zugänglich, bevorzugt neutral und ohne belehrung. diskussionen wandern ab in podcast oder blogs wie hier, die früher so wichtigen zeitungen sind nur noch hintergrundmusik.
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Meine Güte, was für ein Gejammer. Jemand, der regelmässig hier reichweitenstark publiziert, beschwert sich, dass er nichts mehr sagen darf. Im Titel steht „…erlebe ich erstmals, was Cancel-Culture wirklich heisst“ und dann kommen ein paar vage Beispiele, wo weder Kontext noch Hintergründe bekannt sind.
Ueli Maurer, Thilo Sarrazin, Hans-Georg Maassen, usw. haben eines gemeinsam: Sie können sehr gut und sehr hart austeilen. Wenn dann ein bisschen Kritik zurückkommt, wird auf allen Kanälen geheult, was das Zeug hält. Das kann ich nicht ernst nehmen.
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Thilo Sarrazin und Hans-Georg Maassen haben vor allem eines gemeinsam: sie haben beide recht.
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M.vH. kann jeden Verein/Kreis beitreten, den er mag; er hat dafür seine Gründe. Ob er sich oder andere ihn deshalb als rechtslibertär bezeichnen, ist schlussendlich sein Thema,. Warum man daraus einen Beitrag auf IP machen muss, verstehe ich nicht – muss ich aber auch nicht.
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Mark von Schusseling ist froh um jedes Forum das er bekommt. Soll er doch dem Leonhard beitreten, wenn er sich wohl fühlt im Kreise von Rechtsextremen der Generation Abendrot wie „kä Luscht“-Ueli, Maassen. Sarazin hat immerhin schon vor Jahren fundiert auf Probleme hingewiesen!
Maurer sind die Rechte des Volkes zutiefst zuwider. Er wollte ja bei einem Prozess gegen einer seiner Söhne das Volk, die Journalisten ausschliessen, aber nachplappern kann er gut!
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… Contradictio in adiecto
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Heul leise Chantal (resp. Leonard-Kreis)
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Die linksgrünen Mainstreammedien haben den Kompass verloren, was Sitte, Moral und gesunder Menschenverstand betrifft. Das einzig Gute daran, sie arbeiten hart und gewissenhaft am eigenen Untergang.
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In Europa gibt es keine Demokratien.
Parlamentarische Demokratien sind königreiche, in welcher der Präsident die Macht eines Königs hat. Das Volk kann wählen, was es will, es ändert sich nichts.
In der Schweiz kann die Politik an der Verfassung vorbei entscheiden, was sie will. Das Volk kann wählen, was es will, es ändert sich nichts, und die Einhaltung der Verfassung kann von einem Normal-Sterblichen nicht durchgesetzt werden.
Wir leben in keinen Demokratien, die es zu schützen gilt.
Europa ist zu demokratisieren.
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Der Leonhard-Kreis ist ein ganz wichtiger Verein. Alle Kräfte, die diesen Verein bekämpfen, rechne ich dem „Neo-Faschismus zu. Kennzeichen: Totalitär, Anarchismus, autoritär, unterdrücken Meinungsfreiheit, meist linke Ideologie – kann aber auch Rechts sein.
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Rechtslibertär. Das hatten wir doch schon einmal.
Nur hiess es damals Freisinn. Hier zeigt sich eben,
wie schnell Parteien ihren Grundprizipien untreu
werden können. Es würde sich lohnen über den Urfreisinn
nachzudenken.
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Das ist ja eine durchwegs löbliche Einstellung in die Tat umgesetzt. Aber auch etwas idealistisch und romantisch, denn die meisten Menschen wollen gar nicht frei sein. Sicherheit vor Freiheit. Ausserdem rufen sie gerne nach dem Staat, wenn sie es alleine nicht schaffen. Dabei wäre doch der erste Hilferuf an die eigene Sippe zu stellen. Sozialismus soll man in der Familie leben, Liberalismus auf Staatsebene, dann kommt es etwas besser als bisher. Aber die Nächstenliebe vom Staat auf alle Bürger übergestülpt funktioniert nicht.
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Nun, lieber Herr van Huisseling, nun hab ich mir etwas Zeit genommen und Ihre Website studiert. Und dann hab ich mir nochmal Zeit genommen, um ausgiebig zu erbrechen. Dieses empörte Klimaleugner-Migrationsgegner-Covidskeptiker-Amalgam ist selbst für Inside Paradeplatz Lesende schwer zu verkraften. Weiss nicht wie es Ihnen geht, ich denke zur Zeit viel an Bonhoeffers Theorie.
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Grüezi Herr Mark van Huisseling (Journalist, Buchautor). Sie müssen das Land verlassen (Re-migration).